Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Online - Rollenspiele - wie hoch ist das Suchtpotential
Hallo zusammen,
ich will hier mal ein Thema anstossen, dass von vielen Spielern wohl gerne verdrängt wird.
Während sich unsere Politik, Medien etc nur mit den ach so gefährlichen Shootern beschäftigen, spricht kaum einer über das Suchtpotential der Online-Rollenspiele.
Es ist für mich langsam erschreckend, wenn ich mitbekomme, dass selbst 13-15 jährige zwischen 6 und 10 Stunden bei Gw , WoW usw verbringen, manchmal auch mehr und das fast jeden Tag.
Als ich zuletzt von einigen Spielern bei Gw gehört habe Ihre "Freunde" wären ja immer online und / oder über ICQ erreichbar und sie würden ja auch alle in der Spielewelt sein, da dachte ich jemand will mich auf den Arm nehmen.
Diese Leute bezeichen tatsächlich ihre Netz-Kontakte als Freunde, ja sie leben teilweise in dieser Welt Hier noch von normalen Vielspielern zu reden würde ich für sehr gefährlich halten. Es handelt sich meiner Meinung nach schon um die Anzeichen einer Abhängigkeit, einem Zwang zu Spielen und sich in den surealen Welten zu bewegen.
Die Entwicklung zu immer realeren Spielewelten mit immer grösserem Umfang dürfte in Zukunft diesen Trend wohl noch verstärken.
Es wäre nett, wenn Ihr mal Eure Sicht der Dinge hier posten würden.
THX
Cyphestro
10.12.2005, 18:36
Hmm, ich werde dazu jetzt nicht groß Stellung nehmen, aber ich als Suchti sag ich dir einfach mal wie es ausschaut.
Die (derzeitige) Realität ist schlichtweg scheiße.
Jeder normaldenkende Mensch wird heutzutage auf kurz oder lang bekloppt, sofern nicht irgendwo ein Ausgleich besteht.
Einige suchen den in Religion, andere in häufig wechselnden Liebschaften und wieder andere verschaffen sich jenen Ausgleich in einer Welt fernab von der Realität.
Verbiete den Leuten ihren seelischen Ausgleich und du beschwörst den Massenexodus.
PS: Es gibt auch einige wenige Menschen, die sich ihren seelischen Orgasmus anhand von übermäßig Geld und Macht über andere besorgen.
Du weißt sicherlich wen ich damit meine
Ich schließe mich meinem Vorredner an.
Die Welt ist zum Kotzen...
Stress, soweit das Auge reicht.
Exzistenzängste.
Vielleicht auch Unlust, etwas anderes zu tun, das sind für mich nur einige der Gründe, warum Leute Tag und Nacht vor der Daddelkiste und in Online Welten wie World of Warcraft oder Guild Wars zubringen.
Die Flucht vor einer Realität die so farblos und so abstoßend ist, wie die unsere, zwingt die Menschen geradezu dazu, sich von den tatsächlichen Dingen des Lebens abzuwenden, und Zuflucht in Online Rollenspiel welten suchen.
GevatterTod
10.12.2005, 19:07
Wenn das Spiel mehr Platz ein nimmt als die Realität, nicht nur hinsichtlich der Spielzeit sondern bspw. auch bei zwischenmenschlichen Kontakten, dann läuft etwas falsch und dann ist das auch kein gesunder Ausgleich mehr zum Alltag.
Ein gewisses Suchtpotential haben alle Medien, aber MMORPGS mit ihre, Endlosprinzip halte ich für besonders bedenklich, weil der Input, der an den Rechner fesselt, kein Ende nimmt. Wenn ich Tolkien lese, dann stecke ich auch voll drin, bin kaum davon los zu reißen und flüchte mich in den "ausgleich", aber selbst Tolkiens Schwarten haben mal ein Ende. MMORPGs in der Regel nicht. Besonders verwerflich sind in meinen Augen Features wie das Ehrensystem von WoW, die eine Sucht quasi vorraus setzen, um die Stärke des Chars zu erhalten. Bei Guild Wars läuft es wenigstens irgendwann auf eine Form des PvP hinaus, die sich sehr gut dosieren lässt.
Wie auch immer, man darf das Thema nicht tot schweigen, ignorieren oder runter spielen. Vor allem sind aber Eltern und Umfeld bei der Erziehung gefragt - wie so häufig halt.
Trollchen
10.12.2005, 19:20
Regt sich jemand über Brieffreunde auf ? Über Fernbeziehungen, Leute, die man nur selten sieht, mit denen man aber telefoniert ?
All das gab es auch vorher - sicherlich ist das mit dem Kumpel um die Ecke nicht vergleichbar und der bringt einem im Zweifelsfall auch mehr als der beste Freund am anderen Ende der Welt, aber deswegen ist all das nicht wertlos.
Sicherlich sollte man gerade in jungen Jahren mehr Zeit draußen bzw. beim Sport etc. verbringen, da diese Wachstumsphase mit wichtigen Entwicklungsphasen später nimmer aufzuholen ist, aber Menschen trifft man in dem Alter ja auch zwangsweise in der Schule und eine völlige Isolation schließe ich von daher mal aus.
Und wenn man mit anderen Menschen viel Zeit verbringt - online wie im Rl - entsteht auch eine Bindung, ich sehe nicht, warum man die geringer schätzen sollte, als zu anderen "Freunden" oder Bekannten.
Mal diese Themen als Beispiel (das ging mir sehr nah):
Todesfall (http://www.daoc-forum.de/thread.php?threadid=62059)
Trauerfeier (http://www.daoc-forum.de/thread.php?threadid=62192)
Diskussion über Sinn und Unsinn von Trauerfeiern (http://www.daoc-forum.de/thread.php?threadid=62349)
Ich war an dem Abend auf einer Geburtstagsfeier statt auf der Trauerfeier, trotzdem war bzw bin ich traurig über den Verlust und werde den Menschen wie Spieler vermissen - warum auch nicht ?
Klar: Mitspieler kommen und gehen, aber wer bisserl älter ist, wird die Erfahrung gemacht haben, das das mit RL Bekannten oder auch Freunden ebenso ist - Nichts ist für die Ewigkeit...
Ich persönlich habe im Internet viele nette Menschen kennen gelernt, die ich nicht missen möchte, auch wenn ich leider noch nur einen Bruchteil der Leute persönlich kenne, aber mittlerweile gibt es teamspek, webcams, man kann sich in Foren und ICQ austauschen - das Medium Internet hat was für sich.
Man kann auch außer von Onlinespielen von anderen Dingen süchtig werden: Foren, I-Net allgemein (Chat etc.), Bücher, Filme und Fernsehen (alles Rückzugsdinger).
Bilder malen, schreiben etc. (zugegebenermaßen wesentlich kreativer) fördert als Hoby auch nicht eben das soziale Leben.
Wer sich von der Außenwelt zurück ziehen und isolieren wollte, konnte das schon immer trefflich (Bücherwurm, Stubenhocker etc.) - mittlerweile isses nur einfacher und verlockender geworden durch das I-Net, bietet aber auch den Vorteil, zumindest einen - wie auch immer gerarteten - sozialen Austausch mit anderen Menschen zu haben.
Irgendwie halte ich zum Beispiel Angler nicht für bessere Menschen als Computerspieler - die kommen zwar öfter raus, aber können genauso merkwürdig oder liebenswert sein. Es gibt viele Hobbies, es ist wie mit allem anderen auch: Die Dosis macht das Gift...
Und ob es schlimmer ist, sich im Onlinechat mit Leuten zu unterhalten oder ob man zum saufen und quatschen weg geht - hat beides Vor- und Nachteile.
Kinder vor'm Compi rauchen und trinken wohl nicht im Gruppenzwang mit und unterlassen auch so manche anderen unangesunden Zeitvertreib - das Risiko ist halt die Gefahr der Isolation und vor allem das man körperlich bisserl verkümmert, weil man sich zu wenig an der frischen Luft bewegt.
