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King In Da Hood
03.07.2007, 19:50
Hab die nachfolgenden Zeilen mal in die Laberecke gepostet, wenn ein Mod meint es ist falsch kann man das ja sicherlich verschieben, obwohl ich eigentlich nicht auf die Lustige Seite des Textes hinweisen will :)
Hab den Text vor längerer zeit in einem anderen Forum gefunden, dürfte der ein oder anderen sicherlich schon kennen.
mfg
K|ng
Damals & Heute
Der Vergleich
Szenario:
Robert hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule gebracht.
1973 -
Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den
anderen Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen
2006 -
Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen der
Polizei rücken an. Robert wird mit mehreren Betäubungsschüssen gelähmt
und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Der Schulpsychologe
kommt und betreut die traumatisierten Mitschüler und Lehrer.
Szenario:
Robert und Markus raufen sich nach der Schule.
1973 -
Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an.
Markus gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.
2006 -
Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen schwerer
Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und landen
ohne Ausbildung auf der Strasse.
Szenario:
Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht
1973 -
Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal
eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig
und stört den Unterricht nicht mehr.
2006 -
Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die
Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.
Szenario:
Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von
seinem Vater eine Ohrfeige.
1973 -
Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales
Leben.
2006 -
Roberts Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt. Robert wird
der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt.
Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie
auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die
Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.
Szenario:
Robert hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.
1973 -
Robert gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, im
Rauchereck.
2006 -
Die Drogenfahndung taucht auf. Robert wird wegen Drogenbesitz von der
Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer zuhause
werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.
Szenario:
Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.
1973:
Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien
und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.
2006:
Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die
liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist
nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der
deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule
lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen
Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft er nicht und
landet am Fließband bei VW weil er immer noch kein Deutsch kann.
Szenario:
Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen
Ameisenhaufen.
1973:
Einige Ameisen sterben
2006 -
Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden
gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische
Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und
Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs
im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht.
Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem
Leben fliegen.
Szenario:
Robert fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie. Der Lehrer
läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen. Dann geht er
mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster und bleibt noch kurz
bei ihm sitzen.
1973 -
Nach kurzer Zeit geht es Robert wieder besser und er geht zurück in
die Pause.
2006 -
Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen
sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein Strafverfahren in dem
er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.
Sehr gut geschrieben. Zwar etwas überspitzt, aber sowas mag ich :)
Wobei natürlich ein wahrer Kern drin steckt.
Hehe das ist ja mal geil.
Stimmt aber wirklich :|-|
Rabentochter
03.07.2007, 20:03
Wie wahr, wie wahr...
Silenzium
03.07.2007, 20:04
Bis auf das letzte Szenario (für mich etwas zuuu überspitzt) fand ich die Gedanken sehr zutreffend. Stimmt einen irgendwie nachdenklich...
Es passt ... Es passt wie die Faust aufs Auge.. leider :|-|
Southside
03.07.2007, 20:07
sehr geil geschreiben....natürlich etwas überspitzt..aber wie gesagt vieles stimmt
Tja ich war 1973 in der Schule.
Ein paar Dinge stimmen schon, aber nicht in diesem Verhältnis.
Dennoch witzig ist es allemal.
Gruss:
Aquilon
witzig
aber sehr übertrieben ;)
Laurion Darcon
03.07.2007, 20:47
witzig
aber sehr übertrieben ;)
DITO
find auch sehr übertrieben, aber gut geschrieben und manches "stimmt"
Da sieht man ja mal wieder das früher alles beser war:|-|
wtf ich nusp:D
ich stimme den anderen zu ^^nett geschrieben
lollypop
03.07.2007, 22:36
lol das hat nich er/sie geschrieben :|-|
http://www.isnichwahr.de/redirect23371.html gibts schon lange
Hab den Text vor längerer zeit in einem anderen Forum gefunden, dürfte der ein oder anderen sicherlich schon kennen.
find den text leicht übertrieben.aber lustig
Der Zweck heiligt die Mittel. :D
Ziemlich stark übertrieben, aber gut, die Nachricht ist angekommen:
Heute ist alles total bescheuert.
Aber ich habe jetzt einen Vergleich, der vielleicht auch manche davon überzeut, dass es heute nicht so schlecht ist:
Die Schule ist aus und Robert geht nach Hause
1973:
Robert macht seine Hausaufgaben und spielt danach draußen mit anderen Kindern.
2006:
Robert spielt sofort Guild Wars... :D
vergilius maro
03.07.2007, 23:38
es ist ein sehr wahrer kern drinn und das ist traurig..
Trollchen
04.07.2007, 01:10
Und niemand hatte schuld...
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun, Verschwinde! Kinder von heute werden in Watte gepackt.
Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht" . Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders. Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde!!!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich? Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer, und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz erstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlosem und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wußten wir umzugehen.
Und du gehörst auch dazu! Herzlichen Glückwunsch!
http://www.nikola-hahn.de/niemandschuld.htm
Und ein Topic Exkurs:
Die Technik und euer Leben: damals bis heute (http://www.wartower.de/forum/showthread.php?t=18689)
Damals ja damals...und was habt ihr so geschaut (aus der reihe der retrothreads) (http://www.wartower.de/forum/showthread.php?t=33952)
Kassiopeia
04.07.2007, 12:06
Nicht ganz. Auch in den 70ern waren Messer an Schulen verboten und wenn sich welche auf dem Schulhof gerauft haben, wurden sie an den Ohren von den Lehrern auseinander gezogen und durften eine Woche lang Hofdienst machen. :)
mesias elbersat
04.07.2007, 12:52
Ich finde den Text gut!
Hatt spass gemacht zu lesen aber auch machen bedenken geweckt...
mfg mesias
Szenario:
Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen
Ameisenhaufen.
1973:
Einige Ameisen sterben
2006 -
Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden
gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische
Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und
Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs
im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht.
Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem
Leben fliegen.
Das ist wirklich lustig xD !!
Sehr gut geschrieben 1A :d ich schmeiß mich jetzt noch weg
Das Keira
04.07.2007, 21:26
lol also das is ma kranker scheiß xD :wideeyed:
Trollchen
05.07.2007, 02:45
Und da hier leider weniger über Inhalte diskuttiert, als viel mehr
[]dufte
[]stimmt schon
[]alles doof
zu diesem Gleichnis gepostet wird, schieb ich das jetzt mal zu den Sachen zum lachen ohne Postcounter
Schade eigentlich
Teh Hoffi
05.07.2007, 18:49
Is schon sehr funny gemacht.
Etwas übertrieben find ich, aber fast real^^
Dark Prince
04.08.2007, 15:13
also ich find es zeigt die einstellung de rleute heutzutage
Bsp.: Amok warnung irgendwo in deutschlad => Alle schulen des Landes egal wie weit weg werden undter Polizeischutz gestellt...
Ich finds gut
Kitara Shanwei
05.08.2007, 15:10
Szenario:
Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht
1973 -
Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal
eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig
und stört den Unterricht nicht mehr.
2006 -
Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die
Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.
Muss ich leider zustimmen. Mein kleiner Bruder ist 7 (väterlicher Seits), bei ihm wurde mit 4-5 ADHS diagnostiziert, seitdem wird er mit Ritalin und ähnlichem vollgestopft. Jetzt ist er nach Aussage der Ärzte/Lehrer etc ein vollkommen normales Kind und darf ab 2008 dann auch auf eine reguläre Grundschule gehen. Um ehrlich zu sein, hätte eine ordentliche Erziehung bei ihm einfach mehr gebracht als ne "Drogen"-therapie (für Menschen die nicht an ADS/ADHS leiden ist Retalin ein Aufputschmittel), da er schlicht und ergreifend einfach bodenlos verwöhnt ist und alles (ausnahmslos alles) darf.
Achja.. die anderen sachen sind zwar ein wenig überspitzt aber leider haben sie einen sehr wahren kern.
AnubisII
06.08.2007, 13:58
Szenario:Eltern lassen Kinder im Haushalt u. auch bei Umbauten am Haus mithelfen, die Kinder bekommen den Hintern versohlt wenn sie Mist bauen u. sonst lässt man die Kinder zusammen mit anderen alleine in Wald u. Wiese spielen.
Damals: Die Kinder wachsen zu netten u. sozial engagierten Persönlichkeiten heran.
Heute:Nachbarin sieht, wie ein Kind geschlagen wird und meldet das dem Amt.Den Eltern werden die Kinder wegen Misshandlung u. nicht erfüllter Aufsichtspflicht(alleine in Wald u. Wiese spielen) entzogen.Diese kommen in eine Pflegefamilie, in der sie, je nach Alter, bis zu 2 Jahre lang jede Nacht weinen, weil sie zu ihren echten Eltern wollen.Sind sie älter, hassen sie die neuen Eltern sowie den Staat, leben unter Suizidgefahr u. werden höchstwahrscheinlich keiner Arbeit nachgehen,sind sie noch Babys o. Kleinkinder, vergessen sie schnell ihre alten Eltern u. durch die gnadenlose Verwöhnung der Neuen wachsen sie zu egoistischen u. faulen Persönlichkeiten heran.
Und dieser Text ist (leider) nicht überspitzt!
Trollchen
10.04.2009, 06:07
Weil ich das eben nochmal gesucht und hier auch gefunden habe und es diesen netten Folgetext auf der Seite (http://www.nikola-hahn.de/niemandschuld.htm) gibt, buddel ich das mal wieder aus und schubse es dann (nach kurzem Durchfregen) auch gleich mal ins Plauderstübchen (gab es damals ja noch nicht).
Wenn du nach 1980 geboren wurdest, ist dieser Text an dich gerichtet. Vielleicht öffnet er dir die Augen und beantwortet Fragen, deine Kindheit betreffend.
Wenn du als Kind in den 80er oder 90 Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir zu den Menschen werden konnten, die wir heute sind! Als Kinder saßen wir fest in den Sitz geschnallt und von der Angst gepeinigt, dass uns jederzeit ein Airbag den Kopf von den Schultern reißen könnte in den Hightech-Autos unserer Eltern. Unsere Bettchen waren aus Metallgestellen oder Naturholz ohne Farbe. Der Gesundheit zu Liebe! Unserer Neugier wurden klare Grenzen gesetzt, indem alles, was auch nur gefährlich roch, mit kompliziertesten Verschlüssen versehen wurde, mit denen sogar unsere lieben Eltern Schwierigkeiten hatten. Alles wurde weggeschlossen oder hochgestellt – Waschmittel, Bleiche, Medikamente, Kosmetik.... Alle Türen und Schubladen waren in unserer Kindheit abgepolstert, was uns in unserem späteren Leben oft zu blauen Fingerkuppen verhalf.
Das Gefühl der Freiheit, wenn der Wind beim Fahrradfahren durch unsere fliegenden Haare pfeift, wurde uns dank beengendem Helm, den uns unsere besorgten Eltern aufzwangen, nie bewusst. Wir durften unseren Durst nie mit frischem klaren Wasser aus dem Wasserhahn stillen. Der Gesundheit zu Liebe! Unsere Eltern kauften uns kleine Bobby-Cars mit allem Pipapo und verboten uns den Hügel mit unseren selbstgebauten Mobilen runter zu brausen. Zu gefährlich! Wir hatten kaum die Gelegenheit aus eigenen Fehlern zu lernen, denn unsere Eltern belehrten uns vorsichtshalber schon über alle Risiken im Voraus. Morgens wurden wir wohl behütet zur Schule gebracht und bekamen auch Abends klare Zeitvorgaben. Jeder musste zu jedem Zeitpunkt wissen, wo wir uns gerade mit wem aufhalten. Und das Handy musste immer dabei sein. Vorsichtshalber!
Unsere Haut wurde eingecremt, wir bekamen ekelhafte Zusatztabletten fürs bessere Wachstum unsrer Knochen und mussten jahrelang zum Kieferorthopäden und mit fester Spange rumlaufen und wegen jedem Bisschen wurde geklagt. Immer hatte der andere Schuld. Nie das eigene Kind. Unsere Eltern suchten in Gesetzen nach Verletzung der Aufsichtspflicht und schalteten Anwälte ein. Sie nutzten die kleinen Unfälle ihrer Kinder für alberne Machtgerangel vor dem Gericht. Oder kannst du dich noch an Unfälle erinnern, wegen denen kein Aufstand geprobt wurde? Bei unserem Kräftemessen und unseren Keilereien sahen wir uns vor, damit unsere Eltern keinen neuen Zündstoff für eine weitere Sightseeing-Tour durch die Gerichtshallen fanden. Damit mussten wir leben, denn so waren die Erwachsenen nun mal.
Unsere Eltern fuhren mit uns zu McDonalds, Nordsee, Burger King, Pizza Hut und wir wurden dicker und dicker. Warum nur? Da durch Speichel viele, viele Krankheiten übertragen werden können, wurde uns beigebracht, dass wir immer aus unserem eigenen Glas trinken sollen. Der Gesundheit zu Liebe! Wir hatten Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, mehr als 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. All das wurde einzig und allein durch unsere lieben Eltern möglich. Dafür wurde es immer komplizierter sich mit Freunden zu treffen. Man konnte nicht einfach so vorbei gehen ohne vorher anzurufen. Wenn man einfach so ins Haus kam, wurden die Eltern gleich hysterisch, da wir ihre Privatsphäre mit unseren Kinderfüßchen traten. Und wenn, dann brachten uns unsere Eltern und holten uns zu einem, von ihnen festgelegten, Zeitpunkt wieder ab. Vorsichtshalber!
Wenn wir im Garten spielten, wurden wir behütet. Wie dumme Gänse. Unsere Piratenspiele mit Holzschwertern oder Stöcken waren zu gefährlich. Wir hätten uns die Augen ausstechen können. Würmer, Käfer, Spinnen wurden uns schon im Kleinkindalter als „Igitt-Igitt“ oder „Bä-Bä“ vorgestellt. Falls wir mal Fußball spielten, schrieben uns unsere Eltern immer vor, dass wir jeden mitmachen lassen sollen. Und wir sollten auch denen, die überhaupt nichts drauf hatten, den Ball zuspielen. Wer nicht beachtet wurde, musste nur zu den Erwachsenen gehen und schon brach eine Sturmflut von Moralpredigten auf die anderen Kinder los. Es gab Kinder, die schon in der Grundschule Probleme hatten und trotzdem verbannten ihre Eltern sie aufs Gymnasium, damit später mal was aus ihnen werde. Und kaum bleibt mal jemand sitzen, wird sofort ein emotionaler Elternabend organisiert.
Unsere Taten hatten meist für uns unüberschaubare Folgen. Und keiner konnte ihren Verlauf vorher sagen. Wenn jemand gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, dass das Gesetz nichts taugte. Immer war jemand anders Schuld. Und unsere Eltern waren immer die Ersten, die über die Polizei und den Staat herzogen! So was!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfinder mit Risikobereitschaft als Eltern abbekommen. Sie hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Wie sollen wir unsportlichen, verfetteten, einsiedlerischen, verzogenen Menschen nur mit so etwas umgehen?
Egal, wir haben ja unsere Eltern!
(Na Herzlichen Glückwunsch!)
Eine Inhaltliche Auseinandersetzung damit fänd ich schöner als diese kurzen *Daumen hoch* *Daumen runter* Postings
oO! Leichengräber! Aber jetzt hab ich auf einen der fast zwo Jahre alten Posts ne Antwort geschrieben bevor ich auf's Datum schaute, jetzt müsst ihr sie auch lesen!
Bis auf das letzte Szenario (für mich etwas zuuu überspitzt) fand ich die Gedanken sehr zutreffend. Stimmt einen irgendwie nachdenklich...
Gar nicht überspitzt. Ein Lehrer an meiner ehemaligen Schule hatte mal nach dem Unterricht noch ein Gespräch mit nem Mädel weil die ne Note nachholen musste. Er (der Lehrer!) hat mich gebeten, ich möge doch noch da bleiben, damit's nen Zeugen gibt und er nicht 10min mit ihr alleine war.
Generell hängt das aber auch sehr davon ab, in welcher Umgebung man wohnt. Gegen ein Taschenmesser hätte bei uns in der Schule keiner was gesagt, Küchenmesser waren sogar manchmal erbeten, wenn wir nämlich im Französisch-Unterricht Crêpes gemacht haben. Ich selbst hatte damals mal vergessen eins einzupacken, aber ein richtiges Messer mit und benutzt und meine Lehrerin hat auch nur gemeint, ich soll's einpacken und bitte nicht wieder mitbringen.
Aber das ist auch schon wieder ein paar Jahre her und ich bin hier nicht in ner Großstadt mit sozialen Brennpunkten.
Müsste mal meine kleine Schwester fragen, wie sowas jetzt so gehandhabt wird, sind ja schließlich 10 Jahre aus einander, da kann sich schon einiges ändern.
Aber wer wirft eigentlich Feuerwerkskörper in Ameisenhaufen? Damit werden doch typischer Weise Briefkästen, Mülltonnen und manchmal sogar Autos zerstört. Und da finde ich dann schon gut, wenn strenger gegen vorgegangen wird.
Es gibt schon etliche Sachen, die werden heute viel zu übertrieben gehandhabt, dabei stimmt einiges aus dem Startpost und ganz allgemein sind die Menschen sehr sehr paranoid und verwöhnt geworden. Bei anderen Dingen finde ich gut, dass mehr reagiert wird, auch wenn die Mittel nicht die besten sind.
Bei meiner Schwester gab's zum Beispiel letztens ein... wie nennt man das... ein Meeting der Klasse mit ner Psychologin wegen Mobbing in der Klasse etc. Ich hab mit ihr schon vorher über das Thema gesprochen und auch danach und natürlich über das Klassengespräch und das Ergebnis ist: Ich denke schon, dass das was ich sage nen gewissen Einfluss hat, aber dieses Klassengespräch brachte nahezu gar nichts, weil die Psychologin kaum auf die Kinder eingegangen ist und auch nicht wirklich Lösungsansätze geboten hat. Da ist der Gedanke gut, aber die Umsetzung nur Verschwendung von Geldmitteln.
