buffed.de
1.-4. Kamp.: Released!  
  GW 2: Released!  
Eingetr. Gilden:
1097  
  Forum Beiträge: 7.935.172  
Forenuser:
117.852  
  Forum Themen:
1.058.124  
ForumsepHandelspostensepGildenhallesepFragentoolsepTeamspeaksepJobs
spacer
 
spacer News
Newsarchiv
Spotlight
TowerTalk
Kolumnen
 
spacer Forum
Handelsposten
Streams
Gildenhalle
Comm Works
Netiquette
Wettbewerbe
Galerie
 
 
spacer Geschichte
Einführung
FAQ
Spielsystem
Völker
Klassen
PvP
Guides
Links

spacer Geschichte
Einführung
FAQ
Spielsystem
Klassen
Ladder
Datenbanken
Hilfen
Sonstiges

spacer Impressum
Ansprechpartner
Jobs
Links
WT FAQ
Presse
Datenschutz
Daten. Werbung
 


Link us / Button
:
Wartower.de - Die erste deutsche Guild Wars Community!

















 
State of the Game: PvE #21
Autor: 4thVariaty, letztes Update: 14.08.2007

Es liegt mir fern den Entwicklern eine böse Intentionen zu unterstellen, das sollte jedem klar sein. Sie haben oft genug bewiesen wie gut sie es mit der Community meinen. Doch der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten. Der Arenanet-Pfad ist die Elite-Autobahn zu Hölle, gepflastert mit den besten der besten von Absichten. Hölle klingt vielleicht etwas zu dramatisch, schleichende Veränderung mit stellenweise negativen Folgen ist eher treffen. Es geht mir nicht um die viel gerühmte Einsteigerfreundlichkeit, die ist mir an dieser Stelle egal. Wer Einsteiger ist, dem werden viele der folgenden Konzepte fremdartig und bizarr vorkommen; noch. Es geht vielmehr um die Fortgeschrittenenfreundlichkeit. Jene Gruppe von Spieler die eigentlich schon eine Ahnung vom Spiel haben und einiges an Stunden und Titelrängen auf dem Buckel. Ich rede auch nicht von Ultra-Pr0s die schon tausende von Stunden in das Spiel gesteckt haben, die werden viele dieser Probleme auch nicht kennen, bzw. Können diesen schlicht genug Zeit entgegenstellen. Wenn für euch das Beschaffen von Gold, Items und Fertigkeiten kein Problem der Spielfertigkeit ist, wenn eure Freundesliste lange und die Gilde recht groß ist, so steht ihr dennoch vor einem Haufen



Heute: Barrieren



Hier ist immer was los.

Los geht es mit dem Klassiker. Ihr logt euch ein, steht herum und fragt euch was ihr machen wollt. Im Allianzchannel ist gerade Flaute, also zieht man los und macht etwas mit Pugs. Schon geht es los. Mit den falschen Skills könnt ihr gleich wieder gehen. Die Gilde mag das wohlwollend ertragen wenn man mal frei Schnauze Fertigkeiten aus Tierbeherrschung und Wassermagie dabei hat, aber Pugs haben es gerne sehr sehr spezifisch. Gerade wegen der einfachen Tauschmöglichkeiten von Skillungen, werden Abweichungen vom „Sollzustand“ nicht mehr geduldet. Ausnahmen dazu bilden bestenfalls Missionen und Questen im Normalmodus, aber die machen Fortgeschrittene ohnehin mit einem Kumpel, Helden und Gefolgsleuten. Besser gesagt man lässt machen, denn selbst eingreifen muss man bei drei ordentlich geskillten Helden und Gefolgsleuten nur im Extremfall. Will man jedoch etwas seiner Spielfertigkeit entsprechendes machen, so kann man es mit den falschen Skills sofort vergessen. Die Kosten diesen Nachteil zu kompensieren halten sich stark in Grenzen, dies ist nur eine kleine Barriere, zumindest war sie es bislang. Die Preise für Fertigkeiten stehen weiterhin unter Beschuss, selbst wenn sie erträglich sind; aus Sicht der Fortgeschrittenen wohlgemerkt. Wer ein wenig PvP spielt kann neuerdings diese Skillbarriere umgehen indem er die Fertigkeit freischaltet und per Elite-Foliant auf den Charakter einspielt. Das ist leider knackig teuer, denn die Elite-Folianten werden hoch gehandelt und droppen sehr selten. Jemand ohne ausufernde Geldreserven wird lieber sparen wollen, oder holt sich den Skill auf die altmodische Tour. Individualismus darf man sich dagegen weitestgehend abschminken.