Probleme sehe ich in erster Linie darin, das am Computer hocken die körperliche Entwicklung nicht eben fördert und das die Konsumhaltung in den meisten Computerspielen auch der geistigen Entwicklung (Kreativität) nicht eben zuträglich ist - da kann man mit anderem Spielzeug teilweise (aber auch zunehmend weniger wenn ich mir den meisten Mist in Kaufhäusern in der Spielwarenabteilung so betrachte) mehr spielerisch gestalten. Bei Computerspielen bewegt man sich halt zwangsweise in vorgegebenen Welten und konsumiert mehr, als zu gestalten - auch wenn in tw. sehr vielfältiger Art und Weise und auch interaktiv, aber die Freiheit ist immer beschränkt.
Aber die Rollenspiele sind da nicht schlimmer als alle anderen, sie lassen wenigstens Interaktivität zu, was wäre besser daran, wenn die Kiddies statt dessen dann alle 2-3 Wochen ein anderes Offline Spiel durch prügeln würden ? Wer am Computer hocken will, wird das tun, ungeachtet der Inhalte und wer aufgrund anderer Verpflichtungen (Vereine, Freunde, andere Hobbies) nicht dazu kommt, wird so oder so nicht davor hocken.
Ich bevorzuge Pen und Paper Rollenspiele, dadurch habe ich seit der Schulzeit noch immer Leute in meinem Freundeskreis, die diese "Sucht" teilen, auch da verbringen wir sehr viel Zeit in der Stube und am zocken, die Mitspieler sind überwiegend die selben, weil man halt schwerlich neue Leute für ein so zeitfressendes Hobby begeistern kann, die auch hinreichend zuverlässig sind, aber es macht Spaß und man hat mehr Freiheiten.
Ist das als Hobby schlechter als andere ? Man sollte einen Ausgleich haben, sicher - aber ansonsten isses ok
Das gilt doch irgendwie für alles, auch Leute, die fanatisch wie die Besessenen sporteln und dabei ihre Kreativität vernachlässigen und dafür Raubbau am Körper treiben machen was falsch.
Letztlich sind da die Eltern gefragt, man sollte kleine Kinder nicht vor und nach dem Kindergarten vor dem Fernseher parken und selbiges gilt dann auch für den Computer.
Aber wenn die mit dem drogensüchtigen Pack auf der Strasse rum lungern, stehlen, rauchen, saufen und randalieren ist das auch nicht eben optimal ;)
Erst wenn das letzte PC-Spiel verboten, der letzte Film zensiert und der letzte Fernseher abgeschafft worden ist, werdet ihr merken, dass man Kinder erziehen muss
GevatterTod
10.12.2005, 19:40
In aller Kürze; worüber redet man mit einem Brieffreund und worüber mit dem PvP-Gefährten? Brieffreundschaften sind in der Regel wohl intimer und einer Freundschaft näher als Spielbekannschaften, weil diese meist auch mit der entsprechenden Intention oder auf gemeinsame Erlebnisse beruhend (Urlaubsbekannschaft o.ä.) angestrebt werdne. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und wir sollten an der Stelle nicht mit Haarspaltereien anfangen. Jedes Hobby hat seine Vor- und Nachteile und jedes Hobby kann ein toller Ausgleich sein - in Maßen. Aber übermäßiges Fußball spielen ist sicherlich weniger bedenklich als übermäßiges Computer spielen.
Trollchen
10.12.2005, 20:29
Hm, das würde ich schwer relativieren - in Bnet beim guten D2 daddeln haben wir uns so manche Nacht ausschließlich im Lager der Jägerinnen stehend qutaschend um die Ohren gehauen und da wurde über alles Mögliche geredet. Das liegt wirklich an jedem selbst, was man draus macht.
Letztlich gibt es die unterschiedlichsten Bedürfnisse an Mitmenschen, ab und an braucht man nur irgendeinen wohlwollenden Zuhörer, da tut es die ICQ oder ingame Bekanntschaft ebenso wie die Bedienung in der Kneipe. Ab und an braucht man echte Hilfe im RL (Umzug zum Beispiel), da isses dann egal, ob es der beste Freund oder der nette Nachbar ist oder sonst wer, den man überreden konnte.
Ab und an mag man wen zum knuddeln ;) - da isses dann schwieriger. Für alles gibt es unterschiedliche Zielgruppen und gerade wenn man sich was von der Seele reden mag, sind online Bekanntschaften doch recht geeignet, weil man zum einen eine hinreichende Distanz hat, aber zum anderen dann gerade auch deshalb über intime Dinge recht gut quatschen kann. Und je nach Spiel / Medium sind da dann auch rund um die Uhr Leute erreichbar.
Brieffreundschaften sind zumindest bei mir ob der langen Reaktionszeiten irgendwie mehr larifari, man freut sich halt, wenn man mal Post bekommt, aber da kann ich mit vielen virtuellen Bekannten besser. Telefonate sind gut und schön, aber eben auch Tageszeitabhängig - außerdem gibt es genug Leute, denen schreiben eher liegt.
Das online spielen hat noch einen wesentlichen Vorteil: Behinderte, sozial ausgegrenzte oder anderweitig Benachteiligte, die im "echten" Leben diskriminiert würden, haben da die Möglichkeit unabhängig von Altersunterschieden, Geschlecht oder Religion, Aussehen, Vermögen oder sonstigen gern genutzten Ausgrenzungsmerkmalen bei entsprechend angepasstem Verhalten uneingeschränkt mitzuwirken.
Original geschrieben von Trollchen
......, haben da die Möglichkeit unabhängig von Altersunterschieden, Geschlecht oder Religion, Aussehen, Vermögen oder sonstigen gern genutzten Ausgrenzungsmerkmalen bei entsprechend angepasstem Verhalten uneingeschränkt mitzuwirken.
Nicht ganz,
und wenn du D2 (trifft auch für andere Games zu) gespielt hast wirst du mit mir konform gehen das dem nicht immer so ist. Das geht nämlich nur solange gut solange man sein in Anführungszeichen "Handicap" nicht preisgibt. Gerade bei D2 habe ich die Erfahrung gemacht das nicht immer die sogenannten Kiddies diejenigen sind die keine Ahnung vom Spiel haben, sämtliche High-End Items haben wollen, in Itemshops einkaufen etc. etc.
Und wenn man sich einmal ansieht in welchem Slang bzw. in welcher Fäkaliensprache auf den jeweiligen Realms untereinander umgegangen wird ... Gute Nacht, sry.
Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber ich mag es verdammt nochmal nicht wenn sich jemand in der so wie er denkt "Anonymität des Internets" aufhält und denkt man kann den dicken Maxe machen. Und schau doch einmal auf diesem Forum ... da suchen Jugendliche eine Gilde, finden aber keine weil sie noch nicht 16, 18, 20 oder noch mehr Jahre alt sind. Warum? Ist man ein schlechter Spieler weil man jünger ist?
Oder auf einem großen D2 Forum wirst du daran gemessen seit wann du registriert bist, wie hoch dein Postcounter ist und wieviele Grüße in deiner Signature an die Mods gehen. Tut mir leid, kann ich alles nicht sooooooooo ganz nachvollziehen.
MfG
Toxic
So hier mal meine bemerkung dazu:
EDIT:
trollchen hat meiner meinung vollkommen recht.
aber meiner meinugn wird auch die kreativität im internet zwar nicht gefördert, aber man hat mehr als genug möglichkeiten sich auszutoben. websiten designen (gimp is ja kostenlos und gut ;) ), skins für spiele gestalten (es gibt ein paar wo man eigene einfügen kann) oder dann sogar maps bauen. und auch das technische wird nicht unterdrückt. sachen auf servern installlieren, ein bisschen am eigenen pc rumbasteln usw. usw. usw.
hier geht nun mein eigentlicher beitrag weiter den ich vor dme EDIT reingeschrieben habe:
Ich finde es grundsätzlich nicht gut, wenn man zu viel zeit am computer bzw. vor der kiste verbringt. es bringt evtl. haltungsschäden, übergewicht usw. mit sich. doch hat die virtuelle welt für mich schon eien bedeutung. ich spiele einige spiele nicht nur weil sie mir so gut gefallen, oder ich total begeistert bin. einige spiele, spiele ich einfach wegen der community, um andere nette leute zu treffen. hat vielleicht auch ein bisschen den grund, das ich als 14 jähriger mit leuten die älter sind als ich irgendwie besser zurecht komme. das hört sich komisch an ist aber so. die leute so in meinem alter sind alle immer voll cool, kommen sich toll vor wenn sie andere beleidigen oder irgendwie runtermachen. mit solchen leuten will ich nichts zu tun haben. und es ist nun mal fakt, das sich z.b. ein 20 jähriger meistens anders verhält. da man in der schule aber halt eigentlich nur gleichaltrige in der klasse hat (die natürlich nicht alle "schlimm" sind, d.h. ich hab schon viele freunde (=bin kein aussenseiter (glaub ich ;) ))) trifft man halt ältere meist online.