Der andere Text ist auch nett, aber da kann ich schon eher widersprechen. Ein Kinderbettchen hatte ich gar nicht, sondern schlief in einem Bett mit meinen Eltern - 1m über dem Boden und ohne Gitter, allerdings mit dem einzigen "Ausgang" am Fußende. Einen Fahrradhelm hab ich auch nie getragen - einzig zu der "Fahrradprüfung" in der Grundschule hatte ich Mama's alten Moped-Helm auf, was ziemlich witzig ausgesehen haben muss. Aber doch, der Punkt spricht mir aus der Seele: Helmpflicht gehört abgeschafft.
Handy hab ich bis heute keins und das "ruf doch bitte an, wenn du angekommen bist" ignoriere ich in aller Regel.
Und so weiter und so fort. Also entweder hier im Osten ist das einfach noch ne Weile anders geblieben oder ich hab ganz ganz großes Glück mit meinem Elternhaus - also noch größer als mir ohnehin schon klar ist.
Das Ironische an Trollchens Zitat ist, dass es sich bei den genannten Eltern um ebendiese Kinder handelt, die in den 60-70er Jahren so hart, so tapfer und so mutig gewesen sein sollen.
Ich bin in den 70igern aufgewachsen und genau so wie es Trollchen oben kopiert und eingefügt hat war es auch.
Leider muss ich auch Xebian recht geben, denn genau wir sind es die ihre Kinder verhätscheln und sich von ihnen auf der Nase rumtanzen lassen. Früher wurden Probleme noch unter den Eltern selbst ausgemacht, heute der Anwalt beauftragt, Schadensersatz eingeklagt und vor Gericht gestritten als gäb es keinen Morgen.
Ich weiß nicht, was zu dieser Entwicklung geführt hat finde sie aber zum kotzen. Erschreckend auch wie die Kinder ihre Eltern terrorisieren, noch viel schlimmer das sich diese das auch gefallen lassen. Denke jeder Hund folgt besser als die meisten Kinder. Ein paar Ohrfeigen hätten sicher schon längst die meisten aufgedrehten Kinder beruhigt, sicher inzwischen auch für die ein oder andere Anzeige eines überaufmerksamen Nachbarn gesorgt.
Die Lehrer von heute sind nur aufrichtig zu bedauern, müssen sich mit 12 jährigen Gangsta´s den Tag versauen lassen und können nichts dagegen tun ausser 3 mal die Woche die psychologisch unterstützte Selbsthilfegruppe aufzusuchen.
Ich denke, das ist auch ein gutes Stück weit Gegenreaktion. Wer in seiner Kindheit Gürtelhiebe bekommen hat und sich leidvoll daran erinnert, der will es natürlich "besser" machen und seine Kinder aufgeklärt und umsorgend erziehen. Die nächste Generation, die dann rückblickend eine gewisse Härte vermisst, will ihren Kindern wieder mehr Regeln und Grenzen auferlegen und immer so weiter.
Zumindest in der Tendenz und etwas überspitzt ausgedrückt.
Ich bin in den 70igern aufgewachsen und genau so wie es Trollchen oben kopiert und eingefügt hat war es auch.
Leider muss ich auch Xebian recht geben, denn genau wir sind es die ihre Kinder verhätscheln und sich von ihnen auf der Nase rumtanzen lassen. Früher wurden Probleme noch unter den Eltern selbst ausgemacht, heute der Anwalt beauftragt, Schadensersatz eingeklagt und vor Gericht gestritten als gäb es keinen Morgen.
Ich weiß nicht, was zu dieser Entwicklung geführt hat finde sie aber zum kotzen. Erschreckend auch wie die Kinder ihre Eltern terrorisieren, noch viel schlimmer das sich diese das auch gefallen lassen. Denke jeder Hund folgt besser als die meisten Kinder. Ein paar Ohrfeigen hätten sicher schon längst die meisten aufgedrehten Kinder beruhigt, sicher inzwischen auch für die ein oder andere Anzeige eines überaufmerksamen Nachbarn gesorgt.
Die Lehrer von heute sind nur aufrichtig zu bedauern, müssen sich mit 12 jährigen Gangsta´s den Tag versauen lassen und können nichts dagegen tun ausser 3 mal die Woche die psychologisch unterstützte Selbsthilfegruppe aufzusuchen.
In Deutsch hättest du eine 5 bekommen, weil du alles Verallgemeinerst.
Die ersten 4 Jahren prägen Kinder - wie man hört und auch oft erkennt - am meisten. Früher haben Paare schnell geheiratet und ewig zusammen gewesen, Scheidungen waren damals schon beinahe ein Tabu in der religiösen Welt. Uneheliche Kinder - sowas durfte es damals nicht geben!
Heute kommen Kinder oft ohne Vater zur Welt, weil diesem alles zuviel wurde oder die Eltern trennen sich nach einer Beziehung, die wenn wir ehrlich sind, nie funktioniert hat, wenn das Kind 2-3 Jahre alt ist.
Ich seh es an einer von früher bekannten Familie. Sein Vater wollte, dass er gerne bei ihm ist, wenn er an den Wochenende vorbeikam, also hat er ihm alles gekauft was er möchte. PS2, GC, Skateboard, alles eben. Ein sehr guter psychologischer Zug. Seiner Mutter hingegen war alles egal und er war den ganzen Tag mit älteren Jungs spielen. Was dann zu Telefonrechnungen mit 0900er (also 0190er in Deutschland) Nummern führte usw.
Wie soll so ein Kind normal aufwachsen und Disziplin lernen? Denkt ihr ernsthaft Schläge würden da etwas bewirken? Der Gute sitzt in der Woche 2-3 Mal nach und keine Besserung in Sicht.
Früher war das Familienklima wesentlich gefestigter und das Kind konnte in einer gewohnten Umgebung aufwachsen und nicht jedes Wochenende da und dann dort + einige Schulwechsel. Ich hatte das Glück, dass bei mir ebenfalls alles strukturiert ablief, aber den Kindern würde ich die Schuld für die Situation heutzutage nicht geben. Viel eher sind es die Eltern - also die Kinder aus den rauen, harten Zeit.
Es ging mir auch nicht um ständige dresche mit dem Gürtel, sondern um den wohlbedachten klapps zur richtigen Zeit.
Verallgemeinern? Glaubst du tatsächlich ich würde Einzelfälle verallgemeinern? Nein sicher würde ich das nicht, vielmehr ist das das Bild was ich in den letzten Jahren von den Kindern und Jugendlichen bekommen habe. Wenn ich beim Einkaufen bin, am Stadtplatz die möchtegern Gangsta, Schulfeste, Jugendgruppen im Job, der Realbildertread auf WT :D. Glaubst du ich laufe blind durch meine Umgebung und würde, Einzelfälle wie den 5 jährigen der seine Mutter im Geschäft aufs gröbste beschimpft, verallgemeinern wenn sie den auch Einzelfälle blieben?
Ob du mir eine 5 in Deutsch gibst, juckt mich eigentlich nur insofern dass sich ein niemand das Recht herausnimmt jemand fremden zu bewerten.
Ich geb dir aber auch sicher Recht, die Kinder bekommen alles in den allerwertesten geschoben und glauben doch tatsächlich das das auch nach der Schule so weitergeht. Da sind die Eltern selbst schuld, es ist wohl bequemer zu glauben man kann sich die Liebe und Respekt der eigenen Kindern erkaufen und wundern wenn die Ansprüche immer höher werden. Das die Eltern weniger Zeit mit den Kindern verbringen können oder die Beziehungen nicht mehr so gefestigt sind, liegt wohl auch an der Jobsituation der Eltern. Während es früher ausreichte wenn der Vater als Alleinverdiener die Familie zu ernähren und die Mutter sich um Kinder und Haushalt kümmern konnte. Müssen heute beide Elternteile arbeiten gehen um das nötige Kleingeld zu besorgen. Vielleicht ist diese Problematik auch selbstgemacht durch höhere Ansprüche.
I Jen To I
10.04.2009, 13:41
Das ist alles leicht überspitzt, und nicht immer so. Ok ich bin einzelkind scheidungskind, aber trotzdem hat meine mutter nie diese kuschelerziehung durchkommen lassen. wir haben im wald gespielt uns mit steinen und stöckern bekämpft sind ins schwimmbad nachts eingestiegen und wahren völlig blau auf der konfirmation.
wir haben mit feuer gespielt und oft genug ging mamas tepich in den arsch. wir haben uns getroffen liefen stundenlang irgendwo rum. die welt war unser spielplatz. wenn ich mit leuten zusammen sitze aus meiner zeit und alte storys kommen sind die generations technisch auseinander. wir haben dann sache wie als ich 13 wahr haben wir da und da so und so leergut geklaut und wo anders eingetauscht. oder wow das erstemal einen kiffen. gucke ich haber in die 60er und 70er rein die angeblich so harte geneation war es da doch genau so.
man wir haben als jungs doch alle unsere scheiße gebaut. ok die mädels wahren auch nicht ohne.
und was soll es denn? klar gab es die kuschel eltern die ihren jungen im pulunder (oder wie schreibt man das hass teil was meine mutter noch selber gestrickt hat?) gesteckt haben mit der dollen karo bundalten hose. aber he auch da gab es dann halt mal ne blutige nase. und bei uns kamen auch nicht sofort die bullen da kam dann mama oder papa und sagte ihr sohn hat meinen einen auf die nase geschlagen. ja und? sind halt jungs. da passiert sowas!
wir haben auf helme verzichtet sind den berg runter geballert mit dem rad und haben uns gewickelt weil wir nen abgang über den lenker gemacht haben. naja da ist man halt nachhause zum pflaster abstauben und weiter ging es. drauf geschiessen! ich denke diese zeit ist mehr die zeit des ach mein kind ach mein armes kind. oder kam es mir nur so vor das wir auch in den 80er echt ne menge müll gebaut haben?
ich glaube meine mutter kann die blaune flecken und augen die ich gemacht habe oder bekommen habe schon lange nicht mehr zählen!:eek:
schützenfest im dorf um die ecke, oh oh das wird wieder keile geben. aber damals galt es wo ich heute noch nach lebe scheiße pack schlägt sich pack verträgt sich! und wir hatten keine messer keiner hat auf den anderen eingetreten als er am boden lag. und oft genug haben wir danach alle an der bierschenke gestanden und einen gesoffen.
verdammt soe weich sind wir auch nicht aus den guten alten 80er jahren! :cheers::vibes:
Ich denke vieles ist einfach die sache wie läuft etwas. als ich anfing schule zuschwänzen stand irgendwann der klasen lehrer vor der tür. autsch der holte mich ab. verdammt woher weiß der das. warum mache ich die tür auf. da gab es keine klassen konferenz da kam der dann abends nach hause. autsch das war ja noch dümmer. tja und dann gab es halt einen auf den arsch. passiert geschadet hat es nicht. man lachte drüber wieder ein kochlöffel breit hell yeahhhh! und? mama kam nicht in den knast warum auch? eigentlich hatte sie echt verdammt nochmal recht. als dann der sohn das erstemal um 6 uhr morgens nachhause gekommen ist, ja ja man war damals 14, wow das gab nur ne ansage es ist mir ja recht wenn ihr feiert aber sag doch zumindest das es so spät wird. das erstemal mit 15 stink besofen von freunden nach hause getragen worden, wer weiß es nicht noch aus der erzählung von freunden oder von den eltern am nächsten tag. meine mutter machte die tür auf die brachten mich ins zimmer ab aufs bett und nen eimer daneben. mutters worte kotzt du daneben machst du es weg! am nächsten tag war es ok es wurde drüber gesprochen und es gab den ersten kaffe den mir meine mutter angeboten hat. katerfrühstück halt! mein gott egal wir hatten spaß. und meine mutter war immer im geschäftsleben sie hatte eine gute arbeit und ihr sohn war gut erzogen. klar hatten wir in den augen der leute krimienelle energie. das sage ich heute auch, aber wir wollten keinen was böses wir wollten unsere grenzen austesten unseren spielplatz so benutzen wie wir es wollten.
und als mein bruder und ich den briefkasten vom alten schreinermeister kruse sprengten gab es keine bullen. ne ne der alte schreiner lief hinter uns her und verdammt der hat uns bekommen als wir dachten er ist weg. puh habe ich rechts und links eine bekommen genau wie mein bruder. danach gab es nen anruf beim vater. verdammt da gab es gleich nochmal eine. und dann mussten WIR den briefkasten abarbeiten mit werkstatt und hof fegen! keiner hat auch nur im ansatz drann gedacht uns die scheiße zubezahlen. :eek:
denkt ihr wirklich das nur ihr so wart? weil ihr ka die angebliche geselschaftliche revulotion erlebt habt? ist euch mal aufgefallen das jede generation ihre eigen revulotion hat?
heute sitze ich in nem tattoo studio habe meine erste lehre zum kfz lackierer abbrechen müssen ab zum bund scheiße suckt es bei den assis. also da einen auf völlig psycho machen. mh ok mache ich meinen traum job rettungsdienst gesagt gemacht. ab wieder auf die schule. scheiße erste abschluss prüfung durchgeballert scheiß schriftlich. scheiß egal ich habe sie nochmal gemacht und he gepackt ich bin rettungssani. schei´ße nach treiben im leben und allem sitze ich heute in nem studio. meine mutter ist nicht mit allem happy scheiße ich trinke ich rauche ich rauche wieder jeden tag mein weed. fuck meine mutter weiß das ich kiffe mein vater auch. scheiß drauf ich habe es gepackt mein leben auf die reihe bekommen. ich sehe gern meine kindheit meine jugend wo ich eine menge nicht laut sagen darf. puh wann verjährt so manche dumme sache eigentlich? und die stimme sagte mir noch das was du da machst ist ne ganz dumme idee! ja verdammt sie ist dumm aber sie macht uns spaß!
Sehr geiler Text, wirklich. :D
Auch wenn's teilweise leicht übertrieben ist, kann man das schon so stehen lassen. ^^
I Jen To I
11.04.2009, 03:17
es geht nicht darum wie überspitzt es ist sonder wie viel wahrheit es hat! und das ist die frage! trollchen kommt mit seinen alten video recorder ich sage das geilste bei mir war der amiga. jede generation hat ihre meilensteine, jede generation hat ihre erfahrungen. aber welche war jetzt echt besser? oder so hart wie der post es sagt?
fuck off ich sage wir wahren hart jedes aggro berlin gangster kind sagt sie sind hart und der hippi kommt um die ecke und schreit he blei in der farbe im kinderbett. aber wtf wir haben alle scheiße gefressen zum teil (puh das ist jetzt echt überspitzt. darf ich das noch sagen?) aber trotzdem sind wir alle zumindest halbwegs groß geworden! naja mache versuche es noch!
thedarksheep
11.04.2009, 11:18
Muss ich leider zustimmen. Mein kleiner Bruder ist 7 (väterlicher Seits), bei ihm wurde mit 4-5 ADHS diagnostiziert, seitdem wird er mit Ritalin und ähnlichem vollgestopft. Jetzt ist er nach Aussage der Ärzte/Lehrer etc ein vollkommen normales Kind und darf ab 2008 dann auch auf eine reguläre Grundschule gehen. Um ehrlich zu sein, hätte eine ordentliche als ne "Drogen"-therapie (für Menschen die nicht an ADS/ADHS leiden ist Retalin ein Aufputschmittel), da er schlicht und ergreifend einfach bodenlos verwöhnt ist und alles (ausnahmslos alles) darf.
Achja.. die anderen sachen sind zwar ein wenig überspitzt aber leider haben sie einen sehr wahren kern.
dann hast du einen schlechten arzt erwischt. ICh habe auch ADHS, mit 8 diagnostiziert. Zuerst hab ich auch ritalin bekommen, aber später MEdikinet, weil das besser ist.
Und noch was: Eine "einfache" Erziehung reicht bei Adhs kindern nicht aus. Das muss mit den sog. Stimulanzien erfolgen, denn wie du ja sicher weißt, ist ADhs eine stoffwechselstörung im Gehirn. Aber selbstverständlich soll man net alles machen dürfen, das ist aber schuld der Eltern. ADHS kann man nicht wegerziehen oder heilen, es bleibt ein leben lang.
Und 2.: nur weil man ADhs hat ist man net "unnormal" oder sind Diabetiker auch unnormal?
und 3.: Medikamente gegen Ad(h)S sind KEINE drogen. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, der sich leider bei allzu vielen Menschen in den Kopf setzt.
Viele Menschen denken, dass ADHS mit Medikamenten zu behandeln überflüssig und unnötig ist, der Fehler liegt in der Erziehung. Aber das ist falsch. Man kann ADHS nicht nur mit einer starken Erziehung behandeln, genausowenig wie man einen Diabetiker damit behandeln kann.
Leider haben sich Vorurteile vor allem gegen Ritalin gebildet, weil dies das bekanteste der Medikamente gegen ADHS ist. Das ist schlecht, vor allem wenn bekannt wird das irgendein Kind Medikamente gegen ADHS nimmt. Ich habe es am eingenen Leib erfahren. Viele Menschen denken, dass diese Kinder minderwertig sind oder sonst was. Die Kinder werden oft gemobbt. Die Eltern geben dann den Medikamenten die schuld, und dies ist einer der Gründe warum es mit der Aufklärung über ADHS so schwer ist. und das größte Problem ist:
Es gibt viele sogenannte "Ärzte" die meinen mit jedem möglichen Krams ADHS behandeln zu könne, seien es Naturheilpraktiken ö.ä. Aber keine dieser Praktiken funktioniert.
ADHS ist weit verbreitet, auch darüber denkt niemand nach, da ADHS vererbt wird. Daher ist es wirklich wirklich schade, dass ADHS und die MEdikamente in den Schmutz gezogen werden.
Eins möchte ich aber noch klarstellen: ichbefürworte Ritalin nicht, sonder Medikinet, aber der Grund meiner Argumentation ist, dass durch Vorurteile Ritlain gegenüber ADHS-Kinder es sehr viel schwerer im Leben haben. Und um auf den Grund der SAche zu kommen:
Es ist unfair wenn die Leute sagen ADHS ist etwas schreckliches, unnormales. Das stimmt nicht. ADHS-kinder sind nicht anders als du oder dein Freund. Das sollte jeder bedenken bevor er negativ über diese Stoffwechselstörung schreibt.
