Tao Te King
05.04.2007, 16:43
So Beus,
ich brauch mal eure Hilfe. Das hier soll durch eine Story ersetzt werden, was es auch noch wird. Schaut euch mal folgenden Link an:
http://www.wartower.de/forum/showthread.php?p=1999690#post1999690
Entweder weiß keiner etwas, oder niemand will mir helfen. Ich will das das Ding wirklich ne runde Sache wird. Infos bitte in den oben genannten Link posten oder mir per PM schicken, NICHT hier(falls es doch jemand machen sollte, bitte löschen Mods)
Wer sich jetzt noch fragt wieso ich sowas jetzt nochmal extra mache, ich denke das der Thread oben jetzt etwas mehr gelesen wird wenn ich ihn hier nenne.
Der Ablauf der Geschichte ist eigentlich schon recht klar, nur will ich eben das die Landschaft und all das authentisch und "real" wirkt. Hoffe ihr wisst was ich meine xD
Und wie bereits gesagt wird die Geschichte nach der Fertigstellung hier reinedirt.
Bis dahin machts gut, wa?
Hier einmal der Anfang
Es war eine recht kühle Nacht. Die weiten Steppen Kournas schienen ungelebt. Nichts und Niemand streunte nun noch umher. Kein Wüstenhund, kein Ntouka löschte seinen Durst an einer der vielen kleinen Wasserlöcher. Die Wüste schien tot, doch war sie es nicht. An einen der kleinen Ausläufer des Elons brannte ein kleines Lagerfeuer. Die Gestalten die dort saßen warfen lange Schatten und ihr Gerede und Gelächter war weit zu hören in dieser sonst so ruhigen Ebene.
Sie waren Nomaden, umher ziehende Hirten, die dem Lauf des Elons folgten. Fünf Männer waren es. Vier von ihnen saßen am Feuer. Der Andere saß etwas abseits von ihnen, so wie er es schon die letzten Wochen getan hatte.
Er hatte keinen Namen, jedenfalls hatte er ihn nie den anderen verraten. Sie hatten ihn hunderte mal gefragt und nie hatte er geantwortet. Ein paar Tage lang war er nur der Fremde gewesen, der stille Fremde der kein Wort sprach und ihnen einfach nur folgte.
Nach etwa zwei Wochen dann sprach er das erste Wort. Es war kein Wort gewesen, sondern ein Befehl. „Rennt!, hatte er befohlen kurz bevor er das Schwert blank zog. Allein hatte er sich einer kleinen Gruppe Räubern gestellt die die Nomaden um ihr Geld und Vieh erleichtern wollten. Fünf gegen einen doch machte er keinen Schritt rückwärts. Er wartete bis der erste heran war. Ein einzelner präsizer Hieb enthauptete ihn. Dem nächsten Angreifer ereilte das gleiche Schicksal.Den Dritten ries er einfach das Schwert aus der Hand bevor er ihn und den vierten dieser Gesetzlosen erstach. Der Letzte und scheinbar auch glückste der Bande, drehte sich gerade um um wegzurennen, als das geworfene, eben erbeutete Schwert ihm im Rücken stecken blieb.
Auf seinen Gesichts war keinerlei Regung auszumachen. Er hatte nicht einmal mit der Wimper gezuckt als er die Männer innerhalb weniger Lidschläge getötet hatte. Sein Schwert hatte ihn verraten, einen Namen preisgegeben. Istani nannten sie ihn. Istani! Istani! Immerwieder riefen sie seinen Namen vor Begeisterung und Dankbarkeit. Und sie hätten schwören können jedesmal wenn der Name fiel, zeichnete sich ein kaum wahrnehmbares, schmerzhaftes Lächeln auf seinen Lippen ab.
Ein paar Wochen waren nun vergangen seit diesem Vorfall und mehr als einmal hatte er sie seit dem wieder Beschützt. Die Nacht birgte viele Gefahren und Anfangs schien es so als wollte die Natur ihren Tod, doch bekam sie ihn nicht. Nacht um Nacht stand er Wache, selten selbst Schlaf findend. Eines Nachts passierte etwas Seltsames- es passierte nichts. Kein Geräusch außer ihren eigenen Stimmen konnten sie vernehmen. Es schien als hätte die Natur eingesehen, dass sie dem Istani unterlegen war.