zu spielen allgemein: man kann in einer virtuellen welt einfach das machen, was wir als kleinkinder schon getan haben. damals haben wir halt mit dem spielzeugbagger im sandkasten sand umgegraben. oder haben lego männchen unsere geschichte spielen lassen. nun machen wir fast dasselbe mit pixeln. auch virtuellen figuren hauchen wir "leben" ein und spielen sie so wie wir es uns ausdenken.
meine sorge is immer dann sehr groß wenn das virtuelle leben über das real life gestellt wird. wenn z.b. die eltern zum essen rufen, die kinder dann nicht kommen weil sie halt grad "mitten inner mission" sind. das wäre dann auch ein grund weswegen ich guild wars im moment eher nicht mehr spiele. ne mission dauert halt mal ne stunde und wenn dann nach ner halben meine mutter kommt und fragt ob ich mal mit dem hund rausgehen könnte? soll ich dann den hund lieber da sitzen sehen, schauen wie er rausmöchte, aber über dieses bedürfnis eine komsiche misssion aus unbelebten pixlen stellen? (sorry wenn ich das mal so hart ausdrücke).
ich finde die eltern sollten auf jeden fall in dieser beziehung auch auf ihre kinder achten.
bei mri ist es dann auch so dass ich von ca.2 stunden online sein nur vielleicht 20-30 minuten spiele. den rest verbringe ich in foren, browser games oder einfach in icq.
dann glaub ich passt hier auch noch eine bemerkung zu den gewaltspielen hier her:
ich denke eltern sollten auch hier sehr auf ihre kinder achten. nich einfach nem 12 jährigen mal schnell doom3 kaufen (das wäre schon extrem). aber die aussage dass gewaltspiele die gamer gewalttätig machen würde ich so nicht akzeptieren. gewaltspiele führen in bestimmten fällen, wenn die leute z.b. kein gutes soziales umfeld haben, oder sonst auch schon aggressiv sind, zu mehr gewaltbereitschaft.
ich z.b. bin 14 und spiele cs. ich bin mir auch bewusst das ich hier simuliere wie ich menschen erschiesse. aber erstens sind das doch nur pixel die irgendjemand da hin programmiert hat. und zweitens: ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber ich kann im rl noch nich mal ne mücke erschlagen. denn auch dort geht ein leben kaputt.
nie im leben würde ich einen menschen vor mir aus (und auch absichtlich) schlagen, verletzen oder gar töten. das einzige was ich tun würde wäre selbstverteidigung, aber auch da würde ich nicht töten.
für mich sind gewaltspiele wie ut oder quake3 (sowas besitze ich nicht, quake3 hab ich auch noch nie gesehen, ut mal bei einem kumpel) einfach aktion die ziemlich spass macht und auch ein bisschen egschick und taktik benötigen.
aber auch bei gewaltspielen kann man übertrieben. wenn ich jemanden erschiesse und danach fast die ganze map blutrot ist, die leichenteile nur so in der gegend rumfliegen oder sowas dann ist das auch nicht mehr lustig. das schaut dann mehr nach einem horrorgame aus als nach irgendwas anderem. ich bräuchte kein blut oder sowas, in keinem spiel. deswegen bevorzuge ich dann auch spiele wo man sowas ausstellen kann oder bin acuh nicht böse wenn man sowas einfach mal wegkürzt.
bei den zensierungen kann man dann aber auch wieder übertrieben in dem man das spiel unspilbar macht. ich mach mal ein beispiel:
in der englischen version wird ein gegner mit dem maschinengewehr erschossen. er fällt um
in der deutschen version wird ein gegener mit dem maschinengewehr erschossen. er bleibt ca.20 sekunden stehen und verschwindet dann.
soetwas macht das spiel unspielbar weil wenn der gegner einfachstehen bleibt hau ich mein ganzes restliches magazi noch mit rein, bis ich erkenne das er tot ist. das müste man dann irgendwie sichtbar machen. wäre aber trotzdem dann eine veränderung des spiels und möglicherweise eine benachteiligung wenn jemand die eglische version hat. (ich weis nicht ob es sowas wirklich gibt, das beispiel ist frei erfunden).
noch ein fall: kriegsspiele
finde ich auch nicht gut. warum soll es denn so toll sein eine schlacht nahzuspielen die for was weis ich wieviel jahren REAL passiert ist und in der wirkich tausende von leuten umgekommen sind?
dann würde ich ein fantasy spiel bevorzugen. auch hier spiele ich vielleicht eine schlacht, aber diese hat nie exisitert und man spielt nicht in einem real exisitierenden gebiet.
so ich habe gerade festgestellt das ich hier den längsten beitrag geschrieben habe, den ich je verfasst hab.
trotzdem noch ein schlusswort:
seht mich nicht als gegner von gewalt oder kriegsspielen an. das oben ist meine meinung, die soll euch nur vieleicht mal zum nachdenken anregen. auch ich habe schon miterlebt wie leute z.b. CoD spielen und konnte auch an ihrem spass teilhaben. denn wie gesagt, die meisten achten gar nicht darauf was sie da eigentlich spielen, es macht einfach spass da rumzuballern und sich gegenseitig zu messen wer besser ist.
mein post soll auch nicht gegen irgendwelche spiele im bestimmten gerichtet sein, oder andere bestimmte spiele irgendwie in den vordergrund stellen
mit freundlichen grüßen euer stormi
EDIT. leute ich habe gesehen dass das thema ja online - rollenspiele heißt. das was ich da geschrieben habe is ne totale themaverfehlung. ich lass es aber mal stehen, sollten es die mods als nicht für richtig erklären dass das hier steht, dann weis ich warum ;)
noch zwei dinge sidn mir eingefallen:
1.ich möchte nochmals betonen dass es auch viele leute in meinem alter gibt die nett sind usw. nichts gegen euch xD
2.die eltern müssen immer selber wissen was für die kinder gut ist, und was nicht. das was ich sage ist meine meinung.
Hallo Stromi und all die anderen Poster,
Erstmal muss ich sagen, dass ich sehr positiv über Niveau dieser "fast schon wissenschaftlichen" Diskussion bin, und muss euch als Soziologiestudie ein großes Lob aussprechen. :thumb:
So wie es aussieht werde ich hier mal öfter ne nicht-GW Debat mit machen. Habe natürlich, wie ihr schon alle auch, sehr viel schlecht Erfahrungen in Bezug auf die alte gut Internetanonymität gemacht...
1. Erstmal was konkret zu Thema:
Ich besuche gerade im Rahmen meines Geschichtsstudiums ein Veranstaltung names "Moderne Mittelalterrezeption", da geht es natürlich hauptsächlich um Reenactment (wem das ein Rätsel ist, schaue auf www.iegenote.de ). Eines der Referatsthmen lautet auch eben Rollenspiele (also Pen-and-Paper, Larp, aber auch Games). Nun, wieso ich das poste?
Weil es in diesem Seminar um die Frage geht: Wieso ist das Mittelalter gerade als Epoche so attraktiv zur Darstellung geeignet. Tja, nun ist das aber so, dass viele ihr Reenactment Hobby so betreiben, als würden sie Larp, also Live- ROLLENSPIEL (also in Sachen Authentizität iherer Darstellung) also finde ich, dass es durchaus gerechtfertigt ist, zwischen dem Mittelalterhobby und Online-Rollenspielen (oder Rpg's allgemein) eine deutliche Parallele zu ziehen. Es geht eben den meisten um ein mittelalterliches feeling (geht dann eben in Richtung Mystik) in erster Linie, dann die sache mit dem A (uthentisch):
Nämlich jene, die besagt, dass all diese genannten Hobbies, wie Reenactment, Larp, pen and Paper, usw. und eben auch Online-RPGs nur eine Möglichkeit für uns Menschen bieten, sich auf Identitätssuche zu begeben, dem völlig sinnlosen Alltag oder Job zu entfliehen, und/oder sich eben ein "schönen" Charakter (Wunschdenken) zu erschaffen.
