Elli: Hallo und herzlich willkommen zum TowerTalk, Ree!
Ree: Hallo, hallo, und danke, dass ihr mich wieder dabei habt.
Elli: Ja, ich bin so froh, dass du hier bist. Ree, heute wollen wir ein wenig Gartenarbeit machen, nicht wahr?
Ree: Ja, ein bisschen.
Elli: Wir wollen über die Sylvari sprechen. Die Sylvari sind eine neue Rasse für uns. Wie sind sie in die Welt gekommen?
Ree: Der Sylvari sind ein wenig rätselhaft. Sie haben eine Stadt, die sie rund um den großen Baum erbaut haben, und sie wurden von diesem großen Baum auf sehr einzigartige Weise geboren; 25 Jahre bevor Guild Wars 2 offiziell beginnt. Und darüber hinaus ist nicht viel über ihre wahre Herkunft bekannt. Wir können zurückverfolgen, wann der Baum gepflanzt wurde - wir haben in Eye of the North gesehen, wie er wächst - aber wo der ursprüngliche Samen herkam und warum ist ein Rätsel.
Elli: Also, welche Art von Baum ist das? Ist er etwas Besonderes?
Ree: Er ist absolut einzigartig. So ein Baum wurde niemals zuvor in Tyria gesehen. Nicht nur, dass er fühlt, Bewusstsein hat, wach ist und lebendig. Die Sylvari können zu ihm gehen und mit ihm reden. Er hat einen Geist, der sich manifestiert, um tatsächlich mit seinen Kindern zu interagieren und sie zu beraten und ihnen bei ihren Schwierigkeiten zu helfen.
Elli: Die Sylvari, sind sie Pflanzen oder sind sie nur gebildet aus...?
Ree: Es sind echte Pflanzen. Ihre Körper…würde man einen Sylvari nehmen und mit ihm Experimente durchführen, wie es die Asura taten - diese schrecklichen Kreaturen -, dann würde man feststellen, dass sie Saft statt Blut haben, hartes Holz, wo Knochen sein sollten; sie sind so gebaut, wie wenn eine Pflanze versucht, einen Menschen nachzubilden. Der Baum hat sich die Menschen angeschaut und verstanden, wie sie funktionieren und daraufhin eine Pflanze in Gestalt eines Menschen geschaffen.
Elli: Was essen die Sylvari dann, wenn sie doch Pflanzen sind?
Ree: Sie können alles essen, sie können andere Pflanzen essen, sie können Salat essen, Fleisch essen, wenn sie wollen - ähnlich wie eine Venusfliegenfalle. Sie haben einen Magen-Darm-Bereich in ihrem Körper, in dem sie das Material zersetzen, genau wie ein Mensch, und verwenden dann diese Stoffe als Energie für ihren Körper.
Elli: Was kannst du uns über die Sylvari-Gesellschaft sagen? Ist es wie: Wir haben die Erstgeborenen und dann haben wir Zyklen oder werden sie kontinuierlich geboren?
Ree: Wie funktioniert das überhaupt?
Elli: Ja, gute Frage.
Ree: Es begann vor 25 Jahren mit der ersten Blüte an dem großen Baum und so wurden die ersten geboren. Nur eine sehr kleine Zahl, es gab zwölf. Und die Erstgeborenen waren die einzigen Sylvari in der Welt für mehrere Jahre, bis der Baum eine zweite Blüte und die Zweitgeborenen auf die Welt kamen. Und dann langsam über die letzten 25 Jahre kamen diese Knospen schneller und schneller und heute sorgen die Spieler dafür, dass bei jedem Erstellen eines Charakters ein Sylvari auf die Welt kommt. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren waren nur die Erstgeborenen auf der Welt - es waren nur zwölf von ihnen. Einige blieben dort am Baum, einige wanderten, manche reisten, einige gingen und kamen zurück. Sie hatten ihre ganz eigenen Abenteuer. Und als die Zweitgeborenen in die Welt kamen, kannten sie schon einige dieser Geschichten, denn der Traum des Baumes war eine Art Sammlung der Erinnerungen der Sylvari, die bereits geboren worden waren. Es ist eine sehr zufällige Art und Weise, wie Erinnerungen von dem Baum weitergegeben werden. Wenn es eine sehr starke Erinnerung ist, dann ist es wahrscheinlicher, dass der Baum sie aufnehmen wird und wenn dann ein Sylvari geboren wird, wird er mit einem grundlegenden Verständnis der Welt geboren. Er weiß, was ein Schwert ist, weiß, wie man es benützt, aber er hat nie WIRKLICH eines geführt. Es ist, als würde man in einem Magazin ein Bild von Hühnern sehen. Man versteht es, aber man weiß nicht wirklich, was es ist. Und diese Weitergabe von Wissen wurde mit jeder Generation von Sylvari fortgeführt, die geboren wurde. So schufen die Sylvari ihre Kultur, die auf den Erfahrungen der Erstgeborenen basiert, da diese am längsten in der Welt sind und somit am weisesten sind und am meisten von der Welt gesehen haben. Aber die Jüngeren nehmen diese Informationen als Ausgangspunkt, um die Welt zu bereisen und etwas mit den Informationen zu tun. Der Baum selbst bildet das Zentrum der Kultur, und in der Stadt um den Baum leben und versammeln sich die Sylvari.
Elli: Welche Art von grundlegenden Prinzipien liegen der Gesellschaft zugrunde?