Und auch diese Nacht änderte nichts daran. Es schien alles wie sonst, doch war es das nicht, denn diesmal gesellten sich die Hirten zu ihm nachdem sie sich lange genug an dem Feuer gewärmt hatten. Sie hatten ihn gebeten etwas zu erzählen, etwas aus seiner Heimat.Doch er schwieg. Sie flehten ihn an, ja sie versprachen ihn sogar Gold wenn er ihnen nur eine Geschichte erzählen würde doch er blieb stumm.
Erst als sie sich die Hoffnung aufgegebend von ihm abwandten, redete er. „ Es war einmal....so beginnen doch alle Märchen, nicht?Ich muss es wissen den ich will euch eines erzählen. Ich werde so beginnen, ja....es soll wie all die anderen beginnen. Doch, es soll keines sein das ihr euren Kindern erzählt. Es ist ein Märchen für Nächte wie jetzt.“, er verstummte wieder einen Augenblick bevor er fuhrtfuhr, „Istani nennt ihr mich. Mein Schwert hat euch diesen Namen verraten, nicht wahr? Und ja, ich trage diesen Namen zurecht. Und deswegen soll das Märchen in Istan spielen, dem Ort meiner Geburt, dem Ort den Heimat nannte. Hört mir gut zu, denn ich erzähle sie nur einmal“. Die Hirten setzt sich wieder. Der Istani wartete wieder eine Weile. Sein Blick, durch eine weite Kapuze versperrt, ruhte nun auf seinen Zuhörern.
Als er den Mund öffnete, hörten selbst die letzten kleinen Winde aufzublasen. Sich auf die folgenden Worte konzentrierend schloss er die Augen und begann zu erzählen.
Hier mal ein Teil aus "der Mitte". Die Idee kam mir so spontan und ich will euch sie nicht vorenthalten. Neue Sachen poste ich auch im "Club der Hobbyautoren", werdet also dort immer das Gleiche zu lesen bekommen.
Langsam gewann der Prinz sein Bewusstein wieder. Sein ganzer Körper schmerzte als er sich langsam erhob. Brummend hielt er sich dabei den Kopf.
Was war passiert? Wo war er? Die Luft roch nicht nach der verbrauchten Luft seiner Kabine. Seine Kleider waren mit Wasser vollgesogen und deutlich konnte er Wellenrauschen hören. Er war an einem Strand, soviel konnte er schon einmal hören. Langsam schlug er die Augen auf.
Die Landschaft vor ihm war unscharf und er hatte das Gefühl alles um ihn herum würde sich drehen. Er verharrte so ein paar Minuten bis er halbwegs Herr seiner Sinne wurde.
Er hatte Recht gehabt, er war an einem Strand. Vor ihm lag Sand und dort wo der Sand aufhörte, konnte er die Felsen einer Klippe ausmachen. Langsam den Kopf hebend schaute er an den mächtigen Felsen empor. Grob geschätzt musste sie wohl 10 Meter hoch sein, vielleicht ein wenig mehr. Der Wind und die See hatten das graue, teilweise schwarze, Gestein nicht geschont. Es war zerklüfftet und hier und da ragten scharfkantige Felsen aus der riesigen Wand. Es würde hart werden die Felsen zu erklimmen aber mit etwas Glück würde es eh unnötig sein.
Sein noch immer leicht verwaschener Blick gleitete nach rechts, den Strand entlang, doch außer zerborstenen Holz konnte er dort nichts ausmachen.
Holz? Woher kam es? Eine düstere Vorahnung traf ihn und sie sollte nicht grundlos sein. Sein Blick viel nach links. Dort lag noch mehr angespültes Holz und noch etwas. Seine Augen weiteten sich vor Schrecken. Hastig taumelte er zu der Gestalt die dort zwischen den Treibgut lag und kaum das er nah genug heran war um sie erkennen zu können, hielt er in seiner Bewegung inne, unfähig sich weiterzubewegen. Vor ihm lag Akbar. Sein weites, weißes Gewand war am Rücken vollkommen verbrannt und das blanke, verschmorte Fleisch war daher sichtbar. Es war ein grauenhafter Anblick und doch konnte der Prinz den Blick nicht von der Leiche des alten Sonnenspeermarschalls nehmen. Das Bild seines alten Lehrmeisters brannte sich tief in seinen Geist. Wie er da lag, kalt, das Kleid mit Blut getränkt. Er hatte sich krampfhaft an eines der Holzbretter geklammert.