Habe über dieses Thema in letzter Zeit, gerade da ich erst seit Di. GW-SE habe, viel mit meiner Freudin, die auch GW zock diskutiert, und bin zu folgenden Fragen und Denkanstößen gekommen (ja, genau das sollen sie sein):
a)Menschen brauchen Abendteuer. Pauschal gesagt war dies bis zur Industralisierung (also ca. 200 Jahren) eine Konstante im Leben eines fast jeden Menschen. Jedoch können wir glaube ich sagen, dass je weiter sich die Menschheit die Natur zu Untertanen zu machen versucht, und damit immer mehr naturunabhägig wird, wir beobachten können, wie eine "alte" Sehensucht nach Abenteuer, Gewalt und Adrenalin besteht. All diese menschlichen GRUNDBEDRÜFNISSE versuchen wir heute mit sehr ineffektiven Methoden wie Extremsportarten, Abenteuern in Bücher, Filmen, Games oder Ego-Shottern zu kompensieren. Ja, ich weiss, für einige klingt das hart, es ist aber vom anthropologischen Standpunkt nicht zurückzuweisen, dass wir Menschen nun mal auch sehr viel „Jäger“ sind, und das wir einen Tötungstrieb/instinkt (KEINEN Mordtrieb!) besitzen. Da ich jetzt schon die Reaktionen von euch höre, zwei Punkte dazu:
1.Ich selbst gehöre zu den wenigen Menschen, die sich als Kind eigentlich nie ( außer zum Spass) geprügelt haben. Desweiteren habe ich ca. 10 Jahre lange Karate-Shotokan leistungsintentsiv betrieben, und darf daher von mir behaupten, dass ich ein gesunde Einstellung zu Gewalt und Aggression besitze. (Außer natürlich ich seh den Stoiber! ;) )
Aus Überzeugung und Glauben, ja wegen meiner Religion (naja, nicht wegen, sondern erst ich denken--> dann Religion sehen--> gut finden) bin ich der absoluten Auffassung, dass alles Leben heilig ist. Egal ob Pflanze, Tier oder Mensch. Völlig einerlei. Deswegen sind für mich Veganer eben nicht „besser“ oder „schlechter“ als Fleischfresser. Ich selbst esse jedoch kein Fleisch aus Massentierhaltung, auch kein tierischen Produnkte, weil das einfach nur Tierquälerei ist, Holen wir mit meiner Freudin alles beim ökologisch-dynamischen Bauerhof. (Ja, ihr dürft mich ruhig als Öko beschimpfen, macht mich nur stolz, die Welt für eure Kinder nicht als Trümmerhaufen zu hinterlassen zu wollen!)
Essen wir dann eben Fleisch oder sonst was, bin ich mir des Todes dieses Lebewesens ganz klar bewusst, und danke diesem für seinen Tod, damit ich existieren kann. Jaja, für viele ist das völlig abstrus was ich da jetzt schreibe, aber dies ist nunmal mein Reiligion, zu der ich stehe, und die ich nicht nur halbherzig lebe. Will jetzt nicht über Religionen streiten, sondern nur meinen Standpunkt zum Tod ganz klar euch plausibel darstellen: Also, Tod ist nicht schlimm, solange er Sinn macht. Also würde es für mich z.B. Im Gegenzug nicht „schlimm“ sein, von einem Tier gefressen zu werden, dies wäre ein „schöner“ Tod, damit könnte ich sterben, sozusagen ;)
Naja, so ist das eben mit den Naturreligionen, wirklich sehr schwer für einen modernen westlichen Menschen nachvollziehbar. Aber ich lebe und liebe diese Religion, und folge ihrem Pfad, so gut es mir möglich ist. Und glaubt mir, wenn ich sage, dass ich keinen dieser „Sätze“ aus irgendeinem sch... Esoterikbuch habe. Alles Sachen aus erster Hand erfahren und gesagt bekommen, von einer sehr vertrausenwürdigen Quelle.
2.(ja, ich habe noch nicht ganz den Überblick verloren)
Damit will ich keineswegs behaupten, dass alle Menschen, die Ego Shooter oder sonstige „Tötungspiele“ spielen dies nur tun, um einen unbefriedigten Tötungstrieb zu befriedigen. Das wäre viel zu schwarz-weiß gemalt. Aber der Tod, der in unserer modernen Gesellschaft so schön totgeschwiegen wird ( z.B.: „Steaks, die kommen doch ausm Supermarkt?“) gehört nunmal zu uns Menschen. Punkt. Klar, man zockt eben auch aus reinem Spass, wegen der Punkte und der Geschicklichkeit, nicht wegen der Gedärme, die einem um die Ohren fliegen, jedoch denke ich, dass Gewalt ein hohes Suchpotential besitzt, und diese uns Menschen (auch mich!) sehr fasziniert. Tja, alles wäre eben nicht so wild, wenn wir damit richtig umgehen würden. Wer von uns tötet mal ein Tier, bevor er es ist??? Außer ein paar Jägern oder Leuten, die schlachten keiner. Wie werden Tiere beim Schlachthof getötet? Von einem Bolzenschuss ins Hirn: Denkt ihr dem Menschen, der das macht, ist das Tier und dessen Tod heilig??? Spricht er ein Gebet, im dem er auf irgendeine Weise seine Dankbarkeit für dieses Opfer zeigt??? Ich zweifle daran......
b)
Nur noch ganz kurz was zur Attraktivität von surrealen Welten: In all diesen, egal ob Buch, Film oder Computerspiel, finden wir uns in einer Welt wieder, die sehr einfach gegliedert ist, also bezogen auf Werte und Normen. Da sind die Bösen (und die sind nur böse, z.B. Sauron, Orks), ja und da die guten. Klar man spielt auch mal gerne die bösen, aber alles ist ganz klar und einfach, im Gegensatz zu unserer komplexen, moderenen Welt, in der ich tausende Entscheidungen täglich treffen muss, die alle mein Leben beeinflussen. Die ist ganz klar ein Phänomen der Moderne und zweiten odre Postmoderne (also jetzt). Krassen Beispiel aus dem Mittelalter: Die Welt war noch "verzaubert" (wie man so bei den Soziologen sagt), d.h. Religion und Glaube, Sagen und Mythen spielten noch wirklich eine entscheidende Rolle, in Bezug auf das Weltbild. Es gab eine Kriche (ok, bis Luther..), man wurde ein einem Stand, meisten eben als Bauer geboren, und starb dann auch als jener. Klar ist das jetzt alles sehr plakativ, klar war da auch nicht alles völlig homogen, aber hoffe ihr versteht ,was ich meine.
Ok, ich wollte eigetlich noch was zu hohen pädagogischen Wert von Computerspielen sagen, jedoch mache ich dies wann anders, weil das hier schon lang genug ist...
Naja, und um alle zu beruhigen, obwohl ich so einen starken Glauben habe, gibt es sehr viele Momente, in denen ich auch überhaupt keine Lust mehr auf diese Welt habe, z.B. Sehr oft wenn ich Nachrichten schaue oder davon höre, wie Leute, die Tierversuche machen, sagen, dass sie das gerne tun, und ihnen das Leiden der Tiere Genugtuung verschafft.
Um mal Offspring zu zitieren:
„When will the world listen to reason, when will the truth come into season,
i'll feel it'll be a long time, i'll feel it'll be a long time....“
Ok, ich hoffe ihr habe jetzt alle verstanden, um was es mir in diesem Post ging. Natrülich habe ich hier und da ein wenig provoziert, aber hej? Wäre ich sonst ein guter Diskussionspartner? ;)
So, alle die jetzt Sachen posten wie: „Hä, was für ner Sekte gehörst Du denn an“, oder „Bist du ein Ökofreak?“ können sich das gleich sparen, oder schickt mir ne pm, damit die anderen es nicht lesen müssen.
