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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Vorstellung] Der Leidens- und Freudenweg einer Ritualistin



Bloan
04.04.2007, 21:17
Einleitung:
Es war einmal, lange Zeit nachdem das das virtuelle Reich Canthas entstand, ein Zeigefinger der langsam und bedächtig auf eine linke Maustaste klickte und einen Charakter ins Leben rief, der sich Astra Diz nannte und noch bis heute nennt. Dieser Charakter war eine zierliche und noch sehr unerfahrene Ritualistin, die ihr Glück auf der Insel Shing Jea suchte.

Die erste Berufung:
Zusammen mit ihren künstlichen Freunden Kisai, Lukas und Taya ging sie nun munter und gespannt aus dem Kloster, um Abenteuer zu erleben und vorallem, um überhaupt erst einmal zu verstehen, was es heißt eine Ritualistin zu sein. So eignete sich die Ritualistin ihre ersten Fertigkeiten an und begann damit finster dreinschauende, aber irgendwie dennoch knuddlige Geister aus dem Erdboden zu beschwören, um gegen fiese Nagas und Kappas gewappnet zu sein.
Es war ein ziemlich wildes durcheinander aus kanalisierenden, zwiesprächigen, wiederherstellenden und herbeirufenden Zaubern, Binderitualen und anderen Fertigkeiten. Als nun jedoch einige Zeit verstrich und die Aufgaben, welche die junge Ritualistin bewältigen sollte, schwieriger und komplexer wurden, war es an der Zeit Prioritäten zu setzen. Was in diesem Falle nichts anderes heißen sollte, als sich zu entscheiden, ob man nun Geister herbeiruft, Blitzmagie verwendet oder sich dem zu diesem Zeitpunkt recht schwierigen Unterfangen des Heilens der Gefährten widmet.
Also klick-klack-kluckte Astra Diz ihre Entscheidung mit Kisai und Taya aus und entschied sich für die Zwiesprache, was einerseits ganz nett war, da sie sich gern über den Ätherweg mit Ahnen und alten Helden unterhielt und was andererseits in ihren noch naiven Augen sehr sinnvoll war.

Das Festland ist keine Insel:
Frohen Mutes und glücklich, eine Entscheidung getroffen zu haben, stellte sich die Ritulistin nun den kniffligen Aufgaben, wie z.B. einen gefangenen Sohn zu retten oder das Tal Zen Daijuns vom Miasma zu befreien. Immer eifrig legte sie dazu ihre Geister, die Schaden abhielten, aber auch Schaden austeilten, kümmerte sich um jene und verteilte großzügig nebenbei Waffenzauber, die z.B. die Lebenspunkte der Verbündeten erhöhten. Sie hatte das Gefühl, als erfüllte sie ihre Aufgabe sehr gut und fasste den Entschluss sich weiter auf die Zwiesprache zu spezialisieren. An diesem Punkt der Geschichte war ihr jedoch noch nicht klar, was sie außerhalb der gehüteten Insel erwarten sollte.
So kam es nun dazu, dass sie alle Aufgaben in Shing Jea erledigte und sie angehalten war, das Festland bzw. Kaineng zu betreten, um der mysteriösen Pest auf die Spur zu kommen. Da dachte sich die Ritualistin, dass es doch ein Klacks sei, dort bei den Großstädtern ein wenig aufzuräumen. Also segelte sie gen Nord-Osten und führte ihr Abenteuer fort.
In Kaineng angekommen, nahm sie die erst besten Gefolgsleute in ihre Gruppe auf und stürzte sich in die Stadt. Bald machte sie Bekanntschaft mit den dort ansäßigen Jugendbanden der AmFahs und Jadebrüdern, die, wie sie bald feststellte, schon eine größere Herrausforderung darstellten als Quimangs Purpurschädel in Shing Jea. Dennoch liefen die ersten Aufträge gut und ohnmächtige Gefolgsleute hier und da konnten aus ihren Träumen geweckt werden.
Doch es sollte alles anders werden. Die Aufgabe nannte sich "Chaos am Markt", wie üblich machte sich Astra Diz auf den Weg und war bereits ein klein wenig stolz auf ihre ausgetüfftelten Fertigkeiten. Die Gruppe betrat nun die sogenannte Unterstadt, ein sehr verwahrloster Ort und traf dort zum ersten Mal af eine größere Gruppe von "Befallenen". Sie rief ihre Geister herbei und griff ohne Rücksicht auf Verluste das erst beste Ziel an und rief ihre Gefolgsleute zu Hilfe. Da geschah es dann, der erste, der fiel, war Talon Silberflügel, ein Krieger, den sie in Shing Jea kennengelernt hatte und der eher ein Vogel als Mensch war. Als nächstes kippte Taya um, dahingerafft von einem Gefallenen, der explodierte, als er in die Knie ging. Nacheinander fielen die tapferen Kameraden und die herumstehenden Geister verschwanden so schnell, wie sie herbeigerufen waren oder machten nichteinmal den Hauch von Schaden an diesen Kreaturen.
Die komplette Gruppe ging vor die Hunde und wenn schon Hunde, dann wirklich große, böse, menschen(und vögel)fressende Hunde. Natürlich gab die Ritualistin Astra Diz nicht auf und versuchte diese Aufgabe nocheinmal, aber wieder mit dem selben Resultat, der Aufopferung der gesamten Gruppe. Irgendwann, nach vielen, gar unzähligen Versuchen schafften sie es dennoch, aber auch nur um festzustellen, dass diese Aufgabe nur ein kleiner Vorgeschmack auf das bevorstehende sein sollte, der Vizunahplatz.