Langsam, fast schleichend, in er Hoffnung der alte Mann würde doch noch aufstehen, ging er auf ihn zu. Die Finger seiner rechten Hand berührten vorsichtig seine Schulter, so wie es seine Mutter früher getan hatte wenn sie ihren Sohn vorsichtig wecken wollte. „Akbar? Alter Freund?“, seine Stimme klang verzweifelt, hilfesuchend und das obwohl er doch musste das niemand hier war um ihn helfen zu können. „Akbar? Ich bin es, Aljhim Wacht auf, bitte! Euer Prinz befiehlt es euch! Steht auf! Bitte!“. Tränen bahnten sich ihren Weg seine Wangen entlang als er die Wahrheit endlich einsah- sein Freund und Lehrmeister war tot. Grenth hatte sich seiner Seele angenommen. Behautsam drehte er ihn auf den Rücken. Sein Gesicht verriet nichts von den Schmerzen die er während seines Todeskampfes aushalten musste, im Gegenteil. Seine Gesichtszüge wirkten ruhig, entspannt, fast als würde er schlafen. Was er auch tat, er schlief. Er schlief einen Schlaf der nur den heldenhaften Toten vorbehalten war.
Sanft scheiltete er das weiße Haar des Toten in der Mitte. Mit dem Ärmel seines Gewandes befreite er das Gesicht Akbars von jeglichen Schmutz. Schnell entkleidete er seinen Oberkörper um das Hemd seinem Lehrmeister anziehen zu können. Es war weniger als er verdiente, aber Prinz Aljhim musste den Toten wenigstens ein wenig herrichten. Zu guter letzt wusch er das Blut aus Akbars Gewand. Nun hatte er wenigstens einen Teil der Würde wiedererlangt die er zu Lebzeiten hatte.
Seine Gedanken hatten sich dabei die ganze Zeit um eines gedreht- Was war passiert? Sie waren auf der Heimreise gewesen. Er hatte sich schlafen gelegt und jetzt, da er wieder munter wurde, war er hier, an einer ihm unbekanten Küste. Wie war das möglich? Tausend Fragen beschäfftigten ihn plötzlich. Was war mit dem Rest der Flotte? Was wenn ihr Sieg nicht mehr als eine Illusion gewesen war? Was wäre wenn er der einzige Überlebende einer ihm unbekannten Katastrophe war und es nicht schaffen würde seinen Vater vor dem Feind zu warnen?
„Was soll ich tun, was kann ich überhaupt tun?“, und während er sich diese Frage stellte, blickte er auf den toten Akbar- den Freund und Lehrmeister, der Speermarschall der ihn immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.
Er war tot und doch schien es so als wollte er dem Prinzen ein letztes mal helfen. Der Kopf des Toten fiel nach rechts weg, so das sein Gesichts nach links, den Strand entlang, zeigte.
Der Prinz wusste nicht was er nun tun sollte. Hatten ihn die Götter eben ein Zeichen geliefert? Oder war es sogar Akbar sebst gewesen? Er wusste es nicht aber er wusste er hatte keine Zeit lange zu denken.
Er schulterte den Körper des Toten. Er würde den ruhmreichen Speermarschall Akbar nicht hier liegen lassen. Er würde den Toten persönlich in eines der Gräber der Sonnenspeere legen und seine Grabkammer mit Gold und Juwelen füllen lassen, mindestens das war er dem Alten schuldig.
Die Last des Körpers spürte er nicht – er spürte nichts als er so schnell er konnte den Strand entlang eilte, kein Schmerz, kein Zweifel, ja selbst die Trauer war aufeinmal wie verflogen. Er spürte nichts .Er verdrängte es.