Alle anderen: postet fröhlich!
In guter Hoffnung für uns alle,
Iver
GevatterTod
11.12.2005, 20:34
Der Gedanke an die Sekte kam mir tatsächlich :P
Allerdings find ich deine "öko-Einstellung" gut :thumb:
Wobei ich das aber pragmatischer sehe - fressen und gefressen werden (oder nach M. Mittermaier: "Wenn's wir net fressen, fressen's uns"). Ich bin absolut für artgerechte Tierhaltung, Schutz von Tierarten, schonendere Schlachtverfahren etc., aber ich halte nicht bei jedem Steak ein Tischgebet ^^ ...
Aber wir schweifen ab, es geht hier ja um das Suchtpotential von MMORPGs. Warum wir spielen, kann sich jeder vernunftbegavte Menschen selber zusammen reimen (wer nun dabei auf "Menschen den Kopf weg schiessen ist geil" kommt, der sollte mal zum Doktor gehen), dafür muß man nicht studieren :p (du eignest dir natürlich wesentlich mehr Wissen mit deinem Studium an). Aber warum hören manche nicht auf? Meiner Meinung nach wird es kritisch, wenn eine Person, die unzureichend im realen Leben verankert ist, auf ein Spiel mit endloser Spieldauer trifft. Aber was meinst du dazu?
Edit zu b: Aber erleben wir bei SPielen nicht eine Entwicklung hin zu mehr Realität, Komplexität und mehr Entscheidungen, weil die Spieler es so wollen? Ich befürchte manchmal, das wir uns eine bessere Realität wünschen und Spiele sollen sie uns liefern. Was wäre, wenn MS und Sony ein Holodeck entwickeln würden? Gut, es würde nicht funktionieren, MS halt, aber was wäre wenn?
P.S.: Ich hab den ganzen Tag renoviert, tonnenweise Staub und was weiß ich was eingeatmet und das Ganze mit einigen Bier runter gespült. Verzeih mir meinen geistigen Zusatend ;)
Juhu GevatterTod,
1. Terry Pratchett finde ich auch geil. So, einschleimen ist ja immer gut. :angel:
2. ich habe sehensüchtig auf eine Antwort gewartet, danke!
ok, dann:
zu deinem ersten statement:
Meiner Meinung nach wird es kritisch, wenn eine Person, die unzureichend im realen Leben verankert ist, auf ein Spiel mit endloser Spieldauer trifft. Aber was meinst du dazu?
Wie jede schlaue Antwort muss ich diese wiedermal mit "Hmm" einleiten :cheerful:
Hmm, auf jeden Fall. Ich denk zwar ,dass es natürlich, wie bei all diesen Problemen Ausnahmen gibt, aber dass man jedoch ne ganz einfach Formel für den Großteil:
Je mehr dir das RL NICHT bietet, desto mehr flüchtest Du in VL.
Und umgekehrt.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich Momente hatte im Leben, in denen ich so verliebt war und ganz erfüllt davon, dass ich überhaupt nicht gezockt habe. Natrülich war ich auch berauscht, eben von einer Frau. Ist ja auch ne Dorge, sozusagen ;)
Aber es gibt auch Momente, in denen es mir gut geht (also wirklich seelisch gut), aber in denen ich trotzdem gerne ein gewisses Spiel zocke.
Der leider häufigste Fall ist jener, wenn ich richtig schlecht drauf bin: Dann greife ich zu irgendeinem Game, das mich zur Zeit am meisten befriedigt, aber ich spiele nicht des Spiels wegen, sondern eben um zu entfliehen, um zu vergessen, dass ich lebe.
Zum Zweiten:
Aber erleben wir bei SPielen nicht eine Entwicklung hin zu mehr Realität, Komplexität und mehr Entscheidungen, weil die Spieler es so wollen? Ich befürchte manchmal, das wir uns eine bessere Realität wünschen und Spiele sollen sie uns liefern. Was wäre, wenn MS und Sony ein Holodeck entwickeln würden? Gut, es würde nicht funktionieren, MS halt, aber was wäre wenn?
Hmm, ja tatsächlich stimmt das mit der Realität, aber das ist eben finde ich eher ein Indiz auf das, wass Du schon nennst:
Man schafft sich eben ne Paralellwelt nach seinem Geschmack, und diese ganzen Echtheiten in Sachen Grafik eben, dienen dazu, damit wir uns besser in diese Welt inein versetzen können. Damit wir uns besser mit den Charakteren indentifizieren können. Und naja, mal im Ernst, niemals werden Spiele die Komplexität des RL bekommen, also daran kann wohl keiner zweifeln.....
Wobei ich z.B. zwischen Fantasy und "echten" SPielen (wie z.B. Kriegsshootern oder all den anderen realistischen WWII games)unterscheiden möchte: ohne jetzt wertend zu sein, glaube ich, dass andere "INstinkte" oder "Triebe", Bedrüfniss e bei diesen spielen angesprochen werden.
:sorry: nochmals an sur-an für das Abweichen vom Thema, aber ich finde, dass dieser kleine Exkurs doch eher fruchtbar für unsere Debatte ist.
So, mache jetzt mein Schleppi aus, sonst bekomme ich nichts auf die Reihe, bin aber schon auf Beiträge gespannt :cheers:
Trollchen
11.12.2005, 23:39
Was zum lesen (http://mmog.onlinewelten.com/index.php?type=special&area=1&p=articles&id=88#contentbox)
Original geschrieben von Cyphestro
Hmm, ich werde dazu jetzt nicht groß Stellung nehmen, aber ich als Suchti sag ich dir einfach mal wie es ausschaut.
Die (derzeitige) Realität ist schlichtweg scheiße.
Jeder normaldenkende Mensch wird heutzutage auf kurz oder lang bekloppt, sofern nicht irgendwo ein Ausgleich besteht.
Einige suchen den in Religion, andere in häufig wechselnden Liebschaften und wieder andere verschaffen sich jenen Ausgleich in einer Welt fernab von der Realität.
Verbiete den Leuten ihren seelischen Ausgleich und du beschwörst den Massenexodus.
PS: Es gibt auch einige wenige Menschen, die sich ihren seelischen Orgasmus anhand von übermäßig Geld und Macht über andere besorgen.
Du weißt sicherlich wen ich damit meine
oder eben in Drogen.
In dieser Welt kann man nur frei sein wenn man diese
Realität mit irgendwas ausgleicht. Ich sitze z.B. viel
am PC und spiele den ganzen Tag Violine. Die anderen
nehmen Drogen, rauchen,trinken....
Und andere wiederrum haben viel Geld, viel Macht und
ich weiß auch nicht was....
@trollchen:
Es kann vorkommen, dass man viel Zeit mit einem Onlinespiel verbringt. So viel Zeit, dass sogar das Privatleben darunter leiden kann. Das können auch Anzeichen einer Sucht sein und natürlich ist dann die Frage berechtigt, ob Onlinespiele süchtig machen?
Antworten auf diese Frage sind höchst unterschiedlich, je nachdem wen man fragt. Als das ZDF Fernsehmagazin „Frontal21“ über dieses Thema berichtete fegte ein Sturm der Entrüstung durch die Spielergemeinschaft. Keiner sah sich betroffen und wenn keiner betroffen ist, dann kann es auch nicht so schlimm sein. Ironischerweise ist oft das rigorose Leugnen einer Sucht ein Anzeichen dafür das man eine hat. Wenn man in Spielerforen über dieses Thema liest sehen Spieler keine Suchtgefahr für sich sondern höchstens eine für charakterschwache Menschen.
das is ja das schöne, dass hier keiner einfach rumbrüllt es macht nicht süchtig oder eben schon sondern jeder seine meinung sagt und auch begründet ;)
bin bis jetzt auch begeistert von diesem thread und den leuten die hier schreiben :vibes:
ist eine schöne ernste diskussion geworden.
Mfg stormi
heiliger hans
12.12.2005, 20:44
so, habe nun mir mal alles 2 mal durchgelesen.
tread verdient ne 1 da man das thema wie zuvor erwähnt nicht totschweigen darf!!!!
1. ich finde es sehr gut dass hier einige(besser als keine) ihre freie meinung zu dem thema äussern.
