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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wohin führen die Preiserhöhungen..???



Yoshimiru
04.05.2008, 21:52
Der Grund warum ich diesen Thread eröffne ist ganz einfach.
Ich weiß nicht wohin die Steuer- , Benzin-, Lebensmittelerhöhungen usw. führen sollen ... in 5 Monaten sind die Benzinpreise wohl schon bei 1.70€/Ltr. . Das ist einfach nicht tragbar für schlechter betuchte Familien.

Und das wäre jetzt nur ein Beispiel , wie ist es mit den Lebensmittel , diese werden auch stetig teurer.
Mich interessiert was die Politiker eig machen ... Ob sie (manche) einfach nichts besseres zutun haben ...
Neuestes Beispiel: Familienministerin Ursula von der Leyen ... will was gegen den 1. Mai unternehmen , weil zuviel gesoffen wird usw (vor Kindern unso).... da denk ich mir : Wayne? Es hat nie jemanden gestört? Ich weiß nicht ob den nix besseres einfällt ...

Jetzt nochmal zurück ... Ich kann mir einfach nicht erklären wohin das führen soll?! Alles steigt und der Lohn wird weniger , seit neuestem sollen wir auch noch bis 65 , wohl bald 68 arbeiten?! Ich mein , gehts noch?! Zudem wird es wohl nichtmehr möglich sein , die Preise bei zb. Lebensmitteln runterzuschrauben... es ist einfach zu spät ...

Fakten:
- alle Preise erhöhen sich
- weniger Lohn/Gehalt/Gewinne usw...für Arbeitnehmer
- viele Geschäfte gehen pleite
- Familien sparen, somit fließt weniger Geld zum Staat , bzw zu den Unternehmen usw zurück
- die Arbeitslosenzahl sinkt
- immer mehr ältere Leute > Jugend muss länger arbeiten (65/68)
- immer mehr junge Menschen (von denen eh zu wenig da sind) wandern wegen diesen schlechten Zukunftsaussichten aus
- Deutschland "veraltet" , Einwohner nehmen ab
- Immer weniger junge Arbeitskräfte
- schlechtere Wirtschaft (interne)



So ich möchte einfach mal sehen wie ihr das diesbezüglich seht:
-Preiserhöhungen / > weniger Lohn
-langfristige deutsche Zukunft
-mit 65/68 in Rente
-junge , deutsche Arbeitnehmer ...



Hoffe es gibt nicht schon einen Thread (wenn ja closed), der in diese Richtung geht und dass mein Text halbwegs verständlich ist ...

mfg

Trollchen
04.05.2008, 22:17
Du sollst ja nicht länger arbeiten, sondern die wollen dir dann mehr kürzen können, wenn du in Rente gehst - denn schon jetzt findest du in dem Alter ja keine Arbeit mehr, sondern musst bereits jenseits der vierzig böse rudern

Die Arbeitslosenzahlen sinken, weil die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach in Rente gehen und somit aus diesen Statistiken ausscheiden.

Ändert natürlich nix dran, das die Leute zu wenig Geld zum Leben und ausgeben haben und es daher der Wirtschaft, die zwar billig im Ausland produziert, dann hier an Absatzmöglichkeiten fehlt.

Aber die Steuer soll's dann richten und gesenkt werden ^^
Als wenn die an den derzeit steigenden Ölpreisen schuld wäre oder an der Verteuerung im Dienstleistungssektor seit der Euroeinführung, Eis kostet derzeit auch das Bällchen 70 bis 90 Cent, früher hat niemand mehr als ne Mark genommen, beim Frisur hab ich damals 15 DM gezahlt für 'nen Haarschnitt vom Lehrmädchen - plötzlich waren es aber 20 Euro.

Sind die Milch und die anderen Rohstoffe so viel teurer geworden, das Schokolade, die ewig nie mehr als eine DM gekostet hat jetzt nimmer unter 65 Cent eher 80 Cent zu haben ist ?

Und geht es den Unternehmen denn pauschal schlecht ? Viele machen pleite, ja - auch Zulieferbetriebe und abhängige Betriebe sehen nicht gut aus, aber andere schreiben Rekordgewinne und kürzen trotzdem Aktienkursfreundlich Personal ;)
Nokia (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,530789,00.html), Bahn (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,473781,00.html), Nintendo (http://www.golem.de/0804/59272.html), beliebig fortführbar...

Jammern gehört bei denen zum Handwerk, sonst wäre der Neid noch größer, aber trotzdem werden die Gewinne weiter maximiert und die Kosten, zu denen auch Lohnkosten und Sozialabgaben, sowie Steuern gehören weiter minimiert (Steueroasen, Verrechnungspreise mit ausländischen Konzernbeteiligten, Outsourcing (http://de.wikipedia.org/wiki/Outsourcing) - da fährt dann der ehemals angestellte LKW Fahrer plötzlich als Freiberufler für 3,50 Euro mehr, nur das er plötzlich nimmer durch den ehemaligen Arbeitgeber versichert ist, sich selber kümmern muß und das alles selbst voll versteuern darf, womit er letzten Endes viel weniger hat und höchstwahrscheinlich pleite gehen wird ;) ) - koste es, was es wolle - genug gibt's da nicht. (Warum werde ich nicht satt... (http://www.dietotenhosen.de/en/veroeffentlichungen_songtexte.php?text=singles/satt/satt.php))

Noch ein Schmankerl:

Chevron
Ölpreis beschert Rekordgewinn

Die Rekordölpreise spülen dem zweitgrößten amerikanischen Öl- und Gaskonzern Chevron kräftige Gewinne in die Kassen. Der Überschuss stieg im ersten Quartal um knapp zehn Prozent auf 5,2 Mrd. Dollar (3,4 Mrd. Euro). Der Umsatz legte sogar um 41 Prozent auf rund 65,9 Mrd. Dollar zu. Der Gewinnsprung fiel allerdings schwächer aus als zuvor beim größten US-Konzern Exxon sowie bei den europäischen Konkurrenten BP und Shell. dpa
Och je, andere haben trotzdem mehr verdient - darauf ein Tränchen der tief nachempfundenen Trauer :(

Quelle (http://www.welt.de/welt_print/article1960889/Hettlage_Textilfusion_mit_Whrl__HypoVereinsbank_Jobverlagerung_nach_Polen__Chevron_lpreis_beschert_R ekordgewinn__Bloomberg_Frauen_benachteiligt.html)

Geschäftsberichte lesen sich schon witzig - Mazda (http://www.presseportal.de/pm/33972/1179313/mazda)
Man kann schon schön raus lesen, das bereits die nächste Krise, die drastische Einsparungen erforderlich macht vorgezeichnet wird, aber ob dann im nächsten Jahr was anderes als ein neuer Rekordgewinn kommt ? Mehr Leistung mit noch weniger / billigerem Personal...

Auch nix neues (http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/deutsche-bank_aid_123801.html)

Und der Staat soll es dann richten ?

Schuld ist nicht der Euro, schuld ist nicht der Staat oder die Steuer, schuld ist die Gier und jeder macht fleißig mit - Geiz ist geil, Billigschrott vom Großdiscounter statt vom örtlichen Einzelhandel - aber sich wundern, das der pleite geht...

Aber klar, man hat ja kaum Geld, dieses Argument führen aber doch auch die Großen an - man muß ja sparen um sich auf dem Weltmarkt zu behaupten.

Indem ich bei billigen großen Firmen kaufe, spare ich, aber um so billig zu sein, kann man davon ausgehen, das diese ihre Lieferfirmen preislich drücken, die dann wieder bei ihrem Personal sparen oder irgendwann die Grätsche machen und Arbeitslose produzieren, die dann wieder billigst konsumieren, wenn überhaupt, weil ja Geld fehlt, was dazu führt, das...

Jeder mosert, alle machen mit ;)
Und wer sich seine Arbeit durch Schwarzarbeiter machen lässt, sollte sich nicht wundern, wenn er dann für diese Steuern und Sozialabgaben mit bezahlen darf - blöderweise trifft das dann alle, die sich dem Sozialstaat noch nicht entzogen haben oder entziehen konnten (dessen Leistungen aber ja auch wieder alle wollen, unbeachtlich dessen, das sie niemand gern zahlt)

-DukE-
04.05.2008, 22:40
[/gesittete Schreibweise an]

Hallo Yoshimiru!

Ich kann deinen Frust über die ständigen Preiserhöhungen auf der einen Seite, die Gehälterkürzungen auf der anderen Seite vollkommen verstehen. Auch ich habe mir in den letzten Monaten immer wieder Gedanken darüber gemacht. Man merkt jeden Tag Teile dieser Auswirkungen. Hier ein Beispiel mitten aus meinem Leben:

Meine Eltern haben beide einen Job und ich muss sagen, dass wir (meine Eltern, meine zwei Schwestern und ich) keinen Hunger erleiden müssen, worüber ich froh bin. Auch so könenn wir uns manchmal Sachen leisten, die wir nicht unbedingt brauchen, wenn du verstehst was ich meine. Aber um eins klasrzustellen: Wir sind keine Großverdiener oder Ähnliches, ich würde uns als Familie aus der Mittelschicht bezeichnen.
Ein guter Freund von mir lebt in viel bescheideneren Verhältnissen. Ein Elternteil ist arbeitslos, das andere verdient nicht sehr viel. Diese vierköpfige Familie (er hat noch einen Bruder) kratzt immer mehr am Existenzminimum, auch wenn mein Freund es nicht direkt zugibt. Natürlich ist es schwer, darüber zu reden, deswegen kann ich ihn verstehen. Ich merke es immer wieder und das macht mich traurig.

Das Schlimme ist, dass ich nicht weiß, wie solchen Familien oder gar der ganzen Gesellschaft geholfen werden könnte. Das grundlegende Problem ist für mich, dass die "Arm-Reich-Spanne" in Deutschland immer größer wird.

Dass ich in den Sommerferien mit meinem Vater zu einem Bekannten nach Sri Lanka fliege, sehe ich als Ansporn an, es in meinem Leben auch zu etwas zu bringen. Jetzt werden sich manche Leser danken (zumindest solche, die sich bis hierhin "durchgelesen" haben): Wieso erzähle ich das alles hier?
Die Antwort folgt: Meiner Meinung nach ist es (bitte nicht lachen, ich erkläre das gleich noch einmal) ein "Geschenk", in die Schule gehen zu dürfen. Ich bin selbst nicht der beste Schüler, trotzdem denke ich so. Manche Klassenkammeraden bzw. Stufenkammeraden oder Kumpels, die Schule als "Zwang" oder Ähnliches ansehen, wissen nicht, dass es andernorts Menschen gibt, die sich freuen würden, in die Schule gehen zu dürfen.

Natürlich sehe ich die Lage in Deutschland als bedrohlich an, jedoch will ich euch etwas mitgeben: Macht in eurem Leben etwas aus euch, denn ihr selbst habt es in der Hand. Manche werden jetzt lachen oder sich denken, dass ich in anderen Threads einen ganz anderen Eindruck mache oder es doch eh egal ist, wie man im Leben abschneidet.

Ich habe jetzte bewusst sehr weit ausgeholt, aber ich hoffe, dass ihr über mein Geschriebenes nachdenkt.

Bedenkt, dass es Leute gibt, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben und ständig in Angst leben, nichts zum Essen zu haben.

Mitteleuropa lebt im Vergleich zu anderen Teilen der Erde noch im Wohlstand, dass sollten sich manche von uns einmal vor Augen führen. Trotzdem befindet sich Deutschland in einer gefährlichen Lage, die nicht abzustreiten ist.


An alle, die meinen langen Text komplett durchgelesen haben: Ich freue mich auf Antworten. Auf Yoshimirus Antwort bin ich besonders gespannt, da ich mir wirklich Gedanken gemacht habe.




Mit freundlichen Grüßen, DukE





[/gesittete Schreibweise aus]

Es mag Einigen komisch vorkommen, einen solch durchdachten Text von mir zu lesen zu bekommen. Denkt was ihr wollt, aber lest euch den obigen text erst ganz durch, dann urteilt.

PS: Ich habe nicht den ganzen Text noch einmal auf Schreibfehler o.Ä. geprüft, falls vorhanden, nicht daran stören. Danke

Numaguggn
04.05.2008, 22:42
Das mit dem minimiert hab' ich gesehn... ;p

@Topic: Naja... ist halt ein systemimmanentes Problem auf das bisher aber keiner eine Antwort hat. Die Hardliner und Profiteure singen natürlich im Chor: - "Ist halt so, aber wir haben keine Alternativen und müssen weitermachen." Das Schlimme ist auch nicht, dass "alles teurer wird", das Problem ist das hier:

http://www.jjahnke.net/index_files/04054.gif

Man muss kein sonderlich helles Licht sein, um zu erkennen, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann. Wer mehr wissen möchte, dem sei die Quelle dieser Statisitk ans Herz gelegt: www.jjahnke.net (-> Schwerpunkte)

Zyntia
04.05.2008, 23:07
Naja ein punkt wäre wenn sie des wirklich durchbringen würden revolutionär..

Politiker wollen die GEZ gebühren abschaffen und in einen Einmaligen Preis verwandeln...

Also so ähnlich wie Life acc.. 1x zahlen immer benutzen.. und der clow dabei es soll ~ 1/3 davon kosten was man jetzt eigentlich für die GEZ im jahr zahlt nur dann halt für immer...

das Die Reichen immer reicher und das niedere Fussvolg immer ärmer wird.. war doch schon immer so...

das die konzerne oder firmen bei dennen man arbeitet mit offnen armen sagt hey gut gemacht diesen mon kriegt ihr 500€ mehr sind wunschträume...

Mfg Zyntia

Alpha reLoaded
05.05.2008, 06:44
Schuld ist nicht der Euro, schuld ist nicht der Staat oder die Steuer, schuld ist die Gier und jeder macht fleißig mit - Geiz ist geil, Billigschrott vom Großdiscounter statt vom örtlichen Einzelhandel - aber sich wundern, das der pleite geht...

Aber klar, man hat ja kaum Geld, dieses Argument führen aber doch auch die Großen an - man muß ja sparen um sich auf dem Weltmarkt zu behaupten.

Teilweise stimmt es ja nicht einmal. Weil viele Einzelhändler sogar in der Vergangenheit billiger waren als MafiaMarkt oder Schrotturn. Gekauft wird aber trotzdem bei den Großen, weil ja schließlich die allmighty Werbung sagt das "..."
Und wenn das sowas rauskommt, wie das "MM" seine USB Sticks billig aus Osteuropa imporiert hat, und diese teilweise defekt sind - da könnte man echt das blanke Kotzen kriegen. Nur sowas wird ja nie von den Medien groß aufgehängt. Die erfreuen sich lieber an neuen Insolvenzen und schleifen die betroffenen dann bei Helfer mit Herz oder anderen Krawallsendungen vor die Kamera.

Von daher wären doch Mindestlöhne, TV Zensur und weiteres ganz nett. Und da wäre echt die Politik gefragt. Denn wenn Große Firmen Preis und Lohndumping machen können, ist es doch klar das die Kleineren in die Pleite fahren. Unglaublich da noch gegen entsprechende Löhne mit Arbeitslosigkeit zu argumentieren. Letztlich würde es die Gewinnstatistiken um ihr i-Tüpfelchen trüben, aber kein Superkonzern kann mir erzählen das er wegen anständiger Entlohnung seiner Mitarbeiter nicht mehr konkurenzfähig wäre.

Denn unter diesen unzumutbaren Löhnen leiden ALLE! Wer zahlt schließlich den Lohnausgleich, in Form von Hartz4? Richtig liebe Kinder: WIR! Von den Begleiterscheinungen der Armut mal abgesehen.
Findige Kreditfirmen, Abmahnanwälte. Wo soll das bitte noch hinführen? Aber der Staat verdient dran mit, und daher können Kriminelle unseriöse Geschäftle auf kosten kleiner Leute machen. Das ist peinlich genug für einen Rechtstaat.

Fall From Grace
05.05.2008, 10:23
Parteien, die durchdachte und auch realistische Steuersenkungsmodelle vorschlagen, wie neuerdings die CSU, werden ja von ach so tollen anderen Politikern sofort angegriffen. Zwar nimmt der Staat immer mehr Geld ein, aber dann kann man den Bürgern nicht mal rund 28 Milliarden EUR in einem mehrstufigem Modell erlassen, alles klar....*hust*

90% der Politiker in Deutschland sind volksfeindlich. Und die Benzinpreise sind auch eine totale Schweinerei. Der Ölpreis hat nur sekundär etwas damit zu tun, denn in unseren Nachbarländern wie Österreich oder Tschechien ist der Sprit um bis zu 40 Cent pro Liter billiger!

Nameless
05.05.2008, 11:38
Die Zeitarbeitsfirmen tun noch ihr Übriges.
Der Staat freut sich, wenn die Verwaltungsaufwand auf sich nehmen.
Der AN freut sich natürlich noch mehr, weil die die Hand zwischen ihm und dem AG nochmal aufhalten.
Hauptsache das Arbeitsamt kann die Leute kurzerhand dorthin verfrachten und die Statistik blüht auf.

Mindestlöhne?
Davon reden sie schon seit sehr langer Zeit...

Ist es nicht vielleicht die Pflicht des Staates, regulierend einzugreifen?
Es ist schon immer das Staatshobby, jegliche Verantwortung auf die bösen Unternehmen und die sparende Bevölkerung, welche das Geld daheim zu zehntausenden hortet, abzuwälzen. :coffee:

*e*
Will sagen: Sicherlich sind es die Unternehmen, die Witzlöhne zahlen.
Allerdings hindert sie auch niemand daran, der es könnte.

MegaMuffin
05.05.2008, 12:08
also ich habe mich darüber nicht wirklich informiert, aber...


[...]TV Zensur und weiteres ganz nett.[...]

