State of the Game: PvE #4 Autor: 4thVariety, letztes Update: 18.08.2006
Dies ist die automatische PvE-Textgenerierungs-Engine von 4thVariety. Leider lieg ich derzeit am Strand. Sollten sie dennoch Fragen zu Guildwars haben, bitte lesen Sie nach der Überschrift.
Heute: Gruppen
Untersuchungen wollen herausgefunden haben, dass 80% aller gekauften Computerspiele nicht durchgespielt werden. Das liegt entweder am Schwierigkeitsgrad, an der schlechten Qualität der meisten Spiele, oder am mangelnden Durchhaltevermögen der User. Von allen Gründen, die es geben mag, bei Factions kann es kaum am Schwierigkeitsgrad liegen. Dazu ist die Hilfsbereitschaft in der Community einfach viel zu hoch und die Chance für den Einzelnen, durch zufällige Stümperei die ganze Gruppe auszulöschen, viel zu niedrig.
So sieht ein schweres Spiel aus
Ungeduld war mein Untergang
An dieser Stelle werden sich einige denken ich wäre verrückt geworden, gerade vor zwei Wochen sind wir ständig wegen so einem *#!xR!1L* verreckt. Elite-Missionen sollten nicht der Maßstab sein nach dem man hier bewertet. Auch für durchgestylte Farmingbuilds mit 2-5 Mann Gruppenstärke gelten andere Regeln. Bleiben wir mal beim einfachen Durchspielen als Ziel. Dort ist im Normalfall das Problem nicht ein Einzelner, sondern die ganze Gruppe trägt die Schuld; jeder auf seine Art. Das liegt nicht an der Anzahl der Spielstunden der Mitglieder, sondern ob sie bereit sind sich vor der Mission etwas abzusprechen, bzw. wissen was auf sie zukommt. Die meisten Gruppen scheitern weil die Spieler zu faul waren sich abzusprechen, oder zuzuhören wen jemand Taktiken vorschlägt, keine Ahnung haben was in der Mission passieren wird, oder, mein persönlicher Favorit, einfach blind einladen und dann losrennen. Besonders schlimm seit jeher ist die Ungeduld mancher Spieler, ein Fakt, das durch die Zeitlimits noch verstärkt wurde.
Man darf sich ruhig beim Gruppenfinden Zeit lassen, denn auf einige Zeichen will geachtet werden. Zehn Minuten mehr beim Gruppe suchen und Taktik besprechen, wird immer Zeit sparen, weil man dann eben nicht jede Mission elf Mal versuchen muss. Es muss nicht gleich Teamspeak und Konsorten sein, wenn eine Gruppe aber schon vor dem Start nicht wenigstens ein bisschen über die Chatfunktion kommuniziert, ist sie meistens zum Tode verurteilt. Die Schweigerfraktion findet dann leider erst in der Mission heraus, dass zwei ihrer drei Mönche Smiter sind und dafür der Krieger auf Heilung geskillt ist. Der Stille der vorherigen Absprache folgt meist ein erbitterter Flame mitten in der Mission. Wer tippt spielt nicht und ab da geht es schnell bergab mit der Gruppe. Im nu sind alle tot und zurück im Außenposten. Danach werden wahllos ein paar „Schuldige“ gekickt und weiter geht’s mit der Spielersuche, diesmal mit dem Zusatz „keine N00bs“.
Im Team hat man das früher schließlich auch ohne geschafft.
Eine Hilfe ist das nicht. Beim Suchen mögen kryptographische Suchanfragen vielleicht anzeigen, dass jemand den Geheimcode der Rul0r-r0XX0r-Gi1d3 kennt, Aussagen über seine wahren Fähigkeiten lassen sich daraus höchst selten ziehen. Bestenfalls auf sein Alter und das ist meist keine gute Sache. Das Motiv Guildwars zu spielen, kann so zufällig sein wie die Klasse der Leute auf die man trifft. Die motivierten Zocker mögen das Meinungsmonopol in den Foren stellen, im Spiel sind sie eine Minderheit.
Geht alles, wenn man sich nur Zeit lässt.
Leider ist bei vielen Spielern das Streitpotential schon vor dem Einloggen hoch. Die gehen rein und wollen Zoff. Die finden es ultra-witzig, wenn sie Andere beleidigen können und haben keine Empfinden dafür wie sie rüberkommen. Entweder weil diese Art der Selbstreflektion bei Ihnen nicht stattfindet, oder, viel schlimmer, nicht stattfinden soll. Das eigene Verhalten wird dogmatisch zur ultimativen Messlatte erhoben, alle Anderen nur angemault. Ich will jetzt keinem Vorurteil Vorschub leisten, würde dieses Verhalten aber in 90% der Fälle auf eine zeitgleich stattfindende hormonelle Umstellung des Körpers von Kind- auf Jugendmodus, und zu 10% auf Stress in der Arbeit zurückführen. Letzter Spielertypus kriegt sich meist nach 10minuten wieder ein, bei Ersteren wird es noch bis Kapitel 8 dauern.
Ist man der Anführer der Gruppe, beginnt der Stress nicht in der Mission beim taktischen Anführen; sofern das möglich ist. Nein, er beginnt schon beim Zusammenstellen des Teams. Durch Zutexten per Chat wird man niemanden dazu erziehen Gruppendienlich zu spielen, man muss schon vor dem Start bereit sein gnadenlos die Leute zu kicken, die auf alle Fragen mit „lol“, „^^“ und „joa, lass mal ich mach das schon“ antworten. „Learning by NOT playing“ ist da mein Motto. GW ist auch ein Spiel mit sozialer Komponente. Das müssen wir gnadenlos im Spiel durchziehen, da hilft es nicht sich in Foren aufzuregen.