Die nächste Barriere ist schon etwas kniffliger, es ist die Attributsbarriere. Diese bekommt zu spüren, wer das außerordentliche Missvergnügen hat, nicht die passende Primärklasse zu besitzen. Das Build wurde ja bereits diktiert, jetzt wird vorgeschrieben, dass man Attributsstufe 16 haben muss. Bei Feuermagie sind das lächerliche 12 Punkte Schaden die ein Ele mehr ausrichtet als ein Mesmer. Die irrsinnigen Rüstungswerte der Monster bedenkend, schrumpft das Schadensplus wohl eher Richtung 4 Punkte wie schon bei Sperrfeuer. Die 20 zusätzlichen Rüstungspunkte, welche ein Krieger Tank einem Castertank voraushat sind ebenfalls zu vernachlässigen. Das wissen die Spieler, welche in der Domäne der Pein richtig reagieren, wenn die Tankfront zusammenbricht. Ein Notfallplan aus Schutzgeist, Zauberbrecher und Bonds, schon kann der Ele den Run noch retten. Dieses Primat der Fertigkeiten über jede Klasse hinweg kann man lange versuchen der Community zu erklären, die bleiben stur wie Hornochse. Ob Riss, Unterwelt oder Elitemission, nur mit Attribut 16 darfst du deinen spezialisierten Job antreten, basta. Der Cookiecutter, mit dem Fortgeschrittene spielen, ist ein Wahnsinn an sich.


Funktionierende, aber stur ignorierte Variationen


Viele würden nicht einen Mesmer mitnehmen, andere wiederum gleich sieben

Mit einem Mal ist im fließenden Übergang die Primärklassenbarriere entstanden. Falscher Beruf und du bist raus. Mesmer wissen wovon ich rede. PvE unterteilt die Teams in eine Reihe von Spezialisten, welche ihre Aufgabe mit 100% Effizienz erfüllen müssen. Da kann man alle Skills der Welt auf dem Mesmer freigeschalten haben, SF dürfen nur E-Me, nicht aber Me-E spielen, ganz egal ob BiP + Build das Attribut Energiespeicherung eigentlich überflüssig machen. Defensive kennt vier Modi. Gegen den Schaden anheilen, Passivprot, Aktivprot und Interrupt. Nichts macht einen HM-Mob schneller fertig als ein paar Spieler die mit dem Finger auf den Unterbrechern lauern. Desewegen funktioniert Obsi-Tank ja so herrvorragend, es ist der Mesmer-Aspekt des automatischen Unterbrechers an der ganzen Geschichte. Aufklärung ist an diesem Punkt leider noch immer gescheitert, eine Unterwerfung des PvE Teils von GW wohl kaum zu vermeiden. Denn die zwei Barrieren (Attributsstufe/Primärklasse) gehen ganz allein auf das Konto der Klassenbeschränkung von Runen.


Eine besondere Stellung nehmen seit jeher die Titel ein. Anfangs gab es sie nur im Aufstieg der Helden, ihre Auswirkung war von Anfang an nicht besonders populär. ‚Dabei sein’ ist eben nicht alles, man spielt um zu gewinnen, deswegen minimiert man die Risiken. Die Gruppen wollen erprobte Builds, erfahrene Spieler und bewährte Taktiken. Wer sich eSport nennen will, der müsste wissen was auf ihn zukommt. Ein Sport ist eben ein Sport, da geht es immer um alles oder nichts, egal ob in Bundesliga oder Bezirksliga. Jeder der einen Funken Ambition trägt wird an der Ausgrenzung mitarbeiten. Sport ist geprägt von Training und Ernstfall, in jedem Sport braucht man Referenzen, um in einem Team Anschluss zu finden. PvP Titel waren daher von Anfang an sinniges und wichtiges Werkzeug in solch motiviertem Umfeld. Dem PvE erging es derweil ohne Titel super gut, Ziele wurden selbst gesteckt und mehrere Charaktere waren an der Tagesordnung.