Pre-Vizunah, Vizunah und Post-Vizunah
Der Vizunahplatz war einer der Scheidewege im Leben der Ritualistin Astra Diz und inmitten dieses, nennen wir es "Prozesses" war der anfänglich erwähnte Zeigefinger drauf und dran den Butten "Charakter löschen" zu betätigen.
Zu allererst versuchte die Ritualistin (diesmal in einer Gruppe aus weiteren menschlichen Mitgliedern) ihre althergebrachte Fertigkeitenzusammenstellung, stellte aber fest, dass die Geister minder erfolgreich bis zu weilen sinnfrei in der Bewältigung der Mission waren. Die Angriffsgeister zielten wahllos auf verschiedene Ziele und Geister die der Defensive dienen sollten, erschienen, um eine bis zwei Sekunden später wieder zu verschwinden. Nach mehreren Fehlversuchen entschied sich die Ritualistin mächtige Blitzzauber einzusetzen, um Befallene zu bearbeiten, die erfahrungsgemäß geringe Rüstungswerte aufzeigten. Doch die im wesentlichen positiven Erfahrungen, die sie damit in Shing Jea machte, wurden am Vizunahplatz nicht bestätigt. Monster liefen auf Geisterrissen, gelenkte Schläge kratzten nur an der Oberfläche und Waffenzauber auf Kriegern führten nur dazu, dass die vernichteten Ziele der Krieger und auch Attentäter eben diese durch die Explosionen der Befallenen dahinrafften.
Was sollte die Ritualistin nun tun? Aufgeben? Hoffen, dass irgendeine Gruppe sie durchschleift? Aus diesen Fragen resultierte eine weitere; Ist die Ritualistin überhaupt ein hilfreicher Charakter, um in dieser Welt zu bestehen? Diese Frage führte den Besitzer des Zeigefingers dazu, einige Zeit Abstand von der Ritualistin zu nehmen.
Doch nach einiger Zeit wurde das Projekt Vizunahplatz wiedererweckt und diesmal sollte sich zeigen, wozu die Ritualistin fähig sei. Astra Diz entdeckte die Magie der Wiederherstellung und nutzte direkte Heilung und heilende Geister, um der Gruppe dienlich zu sein. Auch entpuppten sich einige Waffenzauber als wahre Wunder, die vorher nie in Betracht gezogen wurden. Natürlich klappte es nicht beim ersten Mal, weil die Ritualistin einfach noch nicht die Erfahrung hatte, um effizient heilen und beschützen zu können, aber nach vielen weiteren Versuchen war es geschafft. Shiro wurde als Ursache der Pest entpuppt und Astra Diz hatte ihre neue Profession entdeckt, das Heilen und Beschützen.