TV Zensur? ich glaube ja wohl kaum -.-
willst du ernsthaft wieder dass der staat anfängt die medien zu kontrollieren?
natürlich versuchen wie schon ewig die reichen reicher zu werden, und meist haben sie dazu auch die mittel.
das problem ist meiner meinung nach, dass einem weder die politik noch die gewerkschaft (die das mit den gehältern eigentlich regeln sollte, und NICHT die politik!) noch irgendeine andere große organisation helfen werden. macht korrumpiert, das ist so, war so und wird immer so bleiben, und jeder der sagt "ich würde mich ja niiiieeee korrumpieren lassen" lügt entweder oder war noch nie in der situation mMn.
also was hilft? ich denke nur aufklärung, das hat die vergangenheit schon gezeigt. änderungen müssen vom volk selber kommen, von jedem einzelnen. nur wenn die leute wirklich wissen, was passiert, können sie auch wirklich darauf reagieren. aber ignoranz und mangelnde initiative/courage werden auch weiterhin die mächtigen mächtiger machen und die armen ärmer...
jetzt mögen viele sagen "jeder kann sich informieren", aber naja... internet ist mir persönlich häufig zu aufwendig, zeitung ja "hab ich keine zeit und lust zu" *nach ausreden such* :D und TV, tja, also bei NTV zwischen den ganzen reportagen, börsen blabla und sonstwas noch die wirkliche informationen die man braucht zu suchen... ne danke...
dazu muss man ja sagen, damit das ganze wirklich was bringt, sollte man sich aus zumindest 2 voneinander möglichst unabhängigen quellen (und an sich schon möglichst neutralen quellen) bilden, da die medien uns natürlich versuchen genau das zu sagen was wir glauben sollen. da ist es mMn schwer sich noch wirklich zu informieren.
der langen rede kurzer sinn: für mich müsste jeder versuch, an der sozialen lage (um es mal so zu nennen, denn das ist es wohl. im schnitt geht es deutschland bestimmt nicht schlecht) etwas zu ändern, in die richtung gehen, die bevölerung einfacher, schneller, besser, zuverlässiger zu informieren.
die aktion "du bist deutschland" fand ich schon nen guter versuch, aber ist halt im tv spot nur inhaltloses geblubber gewesen...

edit: zum sparprogramm der CSU für die, die es intressiert, hier (http://www.tagesschau.de/inland/csusteuerentlastungen4.html) ein link...
was davon aber realisierbar ist und was nicht, tja, weiss' der henker

Andaragor
05.05.2008, 12:13
die schere zwischen arm und reicher wird immer grösser, was man dagegen machen kann keine ahnung, vielleicht theoretischer kommunismus ohne die üblichen korrupierenden nachteile, im endeffekt nichts als eine nicht zu verwirklichende utopie wo jeder gleich ist und das gleiche bekommt.

Numaguggn
05.05.2008, 13:23
Kommunismus scheitert ganz am Anfang schon an dem, was den Kapitalismus am Ende scheitern läßt. Trollchen hat es ja schon auf den Punkt gebracht, es ist die Gier. Die Gier und der Egoismus. Im Kapitalismus macht man halt aus der Not eine Tugend, was für eine Weile auch prima funktioniert. Nur ist es eben kein Erfolgsrezept auf Dauer. Das ganze Ding ist zum Scheitern verurteilt, da hilft auch kein herumdoktern an den Symptomen.

Da keiner eine praktische Alternative parat hat, wird es noch eine ganze Weile so weitergehen. Man versucht halt den Status Quo mit aller Macht aufrechtzuerhalten. Die Medien? Die Medien zensieren sich doch schon längst selbst, weil sie Teil dieses Systems sind. Veröffentlicht wird, was Quote, Leser und Clicks bringt. Die sind nichts anderes als ein gefälliger Handlanger, den man beliebig manipulieren kann. Brot und Spiele für die Mittelschicht, ein wenig Bedauern und Kekse für die Armen, in Deckung gehen vor den Reichen und Mächtigen, wenn es ernst wird.

So wie ich das sehe, wird man irgendwann auf den Trichter kommen, dass man am besten die Menschen ändert, nicht das System. Kommunismus ohne Egoismus funktioniert. Kapitalismus nicht. Zumindest da wird die Entscheidung wohl einfach sein.

Dann wiederum stellt sich die Frage, warum man den ganzen Aufwand betreiben soll. Wieso an das minderwertige Gesocks denken, was von einer Elite regiert, bestimmt und durchgefüttert wird. Lassen wir den ganzen Humanismus doch mal beiseite: Warum sollte man die nicht einfach verrecken lassen - zur Not eben vergasen?

Aber ich merk' schon... da sind wir viel zu weit in der Zukunft...

Florimel
05.05.2008, 13:42
@Numaguggn: Harte Worte.. musste ich jetzt eine ganze Weile drüber nachdenken. Und ehrlich gesagt: Gruselig! Aber da ist wohl was dran.

Jedenfalls wird sich wohl irgendwann wirklich radikal was ändern (müssen), denn das führt wirklich langsam in eine Sackgasse.

Mir stellt sich nur die Frage: Den Kapitalismus haben wir hier in D ja im Grunde, seit die Amis uns den nach '45 "geschenkt" haben. Wieso eskaliert das jetzt erst so extrem und urplötzlich?

Roofjumper
05.05.2008, 14:12
Wir nehmen die Benzinsteuer runter, und schwupps wäre das Problem für kurze Zeit erstmal weg vom Fenster.

Eine Idee.

V!rusF!ghter
05.05.2008, 14:18
Wir nehmen die Benzinsteuer runter, und schwupps wäre das Problem für kurze Zeit erstmal weg vom Fenster.

Eine Idee.

Und wie willst Du das finanzieren?

Florry
05.05.2008, 14:26
Willst du die Preissteierungen im Lebensmittelbereich verhindern müssen Mindestlöhne abgeschafft werden. Das hört sich zwar n bisschen böse an ist aber ne Tatsache. Wenn alle Postbeamten in Deutschland jetzt 10 € die Std. anstatt 8 € die Std. kriegen würden, würden die Lebensmittelpreise automatisch ansteigen. Das es diejenigen die keine Lohnerhöhung bekommen natürlich am schlimmsten trifft dürfte klar sein. Aber so ist das.... Preis-Lohn-Spirale. Und es sind leider auch nicht die Politiker die sagen "Wir machen die Butter jetzt 30% teurer" sondern das ist die Industrie. Und die Industrie leitet den Staat.

Die Stadt Bremen hat mehr als 50% Anteile an der Logistic Firma BLG. BLG ist aber kein Geldsegen sondern ein Loch ohne Boden. Es wird Geld reingeschmissen ohne das daraus Gewinne für die Stadt Bremen entstehen. Genauso ist es mit den Lebensmittelbetrieben. Wenn BLG Butter produzieren würde, und diese 100% verteuern würde, würde Bremen trotzdem noch ihr Geld da reinschmeissen. Wäre das nicht der Fall würde BLG ganz einfach sagen das se ins Ausland gehen. Und das will der Staat nicht....

Um der Steierung ein wenig zu entgehen, kann man wenn Butter teurer wird umspringen auf z.B. andere Brotaufstriche wie Brunch. Kauft das Volk nur noch Brunch weil alle die Butter zu teuer finden, sinken die Butterpreise und Brunch steigt. Springen dann alle wieder um auf Butter wegen der Bruch-Preissteierung wird es nicht lange dauern das Brunch wieder fällt. Issn Teufelskreis, aber das ist moderne Wirtschaft :D


Wenn ich aber heut zu Tage einkaufen gehen kriege ich jedesmal die Krise, wenn ich sehe, das irgendwelche Hausfrauen sich drüber aufregen das die Butter ja so teuer ist, aber sie kaufen die "Markenware". Nur weil bei dem einem Landliebe draufsteht wird gleich 50 Cent mehr bezahlt. Ich weiss nicht wieso ausgerechnet die Markenware gekauft wird. Ich denke mal das solche Familien einfach nur zu verwöhnt sind. Anstatt auf "Billig-Butter" umzusteigen, wird weiterhin die teure gekauft. Wer so verschwenderisch lebt, hat nicht den Anspruch seine Stimme gegen die hohen Kosten zu erheben. Das ist Schwachsinn.

Alpha reLoaded
05.05.2008, 14:50
die durchdachte und auch realistische Steuersenkungsmodelle vorschlagen

Deswegen weiss noch nicht mal Herr Huber selbst wie genau er das finanzieren lassen möchte? Is klar.



wie neuerdings die CSU, werden ja von ach so tollen anderen Politikern sofort angegriffen

Stimmt, und wieviele Unions Mitglieder unter den Angreifern sind ist besonders erstaunlich.



die aktion "du bist deutschland" fand ich schon nen guter versuch, aber ist halt im tv spot nur inhaltloses geblubber gewesen...

Naja. Das war ein von der INSM gesponsorter Versuch der Bevölkerung glaubhaft zu machen, das WIR verzichten müssen, weil das Deutschland hilft. Also eine Initiative, aufgezogen von der Wirtschaft selbst. Jahre danach sieht man: Den kleinen Leuten gehts schlechter denn je. Was nutzt es auch Ausfschwung zu haben, wenn man selbst mit seinem monatlich gesicherten Verdienst nicht über die Runden kommt? Angeblich hat uns Zeitarbeit, etc soviel geholfen. Angeblich muss das alles sein. Zum Wohle Deutschlands. In Wahrheit hats aber nur den Konzernvorständen geholfen. Die schreiben Rekordgewinne und tun so als stünden sie kurz vor dem Konkurs wenn man Lohnerhöhungen ausspricht.

Allein bei Nokia hat man ausgerechnet: Was der Konzern 2007 an Gewinn Plus erwirtschaftete, davon hätte man Standort Bochum noch 100 weitere Jahre betreiben können. Nur mal um eine Relation herzustellen.
Also "Du bist Deutschland" könnte man auch umformulieren in "Lasst euch abzocken!" ;)

Das Wunschmodel vom Komunismus ist übrigens wirklich Utopie. Das jetzige System funktioniert allerdings auch nicht. Aber das begreifen die Herren in Schwarz, Rot, Grün und Gelb auch erst wenn die Spinner von Links und Rechts wieder im Bundestag sitzen.
Und das wird wohl leider irgendwann kommen. Erschreckend genug, das selbst mancher TV Moderator zuletzt nicht mehr wusste was Nationalsozialismus genau gewesen ist:

http://de.sevenload.com/videos/0y7PbUM-PRO7-NIGHTLOFT-ARBEIT-MACHT-FREI-CALL-IN-T

edith says: shice quote!

Wolfsonson
05.05.2008, 15:11
Fakten:
- alle Preise erhöhen sich
- weniger Lohn/Gehalt/Gewinne usw...für Arbeitnehmer
- viele Geschäfte gehen pleite
- Familien sparen, somit fließt weniger Geld zum Staat , bzw zu den Unternehmen usw zurück
- die Arbeitslosenzahl sinkt
- immer mehr ältere Leute > Jugend muss länger arbeiten (65/68)
- immer mehr junge Menschen (von denen eh zu wenig da sind) wandern wegen diesen schlechten Zukunftsaussichten aus
- Deutschland "veraltet" , Einwohner nehmen ab
- Immer weniger junge Arbeitskräfte
- schlechtere Wirtschaft (interne)


das sind keine fakten sondern nur einseitig betrachtete halbwahrheiten.

Yoshimiru
05.05.2008, 15:39
Wieso einseitig betrachtet?

Was ist bitte an - Arbeitslosenzahl sinkt - weniger junge Arbeitskräfte - immer mehr ältere Bundesbürger usw einseitig betrachtet ...

Naja gut alle Preise steigen wohl nicht , aber der Großteil ...
Sind wohl doch Fakten , nur nicht detailiert , sondern stark umschrieben und vereinfach , aber ich denke , dass jeder weiß , was ich meine!

Wolfsonson
05.05.2008, 15:57
Sind wohl doch Fakten , nur nicht detailiert , sondern stark umschrieben und vereinfach , aber ich denke , dass jeder weiß , was ich meine!
merkst du den wiederspruch selbst nicht? :spec:
was du da schreibst, mag die weitläufige meinung sein. diese hat aber meist keine grundlage.

zb. arbeitslossenzahl sinkt: arbeitslosenzahl ist eine statistik. wenn man aus dieser statistik lleute rausnimmt und in andere statistiken packt, dann scheint die arbeitslosenzahl zu sinken. die leute müssen aber nicht zwangsläufig eine ordentliche beschäftigung wie wir uns das eigentlich denken bekommen haben. sie sind nur aus der statistik raus.
das mal als grobes beispiel.

Fakten (?):
- alle Preise erhöhen sich (falsch. in einigen bereichen zb. lebensmittel, energie steigen sie. in vielen anderen bereichen fallen sie auch)

- weniger Lohn/Gehalt/Gewinne usw...für Arbeitnehmer (genauer, aber trotzdem nicht genau: die gehälter steigen (tendenziell, im schnitt) nicht so schnell wie die ausgaben und die inflation)

- viele Geschäfte gehen pleite (viele branchen boomen um so mehr. umverlagerung!)

- Familien sparen, somit fließt weniger Geld zum Staat , bzw zu den Unternehmen usw zurück (kein fakt. viel zu ungenau betrachtet. kein argument.)

- die Arbeitslosenzahl sinkt (statistisch gesehen ja)

- immer mehr ältere Leute > Jugend muss länger arbeiten (65/68) (ob die heutige jugend länger arbeiten muss, siehst du erst in 40 jahren, aber heute kannst du da nichts dazu sagen ;) )

- immer mehr junge Menschen (von denen eh zu wenig da sind) wandern wegen diesen schlechten Zukunftsaussichten aus (es wandern aber auch viele ein. wie sich das auswirkt ist kompliziert.)

- Deutschland "veraltet" , Einwohner nehmen ab (mag sein. über die folgen aber wird gestritten.)

- Immer weniger junge Arbeitskräfte (mag sein. über die folgen aber wird gestritten.)

- schlechtere Wirtschaft (interne) (ach ja?)

--------------
das ganze thema ist viel zu kompliziert. das führt hier lediglich zu unfundierten meinungen auf grundlage dessen, was man so weitläufig hört. typischerweise wird es auch eine schlacht mit statistiken geben, die sich oft gegenseitig wiedersprechen.
wenn sich selbst experten uneins sind, was soll dann erst in diesem thread werden? :kata:

Numaguggn
05.05.2008, 16:03
Erm, Alpha reLoaded, das ist ja alles schön und gut was du sagst, aber irgendwie verweigerst du dich dann doch den Kernproblemen. Man muss mal ganz klar Stammtischparolen a'la "Alles ist Scheiße un die Politker sind schuld" und echte Kritik trennen. Es ist es doch traurig, dass dies vermischt wird und die Argumente mißbraucht werden. Ein paar Beispiele dafür lieferst du selbst:


Das Wunschmodel vom Komunismus ist übrigens wirklich Utopie. Das jetzige System funktioniert allerdings auch nicht. Aber das begreifen die Herren in Schwarz, Rot, Grün und Gelb auch erst wenn die Spinner von Links und Rechts wieder im Bundestag sitzen. Darum geht es gar nicht, es ist doch vollkommen irrelevant. Keine dieser Gruppen hat eine Lösung. Ihr Erstarken ist nur Symptom einer allgemeinen Frustration. Die Schuld daran haben nicht irgendwelche Politiker etablierter Parteien. Die Partein und Politiker sind nur Spielball von Zeitgeist und Wirtschaft.


Und das wird wohl leider irgendwann kommen. Erschreckend genug, das selbst mancher TV Moderator zuletzt nicht mehr wusste was Nationalsozialismus genau gewesen ist:

http://de.sevenload.com/videos/0y7PbUM-PRO7-NIGHTLOFT-ARBEIT-MACHT-FREI-CALL-IN-T

Sorry? Das ist doch nicht das Ding! Diese dämliche Schlampe hat doch gar nicht die Absicht gehabt, hier irgendwen zu diskriminieren oder mit Nazi-Sprüchen um sich zu werfen. Das Konter-Statement ist doch noch viel peinlicher als das was sie sowieso schon zum Besten gegeben hat: Ich bin doof. Was ist es dann anderes als ein "OMG, ich hab Autobahn gesagt und entschuldige mich dafür..."?
Vollkommen Panne.


Ehrlich, - ich will nicht das, was du geschrieben hast nur kritisieren, vieles davon ist ja richtig. Mir geht es darum, dass man die eigentlichen Ursachen gekonnt ignoriert und Nebelkerzen zündet, um von den wirklichen Problemen abzulenken. Darauf fallen halt die meisten Menschen rein. Wir werden *keinen* neuen Nationalsozialismus erleben. Wir werden *kein* Erwachen irgendwelcher kommunistischer Ideen in der Praxis sehen. (Vorerst zumindest nicht.)

MegaMuffin
05.05.2008, 16:19
Dann wiederum stellt sich die Frage, warum man den ganzen Aufwand betreiben soll. Wieso an das minderwertige Gesocks denken, was von einer Elite regiert, bestimmt und durchgefüttert wird. Lassen wir den ganzen Humanismus doch mal beiseite: Warum sollte man die nicht einfach verrecken lassen - zur Not eben vergasen?
naja wie du da ausgerechnet auf vergasen kommst möcht ich jezt ma nich hinterfragen :D
ich denke die "elite" hat schon mehr verdient als das "einfache pack" aber irgendwo muss da doch eine verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben...
und ohne ohne das "minderwertige gesocks" sollen dann akademiker alles machen oder wie? es ist ja nicht so, dass man nur die elite bräuchte, aber sie sind können eben das, was nur ein geringer teil der bevölkerung kann, und das sollte man auch entsprechend würdigen...
das sozialwesen allerdings komplett abzuschaffen und nach dem alten survival of the fitest zu leben wäre natürlich auch eine idee, könnte nur die kriminalität ein bischen begünstigen ;)
allerdings finde ich die frage generell nicht unberechtigt

Cyphestro
05.05.2008, 17:32
Der Thread erinnert mich grad an sone lustige Reportage, die mal auf Phoenix kam, bei der Menschen gezeigt wurden, die zu ihrem Hauptberuf noch 1-2 Nebenjobs hatten, weil das Geld angeblich hinten und vorne nicht gereicht hätte, man dann aber, als die entsprechenden Wohnungen und Lebensumstände gezeigt wurde, sich ein Bild von einem Luxusanspruch offenbarte, der in mir nur noch kaltes Kotzen ausgelöst hat.
Dicke Wohnung, dicker Fernseher, Kühlschränke bis oben hin mit Fressen gefüllt und verzogene Mistgören, die sich nen Scheiß dafür interessiert hatten, dass ihr/e Mutter/Vater sinnloserweise 12-16 Stunden am Tag den Arsch aufreißt und pampigerweise auch noch nach was zu Essen geschrien haben, was dann auch prompt von dem Elternteil erledigt wurde.

Selbstverschuldung auf ganzer Linie, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Alpha reLoaded
05.05.2008, 17:58
Darum geht es gar nicht, es ist doch vollkommen irrelevant. Keine dieser Gruppen hat eine Lösung. Ihr Erstarken ist nur Symptom einer allgemeinen Frustration. Die Schuld daran haben nicht irgendwelche Politiker etablierter Parteien. Die Partein und Politiker sind nur Spielball von Zeitgeist und Wirtschaft.