Pay more, suck less, gilt für Tennisschläger und Tastaturen


Die Gruft der Zeit

Dann kamen PvE Titel. Es waren reine Ziertitel ohne Wirkung im Spiel, deswegen gab es keine Proteste, alle waren heiß drauf und stürzten sich in den Grind. Es war ein Grind, ein freiwilliger, der keine andere Auswirkung hatte als eine Textzeile unter dem Namen. Plötzlich stellten sogar Elite-Fanseiten fest, dass ihre Karten unvollständig waren und vervollständigten sie. Es gab jedoch Leidtragende diese Booms, vor allem die Dritt- und Viert-Charaktere verödeten mit jedem neuen Titel. Viele Spieler wollen eben ihren Hauptcharakter pflegen und verpassen ihm gerne alle möglichen interessanten Titel, nebenbei bekommt man schließlich auch viel Freigeschalten und entdeckt alle Winkel des Spiels. Solch Pflege des Hautcharakters mündet darin, dass der Spieler knallhart auf die Zeitbarriere rauscht. Titel waren nicht relevant, aber im Verlauf des Verdienens hatten sie einen Flow. Kartographen kennen das, Skilljäger auch, man sieht seinen Fortschritt, spürt wie man vorankommt und zum Schluss die Belohnung einheimst. Die Flexibilität früherer Zeiten verliert man. War es einmal selbstverständlich als fortgeschrittener Spieler mit 4-5 verschiedenen Klassen die Special-Content Gebiete heimzusuchen, wurden bei Factions nicht mehr alle Charaktere ins Haus zu Heltzer oder Cavalon gezogen, um flexibel zu sein. Die Auswahl schrumpfte, das bekam man deutlich zu spüren bei der Gruppensuche; auf manche Klassen musste man endlos warten. Halle der Monumente schön und gut, auch sie wird mich zukünftig vor die Wahl stellen, ob ich meine Ele ein wenig mehr pushe und damit meine Halle weiter aufpoliere, oder wie früher X Charaktere durch jedes Kapitel schleife. Selbst wenn die Community sich 50:50 über diesen Punkt streitet, so wird sich das knallhart bemerkbar machen, wenn man Leute zum losziehen sucht. Hat eben nicht mehr jeder zufällig alle Charaktere überall.


Es folgten mit Nightfall die spielbeeinflussenden PvE Titel. Sonnenspeer war dabei noch recht easy. Ruck Zuck war man Stufe 5, bevor das Spiel richtig losging brauchte man Stufe 7, die Maximal-Stufe konnte nur per Exploit verdient werden. Schon da war etwas faul. Einen weiteren Nutzen hatte Sonnenspeer damals nicht, da schließ ich auch das alternative Rez-Siegel ein, also zur Hölle mit der Titelruine. Mit dem Hard-Mode konnte man dann das Maximum verdienen. Obwohl verdienen etwas euphemistisch ausgedrückt ist. Man geht halt beim Ödland-Tor mit sieben Henchies raus und farmt ein paar Erwachte mit den Würmern. Vier bis fünf Stunden später hat man die Punkte die noch fehlen, eine sehr einfache Übung. Flow ist dabei Fehlanzeige, so stellt man diesen Titel vorerst hinten an, gibt wichtigeres zu tun. Als die Sonnenspeerfertigkeiten dazu kamen, war das Ödlandtorfarmen ein kleiner Preis der keinen gestresst hat. Stufe 7/10, und somit die Fertigkeiten auf brauchbaren Niveau, hatten alle, richtig dringlich war es nicht. Außer vielleicht man hatte bis jetzt immer noch Zweit- und Dritt-Charaktere, dann kann das sehr ätzend sein, denn so bekommen sie endlich auch die Spieler ausgetrieben, die vorher nicht am freiwilligen Grind teilnahmen. 5h, für einen Charakter auf 10/10 sind ok, 20-30h für alle Charaktere, die Nerven muss man erstmal haben. Entscheidend ist nicht, dass die Pugs auf die Sonnenspeerskills Wert legen würden, dazu sind sie zu schlecht, oder schlichtweg nicht wirklich nötig und man weiß von vorher, dass es ohne geht. Im Hard-Mode gibt es eben nur ein Build von Pugs und da braucht man diese Skills nicht unbedingt. Wenn, dann fangen jetzt auch Anfänger an einen gewissen, auf beliebigen Mythen basierenden, Buildrassissmus gegenüber Mitspielern zu entwickeln. Anfänger profitieren schließlich am meisten von den Skills, welche oft nur Spielfehler kompensieren. Speziell Assassinen werden ein einem selbsterhaltenden Skill mit Boni überschüttet und können jetzt so spielen, wie man das schon immer spöttisch von ihnen behauptet hat. Intensität wird derweil zurückgeschraubt, kann ja nicht sein, dass alle Fertigkeiten nützlich sind. Fortgeschrittene und Profis stört das nicht, die isolieren sich eh zunehmend. Vielmehr wollen die Fortgeschrittenen ein Gefühl des Abschlusses mit ihren Charakteren erreichen und von der Stufe 16 Panik wissen wir ja, wie sehr imperfekte Wirkungsstufen jucken. Die Pug-Szene in der Domäne der Pein derweil, nimmt Lichtbringer-Titel schon gar nicht mehr ernst. In der Regel farmen Spieler den Schleier auf Stufe acht und bringen dann als selbsternnante Experten die Gruppen zum Scheitern, oder beeindrucken mit ganz eigenen Ansichten. Weil die Anzahl der Spieler nicht unbedingt riesig ist, kann es durchaus vorkommen, dass eine Gruppe abstimmt, ob sie Spieler X mitnimmt, oder nicht lieber 15 Minuten länger wartet. Wer es ernst nimmt und ehrlich ist, der hat keine Probleme einmal die Woche Mallyx zu machen. Wer einfach abhaut, sich aufführt und beratungsresistent bleibt, der wird in Zukunft nicht mehr eingeladen. Der Titel selbst ist reine Zier. Persönlicher Ruf hat den Weg ins Spiel gefunden.