Ree: Der Sylvari – Als der Baum sehr, sehr jung war, bevor er überhaupt die Sylvari gebar, wurde er in einem menschlichen Lager gepflanzt, in einem Lager für Mensch und Zentaur, ein Zentaur namens Ventari. Ventari war ein bekannter Pazifist, er war ein sanfter Geist, dessen Ziel es war, dass die Welt in Frieden leben sollte. Und er überlebte die anderen Menschen, die in seinem Lager gelebt hatten, weil er ein Zentaur war. Und als er starb, schrieb er seine Lebensweisheiten auf ein großes, weißes Stück Marmor und er stellte es an den Fuß des Baumes, ohne zu wissen, dass dieser Baum eines Tages blühen würde und eine neue Rasse in die Welt bringen würde. Aber als er es tat, hatte der Baum diese Lektionen in sich aufgenommen und gab sie an seine Kinder weiter und verinnerlichte sie in dem Traum. Wenn also die Sylvari auf die Welt kommen, dann kennen sie die Lektionen und halten an ihnen fest als eine Art moralischer Codex.
Elli: Haben die Sylvari haben noch eine Verbindung zu den Zentauren?
Ree: Sie sehen sie als eine Art Mentorrasse, aber die Zentauren haben sich seit der Zeit von Ventari sehr geändert. Und selbst als Ventari noch lebte, war er ganz anders als viele Zentauren. So ist es eher so, dass die Sylvari die Zentauren sehen und realisieren, dass es fühlende Wesen sind, die edler sein könnten, aber für sich eine wildere, primitivere Lebensweise gewählt haben. Es ist ziemlich traurig.
Elli: Der blasse Baum ist als Baum in der Erde verwurzelt. Weiß er durch die Verbundenheit mit der Erde, was los ist, wie sich die Welt durch das Erwachen der Drachen verändert?
Ree: Ja, und es ist fraglich, ob das so ist, weil er konkret in der Erde verwurzelt ist oder ob es sein Geist ist, der dies weiß Aber er hat einen Sinn für Tyria, er hat einen Sinn, wo die Welt Schmerzen hat, ob die Welt Hilfe braucht. Die Sylvari haben eine Art Berufung zur wilden Jagd und nicht jeder Sylvari erhält diesen Ruf. Ein Sylvari, die einen Ruf zur wilden Jagd erhielt, bekommt nicht unbedingt einen neuen. Aber dieser Ruf erfolgt, wenn der Baum erkennt, dass etwas passiert, das sehr schlecht ist, beispielsweise wenn die Drachen einen Ort angreifen und alle Menschen dort töten. Einige Sylvari, die in der Gegend sind oder ein Sylvari, der besonders gut geeignet ist, um die Situation zu handhaben, fühlt sich dann plötzlich berufen, nach Norden zu gehen, aufgerufen, an diesen Ort zu gehen und wenn er dort ankommen ist, wird er sich dazu berufen fühlen, den Menschen zu helfen und die Untoten zu besiegen . Und diese Art der wilden Jagd oder diese Art der Suche kommt unbewusst aus dem Traum, es kommt von dem Baum, mit seinem Sinn für Tyria, für das, was getan werden muss, um die Welt vor den Drachen zu retten.
Elli: Also fühlte der Baum vielleicht einen Drang, ein neues Leben oder die Sylvari zur Welt zu bringen, um die Drachen zu besiegen?
Ree: Durchaus möglich, ja. Das ist eine der Haupttheorien, an die der Priorat von Durmand glaubt.
Elli: Kannst du kurz erklären, was der Priorat von Durmand ist?
Ree: Der Priorat von Durmand ist eine Gruppe von Gelehrten in ganz Tyria, die Möglichkeiten und Wege erforschen und studieren, wie die Drachen besiegt werden können.
Elli: Ok, gehen wir zurück zu dem Traum. Der Traum ist nicht nur mit guten Erinnerungen gefüllt, nicht wahr?
Ree: Es gibt auch schlechte Erinnerungen. Es gibt eine Gruppe von Sylvari, eine Art Fraktion der Rasse, die Ventaris Schriften für falsch hält und sie sind der Meinung, dass diese Lehren dem Baum auferzwungen wurden und damit den Sylvari. Sie sind der Meinung, dass die Sylvari nicht von den Lehren, von etwas Externem beeinflusst werden sollten. Also gehen sie diesen Lehren aus dem Weg und tun dies, indem sie schreckliche oder bösartige Dinge tun. Diese grausamen Erinnerungen können ihren Eingang in den Traum finden und die Sylvari, die jetzt geboren werden, werden die Erinnerungen der aktuellen Welt haben. Da diese Erinnerung oftmals aufgrund ihrer zugrundeliegenden Emotionalität ausgewählt werden, nutzt das diese Gruppe – sie nennen sich Albtraumhof. Wenn ich also ein Mitglied dieser Gruppe bin, dann ziehe ich los und verübe Gräueltaten, die sehr emotional sind und sehr weh tun. Diese Gefühle und die Erinnerungen werden auch in den Baum gehen und es ist möglich, dass ein neugeborener Sylvari hiervon mehr sieht als von den Lehren. Und so ändere ich Stück für Stück den Traum in einen Albtraum, in etwas, das keine Verbindung mit den Lehren hat, und nach Sicht des Albtraumhofs befreie ich damit mein Volk.
Elli: Es ist wie eine Befreiung.
Ree: Ja. Eine sehr dunkle.
Elli: Eine sehr dunkle Form. Es gibt also noch eine Verbindung zwischen den Sylvari und dem Baum, auch nachdem sie geboren sind?
Ree: Ja, wenn du schläfst, bevor du geboren wirst, lebst du in dem Traum. Es ist wie eine reale Welt und ich glaube, wir haben in der Vergangenheit gesagt, dass das Tutorial der Sylvari in diesem Traum stattfindet, bevor du geboren wirst. Und dann, wenn du aus dem Tutorial raus bist und schon in die Welt geboren, dann ist die Verbindung zum Baum nicht mehr so stark, es ist vielmehr ein sehr sanftes Einfühlungsvermögen, so kann der Baum ein Gefühl senden, wie den Ruf zur wilden Jagd. Aber es gibt keine mentale Verbindung, keine Telepathie oder so etwas, es ist nur eine empathische Wahrnehmung der Welt und voneinander und von dem, was der Baum begehrt.