Mitschuld durchaus. Sie sind schließlich die Regierenden. Also ist es ihre Aufgabe eine Lösung zu suchen/finden. Das schlimmste ist doch: sie versuchen es imo noch nicht einmal. Es wird nur an Symptomen herumgedoktort.
Jeder fähige Arzt würde einem sagen, das es nichts bringt einen vor Schmerz schreienden Partienten den Mund zuzukleben. Man könnte ihn auch "einfach" behandeln.


Sorry? Das ist doch nicht das Ding! Diese dämliche Schlampe hat doch gar nicht die Absicht gehabt, hier irgendwen zu diskriminieren oder mit Nazi-Sprüchen um sich zu werfen.

Ich weiss. Mir ging es auch nicht darum diese hole Nuss als Nazischlampe hinzustellen. Das sie wirklich nicht wusste was Nationalsozialismus überhaupt ist, das hat sie später sogar in einem Interview zugegeben. Und ich glaube ihr das! Es ging mir ja auch mehr darum, das Rechte dadurch Boden gewinnen (können!), das viele heute schlichtweg zu doof sind (ums mal ganz hart auszudrücken) um zu wissen was vor 70-80 Jahren passiert ist. Und in Verbindung mit der politischen Frustration wächst eben auch die Gefahr, das solche langsam wieder einen Weg in Landtage oder Bundestag finden. In Sachsen haben wir sie ja schließlich jetzt schon.
Ich wills nicht beschreien, und von heute auf morgen wird es auch nicht von statten gehen, aber es kann auch nicht ewig so weitergehen wie jetzt.

Alles wird immer teurer
Löhne bleiben gleich, bzw sinken durch auslagerung in Zeitarbeit
Gleichzeitig immer höhere Gewinne bei Konzernen

Die Wirtschaft sollte uns dienen und nicht umgekehrt.

Salia de Medici
05.05.2008, 19:33
Um was geht es in diesen Thread eigentlich? Darum sich gegenseitig mit fundierteren Wissen aus irgendwelchen Studien, von mehr oder weniger investigativ arbeitenden Internetseiten bekannter Magazine etc. zu übertreffen?

Ich glaube auch jemand der sich nicht erst einmal 10 verschiedene Texte/ Zusammenfassungen von Studien durchgelesen hat darf hier einen Beitrag schreiben…

Da man als Studentin der Sozialwissenschaften damit zu tun hat und viele Bücher zu dem Thema lesen muss, hier einmal der Der Kinder-Report 2007 des Deutschen Kinderhilfswerks, die Fakten in aller Kürze und Würze:


1. 14 % aller Kinder gelten offiziell als arm.
2. Das ALG 2 wurde am 01.01.2005 eingeführt. Es resultiert aus der Zusammenlegung von Arbeitslo-senhilfe und Sozialhilfe und wird an bedürftige erwerbsfähige Menschen gezahlt, die keinen An-spruch auf Arbeitslosengeld I haben.
Seit der Einführung dieses ALG 2 hat sich die Zahl der auf Sozialhilfe oder Sozialgeld angewiesenen Kinder auf mehr als als 2,5 Millionen verdoppelt.
Heute ist jedes 6. Kind unter 7 Jahren auf Sozialhilfe angewiesen. Besonders betroffen sind Kinder aus Einwandererfamilien.
3. Die Folgen sind nicht nur finanzieller, sondern auch gesundheitlicher Art. So ist jedes 3. Kind schon bei seiner Einschulung therapiebedürftig.
4. Es wird geschätzt, dass 5,9 Millionen Kinder in Haushalten mit einem Jahreseinkommen der Eltern von bis zu 15.300 Euro leben. Das sind ca. 1/3 aller kindergeldberechtigten Kinder.

5. Fazit: Die materielle Armut von Kindern hat sich etwa alle 10 Jahre verdoppelt.
Das hört sich erstmal sehr erschreckend an aber im Europäischen Vergleich wurde dies festgestellt:

13 % der deutschen Bevölkerung war im Jahr 2004 armutsgefährdet
In Irland, Portugal und der Slowakei sind 21 %, in Spanien 20 % und in Italien 19 % der Menschen armutsgefährdet. In Frankreich mit 14 % und Österreich mit 13 % liegen die Werte der Armutsgefährdung auf einem mit Deutschland vergleichbaren Niveau. Deutlich niedriger ist die Armutsgefahr mit einer Armutsgefährdungsquote von jeweils 11 % in den Ländern Skandinaviens sowie in Luxemburg.

Schöne Zahlen und Fakten, doch was bedeutet Armut eigentlich?

Hierzu die Definition:
Wie sieht die Armutsgefährdungsgrenze nun in Euro aus? Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt sie bei 1798 Euro. Bei einer allein Erziehenden Mutter mit einem Kind unter 14 Jahren markieren 1113 Euro die Armutsgefährdungsgrenze. Für allein Stehende: 856 Euro. Wie sieht die Armutsgefährdungsgrenze nun in Euro aus?
Quelle: http://www.kinder-armut.de/

Ich selbst empfinde mich nicht als Arm nur weil mir gerade mal 400 Euro für Essen etc.(mit schon rausgerechnet) im Monat zur Verfügung stehen. Als Student/in musst du dich eben entscheiden, viel nebenbei arbeiten oder lieber erst einmal Sparsam leben und dann auf einen guten Job hoffen… Der im sozialen Bereich so gut wie nie gut bezahlt wird, ca. 1000-1500 netto, vielleicht gehöre ich aber einfach zu den Menschen die eben nicht Ingenieurswesen (welcher Bereich auch immer) studiert um als Fachkraft gut zu verdienen…

Selbst während meiner Ausbildung habe ich nichts bekommen für mindestens 100 Stunden arbeiten im Monat (10 Monate lang) in einer privaten Kinderkrippe in der ich nicht weniger machen musste als die fest Angestellten …

Zu den Benzinpreisen, das ist in Europa generell sehr hoch, wieso sollte Deutschland eine Ausnahme darstellen?
http://www.avd.de/uploads/pics/super_zahlen_02.gif

Schade wollte eigentlich noch alles weiter ausführen, doch leider muss ich jetzt weg...

Yoshimiru
05.05.2008, 19:41
merkst du den wiederspruch selbst nicht? :spec:
was du da schreibst, mag die weitläufige meinung sein. diese hat aber meist keine grundlage.

zb. arbeitslossenzahl sinkt: arbeitslosenzahl ist eine statistik. wenn man aus dieser statistik lleute rausnimmt und in andere statistiken packt, dann scheint die arbeitslosenzahl zu sinken. die leute müssen aber nicht zwangsläufig eine ordentliche beschäftigung wie wir uns das eigentlich denken bekommen haben. sie sind nur aus der statistik raus.
das mal als grobes beispiel.

Fakten (?):
- alle Preise erhöhen sich (falsch. in einigen bereichen zb. lebensmittel, energie steigen sie. in vielen anderen bereichen fallen sie auch)

- weniger Lohn/Gehalt/Gewinne usw...für Arbeitnehmer (genauer, aber trotzdem nicht genau: die gehälter steigen (tendenziell, im schnitt) nicht so schnell wie die ausgaben und die inflation)

- viele Geschäfte gehen pleite (viele branchen boomen um so mehr. umverlagerung!)

- Familien sparen, somit fließt weniger Geld zum Staat , bzw zu den Unternehmen usw zurück (kein fakt. viel zu ungenau betrachtet. kein argument.)

- die Arbeitslosenzahl sinkt (statistisch gesehen ja)

- immer mehr ältere Leute > Jugend muss länger arbeiten (65/68) (ob die heutige jugend länger arbeiten muss, siehst du erst in 40 jahren, aber heute kannst du da nichts dazu sagen ;) )

- immer mehr junge Menschen (von denen eh zu wenig da sind) wandern wegen diesen schlechten Zukunftsaussichten aus (es wandern aber auch viele ein. wie sich das auswirkt ist kompliziert.)

- Deutschland "veraltet" , Einwohner nehmen ab (mag sein. über die folgen aber wird gestritten.)

- Immer weniger junge Arbeitskräfte (mag sein. über die folgen aber wird gestritten.)

- schlechtere Wirtschaft (interne) (ach ja?)

--------------
das ganze thema ist viel zu kompliziert. das führt hier lediglich zu unfundierten meinungen auf grundlage dessen, was man so weitläufig hört. typischerweise wird es auch eine schlacht mit statistiken geben, die sich oft gegenseitig wiedersprechen.
wenn sich selbst experten uneins sind, was soll dann erst in diesem thread werden? :kata:


Aber wie sieht es in 40 Jahren aus ... was meint ihr??? Kleinere Betriebe und Unternehmen gehen Pleite ... und es bleiben die großkonzerne zurück ...?! Welche dann quazi ein "Monopol" (ja Kartellamt hin oder her) , wie in etwa die ölimportierenden Länder...

nagut , aber was mich mehr interessiert ist , wie ihr Deutschland in ~40 Jahren einschätzt , im Bezug auf Arbeitnehmer , Rationalisierung , "Monopol"-Konzerne , die "veraltung" Deutschlands???

Shadowjo
05.05.2008, 19:56
Fakten:
- alle Preise erhöhen sich
- weniger Lohn/Gehalt/Gewinne usw...für Arbeitnehmer
- viele Geschäfte gehen pleite
- Familien sparen, somit fließt weniger Geld zum Staat , bzw zu den Unternehmen usw zurück
- die Arbeitslosenzahl sinkt
- immer mehr ältere Leute > Jugend muss länger arbeiten (65/68)
- immer mehr junge Menschen (von denen eh zu wenig da sind) wandern wegen diesen schlechten Zukunftsaussichten aus
- Deutschland "veraltet" , Einwohner nehmen ab
- Immer weniger junge Arbeitskräfte
- schlechtere Wirtschaft (interne)

Das seh ich genauso und ich finds besch***en-.-
Wozu soll ich eigentlich in nem Jahr den Führerschein machen wenn ich mir das Benzin eh nicht leisten kann?:|-|

Bierleiche
05.05.2008, 21:28
preiserhöhungen führen im endeffekt zu höheren preisen (weise)

wir werden uns dran gewöhnen müssen:|-|

vergilius maro
05.05.2008, 21:44
ehrlich gesagt denke ich nicht das der sprit jemals wieder billiger wird (wenn dann nur von sehr kurzer dauer) eher im gegenteil.

deshalb werden die deutschen autobauer in den nächsten jahren ziemlich leiden.. BMW baut z.b. weltweit stellen ab und es ist noch nicht ausgestanden.
einfach aus dem grund, weil hybridautos gefragter denje sind.. toyota hat als größter autoherrsteller weltweit einen vorsprung in der hybridtechnik (im verhältnis zu deutschen firmen) aufgebaut, der sich auf etwa 4 jahre beläuft.
das aufzuholen geht nichmehr so einfach.
man hats nicht verschlafen, sondern man hats nicht ernst genommen.. weil z.B. das TDI konzept so erfolgreich war.
jetzt wird man auf "wasserstoff" oder "brennstoffzellen" autos bei uns setzen. o_O

das deutschland veraltet ist eine ziemliche panikmache. für die nächsten ~10 jahre wird uns eine hohe zuwanderungsrate versprochen, mit jüngeren arbeitern.
ein institut hat zum beispiel für den raum österreich eine prognose von 1/10 zuwachs der bevölkerung in den nächsten jahren durch einwanderung aufgestellt..
für deutschland wurden ähnliche prognosen gemacht btw.

außerdem verstehe ich dieses: der wirtschaft geht es schlecht nicht ganz.
es gab wegen der vorfälle in den USA ein paar probleme und natürlich hat die deutsche wirtschaft kein wachstum wie die von china (weil unsere schon soweit entwickelt ist)
aber trotz allem haben wir eine sehr sehr starke wirtschaft und sind weltweit führend in gebieten die in den nächsten jahren (nicht nur europaweit) sehr an bedeutung gewinnen werden. stichwort regenerative energien.

das alles teurer geworden ist und die löhne zum ausgleich kaum gestiegen sind ist leider wahr, aber ich bin zuversichtlich.

TheDailyLlama
06.05.2008, 00:53
Ich verstehe irgendwie die ganze Fragestellung nicht...ich meine, ich fände es wesentlich bedenklicher, wenn die Preise für Güter und Dienstleistungen rückläufig wären! Inflationsraten unter 2% würde ich eher als glückliche Ausnahme, denn als Normalität ansehen. So erfahrungsmäßig.

Was das Benzin anbetrifft, ist die Sache mit der Mineralölsteuer irgendwie nur die halbe Wahrheit. Ich meine, was erwarten die Menschen, wie sich der Preis eines Gutes entwickeln sollte, wenn dieses Gut immer knapper wird und schwieriger zu fördern ist und gleichzeitig die Nachfrage danach steigt?!
Abgesehen davon, dass die Leute ja nur zu gerne auf diese Panikmache hereinfallen: Z.B machen 40 Cent/Liter bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km gerade mal um die 500,- € aus, also um die 40 Flocken im Monat. Nicht schön, aber soll mir keiner hier erzählen, dass das für den größten Teil der Bevölkerung ein nennenswertes Problem darstellt. Zumindest würde ich es nicht als Armutsgrund betrachten.

Die Geschichte mit den Nahrungsmitteln sehe ich übrigens ähnlich wie die mit dem Sprit. Eine zunehmende Bevölkerung, die feststellt, dass sich die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr beliebig steigern lässt. Ist es denn eine Sensation, dass, wenn die Nachfrage stärker zunimmt als die Produktion, der Preis steigt? Bitte, soviel ökonomischen Sachverstand sollte doch selbst ein BILD-Leser haben. Aber nein, die Leute wundern sich auch noch und rufen nach dem Staat.

Lösungsansätze gibt es sicherlich zuhauf, aber ich denke nicht, dass sie mit der Bevölkerung des Beginns des 21. Jahrhunderts durchführbar sind.

Ergo glaube ich, dass die Preiserhöhungen dazu führen werden, dass sich die Marktwirtschaft letztlich selbst ad Absurdum führen wird. Das Kapital wird realisieren müssen, dass z.B. Hunger und Durst nicht mehr mit einer Geldentschädigung abgegolten werden können. Ich vermute weiter, dass es in spätestens 30-50 Jahren heftige Aueinandersetzungen , also Kriege, um Ressourcen wie Wasser, Nahrung und Energie geben wird, bevor die Menschheit feststellen wird, dass die Probleme nur in einem überstaatlichen Verbund lösbar sind. Den dritten Golfkrieg sehe ich diesbezüglich als Anfangspunkt solcher Konflikte. Die gesellschaftliche und politische Ordnung der Gegenwart wird dann imho nicht mal mehr Ansatzweise existieren.

Vielleicht bin ich da etwas paranoid und ich hoffe, ich habe Unrecht. Aber für mich sind die Ereignisse der letzten Jahre doch ein Zeichen an der Wand.

Andaragor
06.05.2008, 07:33
Der Thread erinnert mich grad an sone lustige Reportage, die mal auf Phoenix kam, bei der Menschen gezeigt wurden, die zu ihrem Hauptberuf noch 1-2 Nebenjobs hatten, weil das Geld angeblich hinten und vorne nicht gereicht hätte, man dann aber, als die entsprechenden Wohnungen und Lebensumstände gezeigt wurde, sich ein Bild von einem Luxusanspruch offenbarte, der in mir nur noch kaltes Kotzen ausgelöst hat.
Dicke Wohnung, dicker Fernseher, Kühlschränke bis oben hin mit Fressen gefüllt und verzogene Mistgören, die sich nen Scheiß dafür interessiert hatten, dass ihr/e Mutter/Vater sinnloserweise 12-16 Stunden am Tag den Arsch aufreißt und pampigerweise auch noch nach was zu Essen geschrien haben, was dann auch prompt von dem Elternteil erledigt wurde.

Selbstverschuldung auf ganzer Linie, mehr kann ich dazu nicht sagen.
naja wenn du 12-16h arbeitest um einen hohen lebensstandard zu haben sehe ich kein problem. problematisch wird's erst wenn du für deine existenz bzw grundlagen für 's leben 12-16h arbeiten musst. wie dem auch sei das verhalten von diesen "mistgören" finde ich schon ein enig dreist. ich glaube an deren stellen hätte ich denen schon ein paar klare worte zukommen lassen.


... machen 40 Cent/Liter bei einer Jahresfahrleistung von 15.000km gerade mal um die 500,- € aus, also um die 40 Flocken im Monat. Nicht schön, aber soll mir keiner hier erzählen, dass das für den größten Teil der Bevölkerung ein nennenswertes Problem darstellt. Zumindest würde ich es nicht als Armutsgrund betrachten.

finde ich toll das du locker flockig leichtfertig 40€ mehr im monat zahlen kannst. 40€ heisst in meinem budget auf einiges zu verzichten und das zum grössten teil nur um zu arbeiten und wenn ich sowas erlebe krieg ich echt einen zuviel. ich persönlich warte ja noch auf den tag an dem ich wie zB in den USA 3-4 Jobs brauche um überleben zu können.

Cyphestro
06.05.2008, 09:07
naja wenn du 12-16h arbeitest um einen hohen lebensstandard zu haben sehe ich kein problem. problematisch wird's erst wenn du für deine existenz bzw grundlagen für 's leben 12-16h arbeiten musst.

Das muss derzeit keiner.
Selbst die Frisöse nicht, die für 3,50€ die Stunde arbeitet.
Allerdings wird so getan als wäre man ach so arm und müsste so viel Arbeiten.
Dabei geht es im Endeffekt nur um die Aufrechterhaltung des eigenen Luxus und weniger ums Überleben.

Man kann in Deutschland, wenn man nicht grade im Schicki-Micki-Viertel Münchens wohnt, gut mit 400-500€ leben, ohne dass man am Hungertuch nagt.
Eine Frisöse mit 3,50 die Stunde kommt bei einer normalen 40/Stunden Woche schon immerhin 560€.
Wenn man Kinder hat mag sich das wieder verschieben, aber selbst zur Versorung der Kinder (ohne luxuriösen Schnickschnack) reicht das staatliche Kindergeld gut aus.

Natürlich ist das nicht schön, aber es ist noch weit von den Zuständen in anderen Ländern entfernt, in denen Menschen wirklich in Armut leben.

Lord Neo Death
06.05.2008, 09:42
Preiserhöhung = Höhere Löhne
Höhere Löhne = Preiserhöhung

man kann es vll noch etwas ausweiten aber ich will hier nur hinaus das es eine Art Teufelskreis ist das nie enden wird!

Alfredo
06.05.2008, 10:04
Das muss derzeit keiner.
Selbst die Frisöse nicht, die für 3,50€ die Stunde arbeitet.
Allerdings wird so getan als wäre man ach so arm und müsste so viel Arbeiten.
Dabei geht es im Endeffekt nur um die Aufrechterhaltung des eigenen Luxus und weniger ums Überleben.