Jede Faser seines Körpers war nun darauf konzentriert sich zu bewegen, sich in Richtung Heimat zu bewegen. Für sein Wohl – vorallem aber für das Wohl seines Volkes!
ich brauch mal eure Hilfe. Das hier soll durch eine Story ersetzt werden, was es auch noch wird. Schaut euch mal folgenden Link an:
http://www.wartower.de/forum/showthread.php?p=1999690#post1999690
Entweder weiß keiner etwas, oder niemand will mir helfen. Ich will das das Ding wirklich ne runde Sache wird. Infos bitte in den oben genannten Link posten oder mir per PM schicken, NICHT hier(falls es doch jemand machen sollte, bitte löschen Mods)
Wer sich jetzt noch fragt wieso ich sowas jetzt nochmal extra mache, ich denke das der Thread oben jetzt etwas mehr gelesen wird wenn ich ihn hier nenne.
Der Ablauf der Geschichte ist eigentlich schon recht klar, nur will ich eben das die Landschaft und all das authentisch und "real" wirkt. Hoffe ihr wisst was ich meine xD
Und wie bereits gesagt wird die Geschichte nach der Fertigstellung hier reinedirt.
Bis dahin machts gut, wa?
Hier einmal der Anfang
Es war eine recht kühle Nacht. Die weiten Steppen Kournas schienen ungelebt. Nichts und Niemand streunte nun noch umher. Kein Wüstenhund, kein Ntouka löschte seinen Durst an einer der vielen kleinen Wasserlöcher. Die Wüste schien tot, doch war sie es nicht. An einen der kleinen Ausläufer des Elons brannte ein kleines Lagerfeuer. Die Gestalten die dort saßen warfen lange Schatten und ihr Gerede und Gelächter war weit zu hören in dieser sonst so ruhigen Ebene.
Sie waren Nomaden, umher ziehende Hirten, die dem Lauf des Elons folgten. Fünf Männer waren es. Vier von ihnen saßen am Feuer. Der Andere saß etwas abseits von ihnen, so wie er es schon die letzten Wochen getan hatte.
Er hatte keinen Namen, jedenfalls hatte er ihn nie den anderen verraten. Sie hatten ihn hunderte mal gefragt und nie hatte er geantwortet. Ein paar Tage lang war er nur der Fremde gewesen, der stille Fremde der kein Wort sprach und ihnen einfach nur folgte.
Nach etwa zwei Wochen dann sprach er das erste Wort. Es war kein Wort gewesen, sondern ein Befehl. „Rennt!, hatte er befohlen kurz bevor er das Schwert blank zog. Allein hatte er sich einer kleinen Gruppe Räubern gestellt die die Nomaden um ihr Geld und Vieh erleichtern wollten. Fünf gegen einen doch machte er keinen Schritt rückwärts. Er wartete bis der erste heran war. Ein einzelner präsizer Hieb enthauptete ihn. Dem nächsten Angreifer ereilte das gleiche Schicksal.Den Dritten ries er einfach das Schwert aus der Hand bevor er ihn und den vierten dieser Gesetzlosen erstach. Der Letzte und scheinbar auch glückste der Bande, drehte sich gerade um um wegzurennen, als das geworfene, eben erbeutete Schwert ihm im Rücken stecken blieb.
Auf seinen Gesichts war keinerlei Regung auszumachen. Er hatte nicht einmal mit der Wimper gezuckt als er die Männer innerhalb weniger Lidschläge getötet hatte. Sein Schwert hatte ihn verraten, einen Namen preisgegeben. Istani nannten sie ihn. Istani! Istani! Immerwieder riefen sie seinen Namen vor Begeisterung und Dankbarkeit. Und sie hätten schwören können jedesmal wenn der Name fiel, zeichnete sich ein kaum wahrnehmbares, schmerzhaftes Lächeln auf seinen Lippen ab.
Ein paar Wochen waren nun vergangen seit diesem Vorfall und mehr als einmal hatte er sie seit dem wieder Beschützt. Die Nacht birgte viele Gefahren und Anfangs schien es so als wollte die Natur ihren Tod, doch bekam sie ihn nicht. Nacht um Nacht stand er Wache, selten selbst Schlaf findend. Eines Nachts passierte etwas Seltsames- es passierte nichts. Kein Geräusch außer ihren eigenen Stimmen konnten sie vernehmen. Es schien als hätte die Natur eingesehen, dass sie dem Istani unterlegen war.
