Moana Adere
28.12.2006, 20:47
Mit den letzten Sonnenstrahlen eines schönen Tages starb eine schöne Frau. Nun, sie hatte dieses eigentlich nicht geplant und bis zuletzt auch keine dementsprechenden Wünsche verspürt, aber der Tod traf sie keineswegs unerwartet. Sie hatte gewusst dass es so kommen würde. Sie hatte Zeit ihres Lebens immer im Mittelpunkt gestanden und so tat sie es auch in diesem Augenblick.
Leider war sie dabei nur der Mittelpunkt einer rasenden, größtenteils schwarz gekleideten Menge, welche mit Chaosäxten, ebenso funkelnden wie hässlichen Schwertern und zahlreichen Schmährufen auf sie eindrang. Hier und dort konnte sie die schimmernde Aura eines Genesungszaubers erkennen, an anderen Stellen leuchtete ein Feuerball auf - nicht zwingend nur bei den spärlich bekleideten Magiern sondern gelegentlich auch bei dem ein oder anderen schwitzenden Rüstungsträger - aber in allen Augen loderte der Hass.
Hass auf das Unbekannte, welches sie verkörperte - nicht nur körperlich. Ebenholzfarben waren ihre langen, schlanken Glieder die gerade so erfolglos versuchten, ihren zierlichen Leib zu schützen - ein Erbe ihrer abenteuerlustigen elonischen Eltern, welche damals voller Tatendrang einen Handelsposten in Tyria errichteten. Blut rann an langen, seidigen Haaren (manch glücklicher Mann hatte sie der Farbe und des Geruches wegen mit Waldhonig verglichen) auf das smaragdgrüne - ebenfalls seidige - Kleid.
Es war ihr Geist, mit welchen sie schockte. In den Augen der meisten Tyrianer waren ihre Fähigkeiten nichtig und gering - sie konnte weder ein Schwert halten noch ein Lagerfeuer im strömenden Regen entzünden noch eine leichtsinnig zugezogene Verletzung heilen - aber die Fertigkeit, Kraft ihres Geistes die Fähigkeiten anderer ein wenig ihren Vorstellungen entsprechend zu verändern, reichte völlig. Und so erscholl der wütende Ruf der Menge „Mesmerin! Mesmerin! Mesmerin!“ und übertönte ihre letzten Worte, ein kurzes Stoßgebet an Lyssa für das Wohl ihrer Tochter.
Am Rande der Menge stand eine Miniaturausgabe der Frau - sofern man ein fast ein Meter siebzig großes, wild pubertierendes Mädchen von großer Ähnlichkeit so nennen durfte.
Vermutlich nicht.
Moana Adere, „brennendes Meer“ hatte sie diese getauft, in romantischer Erinnerung an einen Abend, an dem das von den Strahlen der ersterbenden Sonne in feuriges Rot getauchte Meer der einzige Zeuge - und auch der maßgebliche Anlass - für die Erzeugung ihrer einzigen Tochter war.
Der Name passte auch sehr gut zu dem brennenden Zorn welcher nun auf dem Meer der Wut loderte, welches jeden Gedanken des halbwüchsigen Mädchens ertränkte. Wie in Zeitlupe bewegte sie sich auf die Meute zu - was nicht nur das subjektive Empfinden des Mädchens war, sondern vor allen Dingen in der Verlangsamungsverhexung begründet war, dem letzten Abschiedsgeschenk der Mutter.
Und mit dieser Erkenntnis setzte das Denken ein. Der irrsinnige Ausdruck in ihren Augen lichtete sich - sollte aber nie wieder ganz verschwinden. Ein schriller Schrei ertönte und ein Magier hielt verwirrt mit der Beschwörung eines Feuerballs auf. Die Mitte des rasenden Haufens schien ein Eigenleben zu entwickeln. Wo vormals nur Menschen im Kreis wirbelten, manifestierte sich jetzt ein kreisrunder Wirbel purer Energie, welcher es mit der chaotischen Kraft des Chaos ringsum durchaus aufnehmen konnte. Die ersten Menschen krümmten sich schon mit schmerzverzerrten Gesichtern zusammen - und das Mädchen verschwand ungesehen durch das Stadtor.
So geschah es das kurze Zeit später eine junges, wütendes Mädchen aus Ascalon hinaus gen Nordens rannte, während aus den weiten Ebenen des Nordens eine große, wütende Armee der Charr gen Ascalon stürmte.
Zum Glück war Moana ein echtes Kind Lyssas. Chaotisch wechselten mit Moanas Laufrichtung auch ihre Gedanken und Emotionen. So wechselten sich Zorn, Schmerz, Todessehnsucht und Verlassenheitsängste in einem turbulenten Reigen die Herrschaft über ihre Gefühle und waren gerade einer kurzen und äußerst bedrohten Phase des nüchternen Überlegens gewichen, als das Mädchen die ersten Charrs sah.
Und so kam es, das die Armee der Charr unbeschadet die junge Mesmerin passieren konnte, welche auf einem Baum gekauert vollständig emotionslos diese flauschige Armada gen Ascalon vorrücken sah.