Man kann in Deutschland, wenn man nicht grade im Schicki-Micki-Viertel Münchens wohnt, gut mit 400-500€ leben, ohne dass man am Hungertuch nagt.
Eine Frisöse mit 3,50 die Stunde kommt bei einer normalen 40/Stunden Woche schon immerhin 560€.
Wenn man Kinder hat mag sich das wieder verschieben, aber selbst zur Versorung der Kinder (ohne luxuriösen Schnickschnack) reicht das staatliche Kindergeld gut aus.

Natürlich ist das nicht schön, aber es ist noch weit von den Zuständen in anderen Ländern entfernt, in denen Menschen wirklich in Armut leben.

Ich bitte um Entschuldigung, aber dass ist mit das kurzsichtigste und dümmste was ich seit langem gelesen habe.
Wenn man offenkundig wenig weiß über aktuelle Lebenshaltungskosten (Kaltmiete, Warmmiete, Energiekosten, Nebenkosten, Lebensmittelpreise, Kraftstoffkosten, Versicherungsbeiträge, private Steuerlast, zus. Altersvorsorge etc.) sollte man sich doch vorher etwas informieren.
Tstst Leute gibt es hier immer...
Kein ich wiederhole kein erwachsener und berufstätiger Mensch (der nicht bei Mammi wohnt) kann in Hamburg und ähnlichen Städten von 400-500€ dauerhaft existieren.

Und ergänzend sei mal die aktuelle Diskussion/ Planung bezüglich Kfz-Steuer und CO2 benannt.
Wenn ich richtig informiert bin, kann es ggf. bedeuten, dass KFZ's mit einer Abgasnorm von unter 4 demnächst 100-200% mehr Kfz-Steuer verursachen.
Super Sache das: kleine und mittlere Einkommen, die sich keine Neuwagen leisten können tragen hier die Steuerlast und wer profitiert am Ende von der hausgemachten CO2-Panik? Richtig Hersteller von Neufahrzeugen!

Einen tollen Nebeneffekt solcher Aktionen kann man zur Zeit auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt beobachten. Wer aktuell einen Gebrauchtwagen sucht, wird wissen was ich meine...

TheDailyLlama
06.05.2008, 10:11
naja wenn du 12-16h arbeitest um einen hohen lebensstandard zu haben sehe ich kein problem. problematisch wird's erst wenn du für deine existenz bzw grundlagen für 's leben 12-16h arbeiten musst. wie dem auch sei das verhalten von diesen "mistgören" finde ich schon ein enig dreist. ich glaube an deren stellen hätte ich denen schon ein paar klare worte zukommen lassen.


finde ich toll das du locker flockig leichtfertig 40€ mehr im monat zahlen kannst. 40€ heisst in meinem budget auf einiges zu verzichten und das zum grössten teil nur um zu arbeiten und wenn ich sowas erlebe krieg ich echt einen zuviel. ich persönlich warte ja noch auf den tag an dem ich wie zB in den USA 3-4 Jobs brauche um überleben zu können.
Ja, finde ich auch toll. Da meine Frau und ich aber zu der kreuzgefährdeten Mittelschicht in Deutschland gehören, sitzen die Euros auch nicht mehr so locker wie Anno dazumal. 40 € Mehrausgaben müssen eben woanders eingespart werden. Mein Motto diesbezüglich lautet "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir zwar kein Gott, aber manchmal der Staat". Vom rumjammern wird's halt nicht besser.
Aber irgendwie wusste ich, dass ich Jehova gesagt habe. Man hat das Gefühl, dass, wenn die Diskussion hierzulande eine solche Ebene erreicht, der größte Teil der Bevölkerung sieben bis acht Jobs benötigt, dabei täglich 80 - 100 km in die Arbeitsstätten fährt, eine achtköpfige Familie plus Hund und Katze zu ernähren hat und sich schon seit Jahren nur das allernötigste gönnen kann - Luxus Fehlanzeige. Dennoch bleibt kein Geld hängen. Dabei wäre es ja schon hilfreich, wenn die Leute nicht immer in das große Geschrei einstimmen würden, weil sie Angst haben, bei der nächsten öffentlichen Almosenverteilung zu kurz zu kommen. Damit will ich nicht Andaragor persönlich ansprechen, da es mir nicht zusteht über seine Verhältnisse zu befinden, sondern die Allgemeinheit, den Querschnitt der Bevölkerung an sich. Wobei es schon wieder recht bezeichnend ist, dass scheinbar nur dieser Teil meines Postings einer weiteren Erörterung wert zu sein scheint...
Aber, nur mal um die Sache abzurunden, kann man 40€ im Monat evtl. auch dadurch einsparen, indem man ein Auto kauft, das zwei Liter weniger auf 100 km verbraucht. Ich für meinen Teil fahre übrigens mit der S-Bahn, da stellt sich die Problematik erst gar nicht.

€dit:

Preiserhöhung = Höhere Löhne
Höhere Löhne = Preiserhöhung

man kann es vll noch etwas ausweiten aber ich will hier nur hinaus das es eine Art Teufelskreis ist das nie enden wird!
Zefix, das ist doch das normalste der Welt, auf alle Fälle kein Teufelskreis. Abgesehen davon, dass die letzten Jahre ja gezeigt haben, dass höhere Preise nicht immer zwingend höhere Löhne nach sich ziehen. Und solange die Löhne stärker stiegen als die Preise hat sich ja auch niemand daran gestört...

Fall From Grace
06.05.2008, 10:32
Deswegen weiss noch nicht mal Herr Huber selbst wie genau er das finanzieren lassen möchte? Is klar.
Herr Huber weiß das sogar ziemlich gut, denn es gibt realistische Schätzungen. Außerdem hat Huber mit seiner Finanzpolitik in Bayern gezeigt das er rechnen und auch das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ohne neue Schulden erreichen kann! Bayern ist da Spitzenreiter!
Die bayerische Wirtschaftspolitik ist schon immer sehr gut gewesen, warum sollte gerade jetzt die CSU in ihrem ureigenen Kompetenzgebiet einen Fehler machen? Das dreistufige Modell ist in sich schlüssig und geht in die richtige Richtung.

Es ist vielmehr so das die anderen Partei lieber die Bürger weiter schröpfen möchten - während sie ihnen vorgaukeln hohe Steuern seien gleichbedeutend mit Umverteilung von oben nach unten. Das ist natürlich ideologischer Schwachsinn und Volksverdummung, aber viele Leute glauben das einfach. Dass gerade die Sozialdemokratie dieses Steuermodell, welches vor allem die Ärmeren und den Mittelstand entlasten würde, ablehnt...spricht für sich. :rolleyes:

Und einige Politiker der CDU sind aus Prinzip gegen Modelle der CSU, außerdem ist die Merkel-CDU sowieso inzwischen nur noch ein Außenlager von Rotgrün.

Lord Neo Death
06.05.2008, 14:04
...
Einen tollen Nebeneffekt solcher Aktionen kann man zur Zeit auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt beobachten. Wer aktuell einen Gebrauchtwagen sucht, wird wissen was ich meine...

jep, und wer mit dem Alten Karren noch erwischt wird muss dazu zahlen, ach ja die wollen ja wieder die Strafen erhöhen x_X


...
Zefix, das ist doch das normalste der Welt, auf alle Fälle kein Teufelskreis. Abgesehen davon, dass die letzten Jahre ja gezeigt haben, dass höhere Preise nicht immer zwingend höhere Löhne nach sich ziehen. Und solange die Löhne stärker stiegen als die Preise hat sich ja auch niemand daran gestört...

öhm
Höhere Löhne = Teurere Produkte
Teure Produkte = Höhrer Standard bzw höherer Mittelstand

jede Steuer erhöht gleichzeitig alles in die Höhe. MwSt. die Verpackung; Öl Steuer alles aus Plastik und Spritt usw. das könnte man den ganzen tag machen, egal was man erhöht der Markt wird sich dadurch immer verschlimmern, auch wenn alle Mittelständler es verdienen würden mehr Geld zu bekommen wollen die ganz oben sind weiter ihre Millionen einstreichen und davon nix abgeben, darum erhöhen die auch immer die Verkaufspreise in die Höhe damit die auf ihren Standard bleiben können oder sogar noch höher steigen...

Declyn
06.05.2008, 14:56
Ich schliesse mich dem Llama an, das spiegelt auch ganz gut meine Meinung wieder. Allein deshalb erleben wir einen politischen Linksruck mit utopischen Versprechen und einer absolut ungesunden Ungerechtigkeitsdebatte, die so, wie sie dargestellt wird, gar nicht existiert.
Natürlich müssen die Steuergesetze überarbeitet werden, in allen Bereichen, nur heisst das doch nicht, eine Vermögenssteuer zu erheben oder die Unternehmen zu gängeln.

In punkto CSU bin ich etwas zwiegespalten, liebe Anna. Es gibt vernünftige Wirtschaftspolitiker in allen Parteien, nur werden diese oft von der Partei selbst oder aber direkt von den Medien in die Versenkung zurückgeschickt. Merz und Kirchhof waren nur zwei derer. Ich muss da auch anführen, dass ich Peer Steinbrück für einen sehr bodenständigen und angenehmen Finanzminister halte, ganz im Gegensatz, wo wir mal wieder einer Meinung sind, zur Reformkanzlerin, die zur Konsenskanzlerin wurde. Interessantes Interview übrigens in einer der letzten Spiegel-Ausgaben mit einem CDU-Bundesvorstandsmitglied dazu.

Fall From Grace
06.05.2008, 15:44
Ich schliesse mich dem Llama an, das spiegelt auch ganz gut meine Meinung wieder. Allein deshalb erleben wir einen politischen Linksruck mit utopischen Versprechen und einer absolut ungesunden Ungerechtigkeitsdebatte, die so, wie sie dargestellt wird, gar nicht existiert
In Europa ist doch eher ein heilsamer Ruck nach Rechts zu beobachten, anders kann ich mir die Wahlerfolge der Konservativen in Italien, in Frankreich oder erst vor einigen Tagen bei den Kommunalwahlen in England nicht erklären. ;) Scheinbar wird für immer mehr Menschen offensichtlich dass die Ideologien und Lösungen der Linken Augenwischerei sind und die Probleme nicht lösen, sondern erst verursachen.

Declyn
06.05.2008, 16:16
In Europa ist doch eher ein heilsamer Ruck nach Rechts zu beobachten, anders kann ich mir die Wahlerfolge der Konservativen in Italien, in Frankreich oder erst vor einigen Tagen bei den Kommunalwahlen in England nicht erklären. ;) Scheinbar wird für immer mehr Menschen offensichtlich dass die Ideologien und Lösungen der Linken Augenwischerei sind und die Probleme nicht lösen, sondern erst verursachen.
Da bin ich noch nicht ganz überzeugt. Sarkozy schwenkt sein Fähnchen ohnehin immer, wie es die Wähler gerade hören wollen: Vor wenigen Tagen noch war die Mittelmeerunion sein Steckenpferd, eine quasi-Erweiterung der EU für Einbindung nordafrikanischer Länder.
Der Cavaliere aus Italien hat praktisch die Gunst der Stunde genossen: Die ungehemmte Zuwanderung aus Rumänien und das Verhalten der Roma und Sinti in Italien, die Vergewaltigungen und Morde seitens dieser Gruppe mit anschliessender Medienausschlachtung, die "Panikmache" in den Medien allgemein haben einfach die eigenen vermeintlichen Nöte etwas beiseite geschoben. Ich glaube vielmehr, dass die Leute im Moment die vermeintlich bessere Sicherheitspolitik (und dazu zähle ich auch Immigrationspolitik) der Konservativen eher schätzen, weil sie sich gewissermaßen direkt bedroht fühlen, statt sich von den üblichen Almosenversprechen der Linken ködern zu lassen.
Der Wahlsieg von Boris Johnson ist relativ leicht erklärbar. Die Labour-Regierung hat die Lohnsteuern erhöht (die Bemessungsgrenze zwischen 10% und 22% wurde gesenkt) und England geht's wirtschaftlich relativ schlecht dank Immobilienkrise und dem Verfall des Pfundes.

Ob das reicht für mehr kritische Debatten zu generellen Themen in der Gesellschaft, vermag ich für den Moment noch anzuzweifeln.

TheDailyLlama
06.05.2008, 16:37
Ich biete an der Stelle einfach mal eine andere Idee an, nicht zuletzt, weil mich diese plumpe links-rechts-Schematisierung ziemlich aneiert. Ich wage einfach einfach einmal zu behaupten, dass es die großen Staatsmänner verstanden haben, sowohl auf einer linken, als auch auf einer rechten Klaviatur zu spielen, bzw. sowohl wirtschafts- als auch arbeiternah zu sein. Bismarck, Adenauer, Clinton, der frühe Blair - für mich versagen hier die klassischen Lagerschemata, zumindest in Teilen.
Wenn ich davon ausgehe, dass es einer überlebensfähigen Gesellschaft nichts bringen wird, in kleinen und kleinkarierten Ebenen zu denken und zu handeln, dann sollte das die Politik an sich mit einschließen. Das alte Lagerdenken ist für mich ein Anachronismus, der seine letzte Blütezeit in der 80ern gehabt hat. In meinen Augen gibt es keine linken, mittleren und rechten Regierungen, sondern vielmehr gute und schlechte.

Declyn
06.05.2008, 16:48
Ich biete an der Stelle einfach mal eine andere Idee an, nicht zuletzt, weil mich diese plumpe links-rechts-Schematisierung ziemlich aneiert. Ich wage einfach einfach einmal zu behaupten, dass es die großen Staatsmänner verstanden haben, sowohl auf einer linken, als auch auf einer rechten Klaviatur zu spielen, bzw. sowohl wirtschafts- als auch arbeiternah zu sein. Bismarck, Adenauer, Clinton, der frühe Blair - für mich versagen hier die klassischen Lagerschemata, zumindest in Teilen.
Clinton ist einer der Politiker, die ich für seine sehr gute Regierungsarbeit geschätzt habe, und der wegen - reell gesehen - einer Lappalie Sympathien massivst verloren hat. Da hat sich wiederum die Macht der Medien gezeigt.

Wenn ich davon ausgehe, dass es einer überlebensfähigen Gesellschaft nichts bringen wird, in kleinen und kleinkarierten Ebenen zu denken und zu handeln, dann sollte das die Politik an sich mit einschließen. Das alte Lagerdenken ist für mich ein Anachronismus, der seine letzte Blütezeit in der 80ern gehabt hat. In meinen Augen gibt es keine linken, mittleren und rechten Regierungen, sondern vielmehr gute und schlechte.
Dann gäbe es ja keine Partei, die sich "Die Linken" nennen würde, oder? Ich würde dir liebend gern zustimmen; wie in einem anderen Thread schon gesagt Parteien nach Kompetenzen wählen lassen, die, wenn sie in der Regierung sind, nicht von anderen Regierungsparteien behindert wird in ihrem Ressort. Dies würde zwar relativ bunte Koalitionen zur Folge haben, aber damit Fachkenntnis im jeweiligen Ressort und Vergleiche der Inhalte bei Wahlen ermöglichen, während es derzeit nur Kombipakete gibt, aus denen man das am wenigsten schlechtriechende auswählen muss.

Alpha reLoaded
06.05.2008, 18:25
Die bayerische Wirtschaftspolitik ist schon immer sehr gut gewesen, warum sollte gerade jetzt die CSU in ihrem ureigenen Kompetenzgebiet einen Fehler machen?

Mal abgesehen das die bayrische Wirtschaftskraft nicht nur Verdienst der CSU war, sondern auch (und vor allem!!!) der Menschen in Bayern insgesamt ist. (und soweit ich mich entsinnen kann waren selbst in Glanzzeiten rund 50% der Bayern CSU-Nichtwähler)
Kurz und knapp: Es ist Wahlkampf und man hat nach der Kommunalschlappe wohl die Hosen verdammt voll.

Ansonsten sage ich nur: Transrapid. Dort lagen ja auch angeblich soviele Berechnungen vor. Was die wert sind hat man gesehen. ;)



Außerdem hat Huber mit seiner Finanzpolitik in Bayern gezeigt das er rechnen und auch das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ohne neue Schulden erreichen kann! Bayern ist da Spitzenreiter!


Dass gerade die Sozialdemokratie dieses Steuermodell, welches vor allem die Ärmeren und den Mittelstand entlasten würde, ablehnt...spricht für sich.

Was für eine "Entlastung" sind bitteschön Neuschulden?

Denn die Planung: einfach nur sturr auf Mehreinnahmen zu spekulieren (in Zeiten international angespannter Märkte) ist schon beachtlich. Da auf längere Zeit etwas zu planen ist schon beinahe grenzdebil.
Unser zinssystem arbeitet nunmal auf den nächsten Crash hin. Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit.
Das wäre so, als würde man mit einem Motorrad nachts auf der Landstraße ohne Licht Vollgas geben, weil man denkt "hey, es geht sicher nur gerade aus".:|-|

Und die Studiengebühren (auch dort war Bayern Vorreiter) sind natürlich im Sinne von Ärmeren? Manche können dank solcher Regelungen heutzutage noch nicht mal mehr studieren.
Bei sowas ist Bayern btw auch Spitzenreiter.
Nicht jeder hat reiche Eltern & eine gute Grundlage. Es gibt eben auch Menschen, die haben es etwas schwerer. Oder sogar um vieles schwerer. Bei manches ist es nahezu unmöglich.



Es ist vielmehr so das die anderen Partei lieber die Bürger weiter schröpfen möchten - während sie ihnen vorgaukeln hohe Steuern seien gleichbedeutend mit Umverteilung von oben nach unten. Das ist natürlich ideologischer Schwachsinn und Volksverdummung

Volksverdummung ist es meiner Meinung nach, das die Union (also CSU) sich erst im letzten Wahlkampf für die Abschaffung von Pendlerpauschale stand - und sie nun, plötzlich 5 Monate vor der Wahl wieder ab dem 1km gewähren möchte. So ganz plötzlich... ;)



In Europa ist doch eher ein heilsamer Ruck nach Rechts zu beobachten

Fazit: Wir brauchen also mehr Politiker wie Silvio Berlusconi. :D

Sorry für die Polemik! :)

Cyphestro
06.05.2008, 18:49
Kein ich wiederhole kein erwachsener und berufstätiger Mensch (der nicht bei Mammi wohnt) kann in Hamburg und ähnlichen Städten von 400-500€ dauerhaft existieren.


Ach komm Alfredo, das Ding hatten wir schonmal.