Elli: Haben die Sylvari eine Verbindung untereinander?
Ree: Sehr fein, sehr subtil. So ähnlich wie das Gefühl, wie man von jemandem träumt; insbesondere in Fällen, in denen sie das tatsächlich haben. Ein neu geborener Sylvari erkennt gelegentlich einen Sylvari aus seinem Traum, weil etwas in dessen Vergangenheit zu dem Baum und damit in den Traum gelangt ist und dann sah der neugeborene Sylvari die Bilder in seinem Traum.
Elli: Du sagtest gerade, dass die Erstgeborenen vor einer kleinen Weile geboren wurden ..
Ree: .. 25 Jahre ..
Elli: .. ja, sind die Sylvari wie eine Gesellschaft mit Organisationen etabliert, mit Institutionen?
Ree: Es begann eigentlich mit den Zweitgeborenen, denn vorher wussten die Erstgeborenen ja noch gar nicht, dass es sowas geben würde. Soweit sie wussten, waren sie die einzigen Sylvari, die jemals gelebt hatten. Und der Baum hatte noch nicht wieder geblüht. Und als er damit begann, erschuf er langsam eine Generation nach der anderen und das war die Grundlage für den Beginn einer Gesellschaft. Sie mussten es irgendwie aufbrechen; Sylvari werden sehr schnell -vor allem jetzt - geboren. Und so teilten sie sich nach den Zyklen der Sonne auf, weil jeder der Erstgeborenen den Baum zu einem bestimmten Zeitraum des Tages versorgt. Einer ist in der Morgendämmerung dort, einer mittags, einer bei Sonnenuntergang und einer in der Nacht. Und so werden die Sylvari, die in diesem Zeitraum geboren werden, die in diesem Zyklus erwachen, von dem jeweiligen Erstgeborenen unter die Fittiche genommen. Die Sylvari werden also nach dem Zyklus der Nacht oder des Tages benannt, in den sie hineingeboren werden.
Elli: Wie leben die Sylvari? Haben sie Häuser oder … stehen sie einfach nur herum? [lacht]
Ree: Nein [lacht]. Sie können Häuser etc. aus Pflanzen erschaffen, sie gestalten Pflanzen, gestalten die natürliche Welt um sie herum. Sie leben viel mehr in Harmonie mit der Umwelt als die anderen Rassen es tun. Sie würden es vorziehen, einen Baum zu nehmen und zu gestalten, als ein Haus aus Stein zu bauen. Sie ziehen es vor, ihre Nahrung von ihrer Umgebung zu bekommen, in den Wäldern zu finden als Nahrung in einem Garten anzubauen. Obwohl sie einen Garten haben, empfinden sie es so, dass die ganze Welt ihr Garten ist und sie mit ihm in Gleichgewicht leben, von ihm belohnt werden.
Elli: Haben sie einen besonderen Zugang zu den Norngeistern?
Ree: Nein, nein, die Norngeister sind etwas anderes. Die Norngeister sind Wesen, wie ein Symbol. Es ist irgendwie schwierig, die Geister zu erklären. Sie sind fast totemartig wie Wölfe. Die Sylvari sind ein wenig mehr … ich würde sagen…einfacher. Sie sehen die ganze Welt als die eines singulären Geists, Alles in Tyria, alle Seelen, alle Geister, alle Dinge, die leben, sind eins. Sie bringen es auf den Punkt "Und das ist der Wolf, und das ist der Bär". Sie sind einfach .. alle Dinge sind eins.
Elli: Wie funktionieren Beziehungen zwischen Sylvari?
Ree: Sylvari glauben sehr an das Konzept der Liebe. Emotion, die Empathie, die ich in Bezug auf den Baum ansprach. Weil sie von dem Baum geschaffen wurden, haben sie einen Sinn für Geschlecht wie männlich und weiblich – aber es kommt viel mehr darauf an, was sie sich im Traum auswählen, oder was der Baum für sie wählt. Und wenn sie geboren sind, dann können sie sich nicht fortpflanzen, wie Menschen es tun. Sie denken nicht daran in der Art und Weise, wie es Menschen tun. Für sie ist der Geist, der Charakter einer Person wuchtig, egal welches Geschlecht diese Person hat. Und wenn sie sich verlieben, dann aufgrund des Charakters der anderen Person, unabhängig von dem Geschlecht oder der Rasse. Sie müssen nicht miteinander Sex haben, es ist kein bipolares System, es ist ein System, bei dem es um Seelenverwandtschaft geht. Sylvari verlieben sich in diejenigen, die sie inspirieren und für sie ist das die wichtigste Eigenschaft. Und dies lehren sie der gesamten Welt.
Elli: Schön, ich hoffe, die anderen Völker lernen dies auch.
Ree: Wir haben Aufgaben im Spiel, wo Sylvari in einen anderen Sylvari verliebt sind, da werden gerne geschlechtsspezifische Barrieren ignoriert. Es geht nicht darum, darauf hinzuweisen, dass diese Frau in diese weibliche oder männliche Person verliebt ist, oder dieser Mann in einen anderen Mann oder jener Mann in eine Frau. Es geht darum, dass einer von ihnen sagt: "Mein Geliebter ist in Gefahr, bitte hilf mir!" Und nirgendwo in der Quest wird das Geschlecht der beiden Personen erwähnt, da dies keine Rolle spielt. Was zählt ist, dass diese Person verliebt ist und Hilfe braucht.
Elli: Genau.
Elli: Was ist mit Feuer? Haben die Sylvari eine natürliche Angst davor?