Savertin
11.04.2009, 12:55
Das mit ADHS ist sicherlich richtig.
Wer von dieser Erkrankung betroffen ist, ist wie jeder Mensche mit einer chronischen Erkrankung nicht zu beneiden.
Was mir jedoch in meinem Berufsleben in den 10 Jahren allerdings aufgefallen ist, dass sich die Fälle der ADHS -Betroffenen stark erhöht hat. Vor allem in der Verbinundg soziales Umfeld (Eltern, deren Belastung durch Beruf etc. pp.) und die Auswirkungen auf die Kinder ist extrem. Oft kommt dann schon der Gedanke, dass diese Diagnose zu schnell gestellt wurde. Es gab auch früher schon Kinder, welche auffällig waren, und die heute Ritalin oder Medikinet bekommen.
Manchmal sollten auch gewissen Eltern Ritalin gleich mitverabreicht werden, oder Valium. Die schaunkeln sich bei uns dann so gegenseitig hoch, dass es nicht mehr feierlich ist.
Ich selber bin in den 70ern geboren und hab meine Jugend in zwei unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialsystemen verbracht.
Rückblickend betrachtet muss ich allerdings sagen: meine Eltern hatten damals in der DDR nicht die Möglichkeiten, denen den Eltern in der BRD (damals) zur Verfügung standen. Dennoch haben sich mich erzogen und hatten vor allem die Möglichkeit, mit mir als Kind Zeit zu verbringen.
Heute stehen die Eltern unter enormen Druck. Zunächst müssen sie gucken, wie sie Kind(er) und Beruf vereinbaren können. Das ist nicht immer einfach, wenn man sich die Gegebenheiten bzgl. Kinderbetreuung und Arbeitsstelle ansieht.
Dann werden die Kinder mMn in der Schule mit haufenweise Müll alleine gelassen. (Mir mussten meine Eltern nicht bie den Hausaufgaben helfen, um 15 h war Schluß mit Schule und hausaufgaben, danach war spielen angesagt) Meine Eltern standen nicht im Konkurrenzdruck mit anderen Eltern, dass ich (oder sie selber) besser sein müsste(n), als die anderen. Das war mMn etwas lockerer.
Wenn ich mir heute die Jugend so ansehe, wird mir ehrlich gesagt schlecht, dass ich irgendwann vielleicht mal auf sie angewiesen bin.
Keine Fehler eingestehen, keine Konsequenzen tragen, keine Probleme lösen (nur darüber reden), sich immer und ewig rückversichern, tlw. unselbstständig, bloß nicht das Gesicht verlieren ggü. anderen.
Wenn man sie darauf anspricht kommt häufig als Reaktion die Attake nach vorn, verbale Angriffe usw.
Sowas stimmt mich ehrlich gesagt traurig, da sehr viel Potizial verloren geht. In der jetzigen Gesellschaft könnte soviel erreicht werden, man genießt Freiheiten, die man ggf. vor 30 Jahren nicht hatte, allein was die Informationsbeschaffung angeht usw.
Auch wenn das allgemein klingen mag, es trifft den überwiegenden Teil. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.
dann hast du einen schlechten arzt erwischt. ICh habe auch ADHS, mit 8 diagnostiziert. Zuerst hab ich auch ritalin bekommen, aber später MEdikinet, weil das besser ist.
Und noch was: Eine "einfache" Erziehung reicht bei Adhs kindern nicht aus. Das muss mit den sog. Stimulanzien erfolgen, denn wie du ja sicher weißt, ist ADhs eine stoffwechselstörung im Gehirn. Aber selbstverständlich soll man net alles machen dürfen, das ist aber schuld der Eltern. ADHS kann man nicht wegerziehen oder heilen, es bleibt ein leben lang.
Und 2.: nur weil man ADhs hat ist man net "unnormal" oder sind Diabetiker auch unnormal?
und 3.: Medikamente gegen Ad(h)S sind KEINE drogen. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, der sich leider bei allzu vielen Menschen in den Kopf setzt.
Viele Menschen denken, dass ADHS mit Medikamenten zu behandeln überflüssig und unnötig ist, der Fehler liegt in der Erziehung. Aber das ist falsch. Man kann ADHS nicht nur mit einer starken Erziehung behandeln, genausowenig wie man einen Diabetiker damit behandeln kann.
Leider haben sich Vorurteile vor allem gegen Ritalin gebildet, weil dies das bekanteste der Medikamente gegen ADHS ist. Das ist schlecht, vor allem wenn bekannt wird das irgendein Kind Medikamente gegen ADHS nimmt. Ich habe es am eingenen Leib erfahren. Viele Menschen denken, dass diese Kinder minderwertig sind oder sonst was. Die Kinder werden oft gemobbt. Die Eltern geben dann den Medikamenten die schuld, und dies ist einer der Gründe warum es mit der Aufklärung über ADHS so schwer ist. und das größte Problem ist:
Es gibt viele sogenannte "Ärzte" die meinen mit jedem möglichen Krams ADHS behandeln zu könne, seien es Naturheilpraktiken ö.ä. Aber keine dieser Praktiken funktioniert.
ADHS ist weit verbreitet, auch darüber denkt niemand nach, da ADHS vererbt wird. Daher ist es wirklich wirklich schade, dass ADHS und die MEdikamente in den Schmutz gezogen werden.
Eins möchte ich aber noch klarstellen: ichbefürworte Ritalin nicht, sonder Medikinet, aber der Grund meiner Argumentation ist, dass durch Vorurteile Ritlain gegenüber ADHS-Kinder es sehr viel schwerer im Leben haben. Und um auf den Grund der SAche zu kommen:
Es ist unfair wenn die Leute sagen ADHS ist etwas schreckliches, unnormales. Das stimmt nicht. ADHS-kinder sind nicht anders als du oder dein Freund. Das sollte jeder bedenken bevor er negativ über diese Stoffwechselstörung schreibt
Ich kann dir voll und ganz zustimmen, außer mit den Medikament das Vorurteil gegen Ritalin ist eigentlich entstanden weil damit auch ziemlich viel Missbrauch betrieben wurde oder zum Anfang als ADHS entdeckt wurde viele Kinder falsch Diagnostiziert wurden und deshalb ihnen Ritalin in die Hand gedrückt wurde.
Ich selber bin in den 70ern geboren und hab meine Jugend in zwei unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialsystemen verbracht.
Rückblickend betrachtet muss ich allerdings sagen: meine Eltern hatten damals in der DDR nicht die Möglichkeiten, denen den Eltern in der BRD (damals) zur Verfügung standen. Dennoch haben sich mich erzogen und hatten vor allem die Möglichkeit, mit mir als Kind Zeit zu verbringen.
Heute stehen die Eltern unter enormen Druck. Zunächst müssen sie gucken, wie sie Kind(er) und Beruf vereinbaren können. Das ist nicht immer einfach, wenn man sich die Gegebenheiten bzgl. Kinderbetreuung und Arbeitsstelle ansieht.
Dann werden die Kinder mMn in der Schule mit haufenweise Müll alleine gelassen. (Mir mussten meine Eltern nicht bie den Hausaufgaben helfen, um 15 h war Schluß mit Schule und hausaufgaben, danach war spielen angesagt) Meine Eltern standen nicht im Konkurrenzdruck mit anderen Eltern, dass ich (oder sie selber) besser sein müsste(n), als die anderen. Das war mMn etwas lockerer.
Wenn ich mir heute die Jugend so ansehe, wird mir ehrlich gesagt schlecht, dass ich irgendwann vielleicht mal auf sie angewiesen bin.
Keine Fehler eingestehen, keine Konsequenzen tragen, keine Probleme lösen (nur darüber reden), sich immer und ewig rückversichern, tlw. unselbstständig, bloß nicht das Gesicht verlieren ggü. anderen.
Wenn man sie darauf anspricht kommt häufig als Reaktion die Attake nach vorn, verbale Angriffe usw.
Sowas stimmt mich ehrlich gesagt traurig, da sehr viel Potizial verloren geht. In der jetzigen Gesellschaft könnte soviel erreicht werden, man genießt Freiheiten, die man ggf. vor 30 Jahren nicht hatte, allein was die Informationsbeschaffung angeht usw.
Auch wenn das allgemein klingen mag, es trifft den überwiegenden Teil. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.
Stimmt teilweise das mit der Freiheit ist Relativ den das was du angesprochen hast mit keinem Fehler eingestehen usw. existiert nur weil man das in der Heutigen Gesellschaft erwartet. Ein Beispiel wen du heute als Männlicher Jugendlicher Lange Haare hast (Ich rede von Menschen unter 30jahrn) weil du zb. dich voll mit der Mattal sehne identifizierst, wirst du wen du noch zur schule gehst als Schwuchtel gemoppt von deinen "Mitschülern" und zweitens wirst du keinen oder nur sehr schwierig einen Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz finden. Der Grund dafür dürfte Denke ich klar sein heute wird dein Aussehen von der Gesellschaft bestimmt das Indiwidumm (also die Person als solches) ist nur zweit ranging und genau das ist es was sehr traurig ist und wo für ich keine Toleranz aufbringen kann so was ist finde ich einfach nur Asozial:mad:.
Weiterhin kann man sich heute keine Fehler mehr erlauben überleg doch mal das eingestehen eines Fehlers kann dir den job kosten. Wen du jetzt Fragst wehr so was macht, ist die antwort denke ich klar die Generation die atm sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik die macht hat und das ist atm die Generation die in den 70er und in den 80er die Armen Armen Jungen Erwachsenen wahren. Sry wen das jetzt einigen nicht schmeckt aber die Wahrheit tut meistens weh, den ihr brachtet uns dieser Ellbogen Gesellschaft ohne neue Freiheiten zu schaffen. Erst sich selber mal an die eigene Nase Fassen anstatt immer der "Bösen Jugend" die schuld in die Schuhe zu schieben, denn wie war das noch mal in der Bibel (ja das kann man auch in der zwischen zeit verwenden der Gesellschaft den Spiegel vor zu halten) mit dem Südenbock.
Wo ich dir leider zu stimme ist die Tatsache das einem (auch mir bei meiner Generation) langsam schlecht wird aber nur auf Grund der Tatsache das man keinen Respekt mehr vor einander hat:(. Mir zum Beispiel geht es tierisch auf den Keks das wen ich in der S-Bahn sitze nach 10h Arbeit und irgendeiner stellt sein Handy auf Max Lautstärke und stört jeden und an alle die das Lesen das Nervt so was von das man sich eine Pampgun Wünscht:mad:.
Im Algemeinen muss ich sagen das dein Aussehen und dein verhalten heute Genormt sein muss den in vielen dingen wirst du heute nicht mehr als Mensch behandelt sondern als Gegenstand oder Ware heute gibt es ja auch keine Personal Abteilung mehr sondern eine Human Resurses (Menschliche Rohstoffe). Jetzt schau dir diese zusammen hänge mal an mit dem Depressiven verhalten der Jugendlichen und der Angst der Eltern um ihre Kinder, dass ist Traurig.:(
traurig aber wahr. sollte der menschheit zu denken geben und beweisst mal wieder das unsere gesellschaft sich immer weiter zum schlechten entwickelt. tausend gesetze sollen alles besser machen ..... wohl kaum
geiler Text, auch wenn er nicht von dir ist!
Etwa so ist es... leider.
ganz ehrlich - ich hab als Kind einmal Prügel bekommen und im Nachhinein hatte ich die wohl öfter als nur das eine Mal verdient. Hätte nicht geschadet wobei ich natürlich nicht sagen will dass Prügel gut sind. Gewalt ist im Allgemeinen keine Lösung, aber ich hatte die Hiebe damals verdient und es war vollkommen in Ordnung. Nur weil es jetzt sofort als Kindesmisshandlung hingestellt wird nutzen viele diese Erziehungsmassnahme nicht. Es geht dabei ja nicht um Prügel im Sinn von blauen Flecken und offenen Wunden, sondern um mal einen Klapps auf den Hintern um zu zeigen dass was auch immer da passiert war, nicht mehr passieren durfte.
Meine Mutter und mein Vater haben in der Schule noch mit Stöcken auf die Finger bekommen - das stell ich mir sehr schmerzhaft vor und wollte es sicherlich nicht, aber die hatten damals noch Respekt vor den Lehrern, was ich von praktisch niemandem aus meiner alten Schulklasse behaupten konnte.
Stimme den Teilen des Textes in denen von Gewalt an Kindern die Rede ist kein Stück zu.
Prügel als Erzieherische Massnahme := No go. Die Strafen sind imho auch heutzutage zu lasch. Und Lehrer, die die Hand erheben, haben in ihrem Job nix zu suchen.
Sicherlich ist Gewalt nie die Lösung, aber wie gesagt, mir hat es nicht geschadet und im Nachhinein drüber nachgedacht hatte ich es verdient
Sicherlich ist Gewalt nie die Lösung, aber wie gesagt, mir hat es nicht geschadet und im Nachhinein drüber nachgedacht hatte ich es verdient
Gewalt abzubekommen ist niemals "verdient".
Exmachine
14.04.2009, 16:29
ganz ehrlich - ich hab als Kind einmal Prügel bekommen und im Nachhinein hatte ich die wohl öfter als nur das eine Mal verdient. Hätte nicht geschadet wobei ich natürlich nicht sagen will dass Prügel gut sind. Gewalt ist im Allgemeinen keine Lösung, aber ich hatte die Hiebe damals verdient und es war vollkommen in Ordnung. Nur weil es jetzt sofort als Kindesmisshandlung hingestellt wird nutzen viele diese Erziehungsmassnahme nicht. Es geht dabei ja nicht um Prügel im Sinn von blauen Flecken und offenen Wunden, sondern um mal einen Klapps auf den Hintern um zu zeigen dass was auch immer da passiert war, nicht mehr passieren durfte.
Meine Mutter und mein Vater haben in der Schule noch mit Stöcken auf die Finger bekommen - das stell ich mir sehr schmerzhaft vor und wollte es sicherlich nicht, aber die hatten damals noch Respekt vor den Lehrern, was ich von praktisch niemandem aus meiner alten Schulklasse behaupten konnte.
Ich halte oftmals auch ein" Klaps" schon für zu viel,den Eltern geht es meistens nur darum das das Kind den Blödsinn nicht wiedertut,aber in Wahrheit kann viel mehr hinter einem " Klaps " hinter stecken als die Eltern vermuten.Denn das Kind wird in ein regelrechten Angstzustand versetzt und man fürchtet sich vor seinen Eltern,meistens lässt diese Angst nach einiger Zeit wieder nach,aber wenn so ein " klaps" häufiger vorkommt beziehen die Kinder aus ihrer Angst innerliche Wut und wohlmöglich auch Hass ,diesen Hass lassen sie dann oftmals in der Schule oder sonst wo aus und es beginnt ein Teufelskreislauf.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung,ich sehe imemr noch das Bild vor mir wie ich als kleines Kind 1 mit dem Holzlöffel bekommen hab ,ich habe ihn irgendwann aus Wut zerbrochen ,aber trotzdem solche Gedanken können einem das leben lang nachhängen ,ich ahbe mir geschworen wenn ich mal Kinder hab sie nie körperlich zu verletzen ,ob ich das kann wird sich vielleicht irgendwann wann mal ind er Zukunft zeigen.
Wie Yoda sagte: Angst führt zu Wut,Wut führt zu Hass und Hass zu dem Pfad der dunklen seite ;)
@ TE Einige Punkte treffen überein einige zu übertrieben dargestellt sonst eigebtlich ganz gelungen :thumb:
das war verdient. und ganz ehrlich, ich bin deswegen kein schlechter mensch geworden. ich hab damals richtig scheisse gebaut und dafür meine strafe verdient, aber das ist ansichtssache. meinen sohn hab ich bisher nie geschlagen und ich habe nicht vor es zu tun. allerdings hatte er in seinem alter bisher nicht die chance so großen mist zu bauen. abwarten was noch so kommt wobei sein vater nicht halb so viel geduld hat wie ich, man kann nie sagen was passiert. ich hoffe es kommt nie soweit, aber ich glaube das man eine situation erst dann einschätzen kann, wenn sie eintritt.
Gewalt als Massnahme ist eben wies scheint, immer noch verbreitete Sichtweise, so es in einem gewissen Rahmen bleibt.
Alternativen werden nicht gesucht, und im Endeffekt ist bei geschlagenen Kindern nunmal ne Tendenz da, selbst Ohrfeigen zu verteilen (nein. Keine Unterstellung. Ich sage mit keinem Wort, dass es so sein muss.).
wie so oft eben eine Ansichtssache, wobei ich es für mein Kind persönlich auch nicht als Maßnahme verwenden möchte. Wie gesagt, da spielen viele Faktoren zusammen.
Sollte man sich aber auch überlegen dass Gewalt nicht nur physisch ist, sondern auch psychisch und dabei dann mal die Überlegung stellen was schlimmer ist. Dabei bin ich der Meinung das psychische Gewalt schlimmere Schäden hinterlässt. Ich will niemanden verurteilen aber viele, die Gewalt in Form von Schlägen verurteilen, wenden dann eben psychische Maßnahmen an die seelische Schäden hinterlassen.
Im Großen und Ganzen denke ich, dass es schwer ist einen guten Mittelweg zu finden und für mich persönlich hoffe ich, dass ich das schaffe. Ich gebe mir die größte Mühe eine gute Mutter zu sein, aber ob man das wirklich ist weiss man glaube ich erst dann, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind.
Hmm....aber auf die pädagogisch korrekte Art kommt man auch nicht weiter, im Gegenteil wie es scheint.
Das meiste ist wahr und auch ein wenig zum schumzeln, aber das...
Szenario:
Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen
Ameisenhaufen.
1973:
Einige Ameisen sterben
Made my Day :vibes:
MfG Cj De
Hmm....aber auf die pädagogisch korrekte Art kommt man auch nicht weiter, im Gegenteil wie es scheint.
Weils auch in der Pädagogik als Wissenschaft n Schwarzweissdenken gibt, und da teilweise viel zu verblendet-idealistisch vorgegangen wird.