2. zu dem bericht den Trollchen als link gegeben hat:
Auf seite 2 wird wunderbar beschrieben wie die volksrepublik China versucht den chinesen freude zu nehmen, jedoch wird es in deutschland einer so genannten demokratie soetwas nicht geben. An dem artikel erkennt man wunderbar wie ein kommunistischer Staat versucht ueber alles und jeden kontrolle auszuüben. Sucht hin oder her, nur weil alkohol suechtig macht wird doch nicht der alkoholgenuss untersagt bzw. eine mengevorgabe gegeben.
3. Die suchtgefahr bei MMORPG spielen stufe ich persöhnlich als sehr hoch ein, jedoch ist es keine sucht wie andere (damit will ich das nicht gut reden), denn irgendwann hat man keine lust mehr auf GW,WoW oder D2Lod im gegensatz zu suechten wie nikotin, teein, alkohol oder sonstigen drogen, denn wenn man z.B.,Alkoholsuechtig ist, ist mann das sein Leben lang und auch wenn man trockener alkoholiker ist muss man nur 1 mal was trinken und schon faengt die schei :censored: e von vorne an.
Gruss Heiliger Hans
Original geschrieben von heiliger hans
3. Die suchtgefahr bei MMORPG spielen stufe ich persöhnlich als sehr hoch ein, jedoch ist es keine sucht wie andere (damit will ich das nicht gut reden), denn irgendwann hat man keine lust mehr auf GW,WoW oder D2Lod im gegensatz zu suechten wie nikotin, teein, alkohol oder sonstigen drogen, denn wenn man z.B.,Alkoholsuechtig ist, ist mann das sein Leben lang und auch wenn man trockener alkoholiker ist muss man nur 1 mal was trinken und schon faengt die schei :censored: e von vorne an.
Das ist bei Spielsüchtigen nicht anders. Es kommen immer wieder neue Spiele auf den Markt.
Menschen die suchtanfällig sind, bleiben das ihr Leben lang, viele tauschen einfach eine "Droge" gegen die andere aus. Und das bleibt solange so, bis sie ihren Ängsten, Sehnsüchten und ihrer Realität ins Auge schauen und bereit sind etwas zu ÄNDERN.
All die Zeit und Energie, die ins Spielen investiert wird, fehlt einem zum LEBEN. Ist doch logisch.
Aber in einer Zeit, in der die wenigsten Eltern, ZEIT für ihre Kinder haben (teilweise selbst vorm PC sitzen) und ihre Kinder mit Filmen und Spielen "ruhigstellen", solange VERANTWORTUNG mit Gleichmütigkeit ersetzt wird, ist der Wurm drin.
Und so fehlt den meisten Spielern, bzw. sehr vielen, vor allem den Spielsüchtigen, der richtige Umgang mit der Droge Spiel. Es wird nicht mehr zum Zeitvertreib gespielt, als Hobby, in der Freizeit, da wird das Leben zur Freizeit gemacht.
Und viele verlieren ihren Job, ihre Freunde usw. (wurde ja schon erwähnt) und dann wird die FREIZEIT zum Leben.
Da komm mal wieder raus ...
Vielleicht in dem man BEGREIFT, daß jeder für sein Leben verantwortlich ist und auch für DAS was er daraus macht.
Das Leben ist schöner wenn man es lebt, statt es zu spielen.
Eran Olejin
13.12.2005, 15:01
das suchtpotenzial von onlinerollenspielen ist schon sehr hoch wie ich sogar an mir selbst feststellen kann... es gibt so tage da muss ich mich echt zusammenreissen :D
aber vor allem möchte ich das thema mit den onlinefreunden ansprechen. ich bezeichne auch einige online kontakte als freunde und das weil sie genau das sind. natürlich nicht in dem maß wie freunde zu denen ich eben rübergehen kann, aber trotzdem freunde. kommt wahrscheinlich darauf an wie man den begriff freundschaft auslegt...
Ich selber würde mich auch in manchen phasen als suchti bezeichnen und gebe dies gerne zu, ich habe gw wochenlang am stück gespielt , den großteil des tages. Dann hatte ich aber keien lust mehr und habe was andres gespielt. Wie schon erwähnt "die droge gewechselt",bis ich zu dem jetzigen punkt gelangt bin wo ich einfach nur noch aus spass so mal zogge nciht mehr so oft wie früher da ich gemerkt hab das diese spiele nicht zu der "befriedigung" führen die ich mir erhoffte aba jeder mensch sucht halt seinen ausgleich ich suche diesen beispielsweise in diversen spielen oder meiner musik( Metall 4 life ^^,kann sehr befreihend sein.. ^^), auch die bücher von R.A. Salvatore fesse ich eher als das ich sie lese =). Ich würde diese sucht auch mit andren suchtmitteln wie alkohol oder nikotin gleichstellen da wie schon erwähnt auch der körper durch ständiges vor dem PC sitzen verkümmern kann.
Um auf das Thema Freunde zurückzugreifen ich habe mittlerweile einen engen Freundeskreis im Internet aufgebaut die ich mitunter 3 Jahre oder länger kenne und auch teilweise besuche oder noch besuchen werde und uach meine freundin die an der ostsee wohnt - ich selbst wohn in NRW- hab ich im internet durch zocken kennengelernt und ich finde es spircht doch auch nichts dagegen sie sind wie die normalen freunde mit dem geringen unterschied das man nicht mal eben rüberlaufen kann
Cyp crane
13.12.2005, 17:23
Ich würde mich wohl als Maximal süchtig bezeichnen ,zumindest bei GW
Wobei ich denke das meine Frau noch ein weng schlimmer ist,
durch das TS halt. Frauen haben da so eon Telefon-Gen
glaub ich.
Aber kennt ihr das ,?
Ihr schaut aus dem Fenster und denkt : "hmm ,also die Bäume sehen hir fast genauso gut aus wie in Guild Wars ,aber das grün
könnte satter sein....."
muss ich mir sorgen machen ? :spec:
Trollchen
13.12.2005, 20:06
http://www.camelotaddict.com/2003/TooMuchDAoC5.JPG
http://www.camelotaddict.com/2005/TooMuchDAoCSmartKid.JPG
http://www.camelotaddict.com/Archives2005/2005/BirthdayDing.JPG
http://www.camelotaddict.com/Archives2005/2005/Illusions.JPG
http://www.camelotaddict.com/Archives2005/2005/RLRelics.JPG
heiliger hans
13.12.2005, 22:11
LOL "guess which kid plays too much?"
:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
ich habe mich halb totgelacht!!
Original geschrieben von Cyp crane
Ich würde mich wohl als Maximal süchtig bezeichnen ,zumindest bei GW
Wobei ich denke das meine Frau noch ein weng schlimmer ist,
durch das TS halt. Frauen haben da so eon Telefon-Gen
glaub ich.
Aber kennt ihr das ,?
Ihr schaut aus dem Fenster und denkt : "hmm ,also die Bäume sehen hir fast genauso gut aus wie in Guild Wars ,aber das grün
könnte satter sein....."
muss ich mir sorgen machen ? :spec:
Hmm, will ja nicht vorschnell urteilen, aber nach dem was du schreibst, hoffe ich nicht, dass Du Kinder hast, und je welche haben willst....
Wenn ja, dann wäre das echt schlimm. :(
Siehe die zweite Grafik von Trollchen.
Eine Sache ist, was man mit sich macht, zerstört man aber die Kindheit eines Menschen, so ist das was ganz anderes. Da hört für mich der Spass auf.
Habe hier auch mal in Forum gelesen, dass ein Vater, der selbst GW zockt, seinen 11 jährigen Sohn zocken lässt! :eek:
Also, ausser dieses Kind ist geistig auf dem Entwicklungsniveau eines 20 jährigen: Solche Eltern hätten sich das mit den Kindern dreimal überlegen sollen, und sich für NEIN entscheiden müssen.
Muss ja ne tolle Kindheit sein.....
Das beste: Auf ein vorsichtiges Nachfragen eines users, ob das Spiel nich erst ab 12 sein, hieß es dann gleich, dass Eltern ja selbst darüber entscheiden könnten, und das ja nur eine Empfehlung wäre....Hammer!