Ree: Nein, so viel oder so wenig wie ein Mensch auch. Halt deine Hand ins Feuer und es wird wehtun. Sie brennen nicht leichter als andere, ich meine sie sind zwar aus Holz und Saft gemacht, aber grünes Holz brennt nicht leichter als Fleisch. Es ist eine Person. Sie haben keine Angst vor dem Feuer. Sie verfügen über Schmiede. Sie haben gelernt, wie man mit Feuer arbeitet. Sie ergreifen soviele Vorsichtsmaßnahmen wie jeder andere auch.
Elli: Richtig. Also die Sylvari sind eine sehr neugierige Rasse, nicht wahr?
Ree: Sind sie! Und je mehr sie lernen, desto besser werden sie, fühlen sie sich. Wenn noch nie jemand an einem Ort gewesen ist und ich gehe dort hin, schaue ihn mir an, dann wandern meine Erinnerungen in den Traum und junge Sylvari kommen vielleicht mit einer neuen Idee dazu oder sie gehen selbst dorthin.
Elli: Wie organisieren die Sylvari die Weitergabe von Wissen? Abgesehen von dem Traum?
Ree: Es gibt zwei Möglichkeiten. Dem Traum kann man nicht trauen. Der Traum ist nicht wirklich zuverlässig. Wenn ich losziehe und eine Menge über Schwerter lerne, heißt das nicht, der nächste Sylvari, der aus dem Baum geboren wird, weiß, wie man ein Schwert benutzt. Je nach Sylvari ist es unterschiedlich, was man im Traum erlebt, was man weiß. Wenn man geboren wird, dann sind die Erstgeborenen da, die sich einem annehmen, je nach Tageszyklus. Sie sind die Lehrer, die Ausbilder in diesem Bereich. Wenn du in einem Tageszyklus geboren bist, dann triffst du die Erstgeborenen, du triffst Lehrer, Bader, die wie Heiler sind und Leute, die dir ein konkretes Verständnis der Welt vermitteln. Aber die Rasse der Sylvari ist nur 25 Jahre alt. Also ist ihr Gefühl für Geschichte etwas verzerrt Sie wissen, dass die Charr und die Menschen sich seit langer Zeit im Krieg befinden. Wer weiß, wie lange eine lange Zeit wirklich ist, wenn es die ganze Rasse erst seit 25 Jahren gibt? Jemand versucht, auszudrücken, du weißt schon, 250 Jahre Krieg und Du schaust ihn an, wie "Das ist lange, nicht wahr? Das ist länger als 25 Jahre. " So haben sie ein sehr konkretes Verständnis, aber keine konkrete Weisheit. Es ist wirklich interessant. Wir wollten nicht, dass die Sylvari kindlich sind und wir wollten sie nicht naiv wie Babies durch die Welt laufen lassen. Sie sind starke, zähe, ernsthafte Leute. Sie haben nur einfach nicht wirkliche Erfahrung mit den Dingen, die sie kennen.
Elli: Sie sind Greenhorns.
Ree: Sie sind Greenhorns! Ja, genau! [lacht] Gut gesagt.
Elli: Was ist mit den Charr? Sind sie nicht die natürlichen Feinde der Sylvari?
Ree: Nun, sie sind sehr weit voneinander entfernt in der Welt. Wenn man auf die Karte von Tyria blickt, dann ist das ungefähr der größte Abstand, den man haben kann. Ich denke, nur Rata Sum ist ein wenig weiter weg. Zu der Zeit, als die Charr die Sylvari trafen, hatten diese schon eine Vorstellung von der Welt und nachdem – ich erwähnte es bereits – sie von den Asura missbraucht worden waren, waren sie auch nicht mehr so gutgläubig. Die Charr respektieren die Einstellung der Sylvari zum Erforschen und Kämpfen. Die Sylvari würden im Kampf gegen die Schergen der Drachen alles geben, fast um jeden Preis. Für einen Charr ist das ein Zeichen von großer Tapferkeit. Sie sind sehr experimentierfreudig. Sie sind neugierig, sie wollen lernen, wie Dinge funktionieren, und das tun auch die Charr, die Dinge auseinandernehmen und wieder zusammenbauen. Die Sylvari sind ein wenig friedlicher als die Charr, sicher und es gibt auch Gelegenheiten, wo die Charr die Umwelt ausbeuten und die Sylvari wären entsetzt. Aber das sind die Dinge, die Völker voneinander unterscheiden. Das sind die Dinge, die die beiden Rassen deutlich voneinander unterscheiden.
Elli: Gibt es eine natürliche Tendenz für die Charr in Bezug auf bestimmte Klassen? Wie Ranger? Oh, sorry, für die Sylvari?
Ree: Sicher, sicher! Die Sylvari tendieren eher zu magischen Klassen. Aber sie neigen auch zu kämpferischen Klassen. Ich meine, ein standhafter Krieger, der den Baum verteidigt, den Hain. Aus naheliegenden Gründen ist es weniger wahrscheinlich, dass sie Ingenieure sind, aber sie sind neugierig. Sie wollen wissen, wie die Dinge funktionieren, also findet man alle möglichen Arten von Sylvari. Nekromanten sind auch ein bisschen weniger verbreitet, aber die Nekromanten der Sylvari betrachten den Tod als etwas Natürliches, als Teil des Lebens. Wir leben und wir sterben und wenn wir sterben, wenn eine Pflanze stirbt, kehrt der Körper in den Boden zurück und liefert Kraftstoffe für anderen Pflanzen. Das ist keine schlechte Sache, das ist nicht eine dunkle Sache oder eine böse Sache. Es ist nur ein Lauf der Natur.