Das Problem ist, dass häufig versäumt wird, zum richtigen Zeitpunkt die richtien grenzen zu setzen bzw Eltern und sonstige Erzieher meist zu unreflektiert-Ego-basiert vorgehen und Fehler zu gern als "Am Kind" sehen, anstatt mal zu hinterfragen, wo man selber grad scheisse baut.
Oder man die Kerne von Problemen nicht sehen will und dann am Falschen Ende versucht, einzulenken.
"Sozialpädagogik krankt heute oftmals daran, dass es sich nur noch darum dreht, welche Probleme der Jugendliche macht. Und nicht darum, welche er hat."
(Kein Plan mehr, von wems war (Böhmisch? Kann sein... zuviel Input nachm Vordiplom, kanns nicht mehr genau zuordnen) - Aber der Satz ist hängengeblieben und kann von mir unterschrieben werden)
Mr.PwnzYou
14.04.2009, 17:15
Ich find den Text sehr übertrieben.....
Gleich beim ersten wegen einem Taschenmesser gsg 9 etc....ich mag den text nich es ist heut zu tage zwar strenger geregelt aber soo nun auch wieder nicht
Ja es ist hahlt übertrieben aber ist echt so ~_~
teils ist es echt schlimm das aus allem ein elefant gemacht wird
MuffinMann
14.04.2009, 19:02
die welt verändert sich^^
Zeitgeist
15.04.2009, 01:05
Dabei bin ich der Meinung das psychische Gewalt schlimmere Schäden hinterlässt. Ich will niemanden verurteilen aber viele, die Gewalt in Form von Schlägen verurteilen, wenden dann eben psychische Maßnahmen an die seelische Schäden hinterlassen.
Exakt.
Ausserdem ist die Ohrfeige als "ultima ratio" durchaus okay.
Exakt.
Ausserdem ist die Ohrfeige als "ultima ratio" durchaus okay.
Zeigt eigentlich nur, wenn jemand überfordert ist.
Zeitgeist
15.04.2009, 09:00
Nö, guck sie dir doch an, die repektlosen, überdrehten Rotzgören, die ihren Eltern nur auf der Nase rumtanzen, weil sie ganz genau wissen, dass Mutti ja höchstens mal schimpfen wird, die dämliche Schlampe. No consequences. Ausserdem wirkt direkte, unmittelbare Bestrafung - wenn sie fair ist - ziemlich gut. Bei langwierigen Strafaktionen (Hausarest etc.) verknüpft das Hirn die böse Tat mit der Strafe wesentlich schlechter (Wofür wird bestraft?).
Nö, guck sie dir doch an, die repektlosen, überdrehten Rotzgören, die ihren Eltern nur auf der Nase rumtanzen, weil sie ganz genau wissen, dass Mutti ja höchstens mal schimpfen wird, die dämliche Schlampe. No consequences. Ausserdem wirkt direkte, unmittelbare Bestrafung - wenn sie fair ist - ziemlich gut. Bei langwierigen Strafaktionen (Hausarest etc.) verknüpft das Hirn die böse Tat mit der Strafe wesentlich schlechter (Wofür wird bestraft?).
Ich hab/hatte zuviele (heutzutage Erwachsene) Klienten, bei denen genau diese achso harmlosen und guten Ohrfeigen langfristig zu nix gutem führten. Und das waren alles nicht-unterschichtler.
Zora Aurelia
15.04.2009, 09:44
Ich hab/hatte zuviele (heutzutage Erwachsene) Klienten, bei denen genau diese achso harmlosen und guten Ohrfeigen langfristig zu nix gutem führten. Und das waren alles nicht-unterschichtler.
Ach bitte... aus sowas schließe ich mal direkt, dass es nicht nur die Ohrfeigen ansich waren, sondern allgemein eine schlechte Mischung in der Erziehung. Die Ohrfeigen waren sozusagen nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Nö, guck sie dir doch an, die repektlosen, überdrehten Rotzgören, die ihren Eltern nur auf der Nase rumtanzen, weil sie ganz genau wissen, dass Mutti ja höchstens mal schimpfen wird, die dämliche Schlampe. No consequences. Ausserdem wirkt direkte, unmittelbare Bestrafung - wenn sie fair ist - ziemlich gut. Bei langwierigen Strafaktionen (Hausarest etc.) verknüpft das Hirn die böse Tat mit der Strafe wesentlich schlechter (Wofür wird bestraft?).
Danke - Genau aus dem Grund kann ich sagen dass es bei mir nicht geschadet hat. Ich respektiere meine Mutter zu 100% und ich liebe sie sehr - obwohl ich mal eine kassiert hab.
Ravenheart bist Du Mutter/Vater?? Es ist nicht so leicht wie Du es hinstellst. Natürlich ist eine Ohrfeige zu 90% dann, wenn man sich anders nicht mehr helfen kann, aber wenn ich mir manche Kinder so anschau ist es auch wirklich schwer ruhig zu bleiben. Ich sehe das in meinem Umkreis so oft und bin froh, dass meiner noch sehr ruhig ist. Ich bin nicht der geduldigste Mensch, aber ich hab bei Kindern schon meine Mutter rot anlaufen sehen, wobei wir da nichts machen weil es halt auch nicht unsere Kinder sind und es uns somit nichts angeht. Natürlich ist dabei auch die Erziehung der Eltern schuld, aber diesen Kindern sollte die Grenze mal deutlicher aufgezeigt werden. ´
Ein anderes Problem ist, dass die Kinder im Kindergarten viel mitnehmen. Ich habe am Wochenende mit meinem Patenkind und seinem Bruder Fussball gespielt, auf einmal sagt der Kleine einfach so aus der Situation raus: Fresse. Ich hab ihm sofort gesagt dass er das nicht zu sagen hat und versucht ihm zu erklären warum, darauf kam die Aussage: "Die Anderen sagen das doch auch!" Da schnappt der was in der Schule auf und dann versteht er natürlich nicht das man das nicht darf. Ist nicht so einfach das wieder raus zu bekommen, vor allem weil man das Kind nicht ständig unter Kontrolle halten kann und darf.
Ach bitte... aus sowas schließe ich mal direkt, dass es nicht nur die Ohrfeigen ansich waren, sondern allgemein eine schlechte Mischung in der Erziehung.
Schliesse ich nicht.
Wenn Erziehung vernünftig ablaufen würde, wäre dieses Mittel nicht nötig.
Ohrfeigen und dergleichen kommen doch meist dann, wenn Eltern die Früchte tragen, dass sie an anderer Stelle mist gebaut haben.
Das legitimiert Gewalt gegen Kinder aber nicht. Kein Stück.
Wer als Elternteil soweit geht, dass er der von Zeitgeist so schön beschriebenen "rotzgöre" als Strafe eine scheuert, hat schon vorher versagt.
Da hilft alle Schönrednerei, Rechtfertigung und Verharmlosung nicht.
Die Ohrfeigen waren sozusagen nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Daraus könnte man genau das schliessen was ich sage - Wenn die Mischung in der Erziehung eh schon schlecht ist, dann eben die Ohrfeige. Wers nicht anders gebacken kriegt, schlägt.
Rechtfertigt das dann Gewalt?
Nein.
Erziehungsberatungsstellen werden meist dann aufgesucht, wenn die Kacke eh schon am Dampfen ist, anstatt dass man sich selbst über die Aufgabe Erziehung informiert und sich mal Gedanken macht, welche Auswirkung was aufs Kind haben könnte. Man kocht sein Süppchen, und am ende sinds ja diese absolut schlimmen kinder.
Selbstreflektion von Eltern und Erziehern? Fehlanzeige. Es wird in dem Fall aufs Kind abgeschoben, was man selber verbockt hat. Man selbst kann ja gar nichts falsch gemacht haben, neinnein.
Es geht halt immer nur um die Probleme, die das Kind *macht* - nie um die, die es *hat*.
Zwiebelkopf
15.04.2009, 10:46
Ich sehe dich schon wie meinen Nachbar dastehen:
Nein, Hans-Martin
Der Papa hat Nein gesagt
Hans-Martin, nein, lass den Zaun in Ruhe
Hans-Martin, nein
nein, Hans-Martin
Hans-Martin komm her
lass jetzt den Zaun los Hans-Martin
Hans-Martin nein
Die Mama hat auch nein gesagt
Ich glaub hätt ich das Kind net kurz lautkräftig angeschnauzt, würde es heute noch an unserem Zaun hängen...
Ich habe auch ab und an meine "Schläge" abgekriegt und war das verkehrt? nö, ich habe keinen seelischen Schaden, erfreue mich bester Gesundheit und vorallem überleg ich 3ma was ich mach
Ich sehe dich schon wie meinen Nachbar dastehen:
Nein, Hans-Martin
Der Papa hat Nein gesagt
Hans-Martin, nein, lass den Zaun in Ruhe
Hans-Martin, nein
nein, Hans-Martin
Hans-Martin komm her
lass jetzt den Zaun los Hans-Martin
Hans-Martin nein
Die Mama hat auch nein gesagt
Ich glaub hätt ich das Kind net kurz lautkräftig angeschnauzt, würde es heute noch an unserem Zaun hängen...
Man kann auch ohne Gewalt sanktionieren. Und das sehr erfolgreich.
Und in deinem Fall hatte das Kind ja Konsequenzen bekommen - Nämlich n Anschiss vom Nachbarn. Wird sich also künftig hüten. Ohne aufs Maul bekommen zu haben.
Natürlich ist eine Ohrfeige zu 90% dann, wenn man sich anders nicht mehr helfen kann, aber wenn ich mir manche Kinder so anschau ist es auch wirklich schwer ruhig zu bleiben.
Erstens: Wen *man* sich nicht mehr anders helfen kann. --> Hinweis auf die eigene Unfähigkeit. Und zum tausendsten Male: Man schiebts aufs kind ab und schlägt, weil man vorher versagt hat und nicht früh schon grenzen aufzeigte.
Zweitens: Die Kinder anderer - Sicher dass es dann an den Kindern liegt und nicht an dem, was zuvor verbockt wurde?
Warum wirds immer nur aufs kind geschoben, warum wird nie aus Elternsicht reflektiert. Verpacken wohl so einige Egos nicht...
Ich sehe das in meinem Umkreis so oft und bin froh, dass meiner noch sehr ruhig ist.
Jo, hauptsache das kind ist brav und ruhig... bite nichts, was die eigenen Nerven strapazieren könnte. Ist er nicht ruhig, ist er n schlimmes, anstrengendes Kind.
Natürlich ist dabei auch die Erziehung der Eltern schuld, aber diesen Kindern sollte die Grenze mal deutlicher aufgezeigt werden. ´
Jo, und wenn man zu blöde ist, das anders zu tun, fliegen halt die Schellen.
Ich hab ihm sofort gesagt dass er das nicht zu sagen hat und versucht ihm zu erklären warum, darauf kam die Aussage: "Die Anderen sagen das doch auch!" Da schnappt der was in der Schule auf und dann versteht er natürlich nicht das man das nicht darf. Ist nicht so einfach das wieder raus zu bekommen, vor allem weil man das Kind nicht ständig unter Kontrolle halten kann und darf.
Komisch, ich seh in meinem näheren Umfeld durchaus Eltern mit Kindern, die das anders gebacken kriegen und wo eine vernünftige Auseinandersetzung stattfindet.
Weiterhin: Die Benutzung von Schimpfworten in Kindermündern sehe ich per se nicht als schlimm an. Ich sehe es an meinen Neffen, die grade in nem Alter sind, in dem Fäkal- und Sexualsprache "Interessant" werden. Dennoch schaffen es deren Eltern ohne extreme Mittel, das in nem Mass zu halten, das ok ist. Vor allem wird nicht einfach nur "Du darfst dies und jenes nicht" gesagt. Es wird erklärt, und es werden Grenzen aufgezeigt. Und von vornherein Konsequenzen in Aussicht gestellt.
Die Frage ist eher nach der Dosierung - Und ein Verbot fruchtet nicht. Ein "Und wenns die andern Zehnmal machen - Du nicht" - und wenn da noch ne Schelle hinterfliegt, wird allenfalls kurzzeitig das gewünschte Ergebnis bringen. Du wirst im Schlimmsten Fall eher trotz, heimlichkeit und am Ende Rebellion ernten.
Aber ich sehs ja ständig: Ist das Kind brav ,ist man ja achso stolz auf die eigene Erziehung - Ist das Kind nicht so, wie mans gerne hätte: Liegts am Kind.
Oder ist das eigentlich normal, dass man mit der Elternschaft automatisch zu nem selbstverliebten Vollidioten wird, dem die Fähigkeit zur Reflektion und Kritikfähigkeit plötzlich abhanden gekommen ist?
EDIT:
Btw - Ihr alle redet über ungezogene Kinder.
Niemand bringt mir hier aber den expliziten Beweis, dass Schläge das wirklich besser machen. Und nein - ein "Hat mir nicht geschadet, nur genutzt" akzeptiere ich nicht.
Und keiner Weiss, ob diese bösen kids nicht deswegen so daneben sind, weil sie zu Hause nicht ohnehin schon Gewalt ernten.
Steelborn
15.04.2009, 11:31
Schliesse ich nicht.
Wenn Erziehung vernünftig ablaufen würde, wäre dieses Mittel nicht nötig.
Ohrfeigen und dergleichen kommen doch meist dann, wenn Eltern die Früchte tragen, dass sie an anderer Stelle mist gebaut haben..
Wer als Elternteil soweit geht, dass er der von Zeitgeist so schön beschriebenen "rotzgöre" als Strafe eine scheuert, hat schon vorher versagt.
Da hilft alle Schönrednerei, Rechtfertigung und Verharmlosung nicht.
Wäre Erziehung ein sozial isolierter Prozess, würde ich dir Recht geben.
Leider ist es aber nicht so. Die Eltern haben den größten Anteil bei der Erziehung, aber nicht den vollen Machtumfang über die Einflüsse die auf ein Kind einwirken. Soziales Umfeld kann die (wohlgemeinten und als isoliertes modell durchaus wirksamen) Erziehungsversuche der Eltern total torpedieren.
Du darfst nicht den (guten wie schlechten) Einfluss von Freunden des Kindes unterschätzen, und die Erziehungserfahrungen, die diese erlebt haben und in letzter Konsequenz aktiv nachleben. Diese können schon dazu führen, dass die eigenen Erziehungsversuche versagen.
Selbstredent gehe ich dabei über die Prägungsphase hinaus in den Bereich der Abnabelung und Selbstfindung - aber die Weichen werden dafür auch schon sehr früh gelegt.
Ja, ich (Baujahr 79 - hänge also irgendwie genau zwischen den beiden Anschreiben für die bis 78er /ab 80er) wurde als Kind auch nicht nur gebauchpinselt - da gabs es dann auch schonmal den Einsatz von Handfläche und Kochlöffel. Verdient hatte ich es allemal. Gewirkt hatte es zu 100% - und wenn ich mir die heutige Jugend so anschaue - schaden würde es denen auch nicht mehr...
Ich hatte keine Angst vor meinen (sonst sehr fürsorglichen und liebevollen) Eltern - ich hatte nur bammel davor wieder Scheiße zu bauen - bammel vor der Bestrafung. Und ja, ich hatte RESPEKT vor meinem Vater und meiner Mutter. Ich denke man sollte unterschieden wann körperliche Züchtigung zum Einsatz kommt, und wann sie die Eltern-Kind-Beziehung nachhaltig schädigt.
Ein Kind, dass mit einem Sprengkörper Sachbeschädigung betreibt (und somit sich UND andere in Gefahr bringt) darf rühig mal "unmittelbare" Konsequenzen spüren (und sollte im Nachinein erklärt bekomen warum und weshalb Sprengmeisterei gefährlich ist).
Wenn es aber schon so kleine Dinge wie schlechte Noten sind, die zu schlägen führen, ja da geh ich mit dir Konform - das hat nichts mehr mit Erziehung zu tun.
Heute heißt es : machste Sozialstunden oder jugendknast bekommst du als Antwort: "Ey geil alda Jugendknast, ey Gangstastyle alda..." (überspitzt formuliert).
Gewalt ist die Konsequenz des Versagens der Eltern? Also bisher gibt es noch keine Elternführerscheine und Kurse mit denen man lernt wie man "richtig" Eltern ist. Das ist für jeden Menschen irgendwie eine einmalige und individuelle Sache - und so wie es nunmal unterschiedliche Menschen gibt - glaube ich - dürfte auch jeder anders damit fertig werden und aus der Summe seiner Erfahrungen versuchen das Beste für sein kind herauszuholen. Nachschieb: Unter der Prämisse: Solange das Kind erwünscht ist. Ich frage mich wie oft der frust an einem kind ausgelassen wirds, weil es als ungewolltes (angebliches) TroPiKo-Kind die Lebensplanung versaut hat.
Und wer behauptet eigentlich immer so fern der Realität dass Gewalt keine Lösung für Probleme sei? Das ist doch völliger Unsinn - Gewalt ist eine der effektivsten und endgültigen Lösungen - zugegeben keine besonders elegante und gern gesehene - aber der Zweck heiligt immer die Mittel. Und der Sieger schreibt die Geschichte... *mal anmerk*
Zu den ADHS-Problem - dem Ritalinkonsum:
ADHS hat deswegen so einen schlechten Ruf, weil es leider (auch) von Eltern als bequeme Ausrede für mangelnde Erziehung genutzt wird (und die Kinder sind dann tatsächlich nur verzogen und NICHT erkrankt). Außerdem frage ich mich, wie diese vererbte Krankheit dann früher behandelt wurde?
Scheinbar gabs das Problem (bzw.das Problembewusstsein) vor 20-30 Jahren noch nicht in dieser Form... Ich hatte in meiner Grundschulzeit jedenfalls keinen Fall miterlebt... Und unbehandelt sollte das ja doch auffällig sein. oder?