@heiliger hans:
echt? finde es eigentlich zum heulen, da dies Realität ist.
Naja, Galgenhumor halt.
EDIT:
Muss mal schnell noch was einfügen, damit es hier nicht gleich heiss her geht.
1. Ich bin selbst auch auf jeden Fall "mal" süchtig, richtet sich nach meiner momentanen geistigen Befriedigung. <-- darüber wurde ja schon gepostet. GW macht mich auch auf jeden süchtig, habe "zum Glück" zur Zeit sehr viel zu tun, also wenig Zeit fürs zocken. Würde spielen und Sex als meine Hauptdrogen bezeichnen.
2. Ist Zocken pädagogissch Müll. Genauso wie Fernsehen. Dies ist schon seit Ewigkeiten sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Eltern setzen ihre Kinder vor die Glotze oder den Compu, damit diese Ruhe geben. Das ist der einzige Grund.
3. Ich selbst kann sagen, dass ich jedoch Computerspielen nicht grundsätzlich Kindern verbiete. Es muss einfach altersgerecht sein. GW ist nicht übermäßig brutal, bis auf die absolut übertriebene Splattergeschichte als Einleitung, jedoch ist 12 schon ne sehr niedrige "Empfehlung". Meine Freundin ist fast sowas wie ne Mutter für ihren 10 jährigen Bruder, und wir hatten schon sehr oft, auch längere Zeit die Verantwortung über dieses Kind. Er darf auch mal ne begrenztze Zeit zocken, wenn wir z.B. Pflichten im Haushalt nachgehen und ihn vor dem Ding abstellen(ganz klare Sache). Das ist völlig ok, solange das nicht sein Leben dominiert. Seine Mutter hingegen ist das eigentlich egal, was er da spielt und wie lange. Naja, eigentlich nicht egal, bloß ist sie nie zu Hause und kriegt nicht mit, wie ihr Sohn eingeht.
4. Ich muss noch sagen, dass ich ne saugeile Kindheit hatte. Habe super viel DRAUßEN mit meinem Vater und meinen Freunden unternommen, Iglus gebaut, Hütten im Wald, usw. Dann mit 12 nen Amiga von meinem Opa bekommen, mit 15 überhaupt nen PC. Meine Eltern haben eigentlich immer wenn es ihnen möglich war kontroliert, was ich spiele und auch im Fernsehen schaue. Außer bei Freuden, aber das ist immr so n Knackpunkt:
Wenn z.B. der Bruder meiner Freundin (10) erzählt, dass er bei nem Freund ganz toll auf der PS2 irgendwelche ab 16 oder 18 games gezockt hat, und die Mutter noch lustig zuhgeschaut hat, da kann man noch viel kontrolieren und verbieten.
Es ist echt n Trauerspiel heutzutage, was mit den Kindern geschieht. Und die Frage nach der Schuld, tja, die gibts nicht, denn Kinder sind "nur" Kinder. Eltern tragen die Verantwortung.
@Cyp crane:
Nur nicht dass Du denkst, ich meine, dass Du niemals Kinder haben darfst, nur hoffe ich, dass diese mehr als nur virtuelle Abendteuer mit ihrem Vater erleben werden.... :wink:
Danta Inferna
14.12.2005, 09:49
Man sollte für sich selbst das zocken als eine art belohnung einrichten. erst wenn alles erledigt ist (hausaufgaben, haushalt, arbeit, die mit nach hause gebracht wurde, tiere, pflanzen etc.) wird der pc angeworfen.
Aus eigener erfahrung kann ich nur bestätigen, dass der suchtfaktor deutlich abnimmt. ich treff mich auch regelmäßig mit freunden. dann ist halt mal kein gw. na und? davon sterb ich nicht, weil es nicht überlebensnotwendig ist.
ok, manchmal zock ich auch an nem wochenende durch ( mit pausen, schlafen und essen und trinken), aber mal kann man sowas machen. auf dauer wärs ehrlich gesagt öde
Ohne jetzt sämtliche Post meiner Vorredner durchgelesen zu haben.
Das Suchtpotential div. Browserspiele und Ladderbasierender Ego-Spiele wie Warcraft3 ist wesentlich höher. (Mit Ego-Spiel meine ich hauptsächlich das man selbst mit seinem Acc an der Ladder teilnimmt, nicht passiv wie bei GW durch ne Gilde)
Wenn man dort einmal einen bestimmten Status hat ist man praktisch gezwungen weiterzuspielen aus Angst man könnte seinen hart erarbeiteten Status wieder verlieren.
Bei GW ist das relativ locker. Man hat in kurzer Zeit maximales Level, brauch demnach wenig angst zu haben "den Anschluss" zu verlieren.
Wenn ich heute sage "Ich bin mal 2 Wochen weg und kann nicht GW spielen" ist das relativ locker. Wenn ich nach den 2 Wochen wiederkomme, hab ich im Prinzip nix verloren.
Zu Zeiten als ich Galaxywars als Browserspiel oder W3 im Battlenet gezockt hab, war sowas undenkbar.
Ohne jetzt sämtliche Post meiner Vorredner durchgelesen zu haben.
Hab ich auch nicht, wiel die Post recht groß sind ;)
Ich denke bei Spielesucht können sich allgemein mehr Leute an die eigene Nase packen.
In den Sommermonaten habe ich sehr oft GW gezockt und wohl dabei auch meine Freundin (wohnt 500 km von mir weg)
ein wenig vernachlässigt, wenn ich nicht bei ihr war.
Im Momment spiele ich gar kein GW, aber befasse mich sehr mit Rollenspiel (nächste Sucht?)
Naja bei mir war es zum Glück nicht so schlimm wie ein ehemaliger Bekannter von mir.
Er zockt nur noch WoW, die ganze Zeit.
Ich sah ihn mal in der Stadt und da schaute er irgendwann auf die Uhr und verabschiedete sich mit den Worten: "In einer halben Stunde fängt ein Raid an. Ich muss los."
Zum Glück ist es bei mir nicht soweit gekommen, aber ich sehe seid neuestem echt eine Gefahr in solchen Dingen.
Um mal ein bißchen pauschal zu werden...
Ich denke solange man sich der Gefahr und des eigenen Suchtptentials BEWUSST ist, hat man eine gute Chance, dagegen anzugehen.
Beim Alkoholiker isses etwas verschoben, der weist meist drastisch zurück, daß er ein Alkoholproblem hat, zumindest in der Öffentlichkeit - tief drinnen, weiß auch er/sie daß da ein Problem vorhanden ist (spätestens wenn der Körper reagiert).
Beim Zocken sieht man früher oder später auf die Uhr, verpaßt nen Termin oder Ähnliches und wird Tag für Tag an die eigene Sucht erinnert, trifft Leute, denen es ebenso geht (diejenigen, die man scherzhaft fragt, ob sie auch schon wieder, oder immer noch, online sind).
Alkohol oder Freßsucht, sowas läuft oft nebenher, damit befriedigt, oder unterdrückt man ein Bedürfnis, beim Zocken ist es meist das Leben das unterdrückt, weggespielt wird.
Und häufig, im schlimmsten Fall haben wir zwei Dinge auf einmal. Entweder den zockenden Alkoliker, oder aber z.B. das fettgewordenen Kind (mangels Bewegung), das noch mehr in sich reinstopft, weil es ja eh schon fett ist.
Und immer wieder ist ein Mangel vorhanden, unbefriedigte Bedürfnisse.
Dabei weiß doch jeder was ihm fehlt. Geht und holt es euch! Kompensiert das nicht.
Sagt euren Eltern, ihr verdient Aufmerksamkeit, kümmert euch um nen Job und wenn ihr keinen findet, dann arbeitet mit den Dingen, die ihr am besten könnt, versucht eine BERUFUNG daraus zu machen (dann macht "Arbeit" SPASS!) Da geht soviel, wirklich... (okay, is nich immer leicht, aber doch einen Versuch wert.)
Und spielt, wenn ihr die Zeit übrig habt, die euch nicht von den WICHTIGEN Dingen des Lebens abhält.