Elli: Fangen sie damit an, ihre eigene Geschichte aufzuschreiben oder sich irgendwo um sie zu kümmern, z.B. in einer Bibliothek? Einfach um das Wissen, das sie haben, zu bewahren?
Ree: Die Sylvari? Sie haben Schriftrollen. Sie haben Schriften. Sie gehen an Orte wie Löwenstein oder den Priorat von Durmand, um andere Dinge zu lernen. Sie sind eine sehr wissbegierige Rasse. Wenn sie etwas nicht verstehen, versuchen sie herauszufinden, wie es funktioniert, und manche von ihnen bleiben zurück beim Blassen Baum als Lehrer und versuchen diese Dinge zu unterrichten. Gerade weil manche Sylvari auch des Reisens müde werden. Du gehst hinaus in die Welt, siehst verschiedene Orte, und irgendwann willst du einfach wieder nach Hause zurückkehren. Es ist spannender, zu teilen, was man gesehen hat. Deshalb unterrichten sie die Jüngeren.
Elli: Wie funktioniert ihre Beziehung zum Baum? Ist er wie eine Mutter? Oder eher eine Göttin?
Ree: Oh, nein, sie nennen ihn den Mutterbaum. Er ist wie eine Mutter. Sie beten ihn nicht an oder verehren ihn wie die Menschen Melandru. Er lebt unter ihnen. Sie können in seine Kammer gehen, ihre Versammlungskammer. Dort erscheint er und spricht zu ihnen, wenn sie Probleme haben. Sie nutzen das nicht leichtfertig aus, aber man kann dort hingehen und mit ihm kommunizieren.
Elli: Interessant. Er spricht also richtig zu ihnen, es gibt wirklich eine Interaktion?
Ree: Oh ja! Er hat ein Abbild, ein Abbild in Form eines Sylvari. Wir arbeiten noch daran, aber es ist wunderschön! Es sieht ein bisschen essenzhaft, etwas durchsichtig aus; aber es ist eindeutig ein Sylvari, er spricht und bewegt sich wie einer und bleibt immer in der Kammer am Fuße des Baumes.
Elli: Wie reagieren Sylvari auf eine Gesellschaft wie die Charr, mit vielen Hierarchien?
Ree: Sie haben so viele Fragen! Wie funktioniert dies und wie das? Was ist das hier? Was passiert, wenn das passiert? Wie ist das hier? Sie können leicht ermüdend wirken, wenn sie etwas Brandneues entdecken, denn sie wollen ALLES darüber wissen.
Elli: Denn sie haben nicht viele Hierarchien in ihrer Gesellschaft oder?
Ree: Nein, nicht wirklich. Sie respektieren sich. Besonders die Erstgeborenen, weil sie als erstes da waren und am meisten gesehen haben. Davon abgesehen kommt es nur darauf an, wer mehr über eine Sache weiß. Wenn drei Sylvari durch die Welt ziehen, wäre es mehr: "Du weißt am meisten über das hier, also folgen wir dir. Oh, wir machen was Anderes? Er weiß am meisten, also folgen wir ihm." Es ist ein sehr egalitäres System.
Elli: Also sind die Erstgeborenen so etwas wie ihre natürlichen Anführer?
Ree: Ja, sind sie. Und sie haben die längste Zeit mit dem Baum verbracht, weil es am Anfang nur sie und den Baum gab. Sie verstehen ihn also besser, sind ihm etwas näher. Ein Sylvari, der heute geboren wird, trifft ihn nicht so oft, wie sie es getan haben. Er hat viel zu tun. Als es nur 12 von ihnen gab und sie täglich mit ihm sprachen, kamen sie ihm näher.
Elli: Arbeiten sie gerne in Gruppen?
Ree: Ja. Es gibt eine Gruppe, genannt "Die Aufseher". Die Aufseher sind so etwas wie die Seraphen von Götterfels. Sie bleiben in der Nähe vom Baum, von Orten, an denen Sylvari leben und beschützen diese. Und sie arbeiten wirklich besser in Gruppen. Sie verlassen sich gerne auf andere, lernen deren Stärken und diese zu nutzen, z.B. Taktiken, wesentlich lieber, als alleine loszuziehen. Ausnahme sind Sylvari, die auf die wilde Jagd gehen, weil sie sich berufen fühlen, irgendwohin zu gehen und etwas Bestimmtes zu tun. Ist das der Fall, müssen sie sich auf sich selbst verlassen. Es passiert nicht selten, dass mehr als ein Sylvari irgendwohin geschickt wird, um etwas zu tun, weil es einfach nicht so viele von ihnen gibt. Aber sie bevorzugen es, mit anderen zusammen zu sein. Das ist ein Grund, warum die Sylvari, wenn sie unterwegs sind in der Welt, Gruppen bilden mit vielen anderen Rassen. Jeden, den sie finden können. Einfach, weil sie Gesellschaft mögen. Sie lieben es, neue Dinge zu erleben und es ist immer besser, wenn man jemanden dabei hat, der einem deine Fragen beantwortet und sein Wissen teilt.
Elli: Die Sylvari können sich nicht fortpflanzen, richtig?
Ree: Nein, nein, können sie nicht. Der einzige Weg, einen Sylvari zu gebären, ist über den Baum. Der Baum gebiert.
Elli: Wie gehen sie dann mit der familiären Struktur anderer Rassen um?