Die zweite Berufung:
Das Heilen war eine Kunst, die, wie die Ritualistin zuvor glaubte, primär eher von Mönchen betrieben wurden. Heilende Ritualisten standen somit mehr oder minder in Konkurrenz mit eben diesen, was oftmals dazu führte, dass Astra Diz von ihnen belächelt und weniger akzeptiert wurde. War eine Aufgabe oder gar eine Mission erfolgreich in schneller Zeit gemeistert, gab es Beifall für die Mönche, aber nur in seltensten Fällen auch für die Ritualistin. Wurde eine Gruppe zusammengestellt, gingen die Rufe in die Richtung der Mönche, nicht in ihre. Suchte man nach Schutz bei Aufgaben, suchte man die Schutzgebete der Mönche, nicht ihre Geister und Waffenzauber.
So schritt die Ritualistin wenig wahrgenommen durch die canthanische Geschichte, erfolgreich mit ihren Heilkünsten, aber dennoch unzufrieden damit, weder Ruhm noch Akzeptanz zu ernten.

Das Ende Shiros und das "Danach"
Mit der Erlösung Kunnavangs, der Auslöschung der Shiroken im Raisu-Palast und letztendlich mit der Vernichtung und Verbannung Shiros ging die Ära der canthanischen Pest zu Ende und das erste große Kapitel der Geschichte der Ritualistin Astra Diz ebenso. Mittlerweile hatte sie ihre Heilfertigkeit gemeistert und begriff, welche Fertigkeiten, in welchem Gebiet, in welcher Gruppenzusammenstellung und gegen welche Gegner am besten funktionierten und harmonierten. Doch war das alles? War Astra Diz als Ritualistin, als eigenständige Charakterklasse nur ein Mönchersatz? Waren andere Professionen nur schönes Beiwerk, aber in Aufgaben und Missionen unnütz?
In ihrem Gedanken und Befürchtungen versunken trat Mhenlo an sie heran und berichtete ihr von weiteren Abenteuern im Land von Tyria. Fest entschlossen ihre wahre Bestimmung dort zu finden und voller Hoffnung andere Aufgaben übernehmen zu können, willigte die Ritualistin ein und machte sich auf nach Tyria.

Testgebiet Tyria
In Löwenstein angekommen und ausgerüstet mit einem breiten Schatz an neuen Fertigkeiten zog Astra Diz los und teste neue, komplexe Fertigkeitszusammenstellungen, die ihr viel Erfahrung brachten, aber hin und wieder völlig daneben waren. Da wäre zum Beispiel die Benutzung eines Bogens, der mit einem Schadenserhöhenden Waffenzauber die Angriffsgeister unterstützen sollte. Die Ritter in weißen Mänteln, welche ihre Feinde waren gesellten sich plötzlich mit ihren Gruppenmitgliedern zusammen, nur um über sie zu lachen, was, wie Astra Diz im Nachhinein feststellen musste, eigentlich auch berechtigt war.
Nun gab es jedoch auch sehr überragende Fertigkeitszusammenstellungen, die vorallem durch die Kanalisierungsmagie ermöglicht wurden. So wurden Krieger und Waldläufer mit splitternden Waffen und Pfeilen unterstützt, die vernichtende Auswirkungen hatten oder Attentäter konnten mit einem Waffenzauber gegnerische Magiewirker und Mönche dauerhaft unterbrechen. Aber auch aktive Schadenszauber wirkten in Kombination mit einigen Geistern wahre Wunder.
Je weiter die Ritualistin in die Intrigen und Kriege Tyrias vordrang, umso mehr verstand sie es, dass die Gruppenzusammenstellung das wichtigste war, um eine sinnvolle und effiziente Nutzung ihrer Fähigkeiten zu gewährleisten. Immerwieder stellte sie ihre Fertigkeiten um und gewann das richtige Gefühl, für die bevorstehende Aufgabe.

Wie Tyria geformt hat
Mit der Vernichtung des Untoten Lichs waren zweierlei Dinge erledigt. Erstens wurde Tyria gerettet, wenn man von den umherstreifenden Titanen mal absieht, und zweitens hat die Ritualistin Astra Diz "zu sich selbst gefunden". Sie hat die Fülle ihrer Möglichkeiten verstanden, was es bedeutet als Heilerin aufzutreten, weiß um die Macht der Geisterverbündeten bescheid und versteht sich darauf mit Blitzzaubern die Legionen der Feinde niederzuringen und was das wichtigste, sie hat begriffen, dass ihre größte Stärke die Unterstützung der Gruppe ist.
Als unglaublich wandlungsfähiger und flexibler Charakter ist sie eine große Bereicherung für eine jede Gruppe geworden.