Quod licet Assa, non licet Ele: Selbsterneuernde Imba-Skills.


Alle Kurzicks kennen den Führer sehr sehr gut

Curt Cobain sang bekanntlich „Rape Me“ und genau das passierte jetzt allen Usern ganz unerwartet im Hinblick auf die Luxon-Kurzick Fertigkeiten. Vielleicht als positive Überraschung gedacht, aber mächtig in die Hose gegangen. Das Äquivalent einer nackten Blondine die aus einem übergroßen Geburtstagskuchen springt und feststellt, dass sie auf einer party voller Mormonen gelandet ist. Viele User fühlen sich als wolle Anet mit der Brechstange einen Titel promoten, der in der Hierarchie am untersten steht, weil es ein Flow-freier, exploitverpesteter Farm-Titel ist. Factionsgrinder, afk-Farmer, Questenrusher, die zentrale Factions Spielmechanik hat es von Anfang an immer wieder schwer getroffen. Und dann:10 Millionen Punkte. Das muss man mal laut aussprechen. Ich kann euch sagen, dass ich ca. 5000 Punkte die Stunde schaffe, was ein guter Schnitt ist. Damit würde ich 2000h brauchen diesen Titel zu grinden. Kurzer Check: /age. Alles klar oder? [Edit: Oh Update, nur noch 1000h, neuer Check: /age. Naah, immer noch 13 andere Max Titel in der Zeit] Allein in Stufe 1 stecken 10 Stunden Frontal-Grind. Nicht der Nebenher-Grind wie Sonnenspeer, bei dem man alle Gebiete mal umhaut und schon Stufe 9/10 ist. Stufe 1 Kurzick bedeutet 5 Mal den ganzen Kurzickwald im HM ausleeren. So gut kann kein Skill der Welt sein, dass sich die Community das antut. [Mit dem Update kann man die Zahlen halbieren, das macht es nicht besser] Gaile Gray stellte die Frage, ob die Tatsache, dass es ein Account-Titel ist, eine Art Kompensation sei. Die Antwort muss ganz klar Nein lauten. Wenn Spieler schon besorgt sind, dass sie mit einem Charakter nicht mehr hinterherkommen, dann hilft es nichts wenn die anderen Charaktere das geschenkt bekommen. Denen fehlt es ohnehin an anderen Ecken und Enden. Denn die maximal zu erreichende stündliche Punktzahl ist in etwa gleich, die benötigten Punkte, im Vergleich zum Sonnenspeer um Faktor 200 höher! Ein toter Erwachter ist 0,016% des Sonnenspeertitels. Ein geplättetes Moster im Kuzickwald ist 0,0001% des Kurzicktitels. Im Vergleich zu Sonnenspeer ist das ein KLGF (Kurzick-Luxon Grinding Faktor) von 160. Mit eingespielten Update immer noch 80. Ich erwähnte bereits die zunehmende Konzentration auf einen Charakter. Selbst niedrige Stufen dieses Titel verschärfen dieses Problem: Von einem Charakter weg, hin zu nur einer Tätigkeit. Angst vor Ausgrenzung wegen einem dieser Skills braucht keiner haben. Trauer was einem durch die Lappen geht gibt es trotzdem, der Mesmerskill hätte vielen gut gestanden.


Abgerundet wurde diese Abkehr von der NoGrind Devise mit der Tatsache, dass alle Spieler, welche Bernstein oder Jade getauscht hatten, dies nicht nachträglich angerechnet bekamen, obwohl das Spiel darüber genauestens Buch führt. Weil jetzt der Bernsteintausch auf den Titel angerechnet wird, fühlten sich zu Recht die Spieler veräppelt, die mit ihren Allianzen nicht um Stadtherrschaft wettgrinden. Wie Hohn schallen da Andrew Patrick’s Worte in den Ohren, der meinte man könne es eben nicht Millionen von Spielern recht machen. Nunja, um den derzeitigen Stand von 277 Millionen Factions in den Städten zu halten, braucht es ca. 3000 Spieler täglich, die jeder 10.000 Punkte (die übliche geforderte Pensum um nicht aus der Gilde geworfen zu werden) opfern müssen, um den täglichen Verlust von 27 Millionen Factionspunkten auszugleichen. Weil die ca.1000 wirklichen Hardcoreleute in nur zwei Allianzen sind, hätte man sich das nun wirklich vorher denken können wie „Millionen von Spielern“ reagieren, wenn nur hunderte von Spielern positiv betroffen sind. Die lodernde Abneigung gegen die Luxon/Kurzick Factionsmechanik entlud sich mit einem lauten Krachen. Auch heute würde ich auf Community Events dazu keine Umfrage starten. Weitere Asura, Norn, etc. Titel in GW:EN werden das Problem der Zeit weiter so exponentiell verschärfen, wie die Zeit-Anforderungen an den Spieler sind.