Ree: Sie finden sie eigenartig. Familien und Kinder. Kinder sind einfach faszinierend für einen Sylvari! Sie sind kleiner und sie sind wie ... der Körper eines Sylvari wächst ja nicht. Er kommt vollständig entwickelt aus dem Baum. Daher ist es interessant, ein Mini-Menschen, der noch nicht viel weiß, anders denkt, das ist sehr seltsam. Das appelliert an ihren Beschützerinstinkt, weil sie selbst keine haben. Darum verstehen sie, dass dieses Kind kleiner und schwächer und nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen. Und das ist irgendwie seltsam, da keiner von ihnen diese Entwicklung durchmacht. Also entweder ist es beängstigend oder ein Kind, nicht wahr? Auf diesem Weg nähern sie sich dem Ganzen. [Elli lacht] Sie verstehen ein gewisses Maß an Familienleben, weil sie Gruppen und die Gesellschaft begreifen, weil sie sich verlieben können. Sylvari, die sich verlieben und eine Beziehung haben, leben im gleichen Haus und versammeln sich. Aber Kinder - sie sind nur ein Mythos.
Elli: Was denken die Sylvari z. B. über die Götter der Menschen?
Ree: Sie sind sehr agnostisch. Sie sind nie einem Gott begegnet. Sie waren nie in der Lage, einem Fragen zu stellen. Wenn ich zwei Priestern des gleichen Gotts Fragen stelle, sind ihre Antworten oft unterschiedlich. Also sind sich die Sylvari nicht sicher, was sie darüber denken sollen. Sie haben sich religiös nicht festgelegt. Daher sind sie Agnostiker.
Elli: Gibt es jemanden wie einen Sprecher oder jemanden, der für die Gemeinschaft der Sylvari spricht? Wenn z. B. Königin Jennah eine Verbindung mit den Sylvari aufnehmen oder einen Vertrag mit ihnen abschließen möchte oder um die Drachen zu bekämpfen - gibt es da jemanden, den sie ansprechen kann?
Ree: Oh ja! Das hängt von dem Zweck ab. Geht man nach Götterfels oder zur Schwarzen Zitadelle, gibt es einen Botschafter der Sylvari, der vom Baum erwählt worden ist. Der Baum wird sie zu sich rufen, um die benötigten Erklärungen zu geben und sie dann zur Schwarzen Zitadelle schicken, um dort als Botschafter zu fungieren.
Elli: Und was passiert dann? Kommt der Botschafter zurück mit den Vorschlägen und die ganze Gesellschaft trifft die Entscheidung?
Ree: Nein, der Baum trifft die anstehende Entscheidung, aber er ruft so viele der Erstgeborenen wie möglich zusammen oder welche er als erfahrene Sylvari ansieht. Wie der Vertrag von Ebonfels. Es ist ein Vertrag zwischen den Charr und den Menschen. Sie versuchen, Frieden zwischen den Völkern zu stiften. Die Sylvari beobachten dies und ihr Botschafter in der Gegend wird Briefe an den Baum senden und an die Erstgeborenen, um zu erklären, was los ist. Und der Baum wird die Weisesten zusammen rufen, um ihren Rat und ihre Gedanken einzuholen. Aber dann wird sich der Baum in den Traum zurückziehen. Denn der Baum ist der einzige, der Zugang zu diesen Informationen hat. Und er wird sich im Traum alles über die Charr, den Vertrag, die Ratschlüsse seiner Versammlung ansehen und aus der Kraft dieses Traum heraus Empfehlungen und Anweisungen geben.
Elli: Ist der Albtraumhof eine starke Gruppierung?
Ree: Oh ja! Der Albtraumhof wird nicht nur mit jedem Jahr, in dem Sylvari geboren werden, stärker, sondern auch, weil sie den Traum immer mehr in einen Alptraum umkehren. Ihr endgültiges Ziel ist es, den ganzen Baum umzukehren. Wenn der Baum aufgibt, würde der Traum nur noch ein Albtraum sein und sie hätten gewonnen. Und darauf arbeiten sie hin. Sie haben viel mehr Struktur und Hierarchie. Es gibt Einzelne im Albtraumhof, die die Macht ergriffen haben und über die anderen befehlen. Weil sie nicht über den Baum verfügen, haben sie keine Verbindung zu dessen sanfter Weisheit oder zum Traum. Sie haben den Albtraum, daher müssen sie besser organisiert sein. Sie müssen besser strukturiert sein. Sie müssen sagen, diese Leute sind verantwortlich und wir werden auf sie hören, da sie sich nicht auf die Weisheit des Baumes berufen können.
Elli: So gab es eine Trennung zwischen dem Baum und dem Albtraumhof? Ree: Richtig, richtig. Und nach Auffassung des Albtraumhofes kommt dass daher, weil sie glauben, das richtige zu tun und dass der Baum einer Gehirnwäsche unterzogen worden ist.
Elli: Ist der Albtraumhof eher eine geheime Gruppe oder offen zugänglich?
Ree: Oh, sie sind offen und werden abgelehnt. Sie wandern nicht offen durch den Hain, die Sylvaristadt. Aber allein dem Aussehen nach kann man nicht sagen, ob jemand zum Albtraumhof gehört. Sie sehen aus wie jeder andere Sylvari. Sie haben geheime Treffen im Wald, und sie haben kleine Gruppen, die versuchen, die Sylvari zu bekehren und dann einfach in der Menge wieder verschwinden. Sie haben Dörfer in Gebieten im Spiel, wo sie leben, wo sie sich versammeln, wo sie ihre dunklen Mahnwachen und so weiter abhalten. Wo sie ihre Pläne schmieden, um Schmerz und Zerstörung zu verursachen und den Traum zu verderben.
Elli: Aber haben sie das gleiche Ziel, also die Drachen zu bekämpfen wie die anderen Sylvari?
Ree: Ja und nein. Sie glauben, dass der Kampf gegen die Drachen ist nicht Teil der Plans ist. Die Tafel sagt nichts über die Drachen. Sie sind sich einig, dass die Drachen schlecht sind, aber ihr primäres Ziel ist es, die Sylvari zu befreien. Denn wie können wir die Drachen zu kämpfen, wenn wir alle Sklaven der Tafel sind? Man weiß, dass man etwas tun muss, dass Tyria etwas braucht, also wie sollen sie es wissen? Es gibt nichts jenseits der Tafel. Der Traum ist verdreht. Also sehen sie das als sekundäres Ziel.