Auch in deinem Fall gehts um Luxus (und auch alles neben Pflichtversicherungen ist ein Luxus).

Du kannst auch noch 10 Mal behaupten, dass es nicht geht.

Ich kenne, einschließlich mir selbst, genügend Gegenbeispiele.

Schlüssel mir deine angeblichen Mindestkosten einmal auf, damit ich auch sehe, warum ich so fatal falsch liege (und entgegen der Tatsache, dass ich in einer WG lebe) noch bei Mammi wohne.
Für mich bist du ein typisches deutsches Wohlstandskind, sorry.

Declyn
06.05.2008, 18:58
Mal abgesehen das die bayrische Wirtschaftskraft nicht nur Verdienst der CSU war, sondern auch (und vor allem!!!) der Menschen in Bayern insgesamt ist. (und soweit ich mich entsinnen kann waren selbst in Glanzzeiten rund 50% der Bayern CSU-Nichtwähler)
Kurz und knapp: Es ist Wahlkampf und man hat nach der Kommunalschlappe wohl die Hosen verdammt voll.
Soweit ich mich erinnern kann waren somit mehr als 75% der Bayern SPD-Nichtwähler und bei den anderen siehts noch viel düsterer aus. Die CSU-Regierung war und ist eine Mehrheitsentscheidung der dort lebenden Menschen, so funktioniert eben repräsentative Demokratie. Wenn wie du sagst, eine Regierung nur so minimalen Einfluss auf die Wirtschaft hätte, denn würden weder Unternehmen nach der Politik rufen noch Wirtschaftsministerien überhaupt existieren. Hör bitte auf, klar sichtbare Erfolge zu relativieren.

Ansonsten sage ich nur: Transrapid. Dort lagen ja auch angeblich soviele Berechnungen vor. Was die wert sind hat man gesehen. ;)
Vor allem hat den das ewige Drumherum teuer gemacht. Eine Erststrecke ist selten ertragreich, besitzt aber eine Signalwirkung, die mit dem Shanghai-Express die chinesische Regierung dazu bewogen hat, weitere zu bauen. Freilich, dank dem ganzen Gezanke und wenig Signalwirkung und Anschauungsmodellen in anderen Ländern kopieren sie das Konzept nun statt bei Thyssen zu bestellen. Habe ich nicht auch kürzlich etwas über Australien gelesen? Müsste das nochmal nachschauen...

Was für eine "Entlastung" sind bitteschön Neuschulden?
Muss man jetzt grundlegende Wirtschaftspolitik erklären? Ich stelle dir eine praxisnähere Beispielfrage: Wie und warum legt sich ein Pärchen ein Haus zu, wenn es kein Erbe gibt?

Denn die Planung: einfach nur sturr auf Mehreinnahmen zu spekulieren (in Zeiten international angespannter Märkte) ist schon beachtlich. Da auf längere Zeit etwas zu planen ist schon beinahe grenzdebil.
Märkte verlaufen zyklisch, nur die Zeitspannen ändern sich. Und auf genau diese hat die Politik einen nicht unerheblichen Einfluss.

Unser zinssystem arbeitet nunmal auf den nächsten Crash hin. Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit.
Eine Konsolidierung eines Marktes ist noch lange kein Crash. Ich weiss wirklich nicht, welche Schwarzmaler-Fantasien du hier hegst.

Und die Studiengebühren (auch dort war Bayern Vorreiter) sind natürlich im Sinne von Ärmeren? Manche können dank solcher Regelungen heutzutage noch nicht mal mehr studieren.
Bei sowas ist Bayern btw auch Spitzenreiter.
Nicht jeder hat reiche Eltern & eine gute Grundlage. Es gibt eben auch Menschen, die haben es etwas schwerer. Oder sogar um vieles schwerer. Bei manches ist es nahezu unmöglich.
Es gibt immer noch Bildungskredite für einkommensschwache Studenten. Darüberhinaus möchte ich behaupten, dass die Studiengebühr einen gesunden Teil der Schulabgänger zum Nachdenken anregt, was sie denn eigentlich mit ihrem Leben anfangen möchten, statt der Mentalität "Och, ich weiss noch nicht was ich machen will, ich geh erstmal studieren" zu fröhnen. Ich habe dies mehrfach in meinem Bekanntenkreis erlebt. Bildung ist eine Investition in die eigene Zukunft, und wer diese nicht leisten möchte, der sollte vielleicht auch gar nicht studieren.

Volksverdummung ist es meiner Meinung nach, das die Union (also CSU) sich erst im letzten Wahlkampf für die Abschaffung von Pendlerpauschale stand - und sie nun, plötzlich 5 Monate vor der Wahl wieder ab dem 1km gewähren möchte. So ganz plötzlich... ;)
Oder das Verhalten der Hessen-SPD. Jop, Fähnleinschwinger gibt's in allen Lagern. Deshalb heisst es auch, genau hinzuschauen, wenn jemand etwas ändern möchte, und auf Realisierbarkeit überprüfen. Ich wette übrigens auf ein Versprechen über Erhöhung des ALG II um etwa 200 Euro plus Kinderzuschlag seitens einer gewissen Partei zur Wahl 2009.

Fazit: Wir brauchen also mehr Politiker wie Silvio Berlusconi. :D
Vor allem brauchen wir Politiker, die öfter auch mal Wahrheiten aussprechen. Ob Silvio das tut, wage ich zu bezweifeln, aber wie sagt man? Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.
Zumindest sollte es nicht wieder so laufen wie 2002: Ich mag den Gas-Gerd zwar nicht sonderlich, aber den Edmund aus Bayern, das geht gar nicht. Dieser Unsympath.

Wolfsonson
06.05.2008, 19:47
Ach komm Alfredo, das Ding hatten wir schonmal.

Auch in deinem Fall gehts um Luxus (und auch alles neben Pflichtversicherungen ist ein Luxus).

Du kannst auch noch 10 Mal behaupten, dass es nicht geht.

Ich kenne, einschließlich mir selbst, genügend Gegenbeispiele.

Schlüssel mir deine angeblichen Mindestkosten einmal auf, damit ich auch sehe, warum ich so fatal falsch liege (und entgegen der Tatsache, dass ich in einer WG lebe) noch bei Mammi wohne.
Für mich bist du ein typisches deutsches Wohlstandskind, sorry.

da musst du dich irren oder du machst dir was vor. von 400-500 euro kannst du gerade die miete und die lebenserhaltungskosten decken.
was ist mit fair-sicher-ungen, kleidung, schulsachen für die kinder, eine gewisse technische ausstattung gehört heutzutage zwingend dazu (computer, fernseher), geld für transportmittel, was fürs geistige wohlbefinden usw. das alles ist kein luxus, sondern normal um nichts als armer schlucker zu gelten, der gerade nicht unter der brücke schlafen und nicht hungern muss.
das summiert sich zu einem beträchtlichen zusatzbetrag und auch nur, wenn nichts schief läuft.

Cyphestro
06.05.2008, 19:57
da musst du dich irren oder du machst dir was vor. von 400-500 euro kannst du gerade die miete und die lebenserhaltungskosten decken.


Ja, wenn man ne eigene dolle große Wohnung haben möchte und mehrere Hundert Euro im Monat an Kavier verfrisst...also bitte.
Ich kanns verstehen wenn man in teuren Breitengraden lebt (aber selbst dann muss man das auch nicht unbedingt).
In allen anderen Fällen sehe ich jedoch nicht wie man allein mit Miete und Fressen auf 500€ Ausgaben kommen soll.
Ich müsst mich da schon echt anstrengen.



was ist mit fair-sicher-ungen

Nicht bezahlbar ?



kleidung

Ja, muss man halt mal drauf verzichten alle 2 Wochen ne tolle 150€ insert-random-Marke-Jacke zu kaufen. :rolleyes:



schulsachen für die kinder

Bei Kindern mag die Sache anders ausschauen, aber hier gibt es eben noch monatliches Kindergeld.
Geht natürlich auch wieder nicht, wenn man sich ständig neue Handys für seine Balgen kauft...:rolleyes:



eine gewisse technische ausstattung gehört heutzutage zwingend dazu (computer, fernseher)

Nu ja, "zwingend".
Nichtsdestotrotz konnte ich mir meinen Rechner, wie man sieht, auch leisten.



das alles ist kein luxus, sondern normal um nichts als armer schlucker zu gelten, der gerade nicht unter der brücke schlafen und nicht hungern muss.

Ich denk die Spanne zwischen Computer und Penner unter der Brücke ist wohl unweit größer, als du hier in deinem Satz darstellen möchtest.
Aber nun gut.
Wenn ich nach Definition der Armutsgrenze in unserem Lande als "armer Schlucker" gelte, dann möcht ich nicht wissen, was wirkliche Armut ist.

Wolfsonson
06.05.2008, 21:18
wie ich satz für satz zitat-erwiederung liebe ... jetzt spiel das mal nicht alles runter. erbsenzählerei?

für eine normale einraumwohnung kannst du locker mit 250-300 euro incl. nebenkosten und telefon/internet rechnen. 150 euro an lebensmitteln und hygieneartikel kannst du auch rechnen, falls es nicht jeden tag spaghetti essen und wasser trinken möchtest. schon bist du bei 400-500 euro. (vielleicht reicht dir auf 8 qm hausen und ein leib brot am tag, wer weis. dann brauchst du sicher weniger als 400euro)

solche übertreibungen wie kaviar und 150euro irgendwas alle 2 wochen machen deine versuch meine argumente zu entkräften auch nicht erfolgreich.

und nochmal, da du es scheinbar nicht verstanden hast: wenn du gerade mal die wohnung und die nahrung kaufen kannst, dann bist du ein armer schlucker, wei du gerade dein körperliches überleben sichern kannst.

alles andere, was für dich ja so unwichtig ist und kein geld bedarf, hast du dann nicht. das gehört aber zur mindestausstattung heutzutage. kein luxus!

nochmal zum verständnis: mit 400-500 euro kannst du überleben, aber nicht leben.

derwischdennis
06.05.2008, 22:15
....................................................................................zu höheren Preisen http://forum.ingame.de/quake/images/smilies/catch.gif

Cyphestro
06.05.2008, 22:30
für eine normale einraumwohnung kannst du locker mit 250-300 euro incl. nebenkosten und telefon/internet rechnen.


/Agree



150 euro an lebensmitteln und hygieneartikel kannst du auch rechnen, falls es nicht jeden tag spaghetti essen und wasser trinken möchtest.


Das ist imo Blödsinn.
Wer 150€ im Monat verfrisst und für Hygienartikel ausgibt, lebt ganz klar im Überflüss bzw. kann nicht (oder will nicht) mit seinem Geld haushalten.
Ist auch okay, wenn mans hat, nur sollte man dies nicht als must-have betrachten.



alles andere, was für dich ja so unwichtig ist und kein geld bedarf, hast du dann nicht. das gehört aber zur mindestausstattung heutzutage. kein luxus!
nochmal zum verständnis: mit 400-500 euro kannst du überleben, aber nicht leben.[/B]


Ja, aber was genau zählt denn zur "Mindestausstattung" ?
Handy ? teure Klamotten ? Auto ? Kneipenbesuche für 50€ ?

Trollchen
07.05.2008, 04:07
Das ist imo Blödsinn.
Wer 150€ im Monat verfrisst und für Hygienartikel ausgibt, lebt ganz klar im Überflüss bzw. kann nicht (oder will nicht) mit seinem Geld haushalten.

Wie muß man denn bitte seinen Einkaufswagen befüllen, das der unter dem Betrag einen Monat halten soll ?
Sorry, aber mit frischen Sachen, Milch, Fleischwaren und eben nicht nur Nudeln ist das drunter kaum zu packen und zu Hygieneartikeln würde ich auch Kondome bzw. die Pille zählen wollen, das kostet...

Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man von 400 bis 500 Euro netto leben soll - ich hab jeden Monat alleine 260 Euro Umlagen dank Müll, Heizkosten und Wasser. Strom kostet ebenso wie Telefon und GEZ extra.

Dann kommen noch Kosten für Beförderung dazu, sei es das Auto oder halt eine Zeitkarte für öffentliche Verkehrsmittel

Und halt Versicherungen (Steuern erachte ich als gezahlt, denn wir reden ja von netto und Kfz.-Steuer gehört dann halt zu den Autokosten)



Ja, aber was genau zählt denn zur "Mindestausstattung" ?
Handy ? teure Klamotten ? Auto ? Kneipenbesuche für 50€ ?

Hinweise diesbezüglich ergeben sich beispielsweise aus § 811 ZPO (http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__811.html) (da steht, was nicht gepfändet werden darf, da der Grundsicherung dienend)

http://de.wikipedia.org/wiki/Armut


Das vom Statistischen Bundesamt errechnete monatliche Nettoäquivalenzeinkommen betrug für 2003 bundesweit 1.564 €, in den westdeutschen Ländern 1624 €, in den ostdeutschen Ländern 1335 €. Nach den EU-Kriterien für die Armutsgefährdungsgrenze (60 %) liegt die bundesdeutsche Armutsgefährdungsgrenze demnach bei 10.274 € jährlich bzw. 856 € monatlich (armutsgefährdet demnach: alte Bundesländer 12%, neue 17%. Als relativ arm gilt ein Nettoäquivalenzeinkommen von 40%, das sind 6 849 € jährlich bzw. durchschnittlich 571€ monatlich.[74] Das sozio-kulturelle Existenzminimum, das auf der Basis von Verbraucherbefragungen des Statistischen Bundesamtes durch die Bundesregierung festgelegt wird, liegt bei 7.356 Euro pro Jahr für eine erwachsene Einzelperson. Für ein Ehepaar ist es 12240 Euro. Für ein Kind beträgt es 3684 Euro.

Und der quote hier noch, weil mir die Aussage quer erschien:


Ich selbst empfinde mich nicht als Arm nur weil mir gerade mal 400 Euro für Essen etc.(mit schon rausgerechnet) im Monat zur Verfügung stehen. Als Student/in musst du dich eben entscheiden, viel nebenbei arbeiten oder lieber erst einmal Sparsam leben und dann auf einen guten Job hoffen… Der im sozialen Bereich so gut wie nie gut bezahlt wird, ca. 1000-1500 netto, vielleicht gehöre ich aber einfach zu den Menschen die eben nicht Ingenieurswesen (welcher Bereich auch immer) studiert um als Fachkraft gut zu verdienen…

Selbst während meiner Ausbildung habe ich nichts bekommen für mindestens 100 Stunden arbeiten im Monat (10 Monate lang) in einer privaten Kinderkrippe in der ich nicht weniger machen musste als die fest Angestellten

400 euro für Essen etc. ist schon sehr gut, da bei der genannten Zahlen für die Armutsgrenze eben noch nicht allzuviel abgezogen ist, diese Beträge sind eben nicht zum verfressen, sondern davon muß auch noch Miete und der ganze andere Mist wie Heizung, Müll, Telefon bezahlt werden - da bleiben keine 400 Euro übrig, um ehrlich zu sein, bezweifle ich, das ich derzeit soviel über habe monatlich.

Was ist etc. ?

Wir haben erst mal das Bruttoeinkommen, davon gehen ab
Steuern
Versicherungen
Sozialversicherungsbeiträge
je nach Ausgestaltung ob Beamte, Arbeitnehmer, Selbständige etc.
ergibt dann ein Nettoeinkommen
davon geht ab
Miete
Nebenkosten wie Müll, Strom, Wasser, Heizung
Telefon, GEZ
Auto, Steuer, Versicherung, Sprit oder Tickets für öffentliche Verkehrsmittel

nur das, was dann noch übrig ist, kann für Essen ausgegeben werden (bzw. für die Altersvorsorge ^^)
Wenn da am Ende 400 Euro raus kommen, ist das schon recht ordentlich - um aber derartige Vergleichsrechnungen aufmachen zu können, muß man die entsprechenden Zahlen miteinander vergleichen bzw. sämtliche Kosten, die man umlegt / abgenommen bekommt auf das, was man selber über hat drauf rechnen, da man nicht davon ausgehen kann, das dies bei dem zu Vergleichenden ebenfalls der Fall ist.

Und zum zweiten Absatz des quotes:
Soziale Berufe wie Kindergärtnerin bzw. Erzieherin oder auch sehr viele andere Berufe aus dem Bereich erfordern nach wie vor ein qualifizierte Ausbildung (Erzieherin (http://de.wikipedia.org/wiki/Erzieher) braucht man drei bis fünf Jahre für) bei vergleichsweise geringer Entlohnung (http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Erzieher-Erzieherin.html) - das weiß man aber vorher und ohne Überzeugungstäter, die das alles auf sich nehmen, weil sie wissen, es muß gemacht werden und weil es ihnen am Herzen liegt, würde das System so auch nicht laufen.

Nur das weiß man vorher, bzw. sucht es sich aus - 100 Stunden im Monat ist übrigens nicht wirklich viel, 40 Stunden und mehr die Woche zuzüglich Fahrtzeit sind doch mittlerweile normal, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, das kann man schlecht vergleichen - allerdings sind soziale Berufe unstrittig unterbezahlt (evt. ganz praktisch, so machen es wenigstens nur Leute, deren Herz dran hängt - sollte aber trotzdem nicht so sein).

Also Respekt vor allen, die sich das sehenden Auges antun, aber Vergleiche mit Leuten, die arbeiten müssen, was immer sie bekommen, eben weil keine entsprechende Qualifikation da ist und dann mit wenig auskommen müssen (ungewollt) find ich dann bisserl unfair.

wattie desire
07.05.2008, 04:31
/Agree



Das ist imo Blödsinn.
Wer 150€ im Monat verfrisst und für Hygienartikel ausgibt, lebt ganz klar im Überflüss bzw. kann nicht (oder will nicht) mit seinem Geld haushalten.
Ist auch okay, wenn mans hat, nur sollte man dies nicht als must-have betrachten.



Ja, aber was genau zählt denn zur "Mindestausstattung" ?
Handy ? teure Klamotten ? Auto ? Kneipenbesuche für 50€ ?

Das klingt ganz eindeutig nach Student. Du willst eine Aufschlüsselung, wie man 150 Euro im Monat für Essen ausgibt? Kannste haben:

Wir nehmen ein 2-Personenhaushalt:

Miete 60qm² Wohnung-Berlin: Warmmiete 350 Euro
Strom, Internet Telefon, GEZ: 90 Euro
2x Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel: 140 Euro

So eigentlich hätte ich dich hier schon widerlegt, aber ich mache gerne weiter:

Ein Wocheneinkauf:

14x 1,5 Liter Getränke (je nachdem was man trinkt): ca 7-15 Euro
7x warme Mahlzeit (zu Grunde liegt ein Mittelschnitt zwischen Fastfood und gesund) : ca 25-35 Euro
Obst/Gemüse: 10-20 Euro (man will ja nich mit 30 zu Grunde gehen)
Brot: ca 3-6 Euro
Brotbelag: ca. 5-15 Euro

So in dieser hübschen Rechnung ist noch kein Handy drin, kein Auto, kein geistiges Wohlfühlen (sprich Barbesuch, Kino, Bücher, PC-Spiele, etc.), keine Zigaretten (wer sie braucht) und kein Kleinzeug (Kaffee unterwegs hier, Tageszeitung da).