Solche Massenleistungen sind nichts für Buddy-Gamer



Auf dem Papier muss es wohl wie eine verspielte schöne Idee geklungen haben. Man zeigt, dass man auch Factions lieb hat, die heulen ja gerne mal rum, dass sie nix mehr abbekommen. Eine Art Symmetrie der Dinge haftet dem ganzen auch an, nicht zuletzt weil der Titel ja auch in 10 Stufen umgeformt wurde. Der Wandel von Titeln zeigt sich hier am offensichtlichsten: Vom überflüssigen aber schicken und beliebten SchnickSchnack, zur potentiellen knallharten Spielbarriere. Im Deutschen haben wir das schöne Wort der Gegenliebe und das Sprichworte: Wie man in den Wald ruft so schallt es heraus. In Verbindung ergab dieses Update den Gegen-Rape; in allen Foren, in allen Threads. Die Symbolkraft dieses statistisch nicht mit normalen Mitteln zu erreichenden Titels ist was ihn so verletzend macht, dass ihn eigentlich keiner hat und keiner je danach diskriminieren kann, spielt keine Rolle. Es hätten sich weniger Leute aufgeregt wenn der Titel „nur“ an „Eine Art große Sache“ und die Anzahl der sonstigen Maximaltitel gekoppelt gewesen wäre. Sogar dessen Stufe (3) hat man schneller als den Kurzick oder Luxon Titel auf Stufe 10.



Meine F-List V2.0. Voll Retro, ich weiß.

Somit ist die letzte Barriere, die es zu Überwinden gibt, die richtige Gilde zu finden. Hat der Einsteiger die Anfangszeit überwunden, wird er sich wohl oder übel einer Gruppe anschließen müssen, welche ähnliche Ziele verfolgt wie er selbst. Funktionale Gilden gibt es genug. Alternativ gliedert er sich in eine der auf Bekanntschaft basierenden Gilden ein. Sind diese Gilden gut in einer Allianz organisiert wird man sich vom Zusammenspiel mit Fremden verabschieden, schade eigentlich. Zumal reine Spaßspielmodi, bei denen man neue Bekanntschaften schließt, weit und breit nicht zu finden sind. Viele sind in der Jagd nach Titeln so eingebunden, dass ihnen die Zeit zum kennen lernen neuer Leute im ungezwungenen Spiel fehlt. Man hängt mit dem Hauptcharakter im oberen Viertel des Spiels rum und fängt nicht noch einen neuen an. Vor allem das PvP kann ein Lied davon singen. Dort gibt es entweder reine Ego/Zufalls-Modi, oder gleich höchstorganisierte AdH und GvG Teams. Wer an den Flow des PvE Titelgrindens gewöhnt ist, der schließt sich einer r0 Leidensgemeinschaft nun wirklich nicht an. Wozu sich jeden Abend martern, wenn man sich mit einem Hard-Mode Gebiet auch selbst belohnen kann? GW dient zur Entspannung, ein Sport ist es für die Wenigsten! Reine Spaß-PvP Sachen gibt es Fehlanzeige, Rollerkäferrennen ist schön, aber bislang viel zu rar gewesen, außerdem ist es eine weitere Zufallsarena. Zufallsteams sind in allen PvP Modi bislang schwer geplagt gewesen, weil die Vorstellungen der zufällig zusammengestellten Spieler doch sehr weit auseinander gingen, das Verlassen der Gruppe vor dem Spielstart an der Tagesordung ist. Wir nur Erfolf belohnt ist das eben die Konsequenz und wenn Spieler nach einer Sache süchtig sind, dann ist es der Erfolg. Ego-Shooter haben zum Teil ganz andere Ansätze den Spieler zum koordinierten Teamspiel zu verlocken. Unkoordiniertes Deathmatch unter Freunden, schließlich macht kaum eine Sache mehr Spaß als sich mit guten und weniger guten Bekannten die Köpfe einzuschlagen und Stuss im TS zu reden. Auf Balance kommt es nicht an, soziale Kontakte in einer stressfreien Umgebung zu pflegen steht im Vordergrund. Definitiv ein derzeitiges GW Problem, da das Spiel zunehmend in Ernsthaftigkeit versinkt. Man kann sich seinen sozialen Zirkel im Spiel nicht aus mehr wie einer Gruppe bauen. Man ist ein EINER Gilde und damit basta. Ein krasser Unterschied zum Forum, bei denen man sich in verschiedenen Gruppen gleichzeitig bewegen kann, die Laberer, die Powergamer, die Grinder, die Forscher, etc. Auch auf der Landkarte von Guildwars gibt es keine Community Zones, mit Treffpunkten für Gleichgesinnte. Die Freundesliste taugt nicht zum Organisieren potentieller Bekannter. Wer nebenher nicht Buch führt, vergisst mit der Zeit wer auf der F-List wofür ein guter Kontakt war.