Und auch diese Nacht änderte nichts daran. Es schien alles wie sonst, doch war es das nicht, denn diesmal gesellten sich die Hirten zu ihm nachdem sie sich lange genug an dem Feuer gewärmt hatten. Sie hatten ihn gebeten etwas zu erzählen, etwas aus seiner Heimat.Doch er schwieg. Sie flehten ihn an, ja sie versprachen ihn sogar Gold wenn er ihnen nur eine Geschichte erzählen würde doch er blieb stumm.
Erst als sie sich die Hoffnung aufgegebend von ihm abwandten, redete er. „ Es war einmal....so beginnen doch alle Märchen, nicht?Ich muss es wissen den ich will euch eines erzählen. Ich werde so beginnen, ja....es soll wie all die anderen beginnen. Doch, es soll keines sein das ihr euren Kindern erzählt. Es ist ein Märchen für Nächte wie jetzt.“, er verstummte wieder einen Augenblick bevor er fuhrtfuhr, „Istani nennt ihr mich. Mein Schwert hat euch diesen Namen verraten, nicht wahr? Und ja, ich trage diesen Namen zurecht. Und deswegen soll das Märchen in Istan spielen, dem Ort meiner Geburt, dem Ort den Heimat nannte. Hört mir gut zu, denn ich erzähle sie nur einmal“. Die Hirten setzt sich wieder. Der Istani wartete wieder eine Weile. Sein Blick, durch eine weite Kapuze versperrt, ruhte nun auf seinen Zuhörern.
Als er den Mund öffnete, hörten selbst die letzten kleinen Winde aufzublasen. Sich auf die folgenden Worte konzentrierend schloss er die Augen und begann zu erzählen.
Hier mal ein Teil aus "der Mitte". Die Idee kam mir so spontan und ich will euch sie nicht vorenthalten. Neue Sachen poste ich auch im "Club der Hobbyautoren", werdet also dort immer das Gleiche zu lesen bekommen.
Langsam gewann der Prinz sein Bewusstein wieder. Sein ganzer Körper schmerzte als er sich langsam erhob. Brummend hielt er sich dabei den Kopf.
Was war passiert? Wo war er? Die Luft roch nicht nach der verbrauchten Luft seiner Kabine. Seine Kleider waren mit Wasser vollgesogen und deutlich konnte er Wellenrauschen hören. Er war an einem Strand, soviel konnte er schon einmal hören. Langsam schlug er die Augen auf.
Die Landschaft vor ihm war unscharf und er hatte das Gefühl alles um ihn herum würde sich drehen. Er verharrte so ein paar Minuten bis er halbwegs Herr seiner Sinne wurde.
Er hatte Recht gehabt, er war an einem Strand. Vor ihm lag Sand und dort wo der Sand aufhörte, konnte er die Felsen einer Klippe ausmachen. Langsam den Kopf hebend schaute er an den mächtigen Felsen empor. Grob geschätzt musste sie wohl 10 Meter hoch sein, vielleicht ein wenig mehr. Der Wind und die See hatten das graue, teilweise schwarze, Gestein nicht geschont. Es war zerklüfftet und hier und da ragten scharfkantige Felsen aus der riesigen Wand. Es würde hart werden die Felsen zu erklimmen aber mit etwas Glück würde es eh unnötig sein.
Sein noch immer leicht verwaschener Blick gleitete nach rechts, den Strand entlang, doch außer zerborstenen Holz konnte er dort nichts ausmachen.
Holz? Woher kam es? Eine düstere Vorahnung traf ihn und sie sollte nicht grundlos sein. Sein Blick viel nach links. Dort lag noch mehr angespültes Holz und noch etwas. Seine Augen weiteten sich vor Schrecken. Hastig taumelte er zu der Gestalt die dort zwischen den Treibgut lag und kaum das er nah genug heran war um sie erkennen zu können, hielt er in seiner Bewegung inne, unfähig sich weiterzubewegen. Vor ihm lag Akbar. Sein weites, weißes Gewand war am Rücken vollkommen verbrannt und das blanke, verschmorte Fleisch war daher sichtbar. Es war ein grauenhafter Anblick und doch konnte der Prinz den Blick nicht von der Leiche des alten Sonnenspeermarschalls nehmen. Das Bild seines alten Lehrmeisters brannte sich tief in seinen Geist. Wie er da lag, kalt, das Kleid mit Blut getränkt. Er hatte sich krampfhaft an eines der Holzbretter geklammert.