Viel Spass beim rechnen...

Trollchen
07.05.2008, 04:55
Zum Stichwort Wohnungspreise: 350 Euro warm ? Wow, das ist günstig - und dafür 60 m² ?
Kostet hier (http://www.immowelt.de/immobilien/ImmoMarktMiete.aspx?GeoID=10806435&EType=1&ESR=2&npv=31) ja kalt mehr - die Wohnung gehört aber nicht zu den 150 Euro zum "verfressen" ;) Soweit herrschte schon Einigkeit

Alfredo
07.05.2008, 09:04
Ach komm Alfredo, das Ding hatten wir schonmal.

Auch in deinem Fall gehts um Luxus (und auch alles neben Pflichtversicherungen ist ein Luxus).

Du kannst auch noch 10 Mal behaupten, dass es nicht geht.

Ich kenne, einschließlich mir selbst, genügend Gegenbeispiele.

Schlüssel mir deine angeblichen Mindestkosten einmal auf, damit ich auch sehe, warum ich so fatal falsch liege (und entgegen der Tatsache, dass ich in einer WG lebe) noch bei Mammi wohne.
Für mich bist du ein typisches deutsches Wohlstandskind, sorry.

Nungut ich werde mich bemühen!

Aktuelle Lebenshaltungskosten für Hamburg (westliche Ortsteile):
[Als Beispiel sei mal ein Singel-Haushalt genannt in monatliche Kosten)

- Kaltmiete pro qm ca. 10,00€ macht bei einer kleinen 30qm Bude 300,00 € pro Monat (es gibt schöne Mietspiegeltabellen die dies belegen...)
- Strom (anbieter Vattenfall) Pauschtarif 31,00 € pro Monat
- Nebenkosten (gem Grafik) sind 3€ pro qm -> 90,00 € pro monat
- Heizkosten pro Monat ca. 2,30-3,30 € pro qm pro Monat (ich nehme mal 3€) -> 90 argh sind natürlich in den nebenkosten enthalten
- Lebensmittel: (gem. aktueller Schätzungen) 120-150,00 € (ich nehme mal 135,00 als Mittelwert
- Telefon (ich setze mal ne gängige Tel-only-Flatrate mit 19,90 € an)


Zwischensumme:
300
+31
+90
+90 (war falsch)
+135
+19,90
= 575,90 €

und dies ist ohne:
- jediglichen "Luxus"
- ohne Versicherungen
- ohne Möbel
- ohne elektrische und elektronische Geräte
- ohne Fahrzeug bzw. Fahrkarten für den ÖPNV
- ohne Altersvorsorge
- ohne Kontoführungsgebühren
- ohne GEZ :cool:
- ohne Bekleidung
- ohne Hygieneartiekel
- etc.

Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer...


Für mich bist du ein typisches deutsches Wohlstandskind, sorry.
1. bin ich 34 Jahre alt, also dem Kindesalter entsprungen
2. arbeite ich ca. 45-50 Stunden pro Woche in einem relativ anspruchsvollen Job, dafür kann ich wohl auch etwas verlangen...
3. habe ich sowohl meine Ausbildung, als auch mein Studium (Akademie neben dem Beruf) damals komplett selbst finanziert ohne irgendwelche Zuschüsse aus dem Elternhaus oder der öffentlichen Hand

Und wie sieht es bei dir aus?

.
.
.

Alpha reLoaded
07.05.2008, 09:11
Es gibt immer noch Bildungskredite für einkommensschwache Studenten. Darüberhinaus möchte ich behaupten, dass die Studiengebühr einen gesunden Teil der Schulabgänger zum Nachdenken anregt, was sie denn eigentlich mit ihrem Leben anfangen möchten, statt der Mentalität "Och, ich weiss noch nicht was ich machen will, ich geh erstmal studieren" zu fröhnen. Ich habe dies mehrfach in meinem Bekanntenkreis erlebt. Bildung ist eine Investition in die eigene Zukunft, und wer diese nicht leisten möchte, der sollte vielleicht auch gar nicht studieren.

Nur das eben keine wirkliche Selektierung nach diesem Schema stattfindet. Kinder reicher Eltern die eben nicht wissen was sie eigentlich machen wollen tun eben genau dies. Sie fangen studieren an, ohne wirklich einen Plan zu haben. Und genau dann ist die Bildung nicht gerecht.

Weil es durchaus ärmere Studenten gibt, die wissen was sie wollen - es sich aber nicht leisten können. Zumal auch Kredite nicht einfach verschenkt werden, auch wenn du das so nicht gesagt hast. Aber auch Studenten und jene die es werden wollen müssen erstmal eine gewisse Bonität mitbringen. Und die hat man in armen Familien i.d.R. einfach nicht. Im dümmsten Fall ist die Familie eh schon verschuldet.
Geh mal mit verschuldeten Eltern, ohne Einkommen und Sparguthaben zu deiner Hausbank und frag ob die dir ein Darlehen geben. Die lachen dich höchstens aus. ;)
Und für einen Studentenkredit muss man ja sogar schon seinen Studienplatz im Gepäck haben, was aber auch noch lange kein Bewilligungsgrund ist. Ein Grund-Kriterium vielleicht.

Ich finde so ein Studiensystem einfach nur ungerecht. Die besser gestellten werden automatisch unterstützt, allen schlechter Gestellten wird pauschal unterstellt das sie zum Spaß studieren wollen. Das ist Unsinn.

Nun aber zu einem anderen Kommentar, eines ganz anderen Users.


Ja, wenn man ne eigene dolle große Wohnung haben möchte und mehrere Hundert Euro im Monat an Kavier verfrisst...also bitte.
Ich kanns verstehen wenn man in teuren Breitengraden lebt (aber selbst dann muss man das auch nicht unbedingt).
In allen anderen Fällen sehe ich jedoch nicht wie man allein mit Miete und Fressen auf 500€ Ausgaben kommen soll.
Ich müsst mich da schon echt anstrengen.

In Bundesländern wie BW beträgt die Miete schon teilweise 500€... und das noch nichtmal für Luxus Wohnungen. Selbst ne Freundin von mir mit eigener Wohnung (von den Großeltern geerbt) kommt mehr schlecht als recht über die Runden, trotz 40 Stunden Woche. Und das alles nur was die Lebenskosten angeht. Die kann sich noch nichtmal Kino leisten, geschweige denn mal ein neues PC Spiel o.ä.

Fahrgeld alleine wird so gerne vergessen.

Selbst ich zahlte schon 150€ allein für das Monatsticket. Und mit Auto wärs dank Spritt und Versicherungen tendenziell noch mehr. Lebensmittel sind teuer. Und ich will jetzt nicht hören, wie von diesem Berliner SPD Deppen - das man von 130€ gut (und gesund) leben kann im Monat. Es muss ja kein Markenfraß sein, und auch keine Süßigkeiten. Aber gerade frisches Gemüse/Obst hat seinen Preis. Und dann noch Strom, Heizung, Wasser, etc.

Nicht zu vergessen Reperaturen. Oder diese tollen, teuren Klimaschutz Bevormundungen die immer mehr in Trend gehen...

Andaragor
07.05.2008, 10:35
Man kann in Deutschland, wenn man nicht grade im Schicki-Micki-Viertel Münchens wohnt, gut mit 400-500€ leben, ohne dass man am Hungertuch nagt.
ich wage zu behaupten das du in münchen allein schon eine kaltmiete in dieser höhe hast. wenn ich mir allein den qm preis hier in BW anschaue der bei ca 10€ liegt und man eine hartz iv gerechte wohnung zugrunde legst (45-50qm) kommst schon auf diese summe.


40 € Mehrausgaben müssen eben woanders eingespart werden. Mein Motto diesbezüglich lautet "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir zwar kein Gott, aber manchmal der Staat". Vom rumjammern wird's halt nicht besser. Aber irgendwie wusste ich, dass ich Jehova gesagt habe. Man hat das Gefühl, dass, wenn die Diskussion hierzulande eine solche Ebene erreicht, der größte Teil der Bevölkerung sieben bis acht Jobs benötigt, dabei täglich 80 - 100 km in die Arbeitsstätten fährt, eine achtköpfige Familie plus Hund und Katze zu ernähren hat und sich schon seit Jahren nur das allernötigste gönnen kann - Luxus Fehlanzeige. Dennoch bleibt kein Geld hängen. Dabei wäre es ja schon hilfreich, wenn die Leute nicht immer in das große Geschrei einstimmen würden, weil sie Angst haben, bei der nächsten öffentlichen Almosenverteilung zu kurz zu kommen.
da widersprichst dir aber geörig selbst. besonders dieser teil ...sich schon seit Jahren nur das allernötigste gönnen kann - Luxus Fehlanzeige. bei dem allernötigsten gehe ich mal von miete, narhungsmittel, telefon, versicherungen aus, luxus ist urlaub, kino, kneipe, zigarette etc.

ich persönlich schaue nach dem günstigsten Stromanibieter, habe meine Versicherungen auf das nötigste zusammengestrichen und lasse diese halbjärlich von einem Versicherungsmakler prüfen und ggf optimieren. ich habe eine tariflich geregelte 40h, wobei das zu meist auf 42-45h hinausläuft, aber die Arbeitszeit soll hier nicht das Thema sein. mein bruttogehalt liegt im durchschnitt meiner Berufsgruppe, meine wohnung ist mit ca. 80qm und 3 Pesonen Haushalt recht günstig in der Miete. vom staat bekomme ich weder wohngeld noch mehr lohn, wo bitte schön soll ich da noch was sparen bzw ein "Taschengeld" übrig haben bzw sich mal ein wenig luxus wie zB neues spiel, kino, gaststätte etc leisten?



Aber, nur mal um die Sache abzurunden, kann man 40€ im Monat evtl. auch dadurch einsparen, indem man ein Auto kauft, das zwei Liter weniger auf 100 km verbraucht. Ich für meinen Teil fahre übrigens mit der S-Bahn, da stellt sich die Problematik erst gar nicht.

ja nee ist klar, man kommt auf +-0 im momnat raus oder hat vielleicht noch 20-50 Euro über und dann soll ich mir ein neues Auto kaufen? ja klar ich kann mit so ner milchmädchen rechnung auch die inflation schön rechnen. ist ja super das pc zb um bis zu 20% billiger geworden sind, aber wie oft kauf ich mir einen neuen? wenns hoch kommt alle 5jahre einmal. dafür hast dann preisaufschläge bei lebensmittel wie butter, milch ...

aber in einem punkt haste recht jammern bringt nichts, vom staat erwarten aber ebenso wenig und nein ich habe keine ahnung was man dagegen machen kann. mag aber auch daran liegen das ich zur zeit ohne perspektive in die zukuft schaue.

Declyn
07.05.2008, 10:46
Nur das eben keine wirkliche Selektierung nach diesem Schema stattfindet. Kinder reicher Eltern die eben nicht wissen was sie eigentlich machen wollen tun eben genau dies. Sie fangen studieren an, ohne wirklich einen Plan zu haben. Und genau dann ist die Bildung nicht gerecht.

Weil es durchaus ärmere Studenten gibt, die wissen was sie wollen - es sich aber nicht leisten können. Zumal auch Kredite nicht einfach verschenkt werden, auch wenn du das so nicht gesagt hast. Aber auch Studenten und jene die es werden wollen müssen erstmal eine gewisse Bonität mitbringen. Und die hat man in armen Familien i.d.R. einfach nicht. Im dümmsten Fall ist die Familie eh schon verschuldet.
Geh mal mit verschuldeten Eltern, ohne Einkommen und Sparguthaben zu deiner Hausbank und frag ob die dir ein Darlehen geben. Die lachen dich höchstens aus. ;)
Und für einen Studentenkredit muss man ja sogar schon seinen Studienplatz im Gepäck haben, was aber auch noch lange kein Bewilligungsgrund ist. Ein Grund-Kriterium vielleicht.

Ich finde so ein Studiensystem einfach nur ungerecht. Die besser gestellten werden automatisch unterstützt, allen schlechter Gestellten wird pauschal unterstellt das sie zum Spaß studieren wollen. Das ist Unsinn.
Ich muss hier leider sagen, dass ich es für Blödsinn halte. Warum ist es ungerecht, dass andere Eltern ihren Sprößlingen etwas ermöglichen? Wenn du mit so einer Einstellung durch das Leben gehst, dann wirst du praktisch alles als ungerecht empfinden.
Der reiche Bengel kann sich das Fitnesstudio leisten, er kommt immer braungebrannt vom Bali-Urlaub zurück, fährt nen 3er Cabrio und kann sich dank Papa exzellente Nachhilfe leisten. Sollen all diese Dinge nun auch kostenlos sein, weil es ihm ungerechterweise Zugriff auf andere Annehmlichkeiten bietet?
Sollen alle Nichtstudierenden und -studierten nun auch klagen, warum Akademiker soviel mehr Geld verdienen? Ist doch auch alles ungerecht...

Man man... ich kann's fast nimmer hören.

Cyphestro
07.05.2008, 13:52
Wie muß man denn bitte seinen Einkaufswagen befüllen, das der unter dem Betrag einen Monat halten soll ?


Ich persönliche kaufe eigentlich überhaupt nicht preisbewusst ein sondern wonach mir eben grad so ist.
Allerdings musste ich auch schon feststellen, dass allein der Discounter in dem man einkauft, die Kosten um 20-30% erhöhen bzw. verringern können.
Markenkram hol ich mir generell nicht, da sich hier Preisdifferenz von Faktor 2 bis Faktor 5 ergeben.

Anhand meiner Kontoauszüge (ich zahl fast alles mit EC-Karte) komm ich monatlich auf 60-80€ für Lebensmittel einschließlich Hygieneartikel.



und zu Hygieneartikeln würde ich auch Kondome bzw. die Pille zählen wollen, das kostet...


Das würde durchaus ein Problem darstellen, aber auch keines, was einem nun den Geldbeutel leeren würde.



ich hab jeden Monat alleine 260 Euro Umlagen dank Müll, Heizkosten und Wasser. Strom kostet ebenso wie Telefon und GEZ extra.


Wäre interessant zu wissen wo du wohnst.
Ich zahle 250€ im Monat für Miete, Nebenkosten, Telefon, DSL. (3er WG).

Dafür isses eben ein Altbau, auch wenn mit knapp 100 qm nen ziemlich großer, der sich im Winter eher schlecht heizen lässt.
Aber damit kann ich leben.



Dann kommen noch Kosten für Beförderung dazu, sei es das Auto oder halt eine Zeitkarte für öffentliche Verkehrsmittel


Hier wären entscheidende Fragen zu klären wie groß die Entfernung zum Arbeitsplatz ist und auch von welchen Finanzen wir ausgehen.
Ja, ich bin Student und besitze damit ein Semesterticket, dass mich umgerechnet 40€ im Monat kostet.
Eine Monatskarte hier für den Stadtbereich kostet 72€.
Bezahlbar.



Und halt Versicherungen (Steuern erachte ich als gezahlt, denn wir reden ja von netto und Kfz.-Steuer gehört dann halt zu den Autokosten)


Welche und wieviele hast du denn ?
Kranken- und Pflegeversicherung hauen bei mir mit 70€ rein.
Wie da die Kosten bei Nicht-Studenten ausschauen, weiß ich grad net.
Was braucht man sonst noch für Versicherungen ?
Gegen Blitzeinschläge, Wasserschäden und Brände ?

Private Altersvorsorge zählt genauso zum Luxus.


Das klingt ganz eindeutig nach Student. Du willst eine Aufschlüsselung, wie man 150 Euro im Monat für Essen ausgibt? Kannste haben:

Wir nehmen ein 2-Personenhaushalt:


Ja, nehmen wir doch gleich ne Großfamilie.
Mein Gott. ;)



Miete 60qm² Wohnung-Berlin: Warmmiete 350 Euro


Keine Einzelperson brauch ne 60qm Wohnung (übrigens sind qm² m^4 :P).



Strom, Internet Telefon, GEZ: 90 Euro


Geh ich mit, grade so.



2x Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel: 140 Euro


Kommen wir wieder zum Punkt.
Ich habe sicherlich nicht behauptet, dass eine Person, die 400-500€ Geld im Monat zur Verfügung hat, noch ne zweite (erwachsene) Person von vorne bis hinten durchfüttern kann.
Zudem gäbe es in Belangen von Transportmöglichen, sofern man Leistungsbezieher von ALG II ist, was ja durchaus denkbar ist, wenn man derart geringes Einkommen im Monat hat, ziemlich günstige Sozialtickets.
Aber von mir aus können wir mit 70€ rechnen, mir egal.



14x 1,5 Liter Getränke (je nachdem was man trinkt): ca 7-15 Euro


Ich hoffe du hast hier mit 2 Personen gerechnet, denn 14 x 1,5 Liter Getränke ist übertrieben.



7x warme Mahlzeit (zu Grunde liegt ein Mittelschnitt zwischen Fastfood und gesund) : ca 25-35 Euro


3-5€ pro Mahlzeit...hallo...Wenn ich jeden Tag zu McDonalds gehe mag das ja hinkommen, aber bitte...



Obst/Gemüse: 10-20 Euro (man will ja nich mit 30 zu Grunde gehen)


10-20€ wären äquivalent zu 8-16 Kg Äpfel pro Woche...sicher...ach ja, ihr wollt ja Bananen...wobei die ja auch, je nachdem wo man einkauft, auch für <1€ pro Kg zu haben sind.
Esse ich halte 10-20 Kg Bananen pro Woche...
Unrealistisch, sorry. :coffee:



Brot: ca 3-6 Euro


Für 3€ kriegste 2 ganze Brote, die sicherlich eine Person pro Woche nicht wegessen kann.
Die fangen eher an zu schimmeln...

Wie du auf 6€ komms, ist mir eh schleierhaft.
Wohl Trüffelbrot oder sowas... ;)



Brotbelag: ca. 5-15 Euro


also umgerechnet 1-3 Kg Wurst/Käse/etc.
Pro Woche !