Ich sehe dich schon wie meinen Nachbar dastehen:
Nein, Hans-Martin
Der Papa hat Nein gesagt
Hans-Martin, nein, lass den Zaun in Ruhe
Hans-Martin, nein
nein, Hans-Martin
Hans-Martin komm her
lass jetzt den Zaun los Hans-Martin
Hans-Martin nein
Die Mama hat auch nein gesagt
Ich glaub hätt ich das Kind net kurz lautkräftig angeschnauzt, würde es heute noch an unserem Zaun hängen...
Ich habe auch ab und an meine "Schläge" abgekriegt und war das verkehrt? nö, ich habe keinen seelischen Schaden, erfreue mich bester Gesundheit und vorallem überleg ich 3ma was ich mach
:cheers: darauf ein PROST. Bin ja froh dass ich nicht allein mit der Meinung dastehe.
Ravenheart du verurteilst uns hier und tut mir leid, aber Du beweisst dass Du nicht mal richtig lesen kannst. Da zitierst Du mich, aber der eigentliche Sinn hinter meiner Aussage ging verloren. Ich werde mich nicht wiederholen denn in meinem letzten Kommentar habe ich alles gesagt und das kannst Du gerne noch mal nachlesen.
Genau wie Du bin ich der Meinung, dass wie ein Kind reagiert viel auf die Eltern zurückzuführen ist. Wenn jetzt noch jemand mit nem Kind nicht umgehen kann, hat man natürlich ein Problem.
Im Übrigen: Ja! Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn. Er ist jetzt zweieinhalb und ein super Kind, mal sehen was so alles in der Zukunft steht. Noch kann er nicht viel anstellen, er ist noch zu klein, aber ich bin mir sicher ich werde auch mal meine Sorgen mit ihm haben. Trotzdem werde ich mir Mühe geben eine gute Mutter zu sein und glücklicherweise kann ich sagen dass mein Kind auch mit beiden Eltern aufwächst da mein Mann und ich sehr glücklich sind. Ein Faktor der meiner Meinung nach auch oft mit hineinspielt weil die Kinder zwischen den Elternteilen hin und her gerissen werden und dann nicht wissen wo sie eigentlich hin gehören.
Zora Aurelia
15.04.2009, 11:38
Man kann auch ohne Gewalt sanktionieren. Und das sehr erfolgreich.
Man kann aber auch mit 'Gewalt' (imo ein hier vollkommen unpassender, undefinierter und überzogener Begriff) sanktionieren. Und das sehr erfolgreich.
Oder willst du allen Kids, die mal eine gescheuert bekommen haben, unterstellen, sie wären verkorkst?
Scheinbar gabs das Problem (bzw.das Problembewusstsein) vor 20-30 Jahren noch nicht in dieser Form... Ich hatte in meiner Grundschulzeit jedenfalls keinen Fall miterlebt... Und unbehandelt sollte das ja doch auffällig sein. oder?
Liegt aber eher daran, dass es eben nicht als Syndrom/Krankheit gesehen wurde, sondern als Charakterschwäche.
Führte im Elternhaus wie in der Schule zu Sanktionen.
Klar waren diese Kinder dann ruhig und produktiv (weil teils harte Sanktionen in Aussicht gestellt wurden. Nicht unbedingt körperlich, teilweise sozial).
Psychosomatische Kliniken sind heutzutage voll mit Erwachsenen, die eigentlich ADS haben bzw eigentlich solche Charaktermerkmale aufwiesen, aber auf "normal" diszipliniert wurden. Ob das dann in sucht, Depression, Persönlichkeitsstörungen oder sonstigen Problemen und Kompensationsmechanismen (intern wie extern/ausagierend) resultiert, ist fast schon austauschbar. Mangelndes Selbstbewusstsein, Identitätsschwächen, soziale Störungen und dergleichen sind bei Erwachsenen (Ex-)ADSlern, die keinen angemessenen umgang in kindheit/Jugend erfuhren sondern zwangsnormalisiert wurden, ziemliche Regel.
Weiterhin hinterlässts langfristig nen ziemlichen Schlag weg, wenn die eigene (hyperaktive) Natur unterdrücklt wird und Charaktereigenschaften als verachtenswert hingestellt werden (Was wiederum zu so mancher Macke führt). Anstatt dass man ne Plattform zur verfügung stellt, wie sich ausagieren können ohne zum "problem" zu werden. Da reicht ne Stunde mehr zeit zum Toben, Sport, oder ähnliches schon locker aus.
Man kann aber auch mit 'Gewalt' (imo ein hier vollkommen unpassender, undefinierter und überzogener Begriff) sanktionieren. Und das sehr erfolgreich.
Oder willst du allen Kids, die mal eine gescheuert bekommen haben, unterstellen, sie wären verkorkst?
Zum Letzten Satz: Nein, nicht zwingend. Allerdings halte ich es dennoch für den Falschen Weg. Du weisst einfach nicht, welche langfristigen Auswirkungen deine Ohrfeigen haben werden.
Und Eltern werden idR IMMER sagen, dass es in Ordnung war und gerechtfertigt und keine Konsequenzen hat. Geblubber, ausreden, dummes geschwätz und rechtfertigung der eigenen Unfähigkeit.
Zum ersten:
Und nein - Gewalt ist hier kein unpsender und überzogener Begriff. Körperliche Schmerzen für das Kind, willentlich hervorgebracht von einer anderen Person, gegen den Willen des Kindes.
Du kannst dem ganzen n andern Namen geben. Du kannst übern Hundehaufen auch Goldstaub streuen - Es bleibt dennoch n stinkender Hundehaufen.
Zora Aurelia
15.04.2009, 12:12
Zum Letzten Satz: Nein, nicht zwingend. Allerdings halte ich es dennoch für den Falschen Weg. Du weisst einfach nicht, welche langfristigen Auswirkungen deine Ohrfeigen haben werden.
Was wäre es auch für eine Welt, wenn wir uns mal wirklich alle der Konsequenzen unseres Handels bewusst wären? Haha, das ist nun wirklich zu schön um wahr zu sein.
Und Eltern werden idR IMMER sagen, dass es in Ordnung war und gerechtfertigt und keine Konsequenzen hat. Geblubber, ausreden, dummes geschwätz und rechtfertigung der eigenen Unfähigkeit.
Abgesehen davon, dass deine Regelfälle wohl keinen Platz für Ausnahmen lassen : was Eltern als Wirker der Ohrfeigen sagen, ist mir doch vollkommen schnurz, aber wieso fragst du die Kinder nicht mal dazu ?
Aber stimmt ja... sie sind ja in ihrer Kindheit geschlagen und unterdrückt worden und trauen sich deshalb nicht, ein Wort der Kritik gegen die eigenen Eltern zu erheben und ach und je... *sfz* oder wie darf ich dich verstehen ???
Zum ersten:
Und nein - Gewalt ist hier kein unpsender und überzogener Begriff. Körperliche Schmerzen für das Kind, willentlich hervorgebracht von einer anderen Person, gegen den Willen des Kindes.
Du kannst dem ganzen n andern Namen geben. Du kannst übern Hundehaufen auch Goldstaub streuen - Es bleibt dennoch n stinkender Hundehaufen.
Oh Gott, ja von mir aus. Ich selbst habe erlebt, was es heißt, wirkliche körperliche und vor allen Dingen psychische Gewalt am eigenen Leibe zu erfahren, also verzeih mir bitte, wenn ich nicht jeden Klaps auf den Arsch als 'Gewalt' bezeichne.
MfG, Zora
Was wäre es auch für eine Welt, wenn wir uns mal wirklich alle der Konsequenzen unseres Handels bewusst wären? Haha, das ist nun wirklich zu schön um wahr zu sein.
Ich versteh nicht, wo da die Polemik angebracht sein soll. "Macht man halt so, wir schon richtig sein. Konsequenzen? Klappe!"
Abgesehen davon, dass deine Regelfälle wohl keinen Platz für Ausnahmen lassen : was Eltern als Wirker der Ohrfeigen sagen, ist mir doch vollkommen schnurz, aber wieso fragst du die Kinder nicht mal dazu ?
Aber stimmt ja... sie sind ja in ihrer Kindheit geschlagen und unterdrückt worden und trauen sich deshalb nicht, ein Wort der Kritik gegen die eigenen Eltern zu erheben und ach und je... *sfz* oder wie darf ich dich verstehen ???
Privat wie fachlich hatte ich mit geschlagenen Kindern zu tun. Bzw Erwachsenen bei denen Schläge in der Erziehung ihre Anwendung fanden. Und wenns ne 50-50-Quote ist zwischen "War ok" und "War gar nicht gut" - Selbst das ist noch deutlich zuviel.
Im Endefekt machst Du Menschen zu Pawlowschen Hunden mit sowas. Mehr nicht.
Oh Gott, ja von mir aus. Ich selbst habe erlebt, was es heißt,
wirkliche körperliche und vor allen Dingen psychische Gewalt am eigenen Leibe zu erfahren, also verzeih mir bitte, wenn ich nicht jeden Klaps auf den Arsch als 'Gewalt' bezeichne.
Dann kannste ja froh sein, dass dich dieses übermass so abgestumpft hat.
Vielleicht sollte einfach auch jeder erstmal das volle Brett abkriegen. Dann hinterlässt alles was drunter liegt, keine Spuren mehr, und zudem wird die Erzioeherishe Tracht prügel dann umso mir ihren zweck erfüllen.
Klingt gut, oder?
Im Ernst: Nur weil du mehr erlebt hast, ist das kein grund, ein Weniger herunterzuspielen.
Zwiebelkopf
15.04.2009, 12:27
Was ich angewendet habe war psychische Gewalt - ich bin auch bei Kindern net zimperlich und ich habe ein extrem lautes Organ und einen nicht gerade freundlichen Blick - Hans-Martin ist heulend hinter Papi gerannt.
Erfolg vom Vater: 0%, verweichlichter Hippie da mit der alternativen Erziehungsmethode. Hans-Martin ist ein späterer Kandidat fürs Jugendheim/Gefängnis - er durfte ja ALLES und es kam nur: nein Hans-Martin. Manchma denk ich der Vater redet mit einem Hund -> Aus, böser Martin, in die Ecke, sitz.
Aber am geilsten is immernoch: Mama hat auch nein gesagt
Was ich angewendet habe war psychische Gewalt - ich bin auch bei Kindern net zimperlich und ich habe ein extrem lautes Organ und einen nicht gerade freundlichen Blick - Hans-Martin ist heulend hinter Papi gerannt.
Genau da wären dann wieder die Eltern gefordert, die Hans-Martin einerseits klar machen, dass es Konsequenzen hat, wenn er gewisse Dinge tut, andererseits aber ihn soweit auffangen, dass er die Begegnung vernünftig wegsteckt und begreift, was da passiert ist.
Aber ne, versteh schon. Geht ja nur, wenn die Eltern durchgreifen und auch mal zuschlagen.
Ziemliche Schwarz-Weiss-Sicht.
Ich versteh nicht, wo da die Polemik angebracht sein soll. "Macht man halt so, wir schon richtig sein. Konsequenzen? Klappe!"
Privat wie fachlich hatte ich mit geschlagenen Kindern zu tun. Bzw Erwachsenen bei denen Schläge in der Erziehung ihre Anwendung fanden. Und wenns ne 50-50-Quote ist zwischen "War ok" und "War gar nicht gut" - Selbst das ist noch deutlich zuviel.
Im Endefekt machst Du Menschen zu Pawlowschen Hunden mit sowas. Mehr nicht.
Dann kannste ja froh sein, dass dich dieses übermass so abgestumpft hat.
Vielleicht sollte einfach auch jeder erstmal das volle Brett abkriegen. Dann hinterlässt alles was drunter liegt, keine Spuren mehr, und zudem wird die Erzioeherishe Tracht prügel dann umso mir ihren zweck erfüllen.
Klingt gut, oder?
Im Ernst: Nur weil du mehr erlebt hast, ist das kein grund, ein Weniger herunterzuspielen.
Klappe! was versuchst Du damit zu erwirken??? Du hast privat und fachlich mit geschlagenen Kindern zu tun, SCHÖN! Dann hilf diesen Kindern. Aber diese Kinder mit denen Du es zu tun hast haben mehr als mal eine bekommen. Blaue Flecken? Offene Wunden? Das wohl eher als nur mal eine Backpfeife!
Hast meine Frage immer noch nicht beantwortet - hast DU Kinder? Was sind in Deinen Augen die perfekten Eltern? Berichte mir bitte aus Deinem reichen Schatz an Erfahrung damit ich bei meinem Kind niemals Fehler mache, würde ich gerne wissen was Du mir vorschlägst. NEIN - ich hab ne bessere Idee - Du gründest eine Schule für Eltern unter dem Motto: "Wie erziehe ich das perfekte Kind?" Ich komm dann dahin, zahl Dir wahrscheinlich n Haufen dafür um dann festzustellen dass es nichts bringt weil jedes Kind eine individuelle Erziehung haben sollte. Fehler der Eltern sind immer da - NOBODY IS PERFECT!
Jeder hier hat in dem einen oder anderen Sinn schon mal mit Gewalt zu tun gehabt und ich sage Dir mal ganz ehrlich - psychische Gewalt verkorkst einen Menschen wesentlich mehr als eine Ohrfeige die wirklich gerechtfertigt war. Einem Kind Drohungen zu machen wie: "Ich hau ab und komm nicht mehr nach Hause!" oder Dinge in der Art machen wesentlich mehr zu schaffen weil das Kind ab diesem Moment immer Angst haben wird das Mama jedes Mal wenn sie das Haus verlässt nicht mehr kommt.
Zora Aurelia
15.04.2009, 13:22
Ich versteh nicht, wo da die Polemik angebracht sein soll. "Macht man halt so, wir schon richtig sein. Konsequenzen? Klappe!"
Genau diese Mentalität wollte ich mit meinem Satz kritisieren.
Dann kannste ja froh sein, dass dich dieses übermass so abgestumpft hat.
Das bin ich allemal, kannste mir glauben.
Was nützt es einem auch, über jeden kleinen Scheiß zu heulen ?
Oh und bevor du darauf kommst: nein, ich hatte wundervolle Eltern. War wer anderes :).
Vielleicht sollte einfach auch jeder erstmal das volle Brett abkriegen.
Du hast natürlich keine Ahnung, was mir passiert ist, aber ich sage hier einfach mal: das wünsche ich keinem. Von ganzem Herzen nicht.
Dann hinterlässt alles was drunter liegt, keine Spuren mehr, und zudem wird die Erzioeherishe Tracht prügel dann umso mir ihren zweck erfüllen.
Klingt gut, oder?
Wie du es schon wieder überspitzt und dramatisierst *lach*.
"Tracht Prügel" - ja, aber natürlich doch. Wir reden hier von der ein oder anderen Ohrfeige, die, wenns hochkommt, 4 Mal im Jahr ausgeteilt wird und zwar so, dass es für das Kind nachvollziehbar ist.
Ich möchte dich mal sehen, wenn du morgens zur Arbeit musst (wahrscheinlich selber noch sehr müde), dein Kind aufstehen soll, damit du es vorher in den Kindergarten bringen kannst, es aber einfach zu müde ist, keinen Bock hat oder dir einfach nur widersprechen möchte, weil es das morgens immer so witzig findet (und jetzt komm mir nicht mit "Gute Kinder die nicht geschlagen werden widersprechen ihren Eltern nicht aus Jux und Dollerei").
Deinen Chef interessiert das im Übrigen überhaupt nicht, er sagt dir nur, dass du gefälligst pünktlich zu sein hast - wie du das anstellst, ist ihm egal.
Glaub mir, so sehr man sein eigenes Kind auch liebt und hütet, so sehr können die kleinen Satansbraten einen zur echten Weißglut treiben. Da sagt man irgendwann "Hör auf jetzt, oder es knallt gleich, ich meins ernst !" und wenn dann nicht Schluss ist, dann knallt es eben einmal.
Laut deiner extremen schwarz-weiß-Denkerei gibt es solche Zwischenlösungen erst gar nicht und wenn, dann sind sie direkt so schädigend, dass jedes Kind früher oder später zum Therapeuten gehört.
Epic somehow.
Im Ernst: Nur weil du mehr erlebt hast, ist das kein grund, ein Weniger herunterzuspielen.
Wenn du es wenigstens mal als "Wenig(er)" betrachten würdest. Aber nein, für dich gibt es nur die prügelnden, tobenden und wütenden Eltern, die wahrscheinlich noch mit dem Knüppel auf ihre Kinder losgehen.
Oder wärs dir lieber, Eltern würden ihren Kindern mal ein Beinchen stellen? Irgendwas nach ihnen werfen? Sie durch die ganze Wohnung/das ganze Haus hinweg kontinuierlich anbrüllen ?
Irgendwas halt um die bösen, bösen Ohrfeigen zu vermeiden. Und nein, in die Kissen hauen zählt nicht (als ob man sich in einem Streitgespräch immer ruhig verhalten kann...).
Oder den ganzen Ärger immer runterschlucken, immer unterdrücken ?
Ach, so ein Mist aber auch, dass das dazu führt, dass man als ganz normaler Mensch irgendwann unter diesem Druck explodiert und dann womöglich das passiert, was du hier (richtigerweise) ankreidest, nämlich dass man das Kind grün und blau und windelweich schlägt.
MfG, Zora
Trollchen
15.04.2009, 13:36
Evt. sollte man auch einfach mal abstufen zwischen einem Klaps, Rütteln o.ä. (das bockige Kind unter den Arm klemmen und es ungeachtet des Schreikrampfes aus dem Laden tragen, wo es sich trotzig auf den Boden wirft) und einer voll durch gezogenen Ohrfeige - das Letzteres indiskutabel sein sollte versteht sich meines Erachtens von selbst...
Außerdem gibt es viele Arten physischer Gewalt auch ohne Schläge - vom Anschreien, Schütteln bis hin zum unter die kalte Dusche stellen und auch psychische Gewalt, die meines Erachtens noch um einiges schlimmer ist (zu wenig Haut- und Körperkontakt, Liebesentzug, Verachtung, Isolation).
Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass jeder erlebte (Selbst)Kontrollverlust der Eltern für das Kind verstörend wirkt - ob die Eltern nun brüllend durch die Wohnung toben, Sachen werfen, unkontrolliert prügeln oder auch resignieren oder gar in die Opferrolle fliehen wie beispielsweise eine Mama, die von der Situation überfordert nix mehr isst und sich heulend in ihrem Zimmer einschließt - all das nimmt dem Kind das Gefühl von Sicherheit und führt zu klimatischen Störungen, weil das erforderliche Geborgenheitsgefühl (und Vertrauen in die Eltern) abhanden kommt.
Es kann für Kinder auch schwerlich gesund oder erstrebenswert sein, sich aus Sorge um die Eltern dann selbst disziplinieren zu müssen - da bekommt es eine Verantwortung aufgehalst, die unzumutbar ist und die Rollen Kind - Eltern werden verdreht.
Was man aber nie außer Acht lassen sollte, ist ein erforderliches Maß an Respekt vor den Befindlichkeiten und der Würde des Kindes und die Hose runter gezogen und den Po verhauen zu bekommen ist spätestens wenn das Kind dann ein Schamgefühl entwickelt sehr entwürdigend und meines Erachtens dann auch deshalb nachhaltig daneben. Ein Junge kann schon mal 'ne Kopfnuss vertragen, sowas ist in Grenzen normaler Umgang und auch bei Mädels gibt's gewißlich Dinge, die akzeptabel sind (fehlen mir Erfahrungswerte) - aber das Wichtigste bei einer Strafe ist wohl, ob sie für das Kind akzeptabel wäre.
Nicht nur die körperliche Unversehrtheit sollte da im Mittelpunkt stehen, sondern auch so Dinge wie Würde und Selbstwertgefühl des Kindes (sonst ist der Knacks vorprogrammiert).
Wolfsonson
15.04.2009, 14:11
zur strafe muss man eine playstation kaufen und nie damit spielen lassen.
zur strafe muss man eine playstation kaufen und nie damit spielen lassen.
hast du nichts vernünftiges bei zu tragen???
was Trollchen da sagt bringt die ganze Diskussion hier genau auf den Punkt. Ich denke jeder hat zu diesem Thema seine Einstellung, wichtig dabei ist das Endergebniss und das ist meiner Ansicht nach ein/e junge/r Erwachsene/r, die/der mit beiden beiden im Leben steht und das Leben genießen kann, dabei die Eltern lieben und respektieren können.
Für mich persönlich kann ich sagen dass ich meine Mutter sehr liebe und respektiere. Sie war alleinerziehend mit drei Kindern und wir alle stehen gut im Leben und voll hinter unserer Mutter, auch/obwohl wir ab und zu mal eine Bachpfeife bekommen haben.
Steelborn
15.04.2009, 14:35
Evt. sollte man
[...]
(sonst ist der Knacks vorprogrammiert).
Punkt 1: eigentlich mag ich keine Full-Quotes - deshalb obigen Quote nur gekürzt dargestellt.
Bezieht sich aber unter anderem auch auf diesen Post.
Eine "echte*" Strafe - egal welche hat immer etwas entwürdigendes. Ob es nun "Freiheitsentzug" ist oder das "Abarbeiten von Sozialstunden". Je nach Individuum kann das als wesentlich entwürdigender Empfunden werden als die berühmten "10 Stockhiebe die man in Singapur fürs Kaugummispucken" bekommt.
Und Kinder... naja Kinder (und Erwachsene) lernen vor allem durch die Kombination von unmittelbarer Reaktion auf Aktionen. Und am allerbesten durch sofort mit dem (negativen) Verhalten assoziierbaren Schmerzen.
Ein Kind das vom 2 Meter hohen Vordach springt, sich die Beine aufschürft oder gar was bricht - wird im Zweifelsfall eine Wiederholung des Sprungs zumindest kurz überdenken.
Angst vor einer evt. eintretenden Strafe kann auch zum Schutz der Kinder geschehen. Um das Beispiel mal aufzugreifen: Der terroristische Anschlag mit Sprengstoff auf einen ganzen Staat von Formicidae (ein Akt der Kriegserklärung)... ist ansich erstmal für das Kind nicht weiter schlimm -
spätestens aber wenn der Knallkörper mal in der Hand explodiert, sollte man das Kind mal im nachinein (sobald es die Tragweite begreifen kann) fragen: wäre eine Ohrfeige (beim herauskommen der Tat), und das Unterlassen der Aktion beim Nächstenmal, lieber gewesen als der Verlust der Extremität (beim schiefgegangenen wiederholten Terrorexperiment)?
(Auf der anderen Seite frage ich mich aber grade, wie kommt man als Kind an Böller? Vielleicht bin ich in der hinsicht einfach zu "abgeschottet" worden, aber bei wurde alles was Feuer machen konnte sofort und unter wildem gezeter konfesziert...)
Kinder lernen nicht durch erklären: sie lernen durch "begreifen" - mir wurde auch groß und breit erklärt, dass ich ja nicht an die Herdplatte fassen sollte (da war ich 3 1/2) während meine Mutter kocht, dass es verdammt weh tun würde... in dem Moment wo sie nicht hingeschaut hat (war ja Spitzbubig in der Beziehung - und "verdammt Wehtun" war zumindest ein neuer Begriff der näher erforscht werden musste) hab ichs natürlich doch getan. Resultat: Hand voller Blasen, Schmerzen... Abbruch des Kochvorganges (trotz Hungers des zu bekochenden Kleinkindes) und Abtransport eines brüllenden quängelnden Patienten zum Kinderarzt. Eine Backpfeife zur rechten Zeit hätte es verhindern können... *anmerk* Von da an hab ich aber sofort gespurt wenn es hieß: "Nicht anfassen - kann böse weh tun!"
Ja selbst Erwachsene lernen bestimmte Dingen nicht durch Logik und Vernunft, sondern nur duch harte, reale Konsequenz.
Das fängt beim Rauchen an - die evt(!) Auswirkungen sind nicht unmittelbar - ergo wird das subjektive Empfinden die Möglichkeit an Krebs zu erkranken für das Individuum selbst ausschließen.
Würde Rauchen direkt und sofort stark schmerzen, würde es (fast) niemand tun...
Ja nicht mal zwingend im körperlichen Bereich scheinen nicht unmittelbare Konsequenzen das Einschätzen von Gut und weniger Gut zu erschweren:
Würde Fremdgehen unmittelbar so Wehtun, wie es eine evtl. Beendigung der Beziehung durch den/die Gehörnte/n tut, würde es kaum jemand machen dem die eigentliche Beziehung wichtig ist.
So der Rest ist gesülze - muss also nicht gelesen werden (Zitate aus dem Zusammenhang lasse ich allerdings nicht gelten):
Schmerz ist eine "Erziehungsmethode" der Natur - sie sagt dir damit: halt hier hast du grenzen - du bist NICHT Supermann.
Fast alle sozialen Tiere, von Katzen/Hunden bis hin zu den Primaten kennen das Prinzip der körperlichen Züchtigung durch Ranghöhere bei Fehlverhalten. Und auch da funktioniert es einwandfrei. Der Zwicker wenn die Welpen etwas tun was sie nicht sollen ist dabei mit dem Klapps auf den hintern zu vergleichen.
Es ist eine ganz natürliche, instinktive Reaktion um das "Machtgefüge" (erziehung ist ja nichts anderes als jemanden seinen Willen aufzudiktieren)
wieder gerade zu rücken.
Das war es aber auch schon. Gewalt ist kein Terrorinstrument auf dem eine Erziehung basieren kann. Es leuchtet ein das Prügeln eine Misshandlung darstellt. Der (im absoluten Ausnahmefall vorkommende) Klapps oder die Backpfeife allerdings fällt für mich nicht unter die Misshandlung. Und das sag ich, obwohl an mir schon ein Löffel zu Bruch ging (damals hab ich im 7 Stock verkaufen gespielt: alles über die Brüstung des Balkons geworfen ... schlimm genug... nur als ich auch noch auf die idee kam hinterherzuklettern...)
Ich fühlte mich aber zu keiner Zeit bedroht oder verängstigt - wenn ich nichts gravierend grobes verbockt hatte.
Ich weiß, viele mögen es nicht, wenn ich Ihnen immer wieder unter die Nase reibe, dass der Mensch nicht DAS vernunftbegabte Wesen ist, was er zu sein glaubt. Gut 80% unseres täglichen Handels werden primär immernoch von den Instinkten und Trieben gesteuert und erst im sekundären vom Verstand.
Evolutionär betrachtet sind wir grade erst vom Baum gehüpft.
Der Mensch ist wohl fähig die Unschärferelation und die Relativitätstheorie zu entwickeln - aber nach der bösen Biene/Wespe ( Zitat "ist doch das selbe") hauen die meisten instinktiv trotzdem, obwohl der Verstand sagt: bleib ruhig - dann ignoriert sie dich. Der Mensch mag in den Weltraum fliegen köennen, aber in jeder Massenpanik siehst du das wahre menschliche Verhalten: panikartige unkoordinierte Flucht ohne Rücksicht auf Verluste der Anderen.
Also nicht anders wie bei "dummen" Herdenvieh... Und dabei hat eine Kuh noch nichtmal Ahnung von Algebra - und sie wurde auch nicht (mehrfach) in das richtige Verhalten bei Fluchtsituationen instruiert - die meisten Menschen aber schon oO!
Du kannst einen Menschen - wieder jeder Logik und "Menschenverstand" - dazu bringen die widersinnigsten Dinge zu tun - er muss es tun - seine Instinkte befehlen es...
* ich schreibs nur dazu weil Geldstrafen für mich keine Strafen sind...
Exmachine
15.04.2009, 16:03
sollte man den Thread nicht in die Laberecke verschieben,die meisten Beiträge sind ja doch mehr als 1 2 sätze..
Grins, habe mich auch schon gewundert dass es noch nicht gemacht wurde :nod:
n8fire ~/power\
15.04.2009, 16:43
respekt
Klappe!
Ok. Das allein ist für mich n Grund, auf Dein Geschreibsel hier nicht mehr einzugehen, den Rest hab ich nur überflogen, mir gefällt der Tonfall schon nicht.
Oder den ganzen Ärger immer runterschlucken, immer unterdrücken ?
Errrrrm. Ich war fast gewillt, dir in Teilen zuzustimmen.
Was Du hier schreibst, geht aber mal gar nicht.
Ja, Kinder mögen manchmal anstrengend sein.
Irgendwas an ihnen (oder an anderen Menschen) rauszulassen - physisch - geht gar nicht. Psychisch mags grenzwertig sein (Gegen ein "mal anfahren" sag ich gar nix gegen. Beständiger Brüll-Terror ist was anderes. Mal abgesehen davon dass jemand der nur schreit irgendwann eh nicht mehr ernst genommen wird).
Frutration, Wut etc an andern Menschen physisch auszulassen ist aber No-Go. Es gibts genug mittel und Wege, soetwas anders zu verarbeiten. Zur Not suche man sich professionelle hilfe.
Was mich an Euren Argumentationen stört, ist die scheinbare leichtfertigkeit, mit der ihr sowas propagiert.
*Wenn* denn sowas passiert, sollte es die absolute Ausnahme sein.
Allerdings möcht ich mal sehen, was denn nun als Ausnahme angemessen ist und wo die Grenze hinter "Mal nen Klapps" zu sehen ist.
Das problem ist, dass niemand eingestehen wird, wenns denn wirklich zuviel war. Sondern immer nur sagen wird, dass es gut so war.
Selbst wenn das Kind sagt "War nicht gut, schadet mir" - Der Elternteil wirds besser wissen, für mich die deutliche Gefahr der Grenzüberschreitung, denn das sich Eltern bei ihren Kindern entschuldigen, wenn sie tatsächlich mal danebenlangen, ist nicht grade die Regel.
Und deswegen fahr ich bei sowas null Toleranz.
Wer beurteilt schliesslich, was gerechtfertigt ist, was willkür, was kompensation von persönlicher Frustration? Der Erziehende. Wer kontrolliert diesen? Er selbst im Endeffekt.
Sorry - Ich seh hier einfach nicht, wie - abseits von persönlicher Willkür - eine Grenze zu setzen ist, bei der nicht so oder so gesagt wird "das war jetzt aber richtig so".
Lady Leia
15.04.2009, 20:14
Wow...
Auf der einen Seite frustriert mich was manche schreiben, auf der anderen Seite stimme ich einigen aber auch zu.
Kinder(gerade Jugendliche) testen ihre Grenzen, wenn Ihnen Einhalt geboten wird, dann lassen sie es für ne Weile und versuchen es aufs Neue.
Es gibt Menschen, die damit umgehen können und den Kindern die nötigen Konsequenzen stecken, dann gibt es aber auch Eltern, Erzieher, (ja auch Erzieher) oder Lehrer, die wissen nicht wie sie sich gegenüber dem zuerziehenden profilieren und diesen die Grenze aufweisen können.
Gewiss sind Schläge oder Psycho-terror kein geeignetes Mittel den Kindern zu zeigen, dass Sie ihre Grenzen überschritten haben, aber was versteht die allgemeinheit unter einem "Gelegenheitsklapps"?
In meinen Augen fragen sich Kinder ein bis zwei mal in ihrem jungen Leben einen "Karnickel-Fang-Schlag" sprich einen hinter die Ohren. Das hab ich getan, das hat mein Mutter getan, das werden meine Kinder irgendwann (wenn ich mal so weit sein werde) auch tun.
Worauf ich hinaus will, so lang das Kind nicht jedes mal wenn es etwas falsch macht einen hinter die Löffel bekommt, und das Kind im Nachhinein sagt, jo, den hab ich mir tatsächlich verdient, kann man auch mal was auf den Hinterkopf geben.
Was garnicht geht, sind Schläge, die aus voller Wucht kommen.
Worauf ich aber garnicht kann, ist das genaue Gegenteil, die Kinder dürfen tun und lassen was sie wollen. Sprich "Antiautoritäre Erziehung"
Denn Kinder müssen schon früh lernen das es überall Grenzen gibt, die nicht überschritten werden dürfen. Ich habe in meiner Einrichtung so einen Fall, Das Kind darf alles bei den Eltern und so verhält es sich auch bei seinen Mitmenschen im Kindergarten.
Wenn man dem Kind sagt, dass es gewisse Dinge nicht darf, dann ignoriert es diese Aussage und macht weiter. Was soll das? frag ich mich da, denn das kann es auch nicht sein, dass wir Erzieher ausbaden dürfen, was die Eltern vermasseln.
Bei der Erziehung geht es vor allem darum, was tut meinem Kind gut und wie kann ich mit ihm auf einer Ebene kommunizieren ohne es in Prügel ausarten zu lassen, oder dem Kind nicht mehr Herr zu werden.
Zora Aurelia
15.04.2009, 20:41
@ True Ravenheart : Danke für die PM. Ich möchte mich an dieser Stelle ausklinken mit einem herzallerliebsten dicken DITO an Lady Leia.
Mehr ist einfach nicht hinzuzufügen - das, was du hier schreibst, erklärt meine gesamte Meinung zu dem Thema nahezu perfekt.
MfG, Zora
Edit zu unter mir: Oh Mann, wie einem hier teilweise die Worte im Munde herum gedreht werden...
Menschen brauchen Schmerzen, um ihre eigene Position in der menschlichen Hierarchie zu begreifen. Zwar fänden es die ganzen besorgten Öko-Muttis und feministischen Hippie-Psychologinnen schön, wenn alles auf intellektueller Basis ablaufen würde, aber Körperkraft ist auch ein Kriterium mit dessen Hilfe man sich über andere erheben kann, ergo auch ein vollkommen rechtmäßiges Mittel um einem selbst unterlegene Menschen in Schranken zu verweisen.
Wenn das Kind, welches die Grenzen überschreitet mit nicht genug Intelligenz ausgestattet ist, um Worte, bzw den Sinn dahinter zu begreifen, dann hilft eben nur noch eine kleine Gesichtsmassage. Eine rote Backe hat noch niemanden getötet.
Hat 3000 Jahre lang gut funktioniert, und nur weil in den letzten 30 Jahren die Menschen (und damit auch Eltern) degeneriert und schwach geworden sind, und sich nicht trauen oder es vollkommen versäumen, ihren Kindern Respekt gegenüber anderen zu lehren, und diese Kinder die Schwäche ausnutzen und aufmüpfig werden, ist es genau in diesen Zeiten vollkommen irrsinnig wild gewordene verwöhnte Kinder auch noch in mehr Watte einzupacken.
Nur 2 Pfennige am Rande des Themas, finde den Text ganz nett geschrieben, obwohl er inzwischen schon recht alt ist.
Vespasian
15.04.2009, 23:24
Menschen brauchen Schmerzen, um ihre eigene Position in der menschlichen Hierarchie zu begreifen. Zwar fänden es die ganzen besorgten Öko-Muttis und feministischen Hippie-Psychologinnen schön, wenn alles auf intellekuteller Basis ablaufen würde, aber Körperkraft ist auch ein Kriterium mit dessen Hilfe man sich über andere erheben kann, ergo auch ein vollkommen rechtmäßiges Mittel um einem selbst unterlegene Menschen in Schranken zu verweisen.
Wenn das Kind, welches die Grenzen überschreitet mit nicht genug Intelligenz ausgestattet ist, um Worte, bzw den Sinn dahinter zu begreifen, dann hilft eben nur noch eine kleine Gesichtsmassage. Eine rote Backe hat noch niemanden getötet.
Hat 3000 Jahre lang gut funktioniert, und nur weil in den letzten 30 Jahren die Menschen (und damit auch Eltern) degeneriert und schwach geworden sind, und sich nicht trauen oder es vollkommen versäumen, ihren Kindern Respekt gegenüber anderen zu lehren, und diese Kinder die Schwäche ausnutzen und aufmüpfig werden, ist es genau in diesen Zeiten vollkommen irrsinnig wild gewordene verwöhnte Kinder auch noch in mehr Watte einzupacken.
Aha. Erklär das mal einem Zehnjährigen, der von seinem Vater verprügelt wird. (Leider haben meine Eltern mich nie geschlagen. Denn hey, das ist ja garnicht schlimm, habe ich gerade gelernt!:rolleyes::rolleyes::rolleyes:)
Ich behaupte nicht dass man Kinder dauernd schlagen sollte, wo bitte kannst du das meinem Beitrag entnehmen? Wenn du meine Meinung kritisieren willst, dann interpretier bitte nicht Himmel und Hölle rein, ok?