Na gut *ausgeschwiffenis* *wink*
heiliger hans
14.12.2005, 15:35
Ohne jetzt sämtliche Post meiner Vorredner durchgelesen zu haben.
vll solltet ihr dass mal machen, ist interressant, lehrreich und man kann sich entweder unterstuetzung seiner eigenen meinung holen oder sich zumindest andere meinungen einholen wenn man anderer meinung ist und denn mal
!!! nachdenken !!!
ich finde man sollte in der heutigen zeit sowieso mal mehr darueber nachdenken was man macht/anguckt/mitbekommt
Original geschrieben von Cool-M
Ohne jetzt sämtliche Post meiner Vorredner durchgelesen zu haben.
Das Suchtpotential div. Browserspiele und Ladderbasierender Ego-Spiele wie Warcraft3 ist wesentlich höher. (Mit Ego-Spiel meine ich hauptsächlich das man selbst mit seinem Acc an der Ladder teilnimmt, nicht passiv wie bei GW durch ne Gilde)
Wenn man dort einmal einen bestimmten Status hat ist man praktisch gezwungen weiterzuspielen aus Angst man könnte seinen hart erarbeiteten Status wieder verlieren.
Bei GW ist das relativ locker. Man hat in kurzer Zeit maximales Level, brauch demnach wenig angst zu haben "den Anschluss" zu verlieren.
Wenn ich heute sage "Ich bin mal 2 Wochen weg und kann nicht GW spielen" ist das relativ locker. Wenn ich nach den 2 Wochen wiederkomme, hab ich im Prinzip nix verloren.
Zu Zeiten als ich Galaxywars als Browserspiel oder W3 im Battlenet gezockt hab, war sowas undenkbar.
Das ist vll im PVE teil so aber im PvP hast du genauso deine Ruhm punkte mit dene du auf dem Stand bleiben musst.
So, kann mich eigentlich nur nochmal dem Apell von velvet und Danta Inferna anschließen!
Jeder hat einen Traum (oder auch mehrere) im Leben. Sich auch kleine Träume zu erfüllen oder mal was Produktives auf die Reihe zu bringen, hilf echt mehr als tausend Nächte GW oder sonstiges zocken.
Muss echt aber sagen, dass es sehr erstaunlich ist, wieviel von euch das so offen zugeben!?
Hätte da eher was anderes erwartet.....
Zocken ist sicher auch ne sehr schöne Sache, aber alles in Maßen! Und Zocken ist nicht das Leben! Also, das Leben ist viel geiler, man es sich nur so einrichten, wie man es schön findet. Das geht, und es kann jeder, man muss sich nur dessen bewusst werden.
Also, ich würde jetzt mal so pauschal behaupten, dass LIEBE es wahrscheinlich am meinsten befriedigt. Also, liebt! :nice:
Aber um mal hier GW oder online RPG allgemein ein weinig "in Schutz zu nehmen", wollte ich noch eins sagen:
Im Team, vor allem mit TS zocken, ist schon mal echt n Fortschritt gegenüber dem einsamen spieler, der irgendwo vor der Kiste asozial wird. Finde ich zumindest.
Schön ist natürlich auch, wenn man diese Leute und Internetfreunde auch dann mal echt trifft! Dann kann das Netz echt sehr gut für soziale Kommunikation sein.
Nur so n statement von nem Soziologen.... :wink:
Original geschrieben von Iver
[B]So, kann mich eigentlich nur nochmal dem Apell von velvet und Danta Inferna anschließen!
Danke! ;)
Ich weiß, daß es das Wichtigste überhaupt ist, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren, bzw. ihn erst einmal zu finden.
Ohne Selbstwertgefühl, kein sinnvolles Leben. Und den Sinn und den Wert kann man nu mal nur in sich selbst finden.
(Muß noch mal kurz ausschweifen) Ich habe Leute in GW kennengelernt, die tatsächlich ihr abgewracktes Selbstwertgefühl über ihre Onlinkämpfe kompensieren.
Da haste dann den Helden, der für jeden Pups, den er läßt gelobt werden möchte, den Krieger, der ausflippt, wenn er nen Boss nicht ALLEIN erledigen darf... usw. , oder die Leute, die Dir die ganze Zeit am Rockzipfel hängen und Dir andauernd die neueste Waffe oder das neueste Outfit vorstellen, immer mit dem Hinweis auf die KOSTEN *lach*
Äh..., also... *hüstel* u know what I mean...
Aber um mal hier GW oder online RPG allgemein ein weinig "in Schutz zu nehmen", wollte ich noch eins sagen:
Im Team, vor allem mit TS zocken, ist schon mal echt n Fortschritt gegenüber dem einsamen spieler, der irgendwo vor der Kiste asozial wird. Finde ich zumindest.
Schön ist natürlich auch, wenn man diese Leute und Internetfreunde auch dann mal echt trifft! Dann kann das Netz echt sehr gut für soziale Kommunikation sein.
Nur so n statement von nem Soziologen.... :wink:
Jo, damit hast Du sicherlich Recht. Ich gehöre auch nciht zu denen, die behaupten, daß man online keine Freunde finden kann.
Allerdings gehöre ich zu den Vorsichtigen - irgendwann mal in die Augen gucken und schnuppern muß drin sein, ansonsten bleiben's (für mich) nette Bekannte. Aber so ähnlich schreibste das ja auch :D
Ich wünsche allen einen schönen Tag, vielleicht treffen wir uns ja mal online... so allgemein...
<--- auch ausm sozialen Bereich, aber mehr medizinisch *gg*
Danta Inferna
15.12.2005, 11:07
Original geschrieben von heiliger hans
vll solltet ihr dass mal machen, ist interressant, lehrreich und man kann sich entweder unterstuetzung seiner eigenen meinung holen oder sich zumindest andere meinungen einholen wenn man anderer meinung ist und denn mal
!!! nachdenken !!!
ich finde man sollte in der heutigen zeit sowieso mal mehr darueber nachdenken was man macht/anguckt/mitbekommt
Bei letzterem hast du vollkommen recht. Die meisten Filme, die auch -wenn auf einem mythologischen wege - zum nachdenken anregen, werden von Filmkritikern meist immer komplett zerissen (einfach alles negativ kritisieren, was sie nicht verstehen)!
Mein lieblingsbeispiel ist Tomb Raider 2. Wer von den meisten wusste vor dem Film etwas von "Der Wiege des lebens" oder "Die Büchse der Pandora"? Der Film hatte einige gute Denkanstöße gebracht. Nur leider übersehen das die meisten. Da wird lieber Slapstick, Splatter movies oder Actionfilme ohne sinnvollen inhalt geguckt. Gut, ich mag auch diese Film-genres. erstens weil es auch einmal zum abschalten ist und zweitens weil es ein Film ist (ich hab "beruflich" ne menge mit dem Medium Film/Fernsehen zu tun). Aber nicht im überflüssigen Maße.
@ topic: Aber auch nicht alle Spiele sind nur dazu da um rumzuziehen und nach macht zu streben. Viele - teils auch spiele mit gewalt (töten etc) - haben auch denkansätze. Ich rede nicht von Myst 4 o.ä - auch wenns gute games sind - sondern dass in jedem Spiel irgendwo eine versteckte moral ist. Schonmal dran gedacht, dass man sogar durch games seine geschicklichkeit verbessern kann? Ja sogar körperaktivität ist jetzt bei x-box, ps2 etc möglich. Mit diesen kleinen Sensorbändchen, die man um Hand und Fußgelenke schnürt, kämpft man gegen einen virtuellen gegner.
Das medium FILM musste ich mit hinein bringen, weil die Spannbreite der Gewalt und das Wegsehen einfach viel zu breit gefächert ist, als es nur auf die Spiele zu konkretisieren.
Is nur die meinung einer 19-jährigen ^^
heiliger hans
15.12.2005, 20:33
zum thema film:
selbst fast alle actionfilme haben einen tiefsinnigen hintergrund, politische lage, weltkriesen, kathastrophen oder auch denken ueber die zukunft. ich denke mal 95% aller actionfilm fans wissen garnicht welch ein hintergrund solch ein film hat( es gibt natuerlich auch reine komerzfilme).
sry for offtopic aber ich hoffe mal dass das viele lesen und mal wie zuvor gesaagt nachdenken!
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