Du bist nicht zufällig übergewichtig? :P

Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich die Fälle von teuren Breitengraden ausgeschlossen habe, da man hier wirklich nur schwer vergleichen kann.
Allerdings muss man auch das Eingeständnis machen, dass das Lohnniveau in Westdeutschland eben höher ist als hier.
Zudem bieten Neubauten bzw. renovierte Altbauten eben den Vorteil der geringeren Heizkosten, so dass sich die höheren Mieten zumindest teilweise wieder relativieren.



1. bin ich 34 Jahre alt, also dem Kindesalter entsprungen
2. arbeite ich ca. 45-50 Stunden pro Woche in einem relativ anspruchsvollen Job, dafür kann ich wohl auch etwas verlangen...
3. habe ich sowohl meine Ausbildung, als auch mein Studium (Akademie neben dem Beruf) damals komplett selbst finanziert ohne irgendwelche Zuschüsse aus dem Elternhaus oder der öffentlichen Hand

Und wie sieht es bei dir aus?

.
.
.

Ich sprech dir ja gar nicht ab ordentlich reinzuhauen, wenn du es dir leisten kannst.
Absolut nicht.
Nur finde ich solltest du deinen Lebensstandard nicht als allgemeinen Maßstab nehmen.
Mehr sag ich nicht.

Aber mal dazu was eingeworfen:

Was haltet ihr von der jüngsten weiteren Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete ? ;)

Alfredo
07.05.2008, 14:28
@Cyphestro


Welche und wieviele hast du denn ?
Kranken- und Pflegeversicherung hauen bei mir mit 70€ rein.
Wie da die Kosten bei Nicht-Studenten ausschauen, weiß ich grad net.
Was braucht man sonst noch für Versicherungen ?
Gegen Blitzeinschläge, Wasserschäden und Brände ?

Private Altersvorsorge zählt genauso zum Luxus.

Bitte?
Private Altersvorsorge zählt nicht ich wiederhole nicht zum Luxus, es sei denn du empfindest drohende Altersarmut als normal...

Als Arbeitnehmer hat man folgende Abzüge vom Brutto:
- Lohnsteuer (ist meist der Löwenanteil)
- Kirchensteuer (wenn Zugehörigkeit gegeben ist)
- Solidaritätszuschlag

- Krankenversicherung
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- ggf. Anteil von verschiedenen zusätzlichen Altersvorsorgungen

Als Versicherung benötigt man (meiner Meinung nach):
- private Haftpflicht (enorm wichtig)
- Hausrat (ab einem gewissen Besitz-Wert nötig)
- Fahrzeug-Haftpflicht (wenn vorhanden)
- Zahnzusatzversicherung (rechnet sich einfach später, wenn man ne gute findet), natürlich vorausgesetzt man möchte im Alter auch noch Zähne haben...
- ggf. eine Direktversicherung für zus. Altersvorsorge, Kapitalaufbau usw.

Zu deiner Lebensmittel-Preis-Rechnung kann ich nur sagen, wenn du bereit bist vorrangig Mist minderer und schlechter Qualität voller Konservierungsstoffe, Geschmachsverstärkern usw. in dich rein zu stopfen, kann sie sogar hinhauen.
Nur wer ein Kliogramm Wurst für 5€ einkauft (das sind nur 50Cent für 100g) wird spätenstens nach 10-15 Jahren ein Opfer dieser Fehlernährung werden.
Dies sind häufig Produkte aus Knochenmehl, mit Rote-Bete-Saft gefaerbt...mhh lecker :boggled:


Was haltet ihr von der jüngsten weiteren Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete ?
Naja, ist legitim. Taktisch unklug aber rechtens...

wattie desire
07.05.2008, 14:34
Hallo, was ist denn an 3 Litern pro Tag viel? Das trink ich alleine , wenns warm ist. Du hast dir nich zufällig mal die Obst- und Gemüsepreise angesehen? Und wenn du ordentlich warm essen willst, d.h. kein Fastfoodzeug gibst du nun mal mehr aus, als jeder, der jeden Tag nen Döner isst und fertig. Wie du auf die Idee kommst ich sei übergewichtig , erschliesst sich mir nicht ganz und gehört auch nicht hierher, weil das rein gar nix mit den Kosten für Lebensmittel zu tun hat. Wäre ich übergewichtig, müsste ich noch mehr auf meine Ernährung achten und das würde noch teurer werden. Fakt ist, mit 60-80 Euro für Lebensmittel und Hygiene-Artikel im Monat, müsste ich bei KiK klauen und jeden Tag Nudeln mit trocken Brot essen. Da lebste aber nich lange. Also brauchst du auch keine Altersvorsorge. Und wo ist Altersvorsorge bitte Luxus? Wenn du im Alter auf Hartz4-Niveau leben willst, tu das, ich wills nicht...

Ach ja zur Diätenerhöhung: War doch klar, dafür regiert ab der nächsten Wahl die PDS im Bündnis mit der NPD. Haben sie sich selber zuzuschreiben...

Death Raven
07.05.2008, 14:35
Was haltet ihr von der jüngsten weiteren Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete ? ;)

ein schlechter witz. erst jammern sie, das durch die tariferhöhung im öffentlichen dienst viel zu viele kosten entstehen würden um alles weiterhin abzudecken wie es geplannt ist und nun begründen sie damit ihre eigene erhöhung? ôO



Wäre interessant zu wissen wo du wohnst.
Ich zahle 250€ im Monat für Miete, Nebenkosten, Telefon, DSL. (3er WG).

250€ für miete strom,...?

dafür bekommst du bei uns in der gegend (raum stuttgart) vieleicht ne 20qm wohnung (kalt versteht sich)


aber ich möcte auch noch mal was zu den weiter oben genannten krediten, etc sagen. in der bankbranche rechnet man in BW mit ca folgenden Kosten die pro Monat für einen haushalt entstehen:

1 Personen Haushalt: 550€
+ je weiterem Erwachsenen: 250€
+je Kind: 200€ (alleinerzeihende 250€)
+ je pkw 200€


das sind so die mindestkosten mit denen bei einer kreditvergabe gerechnet wird und dass ist dann wirklich nur das minimalste, ohne irgendwelchen sonstigen komfort...


PS: also bei uns in der kantine kostet das mittagessen auch 3€....

wattie desire
07.05.2008, 14:39
Ach noch was zum staatlichen Kindergeld. Ich bin seit drei Jahren Vater und ich kann dir sagen, das Kindegeld is nen feuchter Furz auf dem Heißen Stein (ja ich weiß wie es richtig heist :) ). Das Kindergeld ist nur dazu da, um die 16% Mehrwertsteuer auszugleichen. Nur die haben se ja angehoben, aber das Kindergeld nicht. Fakt ist, wenn ich die Quelle finde, reiche ich es nach, das Kindergeld ist dazu da, dass die Mehrwertsteuer nicht ins Gewicht fällt. Das Geld ist keine Berechnung für die monatlichen Ausgaben eines Kindes.

Auf die Schnelle mal Wikipedia, erster Absatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Kindergeld)
Zitat: Kindergeld...sondern ein Ausgleich für die Besteuerung des Existenzminimums von Kindern

Mimi
07.05.2008, 14:51
@Cyphestro

Könntest du mir bitte mal sagen was du isst und wie groß dein zimmer in der wg ist und wo du wohnst? Was ist eigentlich mit anderen Kosten die Studenten haben, z.B. Kopierkosten etc.?
Ich würde mit 80€ im Monat für Nahrung etc. nicht auskommen, obwohl ich schon recht wenig esse... da müsste ich schon magersüchtig werden.
Mit 400-500€ kannst du nicht leben, nichtmal als Student.

Cyphestro
07.05.2008, 14:57
Private Altersvorsorge zählt nicht ich wiederhole nicht zum Luxus, es sei denn du empfindest drohende Altersarmut als normal...


Normal, ja, für meine Begriffe wird es normal sein.
Private Altersvorsorge ist ein Bonus zur staatlichen Altersvorsorge und damit schlichtweg ein Luxus.
Traurig, is aber so.



- Lohnsteuer (ist meist der Löwenanteil)


Wir bewegen uns bei dem Szenario hier noch innerhalb des Grundfreibetrages, daher entfällt diese.
Aber eigentlich müsstest du das wissen...



- Kirchensteuer (wenn Zugehörigkeit gegeben ist)


Überflüssig.



- Solidaritätszuschlag


Siehe Lohnsteuer



- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung


Da wir von 400-500€ Netto ausgingen, sind diese irrelevant.



- private Haftpflicht (enorm wichtig)


und v.a. derart teuer, das man sie sich nicht leisten kann... :rolleyes:



- Hausrat (ab einem gewissen Besitz-Wert nötig)


Richtig, ab einem gewissen Besitz-Wert...



- Fahrzeug-Haftpflicht (wenn vorhanden)


Wer sich nen Auto leisten kann, kann sich auch diese Versicherung leisten.
Daher irrelevant.



- Zahnzusatzversicherung (rechnet sich einfach später, wenn man ne gute findet), natürlich vorausgesetzt man möchte im Alter auch noch Zähne haben...


Die imo überflüssigste von allen.



- ggf. eine Direktversicherung für zus. Altersvorsorge, Kapitalaufbau usw.


Kapitalaufbau...eieiei



Zu deiner Lebensmittel-Preis-Rechnung kann ich nur sagen, wenn du bereit bist vorrangig Mist minderer und schlechter Qualität voller Konservierungsstoffe, Geschmachsverstärkern usw. in dich rein zu stopfen, kann sie sogar hinhauen.


Minderer und schlechter Qualität...wuhuhu.
Also bitte, das ist nun wirklich ne ganz billige Ausflucht, die obige Preisrechnung zu rechtfertigen.



voller Konservierungsstoffe, Geschmachsverstärkern usw. in dich rein zu stopfen, kann sie sogar hinhauen.


Ja, die bösen Konservierungsstoffe.
Ich bin ja so froh drüber, dass mir Brot nun in wenigen Tagen davonschimmelt...sorry, aber solange es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die stichhaltig belegen, dass Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker einen signifakten negativen Einfluss auf meine Gesundheit haben, esse ich gerne weiteren "Mist", der damit vollgestopft ist.



Nur wer ein Kliogramm Wurst für 5€ einkauft (das sind nur 50Cent für 100g) wird spätenstens nach 10-15 Jahren ein Opfer dieser Fehlernährung werden.


Was sagt deine Kristallkugel noch so ? ;)
Gib mir Beweise oder lass solche BILD-Prophezeiungen.

Fazit: Nachwievor Gejammer wegen fehlendem Luxus.



Zitat: Kindergeld...sondern ein Ausgleich für die Besteuerung des Existenzminimums von Kindern

Auch wenn dies die Intention war fürs Kindergeld, so ändert das nix an der Tatsache, dass man staatliche Zuschüsse erhält, wenn man ein Kind hat.
Warum reicht das Geld übrigens nicht für deine Kinder ?



Könntest du mir bitte mal sagen was du isst und wie groß dein zimmer in der wg ist und wo du wohnst? Was ist eigentlich mit anderen Kosten die Studenten haben, z.B. Kopierkosten etc.?


Mein Zimmer in Ostberlin hat so Pi mal Daumen 20-25 qm, ist recht groß. ;)

Ich ess ne Menge Fleisch, eher wenig Brot, oft auch Asiafraß aus der Tiefkühltruhe (schmeckt einfach), hier und da mal Käse, Spagetti zwischendurch auch immer (aber nur mit Fleisch :P), Pommes (1 Kg für 1€ = sehr nahrhaft), ab und zu auch mal Fisch und Steaks vom improvisierten Grill, etc.
Gestern hab ich auch zum ersten Mal Straußenfleisch gekauft, habs mir mal gegönnt.
Hat interessant geschmeckt.

Allerdings frag ich mich, was du mit "Kopierkosten" meinst ?
Wenn ich Skripts oder ebooks auf Papier haben möchte, dann druck ich mir die einfach aus.
Gibt ja ziemlich günstig Papier und Patronen (2-3€) in etwaigen Online-Shops.
Aber kommt eher selten vor.



Mit 400-500€ kannst du nicht leben, nichtmal als Student.

Wenn du das sagst...ich warte schon darauf, dass sich meine Existenz dem Ende neigt, denn schließlich kann ich ja nicht leben.
Ich leb jetzt nun seit fast einem Jahr hier und meine Rücklage von 4000€, die ich mir in den 2 Jahren zwischen Abitur und Studium zugelegt habe, existiert nachwievor nahezu unverändert.
Aber bald werd ich sicher in bitterer Armut sterben. ;)

wattie desire
07.05.2008, 15:04
Hm du weißt aber schon, dass selbst vollzeittätige selten mehr als 400-500 Euro zur Verfügung haben? Was st Luxus daran sich eine Krankenversicherung zu leisten oder fürs Alter vorzusorgen? Was ist Luxus daran mit der Bahn zur Arbeit zu fahren? Was ist Luxus daran sich Abends mal hinzusetzen nen Wein zu trinken und eine DVD zu genießen?
Du bist Student, brauchst anscheinend nur die Grundsicherung. Aber die ist für Leute, die sich im normalen Arbeitsalltag bewegen und nicht erst um 12 aufstehen nicht gegeben. Wenn du hier schon Sachen vergleichen willst, dann nimm arbeitende Personen oder vergleiche 2 Hartz4-Empfänger, aber vergleiche keine Studenten mit Arbeitnehmern. Da gibts nämlich Unterschiede.

Florimel
07.05.2008, 15:09
Ach je... Cyphestro mit seinem lustigen Weltbild ist wieder unterwegs...

Ich krieg ehrlich gesagt das kalte K**** wenn ich hier wieder lese, was du von dir gibst. Wir leben momentan zu 2. in einer Wohnung in Frankfurt von 1550 netto im Monat und es reicht hinten und vorne nicht.
Und wenn ich mir dann von so nem Kacker wie Dir sagen lassen muss, dass ich zuviel "Fressen einkaufe" und ich meinen ganzen Luxus mal weglassen soll (Ich hab nicht mal nen Ofen um mir ne Tiefkühlpizza machen zu können, geschweige denn seit nem Jahr nicht mal ein paar Socken geleistet - soviel zu jedem Monat ne Superjacke für 150€), könnte ich ehrlich gesagt platzen.

Und private Altersvorsorge soll Luxus sein? Für dich ist alles, was über das "Existieren" hinaus geht und beim "Leben" anfängt, Luxus?
Du hast doch echt zu lange am Auspuff geschnüffelt.

Soviel Ignoranz.... nee, das hatten wir schonmal. Deine Ausflüchte hier bestätigen jedenfalls mein Bild von dir und deiner ganz eigenen Welt noch weiter.

€ @Mods: Sorry für die Ausdrucksweise, aber... boh... *koch*

Cyphestro
07.05.2008, 15:14
Hm du weißt aber schon, dass selbst vollzeittätige selten mehr als 400-500 Euro zur Verfügung haben?

Jep, bin ich mir bewusst.
Ist vor allem in meinen Breitengraden so.


Was st Luxus daran sich eine Krankenversicherung zu leisten oder fürs Alter vorzusorgen?

Da ein Großteil aller Menschen, die man als arm bezeichnen müsste, nichtmal wissen, ob sie die nächsten paar Wochen überstehen, würde ich dies schon als Luxus bezeichnen, auch wenn es, und das prangere ich eben an, in einer Wohlstandsgesellschaft "normal" ist.



Du bist Student, brauchst anscheinend nur die Grundsicherung. Aber die ist für Leute, die sich im normalen Arbeitsalltag bewegen und nicht erst um 12 aufstehen nicht gegeben.

Oh, hey, der faule Student mal wieder.
Jawoll. ;)

Warum brauchen Leute mit einem "normalen Arbeitsalltag" (das ist blanker Hohn jedem Studenten gegenüber, sorry) so viel mehr als ein durchschnittlicher Student (immernoch 1-Personen-Haushalt).



Wenn du hier schon Sachen vergleichen willst, dann nimm arbeitende Personen oder vergleiche 2 Hartz4-Empfänger, aber vergleiche keine Studenten mit Arbeitnehmern. Da gibts nämlich Unterschiede.

Ja, Studenten kriegen nämlich kein Geld für das was sie tun, das ist wohl der drastischste Unterschied.


Ach je... Cyphestro mit seinem lustigen Weltbild ist wieder unterwegs...


Hi!



Ich krieg ehrlich gesagt das kalte K**** wenn ich hier wieder lese, was du von dir gibst. Wir leben momentan zu 2. in einer Wohnung in Frankfurt von 1550 netto im Monat und es reicht hinten und vorne nicht.


Ja, ich weiß.
Es reicht nie hinten und vorne.
Leben in Frankfurt ist also partout 50% teurer als hier ?
Hm...könnt sogar sein, aber selbst dann würde man ja noch gut zu Recht kommen...
Aber man will ja schließlich wie die fette Made im Speck leben und nicht einfach nur "überleben"...ich versteh schon. ;)



Und wenn ich mir dann von so nem Kacker wie Dir sagen lassen muss, dass ich zuviel "Fressen einkaufe" und ich meinen ganzen Luxus mal weglassen soll (Ich hab nicht mal nen Ofen um mir ne Tiefkühlpizza machen zu können), könnte ich ehrlich gesagt platzen.


Oho, Frau am Werke.
Habe ich dich irgendwo angesprochen ?
Habe ich dir irgendwo vorgeworfen, dass du zuviel Fressen einkaufst ?
Na ?
Zum Glück bin ich auch ein Kacker, sonst würde ich ja irgendwann noch platzen.
Komisch, dass das für dich ne Beleidigung ist...



Und private Altersvorsorge soll Luxus sein? Für dich ist alles, was über das "Existieren" hinaus geht und beim "Leben" anfängt, Luxus?


Hmmmmm, jap, ist es.
In meiner Welt fließt halt net überall Milch & Honig, sorry. ;)



Soviel Ignoranz.... nee, das hatten wir schonmal. Deine Ausflüchte hier bestätigen jedenfalls mein Bild von dir und deiner ganz eigenen Welt noch weiter.

Dito.
;)

Wolfsonson
07.05.2008, 15:16
da haben wir es doch. wieso muessen hier alle einem einzigen irgendwas klarmachen? er ist student und wohnt in einer wg und meint mehr im leben zu stehen als andere hier.
ich bin auch student, zahle 250 euro miete, dann gehen noch gut 100 euro feurs futter drauf. dann kommt noch ein wenig fuer dies und das dazu, womit man schon locker bei 400-450 euro sind.

trotzdem habe ich keine tomaten auf den augen und versuche leuten, die mitten im leben stehen und mehr ahnung haben, zu erzaehlen, dass sie von der finanzierung ihres lebens ja keine ahnung haben, das koenne ja gar nicht stimmen, was die da erzaehlen ;) .
dazu noch mit laecherlichen uebertreibungen, unsinniger erbsenzaehlerei und satz fuer satz quote-kommentaren (die ich uebrigens sowieso nie lese).

fuer mich ist die diskusion diesbezueglich beendet. mfg.