-> Nochmal lesen, nachdenken, dann posten.
(Leider haben meine Eltern mich nie geschlagen. Denn hey, das ist ja garnicht schlimm, habe ich gerade gelernt!:rolleyes::rolleyes::rolleyes:)
Es ist richtig krass, wie eine simple Ohrfeige mittlerweile kriminalisiert wird.
"Mein Gott! Du hast von deinem Papa mal eine Ohrfeige gekriegt?, *was ist denn das für ein Monster..."
*was ist denn das für ein psychologischer Versager, dass er das nicht auf "gewaltfreier Basis" gelehrt hat..."
*der gehört ja eingesperrt..."
Soweit sind wir heute und das sagt man als bald 21 Jähriger (und merkt dabei selbst, dass man ja schon wie der eigene Opa klingt), wie traurig vieles geworden ist, es bedarf keiner Worte....
Ansonsten fettes Dito @ Zaced, hast das sehr schön verdeutlicht.
In diesem Sinne: [x] Vote for mehr gesunde Autorität (notfalls auch mal mit einer Ohrfeige)
Beweist mir
a) dass eine Ohrfeige schadet und
b) dass eine Ohrfeige nicht schadet.
Ich glaube ein Kind durch euren "harmlosen Klaps" zum weinen zu bringen ist sicherlich nicht der richtige Weg, sollte es ihn geben. Dieser Klaps bewirkt vielleicht, dass das Kind oder wer auch immer [insert something] nicht (mehr) macht, hat dafür aber mMn andere Nebenwirkungen, die auch nicht von der Hand zu weisen sind. Kinder begreifen nämlich oft nicht, warum ihnen grade eine gescheuert wurde. Da wird schon gerne mal ein "Der Papa hasst mich, der dumme Sack" statt "OK, das mach ich nicht mehr" rauskommen.
Zuerst mal zu Lady Leia: alles was Du schreibst trifft meiner Ansicht nach zu 100% zu und es ist gut dass endlich mal jemand das ganze hier so auf den Punkt bringt. Ist mir auch nicht so gelungen. Danke! Respekt!
Ravenheart: ich finde es lustig dass Du Dinge, die ich aus einem Kommentar von DIR zitiert habe, jetzt versuchst gegen mich zu verwenden. Mich würde mal interessieren wie alt Du bist. Solltest Du älter als zwanzig sein würde ich Dich jetzt mal als unreif hinstellen - aber das ist nur meine Meinung.
Die Leute die diese ganze Disskussion hier schon länger verfolgen wissen auf was sich mein Kommentar bezogen hat.
Ich denke dass jeder der Kinder hat zu diesem Thema anders denkt, manche handeln falsch und sind wir ganz ehrlich, wer überfordert ist gibt das nur ungern zu. Im Endeffekt erzieht jeder sein Kind wie er/sie es für richtig erachtet. Wenn dann was schief läuft ist es natürlich nie die Schuld der Eltern, weil keiner einsieht einen Fehler gemacht zu haben, geschweige denn mal den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ich persönlich möchte mein Kind so erziehen wie es meine Mutter bei mir und meinen Geschwistern gemacht hat, denn ich finde sie war eine gute Mutter und ist sie noch. Auch sie hat ihre Fehler gemacht, aber dafür sind wir eben auch blos Menschen. Aus Fehlern lernt man und solange man dass einem Kind vernünftig beibringen kann sehe ich kein Problem.
Klapps hin oder her, Hausarrest, wegsperren, irgendwelche Verbote, wir könnten hier jetzt jede einzellne Methode von Erziehung disskutieren und würden zu keinem Ergebniss kommen denn im Endeffekt wird immer irgend jemand ein Argument bringen, warum genau das nicht gemacht werden darf. Dann währen wir dabei dem Kind praktisch alles durchgehen zu lassen weil keine Strafe vertretbar währe. Das ist dann natürlich auch nicht in Ordnung und so weiter und so fort... unendliches Thema.
Alkasha:
Ich bin sogar älter als Du, also stell mich ruhig als unreif hin, wennm Du Dich damit besser fühlst.
Trotzdem geh ich auf den Krempel den Du schreibst und Deine Angriffe hier nicht mehr ein - Dass es auch ohne Gekeife und persönliche Angriffe wie Du es grad bringst geht, hat der kurze PN-Wechsel mit Zora gezeigt.
Solltest Du tatsächlich noch an ner ernsthaften Diskussion interessiert sein (Wovon ich nicht ausgehe, Deinem bisherigen Verhalten nach) - PN genügt.
Cyphestro
16.04.2009, 10:11
Kinder begreifen nämlich oft nicht, warum ihnen grade eine gescheuert wurde. Da wird schon gerne mal ein "Der Papa hasst mich, der dumme Sack" statt "OK, das mach ich nicht mehr" rauskommen.
Wenn es unmittelbar nach der "bösen Tat" passierte, dann begreift das jedes Kind; das ist ein angeborener Mechanismus.
Ich bestreite jedoch nicht, dass oft Kinder viel zu spät für etwas bestraft werden und dann, je nachdem wie klein sie noch sind, nicht mehr die Strafe mit ihrem Verhalten vor XY Zeiteinheiten assoziieren werden können und sich dann für vermeintlich harmloses (oder gar gutes) Verhalten bestraft fühlen.
Insofern sehe ich es prinzipiell genauso wie Zaced und im Detail wie Zeitgeist.
Ravenheart: Ich versuche Dich hier nicht anzugreifen, sondern herauszufinden was Du als Erziehungsmethode nennen würdest. Du redest in fast allen Deinen Beiträgen um eine Lösung herum. Bist gegen Gewalt. Ist auch ok. Respektiere ich. Aber dann bring doch bitte ein schlagfertiges Argument. Es gibt tausend Dinge die man als Eltern falsch machen kann. Alle zu umgehen ist schwierig.
Kleine Situation von mir zu Hause weil ich denke dass auch solche Dinge die Erziehung beeinflussen:
Mein Mann und ich haben einen Streit/Meinungsverschiedenheit. Das kommt in jeder Beziehung vor. Wenn unser Sohn im Wohnzimmer spielt, tragen wir diesen Streit nicht vor dem Kind aus. Das Kind bekommt das mit und ich finde es gerade in seinem Alter (2,5) nicht in Ordnung, also gehen wir in einen anderen Raum.
Wie oft kommt es vor dass Eltern vor den Kindern streiten, dabei auch mal lauter werden. Das fängt schon im Windelalter an. Das Kind bekommt in dem Moment nur die Lautstärke und den Tonfall mit. Mag für den Erwachsenen eine Lapalie sein, für das Kind nicht. Das Kind lernt in diesem Moment: Der Tonfall ist normal. Das hilft später im Kindergarten und Schule nicht, da dort der Ton als aggressiv hingestellt wird. Ist nicht falsch, nur ist das Kind nicht schuld an der Situation.
Und noch etwas das bisher etwas ausser acht gelassen wurde: Die Eltern werden immer jünger. Kinder bekommen Kinder. Eine 16 oder auch noch 18 jährige ist nicht reif geschweige denn fähig ein Kind zu erziehen weil der Prozess von "Selbstfindung" noch nicht abgeschlossen ist. Sicherlich gibt es Außnahmen, aber die sind selten. Ausbildung fehlt, dann wird man schnell zum Harz4-Empfänger. Vater bleibt eventuell nicht mal da oder kümmert sich nicht um das Kind. Streits gehen damit los, dass kein Geld da ist, dass man in diesem Alter noch den Drang hat öfter in die Disco zu gehen. Gehört ja alles dazu, aber da fangen ein Großteil von Problemen an, die sich bei dem Kind durchs ganze Leben ziehen.
Ein Kind dass "Messi" vorgelebt bekommt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zum Messi. Habe ich im Freundeskreis selbst erlebt. Die Eltern hatten Ihr halt nie beigebracht aufzuräumen. Schlicht und einfach kann sie es nicht.
Genauso ist es mit Aggression, Faulheit usw....
Alkasha: Ich hatte bereits einige Ansätze im Thread gebracht. Wurde aber leider im Wesentlichen übergangen.
Ebenfalls fühlte sich niemand wirklich berufen, auf die Fragen, die bei meiner Erklärung zum Thema "Zero Tolerance" aufkamen, konkret was zu sagen.
Ansonsten würd ich sagen: Du hast ne PN.
Kinder sind keine Partner und auch nicht als solche zu behandeln, sie brauchen Regeln und vor allen Dingend deren konsequente Durch- bzw. Umsetzung.
Eine erfolgreiche und plausible Maßnahmen (naben zahlreichen anderen) hierfür ist maßvolle "körperliche Züchtigung" (einer meiner Lieblingsbegriffe :cheerful:).
Physischer und auch psychischer Schmerz sind und waren fester Bestandteil der menschlichen Existenz und die größten und effektivsten Lernerfolge erziehlt man meiner Meinung nach, wenn man Ergebnisse des eigenen Handelns auch sprürt (positiv wie negativ).
Trollchen
16.04.2009, 13:17
Und noch etwas das bisher etwas ausser acht gelassen wurde: Die Eltern werden immer jünger. Kinder bekommen Kinder. Eine 16 oder auch noch 18 jährige ist nicht reif geschweige denn fähig ein Kind zu erziehen weil der Prozess von "Selbstfindung" noch nicht abgeschlossen ist. Sicherlich gibt es Außnahmen, aber die sind selten.
Also das würde mich dann doch sehr verwundern, wenn das der Regelfall wäre - ich sehe vielmehr die Zahl der Mütter, die kurz vor der DL dann noch fix Kinder bekommen (Torschlußpanik) stark im Anstieg, früher waren die Mütter meiner Meinung nach im Schnitt eigentlich jünger als heute - sicher gibt's die sehr jungen Mamas, die dann unverhofft Kinder bekommen, weil die Aufklärung wohl an ihnen vorbei gegangen ist, aber ob das nun der mehrheitliche Trend ist ?
Siehe auch hier (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/12/PD07__511__12641,templateId=renderPrint.psml) oder hier (http://www.bpb.de/wissen/8QIORZ,0,0,Alter_der_M%FCtter_bei_der_Geburt_ihrer_Kinder.html)
Kann ich eindeutig bezeigen: Habe mich einmal in der Schule geschlagen - auch wenn es nicht "ohne" war und bekam einen Disziplinarsausschuss dafür. Ich darf mir nun nichts mehr leisten. Wurde ausschließlich behalten, da ich mir davor keinen Fehltritt geleistet habe.
Sowas gehört dazu. Das Schlimme ist weniger der Diszi., als vielmehr, dass ich Streit mit jemanden hatte, den ich nun sehr schätze und das lastet noch auf mir. Den wir vertragen uns wieder und für mich ist psychisch mein Verhalten inaktzeptabel. Von beiden Seiten - mir und ihm - allerdings alles geklärt, die Schule hält mir das noch länger vor und das bemerkt man auch im Verhalten der Lehrer ggü. mir.
Also das würde mich dann doch sehr verwundern, wenn das der Regelfall wäre - ich sehe vielmehr die Zahl der Mütter, die kurz vor der DL dann noch fix Kinder bekommen (Torschlußpanik) stark im Anstieg, früher waren die Mütter meiner Meinung nach im Schnitt eigentlich jünger als heute - sicher gibt's die sehr jungen Mamas, die dann unverhofft Kinder bekommen, weil die Aufklärung wohl an ihnen vorbei gegangen ist, aber ob das nun der mehrheitliche Trend ist ?
Siehe auch hier (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/12/PD07__511__12641,templateId=renderPrint.psml) oder hier (http://www.bpb.de/wissen/8QIORZ,0,0,Alter_der_M%FCtter_bei_der_Geburt_ihrer_Kinder.html)
auch nicht falsch. Werde ich nicht bestreiten. Aber für die Älteren ist im Reifeprozess schon mehr abgeschlossen, daher finde ich das trotz allem noch Verantwortungsvoller. Wobei ich damit nicht sagen will dass es gut ist nur aus dem Denken heraus ein Kind zu bekommen, weil es halt sonst zu spät ist. Ich spreche dabei jetzt nicht auf den richtigen Partner an, denn dass kann man im Voraus nie wissen, egal ob jung oder alt.
Gewalt in der Familie ist definitiv keine Lösung. Allerdings wenn ich meiner kleinen Schwester nen Klapps auf den Hinterkopf gebe wenn sie's übertreibt, dann hat das auch überhaupt nichts mit Gewalt zu tun. So einfach. Genau wie es nichts mit Gewalt zu tun hat, wenn meine Mutter mich früher am Arm festgehalten hat um mich in Krippe/Kindergarten zu schleifen und ich derart gezappelt hab, dass ich mir an ihren Fingernägeln Kratzer zugezogen hab.
Physische Argumentationsunterstützung ist per se nicht gleich Gewalt und leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen bekanntlich das Denkvermögen.
Weiß eigentlich jemand hier, was eine Ohrfeige NICHT zu bekommen für langfristige Auswirkungen haben kann?
Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass jeder erlebte (Selbst)Kontrollverlust der Eltern für das Kind verstörend wirkt - ob die Eltern nun brüllend durch die Wohnung toben, Sachen werfen, unkontrolliert prügeln oder auch resignieren oder gar in die Opferrolle fliehen wie beispielsweise eine Mama, die von der Situation überfordert nix mehr isst und sich heulend in ihrem Zimmer einschließt - all das nimmt dem Kind das Gefühl von Sicherheit und führt zu klimatischen Störungen, weil das erforderliche Geborgenheitsgefühl (und Vertrauen in die Eltern) abhanden kommt.
Nicht mal nur für ein Kind, sogar jugendlichen und erwachsenen Kindern kann sowas noch schwer an die Nieren gehen.
zur strafe muss man eine playstation kaufen und nie damit spielen lassen.
Manchmal haben die Fernsehserien im Nachmittagsprogramm schon tolle Ideen. War das aus Hinter'm Sofa an der Front oder aus... wie heißt es noch gleich... Still Standing?
Eine "echte*" Strafe - egal welche hat immer etwas entwürdigendes. Ob es nun "Freiheitsentzug" ist oder das "Abarbeiten von Sozialstunden". Je nach Individuum kann das als wesentlich entwürdigender Empfunden werden als die berühmten "10 Stockhiebe die man in Singapur fürs Kaugummispucken" bekommt.
Nein, eine Strafe muss mitnichten entwürdigend sein. Im Gegenteil, eine angemessene wenn auch harte Strafe ist nicht entwürdigend. Eigentlich kann eine Strafe überhaupt immer nur etwas sein, das der Bestrafte anerkennt, ansonsten ist es eher mit Terrorismus (danke übrigens für's Einführen der Begrifflichkeit) zu vergleichen.
Ich glaube ein Kind durch euren "harmlosen Klaps" zum weinen zu bringen ist sicherlich nicht der richtige Weg, sollte es ihn geben. Dieser Klaps bewirkt vielleicht, dass das Kind oder wer auch immer [insert something] nicht (mehr) macht, hat dafür aber mMn andere Nebenwirkungen, die auch nicht von der Hand zu weisen sind. Kinder begreifen nämlich oft nicht, warum ihnen grade eine gescheuert wurde. Da wird schon gerne mal ein "Der Papa hasst mich, der dumme Sack" statt "OK, das mach ich nicht mehr" rauskommen.
Ich weiß ja nicht wie es bei anderen Kindern ist, aber meine Schwester heult eher wenn man ihr Mathe erklärt, aber von nem leichten Klapps hat sie noch nie geheult - aber gut, ersteres passiert auch deutlich öfter als letzteres. Dass Extremfälle schlecht sind muss hier keiner beweisen, da sind sich (fast?) alle einig, also hört doch mal auf mit den Schauermärchen. Selbst Worte die nicht mal böse gemeint sind und nur falsch verstanden werden verletzen mehr als jeder Klapps. Und wieder: Auch erwachsene Kinder leiden unter aberkennenden Worten ihrer Eltern mehr als unter jedem Klapps der Vergangenheit.
Aber dann bring doch bitte ein schlagfertiges Argument.
Aber er ist doch gegen Gewalt! Da kannst du doch keine Schlagfertigkeiten erwarten! ^^
Ein Kind dass "Messi" vorgelebt bekommt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zum Messi. Habe ich im Freundeskreis selbst erlebt. Die Eltern hatten Ihr halt nie beigebracht aufzuräumen. Schlicht und einfach kann sie es nicht.
Messi sein und nicht aufräumen bzw. "Unordnung" in einen Topf zu werfen halte ich mal für komplett falsch. Ich kenn's zwar auch nur aus Fernsehberichten, aber da ist es eher so, dass Messis sehr wohl Ordnung halten, nur dass sie halt unglaublich viel lagern. Ordnung heißt ja, dass etwas geordnet ist, und nicht dass der sichtbare Bereich einer Wohnung vollkommen leer ist. (Mal ganz davon abgesehen dass so eine Krankheit nicht einfach nur "nicht gelernt haben" ist...)
Xena Sentanua
17.04.2009, 05:59
Kinder sind keine Partner und auch nicht als solche zu behandeln, sie brauchen Regeln und vor allen Dingend deren konsequente Durch- bzw. Umsetzung.
Eine erfolgreiche und plausible Maßnahmen (naben zahlreichen anderen) hierfür ist maßvolle "körperliche Züchtigung" (einer meiner Lieblingsbegriffe :cheerful:).
Physischer und auch psychischer Schmerz sind und waren fester Bestandteil der menschlichen Existenz und die größten und effektivsten Lernerfolge erziehlt man meiner Meinung nach, wenn man Ergebnisse des eigenen Handelns auch sprürt (positiv wie negativ).
Kinder sind keine Partner, richtig.
Kinder brauchen klare Regeln und auch Konsequenz. Tägliche "Rituale" und vor allem Liebe, runden das Bild ab. Aber Kinder brauchen keine "gescheuert" um etwas zu begreifen. Das geht auch anders.