Langsam, fast schleichend, in er Hoffnung der alte Mann würde doch noch aufstehen, ging er auf ihn zu. Die Finger seiner rechten Hand berührten vorsichtig seine Schulter, so wie es seine Mutter früher getan hatte wenn sie ihren Sohn vorsichtig wecken wollte. „Akbar? Alter Freund?“, seine Stimme klang verzweifelt, hilfesuchend und das obwohl er doch musste das niemand hier war um ihn helfen zu können. „Akbar? Ich bin es, Aljhim Wacht auf, bitte! Euer Prinz befiehlt es euch! Steht auf! Bitte!“. Tränen bahnten sich ihren Weg seine Wangen entlang als er die Wahrheit endlich einsah- sein Freund und Lehrmeister war tot. Grenth hatte sich seiner Seele angenommen. Behautsam drehte er ihn auf den Rücken. Sein Gesicht verriet nichts von den Schmerzen die er während seines Todeskampfes aushalten musste, im Gegenteil. Seine Gesichtszüge wirkten ruhig, entspannt, fast als würde er schlafen. Was er auch tat, er schlief. Er schlief einen Schlaf der nur den heldenhaften Toten vorbehalten war.
Sanft scheiltete er das weiße Haar des Toten in der Mitte. Mit dem Ärmel seines Gewandes befreite er das Gesicht Akbars von jeglichen Schmutz. Schnell entkleidete er seinen Oberkörper um das Hemd seinem Lehrmeister anziehen zu können. Es war weniger als er verdiente, aber Prinz Aljhim musste den Toten wenigstens ein wenig herrichten. Zu guter letzt wusch er das Blut aus Akbars Gewand. Nun hatte er wenigstens einen Teil der Würde wiedererlangt die er zu Lebzeiten hatte.
Seine Gedanken hatten sich dabei die ganze Zeit um eines gedreht- Was war passiert? Sie waren auf der Heimreise gewesen. Er hatte sich schlafen gelegt und jetzt, da er wieder munter wurde, war er hier, an einer ihm unbekanten Küste. Wie war das möglich? Tausend Fragen beschäfftigten ihn plötzlich. Was war mit dem Rest der Flotte? Was wenn ihr Sieg nicht mehr als eine Illusion gewesen war? Was wäre wenn er der einzige Überlebende einer ihm unbekannten Katastrophe war und es nicht schaffen würde seinen Vater vor dem Feind zu warnen?
„Was soll ich tun, was kann ich überhaupt tun?“, und während er sich diese Frage stellte, blickte er auf den toten Akbar- den Freund und Lehrmeister, der Speermarschall der ihn immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.
Er war tot und doch schien es so als wollte er dem Prinzen ein letztes mal helfen. Der Kopf des Toten fiel nach rechts weg, so das sein Gesichts nach links, den Strand entlang, zeigte.
Der Prinz wusste nicht was er nun tun sollte. Hatten ihn die Götter eben ein Zeichen geliefert? Oder war es sogar Akbar sebst gewesen? Er wusste es nicht aber er wusste er hatte keine Zeit lange zu denken.
Er schulterte den Körper des Toten. Er würde den ruhmreichen Speermarschall Akbar nicht hier liegen lassen. Er würde den Toten persönlich in eines der Gräber der Sonnenspeere legen und seine Grabkammer mit Gold und Juwelen füllen lassen, mindestens das war er dem Alten schuldig.
Die Last des Körpers spürte er nicht – er spürte nichts als er so schnell er konnte den Strand entlang eilte, kein Schmerz, kein Zweifel, ja selbst die Trauer war aufeinmal wie verflogen. Er spürte nichts .Er verdrängte es.
Jede Faser seines Körpers war nun darauf konzentriert sich zu bewegen, sich in Richtung Heimat zu bewegen. Für sein Wohl – vorallem aber für das Wohl seines Volkes!