Elona und die Stärke der Geister
Mit der Entstehung Elonas, der dritten Welt lernte die Ritualistin eine Vielzahl neuer Fertigkeiten kennen, die ihr dabei halfen, ihre bereits komplexen Einsatzmöglichkeiten noch zu spezialisieren und zu vervollkommnen. Eine der entscheidensten Errungenschaften war die Stärke der Geister, mit der sie ihre Angriffe, sei es mit den Waffen der Paragone oder mit dem Schwert des Kriegers unglaublich stärken konnte. Zum ersten Mal konnte sie sich speziell auf die Aufgabe des "Druck machens" konzentrieren und einzelnde Ziele vernichtend treffen. Fast die komplette Geschichte des Elonischen Kontinents hat sie so bestritten, wobei hin und wieder auch eine andere ihrer Aufgaben zur Geltung kamen.
Mit dem Betreten des Strudels und den dortigen Aufgaben, legte sie vorallem wieder Wert auf ihre unterstützende Kräfte und wurde oftmals in Gruppen zu einer entscheidenden Figur, um den mächtigen Feinden dort Herr zu werden.
Abaddon wurde von ihr und anderen starken Sonnenspeeren bezwungen und Kormir nahm dessen Platz als neue Göttin ein.
Mit dem Abschluss dieser dritten und letzten Kampagne war es für Astra Diz allmählich Zeit, ein Fazit zu ziehen, doch zuvor wollte sie sich in anderen, noch schwierigeren Gebieten ihren Ruhm verdienen.

Die zerrissende Pein der Unterwelt
Nun gab es drei wesentliche herrausfordernde Gebiete, den Riss, das Tor der Pein und die Unterwelt.

Der Riss war die erste Reise, die Astra Diz antrat. Zusammen mit ihrer Gilde betrat sie diese zum ersten Mal und fungierte dort als Beschützerin der Gruppe, in dem sie mächtige Verteidigungsgeister herbeirief und im Einklang mit ihren bisherigen Erfahrungen einschätzen konnte, wie sie die Geister effizient nutzen konnte, um die Gruppe zu behüten. Nach einiger Zeit verzichtete sie auf bestimmte Teile ihrer komplexen Aufgaben, da sie merkte, dass sie in dieser Gruppe nicht gebraucht waren. Dies steigerte sich soweit, dass sie auf halber Strecke der Unternehmung kaum noch Geister herbeirief, da die Gruppe nichtmehr auf sie angewiesen war. Sei es wegen des immensen Schadens der Gesamtgruppe oder den herrausragenden Leistungen der beteiligten Mönche. Hinzu kam das Faktum, dass ihre Geisterverbündeten unbewegsame Helfer waren und außerdem lange Zeit brauchten, um erneut herbeigerufen zu werden.
Das Gefühl der Sinnlosigkeit von damals stellte sich schnell wieder ein. Mit veränderten Fertigkeiten, wie beispielsweise Waffenzauber und direkte Schadenszauber konnten ebenfalls nicht von besonderem Nutzen sein. Astra Diz entwickelte sich zum fünften Rad am Wagen, der durch den Riss preschte.

Ihre zweite Reise führte sie in die Unterwelt, an dessen Toren es galt, eine Gruppe zu finden und vielmehr lässt sich dazu nicht sagen. In diesem Gebiet waren kaum Gruppen gefragt, viele Abenteurer stellten sich alleine den Gegnern in der Unterwelt, um deren Reichtümer alleine zu erbeuten. Mit speziellen Fertigkeitszusammenstellungen gelang es ihnen dort allein zu überleben. Auch die Ritualistin probierte sich an diesem Phänomen, meisterte dies auch, aber stellte fest, dass ihre Interesse doch eher darauf abzielte, gemeinsam mit Abenteurern Gefahren zu trotzen und Schätze zu erbeuten. Ernüchtert vom Gefühl der Nutzlosigkeit gab sie auch dieses Unternehmen auf.

Letztendlich führte ihr Weg sie an das Tor der Pein, um dort Jagd zu machen auf das mächtigste Wesen, das existiert, Mallyx. Sie wurde schnell darauf aufmerksam gemacht, dass sie führ das Bestehen in diesen trostlosen Landen ein Lichtbringer werden muss, um an diesen Orten zu bestehen. Also zog sie los und machte Jagd auf Margoniter in den umliegenden Domänen und verdiente sich viele Lichtbringerbelohungspunkte.

Genau an diesem Punkt der Geschichte befindet sich die Ritualistin Astra Diz genau jetzt und genau an diesem Punkt ist es Zeit, das bereits früher erwähnte Fazit zu ziehen...