Elli: Also verspüren sie nicht den Drang, die Drachen unmittelbar zu bekämpfen?
Ree: Trifft der Albtraumhof am Strand auf die Untoten, werden sie sie bekämpfen. Aber ihr vorrangiges Ziel ist der Traum und der Baum.
Elli: Wie ist ihre Beziehung zu anderen Rassen? Versuchen sie, Allianzen mit anderen Rassen wie z. B. den Söhnen Svanirs zu schließen?
Ree: Nein, normalerweise nicht. Sie würden sich sicherlich nicht mit den Söhnen Svanirs zusammenschließen, weil diese einen Drachen verehren und der Alptraumhof die Drachen für schlecht hält. Die Asura können sie überhaupt nicht ausstehen, da sie sich daran erinnern, dass die Asura die Sylvari missbrauchten, als diese erwachten. Sie haben ein sehr starkes Rachegefühl im Albtraumhof, weil es ein dunkles Gefühl ist, dunkle Gefühle geben ihnen Macht, ihnen und ihrem Albtraum. Wenn man den anderen Rassen schreckliche Dinge antut, beeinflusst das den Albtraum nicht so, als wenn man es einem Sylvari antut. Die dunkle Freude daran geht dann in den Traum über. Wenn ich dies mit einem Menschen tue, ist es nur halb so gut. Also beschäftigen sie sich nicht wirklich mit den anderen Rassen, da sie sich geradezu zwanghaft auf die Befreiung des Baums konzentrieren. Sobald der Baum frei ist, können sie sich mit dem Rest der Welt beschäftigen.
Elli: Wie reagiert der Baum auf diese Bedrohung? Ree: Sehr traurig. Er ist sehr, sehr traurig.
Elli: Aber er will nicht wie eine Armee bilden, oder?
Ree: Er hat die Aufseher und die Wächter zum Schutz des Hains. Die Wärter schützen die Orte, wo die Sylvari leben. So bekämpft er den Albtraumhof, er versucht, sie zu stoppen. Aber kein Weg ist bekannt, wie man den Einfluss auf den Traum stoppen kann, was ihm Sorge bereitet.
Elli: Können andere Rassen mit dem Baum sprechen?
Ree: Ja, sie gehen in die Kammer, wo er sich offenbart und können so mit ihm sprechen.
Elli: Was wohl nicht oft vorkommt.
Ree: Kommt nicht oft vor, aber es kann passieren. Man kann im Spiel dorthin gehen.
Elli: Das ist toll. Ich freue mich schon darauf.
Ree: Ich kann nicht versprechen, dass der Baum sich offenbart, wenn man dorthin geht, aber wenn...
Elli: .. kann man mit ihm reden. Und die Sylvari erlauben das?
Ree: So oft wie die Menschen einen mit Königin Jennah reden lassen.
Elli: Das ist nicht sehr oft, denke ich.
Elli: Also die Sylvari haben jetzt das Gefühl, dass sie eine Armee bilden sollten, oder? So wie die Wächter; ich meine etwas Militärisches. Gibt es derartige Bestrebungen, um all die Bedrohungen, die wir in dieser Welt haben, zu bekämpfen?
Ree: Die Sylvari sind immer noch eine sehr kleine Rasse, sie haben bei weitem nicht die Größe der Charr-Legionen. Sie haben auf jeden Fall das Gefühl, dass sie eine Armee ausheben und die Untoten bekämpfen sollten, die an den Ufern des Maguuma ihr Unwesen treiben. Die Wächter tun dies. Jeder Sylvari will nicht immer kämpfen, manchmal will er ein Hufschmied sein, manchmal anderweitig sein Volk unterstützen. Alle Sylvari haben einen gemeinsamen Sinn dafür, dass die Drachen böse sind und dass deren Schergen vernichtet werden sollten. Einige der wilden Jagden bringen einen dorthin ... Ein Sylvari geht schon dorthin, aber nicht mit einer Armee, weil es nicht so viele sind. Eher wird er den Leuten beim Kampf gegen ihn helfen. Er wird dorthin gehen und der Held sein, der eine kleine Gruppe von Hylek führt, um sein Volk von den Drachen zu befreien oder den Quaggan helfen, einer schreckliche Bestie, die Jagd auf sie macht, zu entkommen. Es gibt einfach nicht genug Sylvari, es allein zu tun, auch wenn sich alle versammeln und sich gemeinsam Orr entgegen werfen. Es gibt nicht genug und sie haben nicht die Informationen, sie haben nicht die Weisheit. Sie würden sich nur einer Schlacht entgegen werfen. Charr-Wissen über Taktik und Geschichte und historische Schlachten würde nicht helfen; die Sylvari können es einfach nicht. Daher wissen sie, dass sie die anderen Rassen brauchen, um sie zusammenzubringen, um gegen die Bedrohungen der Drachen kämpfen.
Elli: Sind die Sylvari also der Klebstoff zwischen diesen verschiedenen Rassen?
Ree: Auf jeden Fall. Jemand, der - ich glaube, das ist kein Spoiler - jemand, der in das Spiel geht und auf die drei Orden schaut - es gibt den Priorat von Durmand , die Vigil und den Orden der Gerüchte - wird einen Sylvari in den oberen Rängen in jedem einzelnen finden.
Elli: So wollen sie die Völker zusammenbringen?
Ree: Es ist eine von vielen Möglichkeiten. Aber die Sylvari sehen, dass die Orden sich darum bemühen, eine Einheit zwischen den Völkern zu schaffen und das unterstützen sie.