Lange verharrte sie auf diesem Baum und blickte gedankenverloren zu dem brennenden Horizont im Süden. Als sie sich schließlich gewand von dem alten, knorrigen Zweig herunter sprang, war das junge Mädchen endgültig tot - und eine junge, ebenso wilde und ungestüme wie chaotische Abenteurerin hatte ihren Platz eingenommen.
Leider war sie dabei nur der Mittelpunkt einer rasenden, größtenteils schwarz gekleideten Menge, welche mit Chaosäxten, ebenso funkelnden wie hässlichen Schwertern und zahlreichen Schmährufen auf sie eindrang. Hier und dort konnte sie die schimmernde Aura eines Genesungszaubers erkennen, an anderen Stellen leuchtete ein Feuerball auf - nicht zwingend nur bei den spärlich bekleideten Magiern sondern gelegentlich auch bei dem ein oder anderen schwitzenden Rüstungsträger - aber in allen Augen loderte der Hass.
Hass auf das Unbekannte, welches sie verkörperte - nicht nur körperlich. Ebenholzfarben waren ihre langen, schlanken Glieder die gerade so erfolglos versuchten, ihren zierlichen Leib zu schützen - ein Erbe ihrer abenteuerlustigen elonischen Eltern, welche damals voller Tatendrang einen Handelsposten in Tyria errichteten. Blut rann an langen, seidigen Haaren (manch glücklicher Mann hatte sie der Farbe und des Geruches wegen mit Waldhonig verglichen) auf das smaragdgrüne - ebenfalls seidige - Kleid.
Es war ihr Geist, mit welchen sie schockte. In den Augen der meisten Tyrianer waren ihre Fähigkeiten nichtig und gering - sie konnte weder ein Schwert halten noch ein Lagerfeuer im strömenden Regen entzünden noch eine leichtsinnig zugezogene Verletzung heilen - aber die Fertigkeit, Kraft ihres Geistes die Fähigkeiten anderer ein wenig ihren Vorstellungen entsprechend zu verändern, reichte völlig. Und so erscholl der wütende Ruf der Menge „Mesmerin! Mesmerin! Mesmerin!“ und übertönte ihre letzten Worte, ein kurzes Stoßgebet an Lyssa für das Wohl ihrer Tochter.
Am Rande der Menge stand eine Miniaturausgabe der Frau - sofern man ein fast ein Meter siebzig großes, wild pubertierendes Mädchen von großer Ähnlichkeit so nennen durfte.
Vermutlich nicht.
Moana Adere, „brennendes Meer“ hatte sie diese getauft, in romantischer Erinnerung an einen Abend, an dem das von den Strahlen der ersterbenden Sonne in feuriges Rot getauchte Meer der einzige Zeuge - und auch der maßgebliche Anlass - für die Erzeugung ihrer einzigen Tochter war.
Der Name passte auch sehr gut zu dem brennenden Zorn welcher nun auf dem Meer der Wut loderte, welches jeden Gedanken des halbwüchsigen Mädchens ertränkte. Wie in Zeitlupe bewegte sie sich auf die Meute zu - was nicht nur das subjektive Empfinden des Mädchens war, sondern vor allen Dingen in der Verlangsamungsverhexung begründet war, dem letzten Abschiedsgeschenk der Mutter.
Und mit dieser Erkenntnis setzte das Denken ein. Der irrsinnige Ausdruck in ihren Augen lichtete sich - sollte aber nie wieder ganz verschwinden. Ein schriller Schrei ertönte und ein Magier hielt verwirrt mit der Beschwörung eines Feuerballs auf. Die Mitte des rasenden Haufens schien ein Eigenleben zu entwickeln. Wo vormals nur Menschen im Kreis wirbelten, manifestierte sich jetzt ein kreisrunder Wirbel purer Energie, welcher es mit der chaotischen Kraft des Chaos ringsum durchaus aufnehmen konnte. Die ersten Menschen krümmten sich schon mit schmerzverzerrten Gesichtern zusammen - und das Mädchen verschwand ungesehen durch das Stadtor.
So geschah es das kurze Zeit später eine junges, wütendes Mädchen aus Ascalon hinaus gen Nordens rannte, während aus den weiten Ebenen des Nordens eine große, wütende Armee der Charr gen Ascalon stürmte.
Zum Glück war Moana ein echtes Kind Lyssas. Chaotisch wechselten mit Moanas Laufrichtung auch ihre Gedanken und Emotionen. So wechselten sich Zorn, Schmerz, Todessehnsucht und Verlassenheitsängste in einem turbulenten Reigen die Herrschaft über ihre Gefühle und waren gerade einer kurzen und äußerst bedrohten Phase des nüchternen Überlegens gewichen, als das Mädchen die ersten Charrs sah.
Und so kam es, das die Armee der Charr unbeschadet die junge Mesmerin passieren konnte, welche auf einem Baum gekauert vollständig emotionslos diese flauschige Armada gen Ascalon vorrücken sah.
Lange verharrte sie auf diesem Baum und blickte gedankenverloren zu dem brennenden Horizont im Süden. Als sie sich schließlich gewand von dem alten, knorrigen Zweig herunter sprang, war das junge Mädchen endgültig tot - und eine junge, ebenso wilde und ungestüme wie chaotische Abenteurerin hatte ihren Platz eingenommen.