Astra Diz zieht ein Fazit
Ich habe alle drei Kampagnen mit dem Beschützertitel abgeschlossen.
Ich habe nahezu alle Nebenquests abgeschlossen.
Ich habe alle Ritualistenfertigkeiten erlernt und erbeutet.
Ich habe für jede meiner Fertigkeitszusammenstellungen die passende Rüstung gekauft, gesammelt und getauscht.
Ich denke, dass ich dazu in der Lage bin, jegliche Fertigkeit, wenn sie an sich sinnvoll ist, ebenso sinnvoll in meinen Aufgabenbereich einzubauen.
Ich weiß um die Stärken und Schwächen meines Charakter bescheid.
Kurzum, ich kenne diese Charakterklasse sehr gut.

Warum sage ich all das? Was will ich mit dieser ganzen Geschichte überhaupt sagen?

Es geht mir um folgendes;
meine Ritualisten ist ein wunderbarer Charakter, er ist eine große Hilfe, um andere Charakter bei Missionen, Quests und anderen Unternehmungen zu helfen, aber das entscheidende, für mich derzeit wichtige, kann mir dieser Charakter nicht bieten. Er ist nicht anerkannt in Elitegebieten, alles was dir Charakter bietet kann ein anderer Charakter auch, nur besser.
Ein Elementarmagier mit der Spezialisierung ist mir weit überlegen, wenn es darum geht, Schaden zu verursachen. Ein Mönch ist mir in allen Belangen der Heilung und des Schutzes überlegen und ist in diesem Aufgabenbereich wesentlich flexibler und vorallem mobiler. Ein Krieger, Waldläufer, Paragon und andere sind mir im Nahkampf und Fernkampf mit direktem Waffenschaden überlegen. Zwar ist Geisterstärle eine mächtige Fertigkeit, aber nicht ebenbürtig zu den Fertigkeiten der genannten Klassen, zumal diese nebenbei noch andere Aufgaben übernehmen können.
Geister sind eine solide Stärke und sinnvoll in vielen Bereichen, bringen jedoch keinen wesentlichen Vorteil zu den Stärken anderer Charakterklassen, die an meiner Stelle in der Gruppe Platz gefunden hätten. Meine Ritualistin ist in allen Belangen ersetzbar und das in allen Bereichen.
In Elitegebieten, wie dem Riss und der Unterwelt brauch man einfach keine Ritualistin, das Areal dort ist erschlossen und bestimmte Gruppenzusammenstellungen setzen sich dort einfach durch.
Meine letzte Hoffnung war das Tor der Pein und der Kampf gegen Mallyx, da ich viele Worte hörte, dass dort Ritualisten gebraucht werden, da ihre Geister gegen Mallyx extrem hilfreich seien. Diese Hoffnung wurde durch die Bestätigung der Vernichtung Mallyx ohne diese Charakterklasse zunichte gemacht. Was bedeutet, dass Astra Diz auch dort nicht gebraucht werden wird.

Die letzte Entscheidung des kleinen Zeigefingers
Zusammenfassend sei zu sagen, dass diese Odysee der Ritualistin, die bereits einen immensen Erfahrungsschatz angereichert hat, kurz vor ihrem Ende steht. Es begann mit einem Klick-Klack-Kluck mit Kisai und Taya und jetzt über zwei Millionen Erfahrungspunkte später ist der Zeigefinger drauf und dran den berüchtigten Button "Charakter löschen" zu betätigen.

Nun Frage ich euch oder vielmehr bitte euch um Rat. Versteht ihr diesen Gedanken, könnt ihr ihn vielleicht selbst nachvollziehen? Würdet ihr der Ritualistin eine Chance geben, was würdet ihr dann tun?

Vielen Dank fürs Lesen und vielen Dank fürs Antworten,
mit freundlichsten Grüßen,
der Besitzer des Zeigefingers


post scriptum:
Bezüglich meiner Ritualistin geht mein Dank an (unbekannterweise) Lunatic_NEo, Aki Yoshikawa, das medium und andere in diesem Forum für viel Inspiration.
Rechtschreib- und Grammatikfehler bitte ich zu entschuldigen, ich habe mir Mühe gegeben.