Elli: Hört sich gut an. Also ... jetzt habe ich meine Frage vergessen!
Ree: Bevor ich die Sylvari zu sehr als Friedensstifter erscheinen lasse, möchte ich etwas erwähnen, auf das ich schon ein paar Mal hingewiesen habe. Als die Erstgeborenen erschaffen wurden und in der Welt umherwanderten, um herauszufinden, um was es geht, fanden die Asura einen von ihnen und führten Experimente an ihm durch, weil sie dachten, es handele sich nur um einen Druiden oder wie eine baumartige Kreatur. Sie waren sehr überrascht, dass es lebte, ein fühlendes Wesen war und vor Schmerzen schrie. Die Sylvari haben das nicht vergessen und sie sehen einige Rassen als von Natur aus böse an, die Krait zum Beispiel. Die Sylvari haben keine Interesse daran, die Krait in einer Allianz aller Rassen gegen die Drachen einzubringen, weil der Krait einfach böse sind. Sie waren jahrelang sehr, sehr empfindlich gegenüber den Asura, weil die Asura einfach sagen würden: "Oh, wir haben das nicht getan und es war ein Fehler." Und dann würde die Untersuchungsbehörde kommen und etwas anderes schreckliches tun und die Sylvari hätten den Eindruck von "Diese Jungs sind nicht anders als sie. Sie scheinen in kleinen Krewes zu arbeiten, die man nicht kontrollieren kann. Sie wandern nur umher, um Schlechtes zu tun. Wie können wir wissen, wer von euch der Böse ist und Schreckliches tun würde? " Und daher haben sie ein gewisses Misstrauen gegen die Asura. Sie sind zu einem Punkt gekommen, wo sie glauben, dass die Asura rehabilitiert werden können, dass sie wichtige Mitglieder sind, sehr wichtig, um sie in den Kampf gegen die Drachen zu führen. Aber einzelne Sylvari besonders jene, die Erinnerungen haben oder mit Träumen geboren wurden, die ihnen von den Dingen, die die Asura getan haben, erzählt haben, finden es schwer, unvoreingenommen zu sein.
Elli: Also sind sie nicht immer nette, freundliche Leute.
Ree: Richtig, sie sind Wesen mit einem Ziel, und wenn man jemanden hat, der sehr zielstrebig ist, kommt man nicht immer leicht mit ihm aus.
Elli: Sie sind also nicht immer nur glückliche Hippie-Bäume. :)
Ree: Nein, nicht immer. Und da sie keine Kindheit erlebt haben, sind ihre Emotionen manchmal ein wenig zu stark. Wenn Du 10 Jahre alt bist und jemand stiehlt Dein Spielzeug oder schlägt auf die Hand - Junge, bist du dann wütend! Du weißt einfach nicht, wie Du mit dieser Wut umgehst, du wirfst Gegenstände an die Wand. Und die Sylvari müssen das auch durchmachen, sie müssen verstehen, was diese Gefühle bedeuten. Sie sind in ihnen noch sehr mächtig und sie haben nicht diese gewachsene defensive Haltung, die man als Erwachsener bekommt. Und sie reagieren nicht wie Babies oder Kinder, sondern oft so leidenschaftlich, dass man sie dann nicht gerne um sich hat. Manchmal sind sie sehr schwierig.
Elli: Ich glaube, es handelt sich um eine heranwachsende Kultur, die sich so verhält, wie wenn Kinder aufwachsen, man Dinge und Benehmen lernt.
Ree: Genau. Und einiges haben sie im Traum gelernt und einiges, nachdem sie erwacht sind. Ein Sylvari, der erwacht, ist, sagen wir... zwei Jahre alt. Also muss man sich vorstellen, dass die ganze Kindheit auf 2 Jahre reduziert wird. So viel Zeit hatte man nur zum Lernen.
Elli: Ich denke, es wird ziemlich interessant, bei ihnen zu sein.
Ree: Ja, sie sind eine interessante Rasse.
Elli: Du hast vorhin erwähnt, dass der Tod für sie Teil des Lebens ist, aber haben sie ein Ritual, wenn ein Sylvari stirbt?
Ree: Weniger ein Ritual als eine Art von Trauer. Die Sylvari neigen dazu, ihre Toten zu begraben, sie werden der Erde zurückgegeben, aber sobald jemand gestorben ist, wird der Körper der Erde zurückgegeben. Aber er ist viel weniger wichtig als die Seele, denn die Sylvari wissen nicht viel über die Nebel. Sie sind nicht ganz sicher, was die Nebel für sie bedeuten, aber sie kennen den Traum. Und in Ihrem Traum sind ihre Erinnerungen immer noch am Leben. Wenn zwei einander lieben und der eine stirbt im Traum, könnte der andere jemanden finden, der mit dieser Erinnerung an diese Liebe lebt, so als ob er sie gesehen hätte. Und so ist man noch am Leben sind und die Tatsache, dass es diese Liebe gab noch irgendwo im Traum, irgendwo in den Erinnerungen anderer Sylvari und im Baum. Und daher haben sie diese Hoffnung, die über den Tod hinausreicht sowie diese fortgesetzte Empathie und Gefühl für jeden.
Elli: Ein sehr schöner Gedanke. Vielen Dank!
Ree: Gern geschehen, es ist wunderbar, wieder hier gewesen zu sein.
Elli: Ja, es war großartig und weißt Du, was das Beste ist, dass wir mit dem Lore Special weitermachen können, nicht wahr?
Ree: Auf jeden Fall!
Elli: Ja, das ist so toll. Also werde ich meine Zuhörer fragen, was sie gerne hören möchten und dann werden wir Dich weiterhin über die wunderbare Guild Wars Geschichte befragen.
Ree: Ich freue mich schon darauf.
Elli: Vielen Dank! Bye, bye!