Ich bin absolut gegen die körperliche Bestrafung, da ich hauende, schlagende Argumente als Hilflosigkeit und auch Schwäche seitens der Eltern definiere. Ich habe meinem Sohn ein einziges Mal in seinem Leben eine gescheuert, weil er es absolut übertrieben hat, und ich nur noch hilflos war in diesem Moment. Hinterher habe ich mich wesentlich schlechter dabei gefühlt als er, und mich auch bei ihm entschuldigt. Natürlich war ihm klar, dass er da wohl arg übertrieben hatte, weil er das von mir nicht kannte, und wir haben dann auch in Ruhe darüber geredet, aber da war er 12 und konnte dann auch verstehen, warum ich ausgetickt bin. Kleinere Kinder können das aber nicht nachvollziehen, weil sie es einfach nicht verstehen können, sie reagieren nur darauf, und fühlen sich schuldig, weil Papa oder Mama ihnen "aua" gemacht hat. Schläge verletzen Kinder nicht mal so sehr von aussen, sondern viel mehr innerlich.
Wie Ocard schon sagte, mal ne Kopfnuss, nett und lieb gemeint, sehe ich nicht als hauen an, oder das Kind mal ein Stueck "mitschleifen", weil es bockt und sich auf den Boden wirft (immer noch besser als daneben zu stehen, und auf das Kind einzureden wie doof), sobald man aber als Strafe die Hand hebt und zuhaut, ist das für mich Schlagen. Körperliche "Gewalt" als "Erziehungsleitfaden" zu sehen, finde ich schon etwas daneben.
Aber er ist doch gegen Gewalt! Da kannst du doch keine Schlagfertigkeiten erwarten! ^^
ich habs mir in dem moment gedacht in dem ichs geschrieben hatte.
Messi sein und nicht aufräumen bzw. "Unordnung" in einen Topf zu werfen halte ich mal für komplett falsch. Ich kenn's zwar auch nur aus Fernsehberichten, aber da ist es eher so, dass Messis sehr wohl Ordnung halten, nur dass sie halt unglaublich viel lagern. Ordnung heißt ja, dass etwas geordnet ist, und nicht dass der sichtbare Bereich einer Wohnung vollkommen leer ist. (Mal ganz davon abgesehen dass so eine Krankheit nicht einfach nur "nicht gelernt haben" ist...)
Ich bin mir da über die Unterschiede nicht zu 100% klar, aber ich hoffe dass es richtig rüber kam was ich eigentlich damit sagen wollte.
Aber Kinder brauchen keine "gescheuert" um etwas zu begreifen.
Eben. Das wollen nur die ganzen Leute, bei denen das selber recht und billig war, nicht begreifen wollen.
Wobei mir immer noch die Antwort auf meine Frage fehlt, wo ihr, die hier pro "Klapps" seid, denn die grenze zieht. Aber die scheint hier so einigen wohl etwas unangenehm zu sein...
Und besitzt Ihr denn soviel Fähigkeit zur Selbstkritik, zu merken, wenn ihr doch mal zu weit gegangen seid, oder ob *alles* was ihr als Eltern tut, automatisch "richtig" ist?
(Ih bezweifle ernsthaft, dass ich hier ehrliche Antworten abseits Xenas Statement bekommen würde, aber kucken wir mal...)
Was ist denn bitte falsch daran, wenn ein Elternteil situationsbeding auch mal "hilflos" ist. Herje selbst die Mustereltern schlechthin sind keine Maschinen.
Und diese, wie ihr sie ja bezeichnet, Hilflosigkeit ist doch auch Teil der Erziehung. D.h. ein Kind wird anhand der Gesamtsituation den Wert seines Handelns und dessen Konsequenzen so verstärkt spüren, speziell wenn Mama/Papa temporär zu einem Extremmittel greifen - für micht ist nicht nur die reine körperliche Züchtigung, sondern auch die Gemütsverfassung des jeweiligen Elternteils elementarer bestandteil der Erziehung.
Meiner erfahrung nach haben Kinder ganz besondere "Antennen" für solche emotionalen Extremsituationen und aus der vermeindlich reinen Bestrafung wird oft ein Lerneffekt mit Langzeitwirkung erziehlt.
Auch wenn ich sie natürlich respektiere, kann ich offen gestanden nicht nachvollziehen, worauf sich die Aussagen konkret begründen, die körperliche Bestafung von Kindern generell verteufeln...mal abgesehen von den Restwerten der überholten 68er Bewegung.
Und wer die Frage nach der Grenze physischer Bestrafung stellt, hat die Diskussion im Wesentlichen leider nicht wirklich verstanden.
Frage:
Sind denn Kinder, die niemals körperliche bestraft wurden seelisch stabiler, geistig gesünder, physisch vitaler, usw. als Kinder die entsprechende Züchtügungen erfahren haben?
Ravenheart: Deine Frage ist sicherlich berechtigt wenn du sagst, dass viele keine Selbstkretik üben können. Da mein Sohn noch sehr klein ist weiss ich nicht was ich schon falsch gemacht habe, noch machen werde und was nicht. Bisher kam ich in noch keine extremsituation wie sie hier beschrieben werden. Ich hoffe auch, dass sich diese situationen nicht einstellen, aber man kann nie wissen und ich kann ganz ehrlich heute nicht sagen, wie ich dann reagieren werde.
Was Alfredo sagt ist sicher auch richtig. Ich habe selbst hilflosigkeit bei einem elternteil mitgemacht und daran war nichts falsches und es hat unseren zusammenhalt in der familie nur noch mehr bestätigt. es war damals gut für mich, zu sehen dass auch meine mutter nicht immer eine antwort weiss (ich war in der pupertät)
auf alfredos frage: ich denke dass kommt ganz auf den allgemeinzustand des kindes an. züchtigung in diesem sinne habe ich nie erfahren, einmal eine auf die backe. ich denke nicht, dass ich dadurch schäden irgendeiner art davon getragen habe. verallgemeinern kann man das sicherlich nicht, da bei allen die familienverhältnisse etwas anders sind.
es gibt tausende von verschiedenen szenarien wie sich ein familienleben gestallten kann und dementsprechend entwickelt sich das kind. von was es dann am ende seelische und geistige schäden davon trägt (körperliche lasse ich jetzt mal aussen vor), dass kann ein aussenstehender nicht wissen solange die verhältnisse nicht eindeutig geklärt wurde.
Steelborn
17.04.2009, 12:26
Wobei mir immer noch die Antwort auf meine Frage fehlt, wo ihr, die hier pro "Klapps" seid, denn die grenze zieht. Aber die scheint hier so einigen wohl etwas unangenehm zu sein...
Nun, das ist Situationsbedingt. Allerdings spätestens dann, wenn aus dem einen Klapps mehr werden, oder wenn die "Züchtigung" zu einem unkontolliertem (und/oder brutalem) Einschlagen wird. Ab dem Zeitpunkt, wo die selbstbeherrschung aufgegeben wird und das Schlagen nur noch zum Frustrationsabbau genutzt wird. Ab dem Zeitpunkt, wo nachaltige (wie zeitweilige) körperliche Beieinträchtigungen beim Kind nicht nicht mehr ausgeschlossen werden können, die über die zu diesem Zeitpunkt erzeugten (kurzfristigen) Schmerzen hinausgehen.
Wo Schläge einzig die Wirkung der Verletzung haben sollen. Wo Schläge nicht mehr als Strafe zu verstehen sind, sondern als Ergebnis des elterlichen Überforderung mit der Situation Erziehung ansich - also positive wie negative belange.
Ich gebe zu, dass diese Grenze nicht nur fließend und somit schwer zu ziehen ist - und das vielfach "über die Strenge geschlagen wird" (whoa - moment: kommt daher der Begriff? jetzt mal ernsthaft?). Aber es gibt Situationen, wo eine sehr rasche "Klärung der Machtverhältnisse" mit Disskussion nicht erreicht werden kann. Und stolz ist man als Elternteil (im normalfall) auch nicht darüber, dass man "zum letzten Mittel" gegriffen hat. Aber nochmals: eine Strafe die nicht Wehtut (in jeglicher Beziehung zu verstehen) ist keine Strafe.
Würde das junge Boris Becker Double in folgendem Beispiel die Hand erheben wäre das Thema sehr schnell durch gewesen:
http://www.youtube.com/watch?v=jwCgdRdLBKU
Kollateralschäden und Belästigungen wären vermeidbar gewesen.
Zugegeben, der Junge in dem fiktiven Beispiel muss dafür schon arg verzogen sein. Aber ich weiß noch, dass ich mich sowas nicht getraut hätte - da hätte es einen Satz auf den Gluteus Maximus gegeben, vor versammelter Mannschaft.
Ravenheart: Deine Frage ist sicherlich berechtigt wenn du sagst, dass viele keine Selbstkretik üben können. Da mein Sohn noch sehr klein ist weiss ich nicht was ich schon falsch gemacht habe, noch machen werde und was nicht. Bisher kam ich in noch keine extremsituation wie sie hier beschrieben werden. Ich hoffe auch, dass sich diese situationen nicht einstellen, aber man kann nie wissen und ich kann ganz ehrlich heute nicht sagen, wie ich dann reagieren werde.
.
Aha, da kommt man sich schon näher...
Womit ich hier in dem Thread mein problem habe, ist das überwiegend pauschal gesagt "pro Schlag" argumentiert wurde bzw die Möglichkeit der Massnahme als sehr leichtfertig angesehen wird.
Gehen wir von einer über-Extrem-Situaton aus, wo gar nix mehr geht und kind sich irgendwas über die massen rausnimmt (ich rede wirklich von extrem-scheisse seitens kind, nicht von irgendwelchen kinkerlitzchen) und nicht gebremst werden kann - O-Kay...
Xena beschrieb ihre Ohrfeigen-Situation und auch welche Konsequenzen das hatte. Das ist für mich ebenfalls ok (wenn denn auch entsprechend mit umgegangen wird. Patsche und stehen lassen geht nicht. Ich bezweifle btw auch, dass ein "Knallen lassen und dann stehen lassen" wirklich pädagogischen Effekt hat. Sondern eher noch für (späteren) trotz sorgen kann und wird).
Was ebenfalls nicht geht, ist - da hatte ich schon vorher mal Zora zitiert - wenn ein Schlag zum Auslassen des eigenen Ärgers über eine Situation dient.
Das kanns dann wirklich nicht sein.
Was ebenfalls als Massnahme drin ist, ist das kind einfach zu packen und kurz (!) zu schütteln. Das kann durchaus zum "Augen öffnen" reichen (Ich selber habe von einem Elternteil die Legitimation, diese Massnahme zu ergreifen, wenn dessen Spross es in meiner Gegenwart übertreibt... ich musste es bisher allerdings nicht anwenden, trotz grenzwertiger situationen).
Bei allem gilt dennoch: Das mass ist entscheidend.
Bei zu häufigen Massnahmen setzt ein gegenteiliger Effekt ein... trotz, gleichgültigkeit trotz schmerz, rebellion, ergo: Eltern haben das Kind trotz körperlicher Massnahmen irgendwann nicht mehr im Griff. Schlimmstenfalls geht dann die Spirale los, dass es immer mehr wird, und Kind trotz grün und blau geschlagensein immer noch nicht spurt.
Ansonsten würde ich dazu tendieren, früh eher enge grenzen zu setzen, und diese nach und nach ausweiten.
Wenn jemand viel freiheit gewohnt ist, ist es verdammt schwer, diese ihm wieder auszutreiben. Und das gilt nicht nur für kinder, sondern auch für erwachsene... Sehs ja im Nebenjob, wo cheffe einige neue regeln einführt und einige mitarbeiter, die früheren Schlendrian gewohnt waren, nicht wirklich drauf klarkommen und erstmal rumzickten, biss es dann mal ernsthaft aufn deckel gab.
Und nach endloser Disskussion kommen Ravenheart und ich doch noch auf einen Nenner - schön! Freut mich :nod:
Was Du sagst stimmt. Ich bin sicherlich kein Freund davon, ein Kind aus Wutabbau zu schlagen. Im Allgemeinen lasse ich meinen Frust aus prinzip nicht an Anderen raus, dadurch wird nur noch mehr Ärger provoziert.
Wenn es soweit kommt, dass man sein Kind grün und blau schlagen kann (worauf Ravenheart ja angesprochen hatte) und das Kind immer noch nicht spurt, dann ist da ganz extrem was falsch gelaufen und irgendwo ist das dann wohl wirklich eine Trotzreaktion des Kindes weil es ja so oder so eine gescheuert bekommt:
Meine Schwägerin hat ihren ältesten Sohn einmal geschlagen, den Grund kann ich leider nicht mehr nennen, aber ich wurde Zeuge davon, dass der junge Mann ankam und ihr mit seinen 7 Jahren ins Gesicht sagte: "Das hat ja gar nicht weh getan!" Sein Ausdruck im Gesicht und die Art wie er es sagte lies meiner Ansicht nach darauf schließen, dass er einfach trotzig wurde.
Stellt sich die Frage warum das so ist. Ich habe bisher nicht mehr erlebt dass sie ihn geschlagen hat und sonst sind ihre Kinder sehr lebhafte und freundliche Kinder die auf mich einen glücklichen Eindruck machen, trotzdem bringt mich unsere Diskussion hier immer mehr zum Nachdenken, warum er damals so reagiert hat.
Was Ravenheart über die Grenzen sagt stimmt absolut. Lieber erst mehr Regeln und Grenzen die man dann (event. auch als Belohnung) ausweitet. Ich glaube dass man als Eltern sehr gut damit fährt wenn man mit Belohnungen arbeitet, wobei die natürlich auch eine Grenze haben müssen sonst wird das ausgenutzt oder zu falschen Zwecken verwendet, z.B. Noten in der Schule - das Kind lernt für sich, nicht für die Eltern. Das wird dann ganz schnell falsch aufgefasst und dann schreibt man halt gute Noten weil man 5 Euro dafür bekommt. Sicherlich auch nicht richtig, aber das ist so nur meine Meinung.
Xena Sentanua
17.04.2009, 14:04
Es kann einem mal passieren, dass man im Affekt handelt, nur muss man dann eben bereit sein, sich zu entschuldigen. Immer wieder kehrende "schlagende Argumente" sind einfach nicht akzeptabel für mich, schon allein deswegen, weil man auf Dauer das Vertrauen des Kindes verliert. Eltern dürfen natürlich auch mal hilflos sein, darum geht es nicht. Aber sie dürfen ihre Hilflosigkeit nicht permanent in "körperliche Gewalt" ummünzen.
Ansonsten würde ich dazu tendieren, früh eher enge grenzen zu setzen, und diese nach und nach ausweiten.
Ich finde es immer wieder reizend, wie manche Familie lacht, wenn der 3jährige mit dem Wort Arschloch kommt, und das am Ende noch süss findet, weil er es ja noch nicht richtig aussprechen kann. ;) Sich aber hinterher damit rumplagt, weil das Kind immer wieder Arschloch sagt, und sie es dann nicht mehr süss finden, und er sich wundert, warum keiner mehr lacht. ^^
Yo Xena, ganz Deiner Meinung. Es gibt gewisse Dinge die für uns noch so lustig sein mögen, die man aber dem Kind nie bestätigen darf. Ich versuche dann immer mir das Lachen zu verkneifen und im Notfall drehe ich mich weg bis ich wieder "normal" bin. Schwierig wird es dann wenn Freunde oder Verwandschaft mit da ist, die anfangen zu lachen und man dann erwachsenen Leuten erklären muss, dass sie da nen riesen Fehler machen. Eventuell sind die dann auch noch verständnisslos und befinden die Situation als, wie schon von Dir bezeichnet, "niedlich". Dann bekommt man als Elternteil noch eine rein gewürgt - Ich hasse diese Situationen :|-| . Aber solche Leute fliegen bei mir mitlerweile raus, weil ich der Ansicht bin dass die mir meine Erziehung nicht auf so eine blöde Art vernichten sollen.
Darkwraith
19.04.2009, 13:26
Ich weis noch, ichw ar mal mit ein paar leuten inner kneipe, saßen da rum und tranken gemütlich einen, dann kam da son 14 jähriger an und fand es lustig uns zu beleidigen.
Was haben wir getan?
wir haben den nich verprügelt sonder solange geärgert bis sein vater kam.
Den haben wir dan erklärt was sein sohn da abgezogen hat, und was sagt der?
"ja und? is doch richtig so, der haut euch später mal gehörig eins auf die knabberleiste."
Ja ende vom Lied war das der Vater da lag udn aus der Nase blutete weil ein Bekannter von mir ( 20 jahre alt) dabei so austickte, dass er im die nase brach.
Das war dann doch schon ne zweifelhafte erziehung des Vaters.:(
Das sind dann die traurigen Fällen die doch sehr am Verstand mancher Menschen zweifeln lassen. Schade aber da kann man halt leider nichts machen. Ob es Sinnvoll ist, wenn ein 14 Jähriger schon in die Kneipe darf (von den Eltern aus) ist auch so eine Sache für sich. Aber ich kann die Situation nachvollziehen. Ich war selbst mal Kneipenbesitzer und da macht man so was auch schon mal mit. Und wenn dann das Kind mit 14, 15, 16 Jahren noch keinen Alkohol von einem bekommt wird man noch als blöd dargestellt. Manche Menschen muss man nicht verstehen.
Ich hatte mal eine Situation auf der Straße. Kam ein Junge auf mich zu, war vielleicht 12 oder 13, älter hätte ich den nie geschätzt. Ich hatte mir gerade eine Zigarette angemacht. Sagt der zu mir ich solle ihm eine Zigarette geben. Kein Bitte, sondern der Tonfall einfach nur fordernt, vonwegen Du musst das machen. Ich stand da und fragte ihn nach dem Alter, dann sagt er zu mir, dass es mich einen Scheißdreck angeht. Darauf hin hab ich ihm gesagt dass er keine Zigarette bekommt und bin weitergelaufen. Er hat mir nachgeschrien dass ich eine blöde Schlampe sei... Keine Ahnung was da in der Erziehung falsch gelaufen ist, aber das fand ich auch schon einen Härtefall.
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