Seit Prophecies hat sich viel getan. Das Spiel ist immer größer, immer komplexer, immer umfangreicher, immer fordernder geworden. Das war über drei Kapitel hinweg kein linearer Anstieg, sondern ein exponentieller. Die Ressource ‚Zeit der Spieler’ ist jedoch konstant geblieben. Sie ist nicht mit gewachsen. Der Anspruch bei den Spielern ist deswegen noch lange nicht zurückgegangen, obwohl ihn die meisten einfach herunterschrauben sollten. Daher führte die knappe Zeit zu einem hohen Anspruchsdenken, welche die Entstehung sämtlicher bislang erwähnten Barrieren begünstigte. Jetzt wurden wir zum ersten Mal kollektiv mit der Nase in einen ungrindbaren Titel getunkt. Klar, wir könnten anfangen nach diesen Luxon/Kurzick Fertigkeiten zu diskriminieren. Bis ihr aber dann eine Gruppe zusammengesucht habt ist GW-3 schon lange raus. Nehmt es lieber als Mahnmal nicht nach angeblichen Imba-Skills zu diskriminieren und schleppt mal wieder einen Noob durchs Spiel. Die Anforderung alles auf Meisterniveau zu schaffen ist bestenfalls bei 35% des machbaren Maximums. Ich will nicht zu idealistisch klingen, es werden trotzdem Fertigkeitsdiskriminierungen stattfinden, zumeist in den Elite-Missionen, aber da ist Anpassung nicht immer mit einen sofortigen Kick verbunden; das gehört auch zu eurer Evolution als Spieler mit der Gruppe einen Dialog über die Fertigkeiten zu führen und sie zu beschaffen. Trifft man auf Experten des Spiels, werfen die einen nicht einfach raus, sie sagen euch was ihr braucht damit ihr beim nächsten Mal dabei seid, oder ihr habt Zeit euch das schnell an Land zu ziehen. Folianten für nicht-elite Fertigkeiten sind in diesen Gruppen in beliebiger Stückzahl vorhanden. Die Elite-Missionen haben nun mal hanebüchene Builds und nur die gehen mit Fremden erträglich zu spielen. Doch auf dem Nordwall hat diese Spielphilosophie nichts verloren. Die anderen Ausgrenzungskriterien wie Klasse brauchen andere Lösungsansätze, das ist jedoch auch klar, hier sind nicht die Spieler gefragt, denn mit so vielen Zielen vor Augen wie in GuildWars, sind die Meisten nicht bereit viel zu riskieren, die Anschlussqueste wartet schon.


Spaß = Siegen, vor allem bei der 'Generation Fun'


So wurden aus High-End-PvE Slots Minipetfarmer

Tragisch ist es lediglich um die Gameplay-Leichen dieser Barrieren-Entstehung. Ich versuche mal aufzuzählen was dieser, eigentlich fast ausschließlich positiven Entwicklung, bislang alles zum Opfer gefallen ist. Da wären die Zweit-, Dritt- und Viert-Charaktere, die nun endgültig kompletter Luxus sind. Die kann sich nur leisten wer Abstriche bei Titeln, den Hardmode, oder andere Teile des Spiels komplett ausklammert. Zeit braucht man natürlich obendrauf im Überfluss. Zudem kosten gut ausgestattete Charaktere eine Menge Gold, die Helden wollen auf Stufe 20 gebracht werden und bevor man sich versieht büßt man schon auf dem Sekundärcharakter die Flexibilität ein, die beim Hauptcharakter Teil der Motivation ausmacht. Das gesamte Spiel muss sich daher verengen in seiner Charaktervielfalt. Wenn ich meine Charaktere seit Prophecies von vier auf 1,5 heruntergecuttet habe, machen das viele andere Spieler bestimmt auch. Zu spüren bekommt das, neben dem normalen Spielverlauf, die Challenge Missionen. Keine lohnenswerte Loot, selbst meine Allianz braucht sehr viel Vorlauf ein Build dort auf die Beine zu stellen. Meist sind nie genau die Klassen dort sind, mit denen man mal richtig den Highscore in Angriff nehmen will. Also ignoriert man diesen Spielmodus, Rüstungsteile kann man derweil entspannt mit Helden farmen gehen.