Hesthod Rana
04.04.2007, 22:46
2 mio Ep ist ja noch nicht so viel ^^
Bei mir ist der Ritu der letzte Char den ich löschen würde, weil er eben alle anderen Klassen ersetzen kann.
Riss mit 5 oder 6 Ritus ist wohl das effektivste und schnellste um den ganzen Riss leer zu machen in 3-4 Std. In Heilung ist ein Ritu nem Mönch überlegen, allerdings muss er ganz anders gespielt werden.

Und ich hab keine Probleme damit das manche nur nach gewissen build arbeiten. Ich bin Ritu ich will gar kein 0815 und mach meinen Weg trotzdem ohne Probleme, aber anders, und am liebsten mit anderen Ritus.

das medium
04.04.2007, 23:06
Sehr schöner Text wenn auch etwas traurig zum Schluss hin!

Doch ich will dich aufmuntern. Die Stärke der Ritus liegt wirklich nicht in den Elite-Missionen. Genauso wie die Herren Mesmer, Derwische und Paragons sind sie dort einfach nicht akzeptiert und das obwohl jeder von den genannten seinen Sinn erfüllen würde. Das liegt nicht am Ritualisten selbst, sondern an der konservativen Einstellungen vieler Spieler.:ill:

Allerdings muss ich sagen, dass ich deine Kritik am Ritu, bezogen auf UW und Riss nicht ganz nachvollziehen kann. Der "alte" Spiritspammer war damals im Riss super und man konnte mit nur einem Monk alles leerräumen. Heute geht das nicht mehr dich ich bin mir sicher, dass du auch jetzt noch als Wiederherstellungsritu in Kooperation mit einem Mönch ein 8-Mann Team am Leben halten kannst. Der Erholunggeist, den viele als zu teuer empfinden und ablehnen, spielt hier meiner Meinung nach erst richtig seine Stärke aus.
Noch ein kleines Beispiel: Wir wollten letztens in der Gilde für ein paar Member ie UW-Spinne holen. Also überlegt man sich welche Klassen man mitnimmt. Ein Bonder fand Einzug ins Team sowie auch ein Aktiv-Protter. Und wer fehlt noch? Genau! Der Heiler! Und wer kann das besser als der Wiederherstellungsritu, in unserem Fall Razah (ich konnte nicht, da ich als Monk dabeiwar). Und so haben wir dann die Spinne in 1,5h 3x geholt ohne das es Tote gab.
Und wenn ich dann Posts lese, in denen am Ritu gezweifelt wird, dann rufe ich mir ebensolche Fälle ins Gedächtnis und weis sofort wieder woran ich mit dem Ritualisten bin. :cheerful:

Das du im Moment keine Lust mehr auf den Ritu hast liegt nicht am Ritu selbst. Du hast mit ihm Wochen, vielleicht Monate lang gespielt, viel erreicht und bist jetzt "müde".
Also einfach mal einen Monat lang einen anderen Char spielen und den Ritu mal schlummern lassen.

Und nochwas um die zu ermuntern: Wie oft lese ich im Gildenchat: "Wir brauchen für Mission xy noch einen Monk!" Mit dem Ritu hin, Mission erfüllt und Dank und Lob der Gildies geerntet. Mit dem Ritu macht das Helfen richtig Spass. "Brauche Hilfe bei Großer Hof von Sebelkeh!" Ok, mein Ritu verteidigt den Altar und ihr nehmt die Schreine ein.

Das alles sind einfach Sachen bei denen der Ritu unverzichtbar ist. Und wenn du dann das erste Mal im Gildenchat liest: "Astra Diz, kannste uns mal mit deinem Ritu helfen!" , dann fällt dir der Löschen-Button im Traum nicht mehr ein. ;)

Und noch etwas ganz wichtiges ;)

Mit welchem Char wird man Eye of the North zuerst durchspielen?
Ich für meinen Teil weis es ... :)

Gruß das medum

Berseker_Mäxy
04.04.2007, 23:30
Ich spiele selbst den Ritualisten und ich muss sagen mich hat diese Story angesprochen, den mir ging/geht es genauso. Und ich hab vor einigen stunden auch überlegt ob ich nicht meine ritualistin lösche und mri dafür einen mesmer mache.das einzigste was ic mit ritualisten mache ist solo uw...aber das kann ich nun auch mit meinem ele oder krieger machen... wo es um einiges einfacher ist als mit meinem ritu! das einzigste was mich hindert ist das gute Aussehen meiner ritualistin. Aber Last but not least würde ich sagen lösche ihn und mach dir einen anderen charakter...oder finde was ,was du solo farmen kannst...obwohl du eher auf teamplay stehst.