Glint duldet keine "schau'mer mal" Taktiken
Don't Drink and Farm!
Anfänger, die es jetzt mit der Angst bekommen, seien beruhigt. Die guten Spieler werden niemanden kicken weil er Elite-Skill X nicht hat, oder Fragen stellt. Im Gegenteil, die guten Spieler wenden jenes Kommunikationsbedürfnis, mit dem sie schon das Forum füllen, auch auf Neulinge an. Es könnte höchstens sein, dass man die Informationsflut nicht bewältigt. Von der Spielweise sind gesprächige Neulinge meist sehr willkommen, sie gelten als defensiv und stellen ein geringes Aggro-Risiko dar. Ganz im Gegensatz zu schweigsamen, dauerlolenden Zeitgenossen, die sich selbst als Pro und alle Anderen als Noobs bezeichnen. Ich nehme gerne jeden, der das Spiel erst ne Woche hat, mit in die Elite-Missionen. Einzige Bedingungen sind, dass man sich etwas sagen lässt und das Spiel nicht total verbissen sieht. Klar, wir werden oft sterben und es vielleicht gar nicht bis zum Ende schaffen. Dem Ziel Spielspaß wird das nicht im Wege stehen.
Profis mögen sich derweil über Togo lustig machen, wenn dieser mit seinem Schüler über Ziele ausrufen und gemeinsames Angreifen referiert, trotzdem hat diese Lektion ihren Sinn. Denn leider „callen“ viele selbsternannte Gruppenführer ihr Ziel nicht, wissen danach aber sehr Wohl die Gruppe zu beleidigen. Niemand kann telepatisch erraten in welcher Reihenfolge die Leute Gegner angreifen. Das ist heute so, morgen ganz anders. Echte Neulinge lassen sich so etwas jedoch gerne innerhalb des normalen Rahmens sagen. Leider gibt es ebenso viele die einfach Recht haben wollen und aus mangelndem Verständnis Alle beleidigen, die eine andere Taktik vorschlagen; ob diese nun besser ist oder nicht. Auch sollte man Abstand davon nehmen, aus falschem Sicherheitsverständnis, pauschal alle Mönche einzuladen. Ein guter Plan hilft mehr als 20 Heiler. Zusätzlich sollte man, wie erwähnt, vorher lieber zuviel als zuwenig chatten. Dann kann man auch gleich mit Vorurteilen aufräumen.
Stur, wie wir waren, schmiedeten wir einen Plan
So haben Heiler-Gefolgsleute meist einen umso besseren Ruf, je erfahrener die Spieler sind; ein Umstand den Viele oft nicht wahrhaben wollen. Es ist schließlich einfacher die Schuld beim Computer als bei sich zu suchen, zudem widerspricht der nicht. Aus persönlicher Erfahrung kann ich behaupten, dass man schon man als zweiter menschlicher Monk im Raisu Palast rein gar nix machen muss. Dazu ist die Computergestützte Reaktionszeit von Dannika, Togo und Mhenlo einfach zu gut und der andere Monk zu motiviert. Die neueste Unsitte mancherorts eine 8 Mann Mission nur mit drei Heilern betreten zu wollen obwohl Mhenlo und Togo mitkommen ist gar absurd. Niemand sollte solche „Strategien“ übernehmen.
Stefan der Ascalon Meistertaktiker
Für die endlosen Kohorten an begeisterten PvE Spielern herrschen somit fast paradiesische Zustände. Fast überall kommt man jederzeit voran, außer man erweist sich als besonders Lernresistent, oder will nur nachts um vier, oder alles nur mit Gefolgsleuten spielen. Es macht auch keinen Sinn fluchend über das Spiel herzuziehen, weil man nachts um 1.00 Uhr keine Gruppe in den Unruhigen Gewässern findet. Bei allen anderen MMOs muss man sich ebenfalls der Uhrzeit anpassen, gegebenenfalls den Uhrzeiten der Gruppe der man angehört und das kann viel schlimmer sein. Abseits der High-End Pfade, ist auch auf den viel bevölkerten Servern anderer MMOs tote Hose, die Option auf Gefolgsleute eine Fehlanzeige.
Die Chancen GuildWars erfolgreich durchzuspielen sind groß. In Factions kommt voll zum Zug, wer in relativ kurzen Sessions vorankommen will. Dank Portionierung des Contents in sehr kleine Happen, ist Cantha ein Eldorado für Menschen, die sich nicht über den Sommer an den Computer fesseln wollen, aber dennoch vorankommen wollen. Wegen des freien Teleportierens zwischen allen Städte und Siedlungen, kann jeder Gildenkollege in Sekundenschnelle zu Hilfe eilen. Sind keine da, muss auf Verfügbarkeit von Freunden beim Durchspielen keine Rücksicht genommen werden. In Guildwars ist es üblich, sich ein paar Andere zu suchen und nach dem gemeinsamen Erreichen eines kleinen Ziels, wie einer Queste oder Mission, getrennte Wege zu gehen.
Das war’s für heute, ich hoffe jetzt wisst ihr über Gruppen bescheid.