Ähnlich geht es den Elitegebieten, wenn die Fortgeschrittenen Spieler ihre Nebencharaktere dort nicht mehr hinbekommen, wird das den Build-Pluralismus nicht fördern. Schließlich hab ich keinen Grund neben meiner Ele und meiner Mönchin weitere Charaktere dort hinzubringen. Eine Gruppe finde ich so auch und nur damit ich mal eine andere Klasse spiele, oder gar mit der Gilde ein Build-Experiment starte, werde ich sicherlich keinen Charakter durch Nightfall oder Factions schleifen. PvP Spieler tun sich leicht die Klasse zu wechseln, die müssen sich nicht mit jedes Mal ihre Arenen aufs Neue freischalten. Doch vor den beliebten PvE Spielmodi ist häufig eine Zeitbarriere in Form des Handlungsstranges, der überwunden werden will. Das tut man sich nicht unbedingt an, zumal die daraus resultierende Ausgrenzung nicht auf eigene Kosten geht. Zumindest wenn man wie ich größtenteils Ele oder Monk spielt. So treffen sich zwar acht Spieler, die mehr als fähig genug wären, sobald sie in der falschen Kombination zusammentreffen geht trotzdem nichts. Ob ein Elite-PvE Slot nach PvP Slot Vorbild hier etwas ändern könnte? Sicherlich findet sich eine Möglichkeit meine Würdigkeit im Rahmen des PvE vorher zu überprüfen, aber dann könnten Besitzer eines solchen Charakters die Gruppengestaltung viel differenzierter angehen. Ich kann mir auch vorstellen meine Ele aus der Gruppe zu werfen und nur einen ihrer freigespielten Helden zu verkörpern. Das ist nur oberflächlich ein Bruch mit der RPG Tradition, denn Pen & Paper Rollenspieler wissen, die besten Abenteuer sind oft die, bei denen man unvermutet den Körper wechselt. Die größere Freiheit der Experten bei einer solchen Charakterwahl macht es leichter diejenigen zu integrieren, die nicht alles ausgebaut haben.


DAS ist Elite-PvE, nicht Cookiecutter


Typisches Opfer der Zeit

Die Spieler haben letztlich nicht vor den Updates Angst, sondern vor den damit verbundenen Zeitanforderungen, die sie instinktiv erkennen. Weil Perfektion gerade gut genug ist, flamen sie blind los, ohne die wirklichen Ursachen zu sehen. Denn sie spüren, dass mit dem Verlust ihrer Perfektion ihre Verdrängung aus dem Spiel beginnt und sie das nur mit Zeit ausgleichen können die sie nicht haben. Nur formuliert es so keiner. „Das ist doch Shice da kann ich gleich aufhören“ liest sich so was im Forum. Vordergründig Spam, liegt dahinter eine fatale Entwicklung. GW hat sich nämlich immer mehr zu einem Zeitfresser entwickelt und darunter leiden dann die Aspekte von denen man glaubt, dass sie früher besser gewesen wären. Früher war das Spiel kleiner, genug Zeit mehrere Klassen zu den Spielarealen hinzuentwickeln auf die es einem ankam. In Factions konnte man sich nach Bedarf in die Elite-Gebiete hineinschmuggeln, heute muss man das ganze Spiel zocken. Das wäre als würde ich Virtual Dragons dazu zwingen jedes Mal erst gegen mich ein 1v1 zu gewinnen bevor sie mit dem neuen PvP Charakter in einer ihnen entsprechenden Umgebung spielen dürfen. Klar schaffen die das, aber irgendwann lassen sie es halt weil ihnen der Zeitaufwand zu groß ist. Jedes Mal erst einen Termin mit mir absprechen, bin schließlich viel beschäftigt. Ebenso wenig schleppen fortgeschrittene Spieler mehrere Charakter durch ganz Elona, nur um die Abwechslung in der Domäne sicherzustellen. Das macht nur ein sehr kleiner Hardcore/Grindcore Teil der Spielerschaft auf den man sich lieber nicht verlassen will. Ihr fühlt euch vielleicht geschmeichelt, weil euch ArenaNet Honig um den Mund schmiert und das ‚die Elite’ nennt, in Wirklichkeit ist die Domäne nicht für die Elite zugänglich, sondern lediglich für Charaktere, in welche der Spieler X Stunden Zeit gesteckt hat und mit Helden durchs Spiel gehottet ist. Echte elitäre Zirkel, mit Distrikten nur für Rang 9+, oder hochbetitelte Charaktere, lehnt ArenaNet weiter ab. Gut so, dann aber mit aller Konsequenz für die Zugänglichkeit. Die Mauern müssen weg.