Arwen
04.04.2007, 23:36
weil er eben alle anderen Klassen ersetzen kann.

Riss mit 5 oder 6 Ritus ist wohl das effektivste und schnellste um den ganzen Riss leer zu machen in 3-4 Std. In Heilung ist ein Ritu nem Mönch überlegen, allerdings muss er ganz anders gespielt werden.


Er kann alle Klassen ersetzen, Heilung besser als beim Monk?
Öhm...ich halte ja auch viel vom Ritu aber du übertreibst ja maßlos!

Naja wie dem auch sei lösch ihn nicht!!!!
Es macht immer wieder Spaß ihn zu spielen, lass ihn erstmal etwas ruhen und dann spiel wieder was mit ihm!
Vllt Tor der Pein mit ein paar Freunden/Gildies

das medium
04.04.2007, 23:52
Er kann alle Klassen ersetzen, Heilung besser als beim Monk?


Wollen wir wetten, dass es so ist? ;)
Ne brauchen nicht zu wetten, ich beweis es dir eben indem ich mal einen Vergleich von mir aus nem anderen Thread quote:





Wir vergleichen 5er Heilsprüche, jeweils 3 des Mönchs und 5 des Ritu (Heilgebete bzw. WH-Magie jeweils auf 16, GdG auf 13)

Mönch:

Fürbitte der Heilung: 73 + 42 = 115
Dwaynas Kuss: 63 + 37 + 42 = 105
Ätherisches Licht: 105 + 42 = 147

Ritualist:

Körper und Seele heilen: 121
Beruhigende Erinnerungen: 106
Segen des Ausübers: 63 + 79

Ergebnis:

Mönch: 367
Ritualist: 369

:coffee:

// Segen des Ausübers und Dwaynas Kuss heilen jeweils unter gewissen Bedingungen mehr. Ich habe die Bedingungen auf beiden Seiten als gesetzt gelten lassen.

Wie wir also sehen ist die Heilleistung bei den Standard-Sprüchen gleich. Man muss allerdings auch folgendes berücksichtigen:

- beim Monk muss man 2 Attribute hochskillen um diese Heilleistung zu erreichen (Heal und GdG) beim Ritu nur 1
- es bleiben beim Ritu noch mehr als genug Attributspunkte für sinnvolles Energiemanagement übrig, der Monk muss hier Heal oder GdG etwas runterdrehen
- Körper und Seele heilen entfernt pro Geist in der Nähe einen Zustand, beim reinen Healmonk findet sich nichts vergleichbares
- Die Castzeiten aller 6 verglichenen Zauber entsprechen sich weitesgehend
- Ätherisches Licht fällt, wenn man Aggro hat praktisch aus
- Dwaynas Kuss heilt in Gebieten mit Zuständen und Hexes deutlich mehr als seine Ritu-Kollegen

Welchen Punkten man jetzt mehr Gewicht gibt, das ist einem persönlich überlassen. Jedoch sollte die Tatsache, dass der Ritu mit nur einer Attributlinie genauso viel heilen kann, wie der Monk mit 2 zum Nachdenken anregen.
Ich wollte mit der Rechnung beweisen, dass der Monk auch durch die GdG nicht "klar vorne liegt", wie viele denken ;) .

mfg das medium

Quelle ist dieser Thread: Klick! (http://www.wartower.de/forum/showthread.php?t=213755)

A Quila
05.04.2007, 11:03
Hi,
duch die tolle Geschichte, die ich in etwa auch so durchgemacht habe muss ich einfach auch was schreiben.

Ich habe meinen Ritu 3 mal neu angefangen, wobei er da noch nicht aus dem Tut draussen war, was daduch nicht so schmerzlich war.
Den Anfang fand ich echt langweilig und ich habe sehr lange überlegt ob ich ihn nicht doch löschen sollte.
Nun hab ich NF durch Proph und Fations fast und mir gefällt der Ritu immer besser.
Gerade weil viele Spieler keine Ahnung vom Ritu haben, kann man sich nette und ab und an auch verrückte Skillungen ausdenken.
Hätte ich nicht immer Geldmangel, würde ich viel mehr an meinen Skillungen rumbasteln.
Auch finde ich das der Ritu am abwechslungsreichsten ist. Kaum eine Klasse läst sich so gut mit anderen kombinieren.
Jedenfals würde ich ihn nicht löschen, nur weil viele keine Ahnung vom Ritu haben und ihn deshalb nicht mitnehmen (evtl haben sie angst vor ihm, weil sie ihn nicht kennen).
Ich spiel jetzt nur noch Ritu und binn extrem begeistert und finde es echt schade, das ich ihn erst so spät für mich entdeckt habe.

Der Dangar
05.04.2007, 13:08
Hi,
ich selbst habe gerade einen Ritu angefangen (Stufe 10) und macht mir wirklich sehr viel Spass (was mir auf einem Tut noch nie passiert ist ;) ). Das kann man vielleicht jetzt nicht mit deiner Situation vergleichen da ich ja erst seit vorgestern Ritu spiele und du schon sehr viel länger, aber als ich eben durchs Forum ging, habe ich erst richtig gemerkt was man mit ihm alles machen kann (Solo UW, Riss....) und dann war ich richtig begeistert. Ich wünschte mir ich wäre schon so weit wie du und könnte tolle Sachen machen, aber das dauert wohl noch ein bisschen... Wie dem auch sei ich würde in nicht löschen, denn Ritu ist mit eine der schönsten Klassen aus GW.
mfg Der Dangar

Scavanger
05.04.2007, 13:27
joa kann deine situation schon verstehen, manchmal ist man echt deprimiert und man kommt sich unnuetz vor;). Aber dennoch will ich meinen Ritu nicht missen und mir gefaellt einfach die individualitaet dieser klasse. Ich habe einmal den fehler gemacht meinen Ritu zu loeschen und es hat mich einiges an arbeit gekostet ihn wieder dahin zu bringen wo er jetzt ist...Also loesch ihn auf keinen fall. Formtiefs sind dazu da sie zu ueberstehen...also spiel deine ritu weiter und hoer nicht auf das was die anderen sagen, bei denen der ritu nicht in das vorgegebene Bild von Tank (krieger), dmg dealer (ele, nekro) und heiler (monk) reinpasst.

MfG Scavanger

der Ritualist
06.04.2007, 02:02
ich kämpfe immer wenn ich on bin gegen die benachteiligung von ritus,
löschen ist inakzeptable,

kommen andere nicht mit deinen ritu klar sind sie selber schuld,

eine der vielseitigtigsten und fazinierenden klassen einfach aufhören zu spielen weil ein_paar_ich_ich_lese_inet_und_spiele_nur_standard_builds_ die_ich_abgekupfert_hab_noobs kannste eh in der pfeife rauchen,
von denen wird nichts kommen such dir ne gilde wo man wenigstens etwas auf ritu eingeht,

ich habe zumindest in meiner erreichen können, das man meinen ritu respektiert,

von hier gibt es zwei wege du drückst den lösch knopf und du spielst wie jede andere oder du drückst auf deine ritu und folgst ihr in ein wunderland!

warte auf akt 4! dort kann man wieder zeichen setzten;)

Primo
06.04.2007, 04:03
ich sag nur eins, die die den ritualist unterschätzen, ist nicht mehr zuhelfen.
die haben die alte einstellung 2monks 2ele 2nekros 2krieger.
naja nerven tut es schon, dass der ritu nicht mitgenommen wird wenn man eine elite machen will, aber dann denk ich mir immer : "Wenn ihr wüsstet wie Imba der
Ritu ist;)".

Mein Ritu ist der einzigste Char den ich nicht bereit wäre zu löschen. die anderen
kann ich immer wieder anfangen. Und mittlerweile ist der ritu bei seinen knappen
7,9mio ep angekommen und es wird mit ihm nie langweilig.
Und an alle die überlegen einen ritu zu löschen, finger weg;)

mfg hAlDiR

Arwen
06.04.2007, 13:33
Wollen wir wetten, dass es so ist? ;)
Ne brauchen nicht zu wetten, ich beweis es dir eben indem ich mal einen Vergleich von mir aus nem anderen

Diese Runde geht an dich trotzdem wirst du wohl nicht bestreiten das ein Monk mehr Möglichkeiten zum Heal hat

das medium
06.04.2007, 14:37
Diese Runde geht an dich trotzdem wirst du wohl nicht bestreiten das ein Monk mehr Möglichkeiten zum Heal hat

Mehr Möglichkeiten hat er in der Tat. Ich hoffe mal das beim Ritu in Eye of the North wieder brauchbares dazukommt.
Jedoch sind wir beide schon viel zu Off-Topic ;)