In der Vergangenheit gab es bereits unerschütterlichen Dogmen des Spielkonzeptes, die dann doch stürzten. So waren die schicken Rüstungen ausschließlich für PvE Spieler gedacht und reine PvE Skills eine absurde Vorstellung. Diese beiden Eckpfeiler sind nun weg und siehe da, Guild Wars funktioniert noch. Das zeigt den Weg wie der Ausgrenzung im Spiel begegnet werden kann. Nicht mit Imba-Skills für bedürftige (?) Klassen wie den Paragon, sondern mit dem konsequenten Abbau der Barrieren auf Kosten beliebig vordefinierter Dogmen, ohne die das Spiel auch nicht untergeht. Warum kann ich ein Build einem Anfänger für die Dauer der Mission nicht einfach „ausleihen“? Statt ihn auszugrenzen lernt er vielleicht wo er noch Entwicklungspotential hat; oder warum sich der Kauf eines anderen Kapitels lohnt. Lieber ewiges Skillanhängsel, als ewig Ausgegrenzter. Aus Frust wird sich Letzterer bestimmt nicht ein weiteres Kapitel zukaufen. Warum hebt Arenanet die Runenbeschränkung nicht auf? Zwischen 12 und 16 ist der Unterschied meist marginal, allein die Psyche der unbelehrbaren Spielerschaft macht hier Probleme; dann gibt der Klügere eben nach. Dank der Mechanik der Heldenkopfteile muss nichteinmal viel geändert werden im Spiel. Warum erschafft man nicht einen Elite-PvE Slot mit dem man nur die Herausforderungmissionen und Elite-Gebiete bereisen kann, oder lässt mich nur einen Helden spielen? Wenn jeder super-flexibel reagieren kann, fällt es schwerer ihn auszugrenzen! Anlernen im TS ist das kleinere Problem und manche Leiche im PvE Keller wird somit wenigstens auch außerhalb der darauf spezialisierten Gilden spielbar. Fertigkeitenjäger haben bei diesem System einen weiteren messbaren Vorteil im Spiel. Warum müssen Titel wie Lichtbringer auf jedem Charakter einzeln gegrindet werden? Im Extremfall wird so meine Ele sofort genommen, meine Mönchin nicht, obwohl ich beides mit verbundenen Augen spielen kann. Zahlreiche Titel zwingen mich zudem zwischen einem super ausgebauten Hauptcharakter oder vielen wenig ausgebauten Charakteren zu wählen. Darunter leidet am Ende das Spiel und nicht der Spieler. Schließlich, warum sind alle PvP Modi so stark auf Wettkampf, nur der Beste und ausufernde $10.000 Turniere fixiert? Wird hier nicht am meisten Potential verschenkt? Wären auf Spielspaß orientierte Modi, welche besser integrieren, nicht auch mal an der Reihe? Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass mir PvP Spiele am meisten Spaß machen wenn sie nur mit Freunden gespielt werden, ganz ungezwungen und mit Smacktalking 24/7. Aber nein, wir verschwenden unsere Gedanken auf hunderte Seiten voller Flame und Spam auf denen wir Wohl und Wehe eines Spiels von 5 Energiepunkten hier und 2 Sekunden Wirkungsdauer da festmachen. Spielspaß und Zugänglichkeit sind die Namen des Königs, nicht verkrampfte Balance und knallharte Konkurrenz. Das eine schließt das andere nicht aus, aber etwas mehr Pflege bräuchte es, außerhalb von Skill-Balance Patches, schon derzeit. Sonst kommt es beim nächsten, äußerlich harmlos aussehenden Patch, erneut zu großen Knatsch.


Einfach mal ohne Taktikverkrampfung und BuildWars Neurose spielen












sp
Suche


  Fragt uns!
  Teamspeak
  Facebook
  Twitter
  IRC
  Livecast

Grand Theft Auto V

Join TS2-Server
User online TS 2/3: 3 / 10

Wartower.de: Erste deutsche Guild Wars Elite Fansite

 
Von welchen Events wollt ihr mehr?


 



 

ncsoft


GWCom
ESL Guild Wars
GuildWiki.de
GuildWiki2.de
portalone.de
ninjalooter.de