Florimel
07.05.2008, 15:26
@ Cyphestro

Wäre nett, wenn du für nen neuen Post auch nen neuen Post benutzt und nicht in deinen alten reineditierst. Sonst wird am Ende noch eine Zeile deiner genialen Auswüchse hier überlesen.



Leben in Frankfurt ist also partout 50% teurer als hier ?
Hm...könnt sogar sein, aber selbst dann würde man ja noch gut zu Recht kommen...


Ach.. Na wenn du das sagst, versuch ich das mal. Danke für den Tipp.

Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Du scheinst ja auch nur das zu lesen, was du lesen willst. Ist ja nix neues. Und dass da diskutieren unmöglich ist, hatten wir ja auch schonmal.

Danke.

Cyphestro
07.05.2008, 15:38
Wäre nett, wenn du für nen neuen Post auch nen neuen Post benutzt und nicht in deinen alten reineditierst. Sonst wird am Ende noch eine Zeile deiner genialen Auswüchse hier überlesen.
.

Ich will ja nicht spammen.



Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Du scheinst ja auch nur das zu lesen, was du lesen willst. Ist ja nix neues. Und dass da diskutieren unmöglich ist, hatten wir ja auch schonmal.


Ich lese das, was du schreibst. Nicht mehr, nicht weniger.
Dass ich allerdings deine Behauptung nicht ganz für voll nehmen kann, da ich weiß, was für übertriebene Ansprüche die meisten Menschen hier haben, sollte dir klar sein.



Und dass da diskutieren unmöglich ist, hatten wir ja auch schonmal.


Auf Flame lässt sich auch schlecht eine Diskussion gründen.



trotzdem habe ich keine tomaten auf den augen und versuche leuten, die mitten im leben stehen und mehr ahnung haben, zu erzaehlen, dass sie von der finanzierung ihres lebens ja keine ahnung haben, das koenne ja gar nicht stimmen, was die da erzaehlen ;) .


Da legste mir nun wieder Worte in den Mund.
Ich hab nie behauptet, dass Menschen keine Ahnung von der Finanzierung ihres Lebens haben.
Ich habe nur behauptet, dass sie übertriebene Erwartungen haben, v.a. die, die es sich eigentlich NICHT leisten können.

Alfredo
07.05.2008, 15:42
@Cyphestro
Definition Luxus:

Luxus [lateinisch »Üppigkeit«] der, Bezeichnung für die über das jeweils notwendige und sinnvolle Maß hinausgehenden Verhaltensweisen und Aufwendungen beim Gebrauch von Gütern und Dienstleistungen. Was unter Luxus verstanden wird, hängt ab von kulturellen und sozialen Standards, Einkommenshöhe, Konsumgewohnheiten sowie von den sich wandelnden sozialethischen Normen einer Gesellschaft oder Epoche.
Wissensnetz

=> Ergo: die meisten Dinge, die du hier als Luxus bezeichnet sind defacto KEINE!


Meine Ausführungen bezüglich Lohnnebenkosten waren nur eine Antwort auf deine Frage bzw. selbsternannte Unkenntnis!


...
Wie da die Kosten bei Nicht-Studenten ausschauen, weiß ich grad net.
...

Warum du die jetzt plötzlich inahltsfremd zerpflückst, entzieht sich meinem Verständnis.

Allerdings und das kannst du als Student wahrscheinlich nicht verstehen, gibt es leider viel Berufe bei denen nun mal nach den benannt Abzügen 400-600€ netto übrig bleiben, insofern ist meine Aufzählung auch in diesem kontext zu betrachten.


Wer sich nen Auto leisten kann, kann sich auch diese Versicherung leisten.
Daher irrelevant.
Mathematik ist net deine Stärke oder?
Hast du dir schon mal den Haftpflicht-Versicherungssatz eines Fahranfängers angesehen? Häufig kosten die ersten Jahresbeiträge mehr als der Wagen selbst.

Über die Zahnzusatzversicherung kann man sicher streiten, nur wenn man (wie du ja sagst) nix fürs Alter "anspart", sich somit keinen Zahnersatz leisten kann, dann kann es sehr heiter werden - mmhh Rentnerpärchen die sich ein Gebiss teilen lecker...ach ich vergaß ist ja Luxus :boggled:
Und mit Kapitalaufbau spreche ich nicht von riesigen Beträgen, nur von etwas finaziellem Puffer oder dem viel zitierten "Notgroschen", dies empfehle ich jedem!


Minderer und schlechter Qualität...wuhuhu.
Also bitte, das ist nun wirklich ne ganz billige Ausflucht, die obige Preisrechnung zu rechtfertigen.
...
Ja, die bösen Konservierungsstoffe.
Ich bin ja so froh drüber, dass mir Brot nun in wenigen Tagen davonschimmelt...sorry, aber solange es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die stichhaltig belegen, dass Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker einen signifakten negativen Einfluss auf meine Gesundheit haben, esse ich gerne weiteren "Mist", der damit vollgestopft ist.

Oha, von nem angehenden Akademiker hätte ich doch etwas mehr Sachkenntnis erwartet...naja zumindest war es zu meiner Studentenzeit so.
Man kann natürlich alle wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich Lebensmittel, die verstärkt aufkommmenden ernährungsbedingetn Volkskrankkeiten und Dinge dieser Art ausblenden, nur argumentativ ist das KEINE Substanz, sorry.

Und wenn du nicht weisst oder dich weigerst dich darüber zu informieren, wass in vielen "Billig-Lebensmitteln" drin ist, die Ursachen der jüngsten Lebensmittelskandale spurlos an dir vorbei gegangen sind, kann ich dir leider auch nicht helfen.


Fazit: Nachwievor Gejammer wegen fehlendem Luxus.
Nach wie vor naive Weltfremdheit und provinzelle Supermarkt-Parkplatz-Parolen von dir...:(

Florimel
07.05.2008, 15:48
Mein lieber Cyphestro:
Wenn du wirklich lesen würdest, was ich schreibe, wäre dir aufgefallen, dass mir sogar Dinge fehlen, die für dich vielleicht selbstverständlich sind (Backofen, Mal eben in die Stadt gehen und ein neues Hemd kaufen, wenn das alte löchrig ist). <-- gibts grad bei mir nicht. Aber ist schon klar. Ich schäme mich auch ganz schrecklich für meine übertriebenen Ansprüche.
Muss ich mich auch dafür schämen, wenn ich mal als alte Frau mein eigenes Gebiss haben möchte und nicht mit meinem Altersheimzimmernachbarn teilen mag? Ich weiß, ist Luxus, aber ich hätt sooooo gern ein eigenes..... -.-

Deshalb verstehe ich nicht, wie du mir vorwerfen kannst, ich würde wie die Made im Speck leben? Allein darauf hat sich meine Aussage bezogen.

Cyphestro
07.05.2008, 16:09
Man kann natürlich alle wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich Lebensmittel, die verstärkt aufkommmenden ernährungsbedingetn Volkskrankkeiten und Dinge dieser Art ausblenden, nur argumentativ ist das KEINE Substanz, sorry.


Wo blende ich bitte etwas aus ?
Welche ernährungsbedingten Volkskrankheiten sind direkt und allein auf Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker zurückzuführen ?
Welche aufkommenden ernährungsbedingten Volksrankheiten haben wir überhaupt hier neben der guten alten Verfettung ?



Und wenn du nicht weisst oder dich weigerst dich darüber zu informieren, wass in vielen "Billig-Lebensmitteln" drin ist, die Ursachen der jüngsten Lebensmittelskandale spurlos an dir vorbei gegangen sind, kann ich dir leider auch nicht helfen.


Och bitte.
Ich habe die angebliche negative Wirkung von Inhaltsstoffen von "Billig-Lebensmitteln" (die übrigens genauso in Markenlebensmitteln zu finden sind, aber seis drum) bestritten, nicht dass sie überhaupt vorkommen.
Von einem Akademiker hätte ich doch etwas mehr Lesekompetenz erwartet. ;)



die Ursachen der jüngsten Lebensmittelskandale spurlos an dir vorbei gegangen sind, kann ich dir leider auch nicht helfen.


Die Ursachen der Lebensmittelskandale sind Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker ?
Ich dachte man könnte dies auf typische kaptalistische Profitgier zurückführen, aber danke, dass du mich eines besseren belehrt hast.



Nach wie vor naive Weltfremdheit und provinzelle Supermarkt-Parkplatz-Parolen von dir...:(

Natürlich könnte man auch versuchen auf argumentative Weise, mit Belegen, sein Gegenüber von seiner Irrung zu überzeugen, aber Polemik macht ja einfach mehr Spaß. ;)



Deshalb verstehe ich nicht, wie du mir vorwerfen kannst, ich würde wie die Made im Speck leben? Allein darauf hat sich meine Aussage bezogen.

Wo habe ich dir das denn bitte vorgeworfen ? O_o
Es ist ein Unterschied, ob man wie eine Made im Speck lebt oder es anstrebt wie eine Made im Speck zu leben, dass man das eigene Leben erst dann als "vollwertig" betrachten kann.
Zwei paar Schuhe.

Ich hoffe du verzeihst mir, wenn ich nicht auf deine übrigen Übertreibungen eingehe.

Alfredo
07.05.2008, 17:02
Natürlich könnte man auch versuchen auf argumentative Weise, mit Belegen, sein Gegenüber von seiner Irrung zu überzeugen, aber Polemik macht ja einfach mehr Spaß.
Herrje sag das doch. :huh:


Och bitte.
Ich habe die angebliche negative Wirkung von Inhaltsstoffen von "Billig-Lebensmitteln" (die übrigens genauso in Markenlebensmitteln zu finden sind, aber seis drum) bestritten, nicht dass sie überhaupt vorkommen.
Ich Sprach/Spreche nicht von "Markenlebensmittel" sondern von Lebensmitteln fern ab der Discounter (Fleisch vom Fleischer des Vertrauens, Gemüse vom Bauern auf dem Ponyhof, Fisch NICHT aus der TK-Truhe, keine abgepackten Brotauflagen, keine Fertiggerichte, keine Eier aus dem "Hühner-KZ" etc.)!


Welche aufkommenden ernährungsbedingten Volksrankheiten haben wir überhaupt hier neben der guten alten Verfettung ?

Nunja...:

Ministerien, Behörden und Beratungsinstitutionen beschäftigt das Thema Ernährung und Gesundheit aus gutem Grunde: "Krankhaftes Übergewicht oder Adipositas hat auch in Deutschland mittlerweile ein epidemieartiges Ausmaß über alle Altersgruppen hinweg erreicht und nimmt vor allem bei Kindern und Jugendlichen alarmierend zu", so Prof. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin an der TU München. Die Folgen dieser Entwicklung sind absehbar: Das deutsche Gesundheitssystem erwartet eine drastische Zunahme ernährungsbedingter Erkrankungen, die bereits heute die ersten Plätze unter den Volkskrankheiten einnehmen: Diabetes Typ 2, Krankheitsbilder des Herz-Kreislauf-Systems oder des Bewegungsapparats. In Anbetracht bislang bescheidener Therapieerfolge sowie negativer Erfahrungen aus Präventionsstudien forderte Hauner auf der Tagung eine breit angelegte gesellschaftliche Anstrengung aller Akteure unter anderem aus Gesundheitspolitik, Schulsystem und Lebensmittelindustrie, um den negativen Trend dieser Entwicklung zumindest zu stoppen.
...
Die beiden wichtigsten Mangelkrankheiten in Europa, durch Jodmangel bedingte Krankheiten (IDD) und durch Eisenmangel bedingte Anämien, sind noch immer weit verbreitet. 16 % der europäischen Bevölkerung leidet unter IDD („iodine deficiency disorder“).
...
Neuere Abschätzungen gehen dahin, dass 30-40 % aller Krebsfälle präventionsmassnahmen durch die Ernährung zugänglich sind. Eine energiereiche Ernährung mit hohem Anteil an gesättigten Fetten, zu wenig komplexen Kohlenhydraten und wenig Früchten und Gemüsen ist wesentlich mitverantwortlich für die vorzeitige Mortalität und Morbidität verursacht durch ernährungsabhängige Krankheiten in europäischen Ländern.
...
Des Weiteren:
* Osteoporose
* Karies
* Lebensmittelinfektionen
* RDS (Reizdarmsyndrom)
* Allergien
* Hautkrankheiten insbesondere Neurodermites
...


Die Ursachen der Lebensmittelskandale sind Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker ?
Ich dachte man könnte dies auf typische kaptalistische Profitgier zurückführen, aber danke, dass du mich eines besseren belehrt hast.
Nein, Ursache war und ist die "Billig-Geilheit" der Konsumenten und Menschen die Glauben man kann sich mit 5€ am Tag vernünftig ernähren, nur deshalb bekamen u.a. Rinder ihren eigenen Artgenossen zu fressen...vielleicht wäre ja Kanibalismus eine Weg, gibt ja genug "Futterquellen" - so ein Kilogramm "Afrikanischer-Gulasch" kann doch nicht mehr als nen Euro kosten, oder? :goggle:

Cyphestro
07.05.2008, 17:21
Danke, geht doch. ;)

Diabetes Typ 2, Krankheiten des Herz-Kreis-Laufsystems, Störungen des Bewegunsapparates, Osteoporose.
Alles Krankheiten, die meist mit Fettleibigkeit einhergehen bzw. aus dieser heraus erwachsen.
Mag in Einzelfällen auch genetisch bedingt sein, aber diese fallen eh unter die "normale" Statistik.
Das zentrale Problem, zumindest ist das hier und jetzt meine Schlussfolgerung, liegt also v.a. im zu viel bzw. im falschen (McD, Süßigkeiten, etc.) essen.

Karies ist eh ein Thema für sich und geht wieder in Hand mit Süßigkeiten und mangelnder Pflege, aus welchen Gründen auch immer.

Lebensmittelinfektionen müsste man auch gesondert betrachten, denn im Grunde wirken Konservierungsstoffe genau dem entgegen.
Kann man sicher auch zusammen mit Allergien ins Feld führen gegen die heute normale Überhygiene und Überreinlichkeit.

Über die Ursachen vom Reizdarmsyndrom weiß man afaik zu wenig, als dass man sie genau lokalisieren könnte.
Der Begriff ist eh schon schwammig, möchte mich allerdings auch nicht verschließen, dass etwaige Zusatzstoffe in Lebesmitteln ihren Teil beitragen.
Müsste man eben (auf welchem Wege auch immer) überprüfen.

Zu fettiges bzw. zu saures Essen kann genauso dazu führen imo.

Über Neurodermitis weiß ich ehrlich gesagt zu wenig, als dass ich hier meinen Kommentar lassen könnte.

Im Großen und Ganzen bestätigt mich zumindest deine Angabe, dass das vorwiegende Problem Verfettung, also das Übermaß, ist und weniger die Wirkstoffe in "Billig-Lebensmitteln".





Nein, Ursache war und ist die "Billig-Geilheit" der Konsumenten und Menschen die Glauben man kann sich mit 5€ am Tag vernünftig ernähren, nur deshalb bekamen u.a. Rinder ihren eigenen Artgenossen zu fressen...vielleicht wäre ja Kanibalismus eine Weg, gibt ja genug "Futterquellen" - so ein Kilogramm "Afrikanischer-Gulasch" kann doch nicht mehr als nen Euro kosten, oder? :goggle:

Nu ja, maschinelle Massenproduktion wäre wohl eher das Stichwort, aber seis drum.
Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass der Fleischer deines Vertrauens sein Fleisch von anderen Lieferanten bezieht als der Großproduzent.
Dafür bin ich einfach zu sehr überzeugt von der Schweinebacke im Menschen. ;)

Kurze Frage : Bio-Befürworter ?

Alfredo
07.05.2008, 17:39
Für die konkreteren und exakten Ursachen/ Forschungen/ Hintergründe blalala von Substanzen un derren Wirkungsweise auf den menschlichen Organismus, müsste ich mich noch genauer mit dem Thema befassen.
Würde jetzt sicher zu sehr vom "Thema" wegführen und hab auch grad kein Bock drauf (sitze schließlich im Büro :angel: )
Allerdings vertraue ich hier grundsätzlich einem vorhandenen Mediziner in meinem privaten Umfeld, meinem 'gesunden' Menschenverstand und der farbe meines Stuhlgangs ;)


Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass der Fleischer deines Vertrauens sein Fleisch von anderen Lieferanten bezieht als der Großproduzent.
Nöp, meine 2 schlachten quasi selbst bzw. beziehen die Rohstoffe direkt von einigen Produzenten aus Hamburgs Umgebung.


Kurze Frage : Bio-Befürworter ?
Ja und Nein.
Grundsätzlich finde ich die Idee, die hinter biologischer Anbauweise steckt nicht schlecht. Nur bin ich der Meinung, dass das Prädikat (Bio-Siegel) eher eine Mogelpackung ist. Da es ja relativ wenig über den Prozess der nach dem Anbau erfolgt aussagt und meinem persönlichen Verständnis von BIO nicht so ganz entspricht!
Da ich das Glück und die Möglichkeit habe, fast täglich an einem großen Bauernhof vorbeizufahren, an dem mir die Bäuerin mit ihren sandigen Händen den Spargel direkt verkauft, ich dort beobachten kann wie die leckeren Mörchen direkt vom Feld/ Gewächshaus in den Verkaufstresen kommen bin ich auch nicht auf Bio-Siegel angewiesen.

Kleines Zwischenfazit:
- Sich gesund zu ernähren kosten nunmal Geld!
- Studenten haben keine Ahnung von Ernährung und fressen meist eh nur Dosenfutter von Lidl und saufen minderwertigen Fusel!
- Kanibalismus wäre eine Option für die Welthungerhilfe, da sich das Problem ja quasi selbst aufessen würde...

Schlussfrage: Was studierst du eigentlich?

Cyphestro
07.05.2008, 17:48
Würde jetzt sicher zu sehr vom "Thema" wegführen und hab auch grad kein Bock drauf (sitze schließlich im Büro :angel: )
Allerdings vertraue ich hier grundsätzlich einem vorhandenen Mediziner in meinem privaten Umfeld, meinem 'gesunden' Menschenverstand und der farbe meines Stuhlgangs ;)


Nun gut, der Stuhlgang ist wohl die einzige Sache auf die ich dann hier vertrauen kann.
Meiner hat ne gesunde, durch meinen erhöhten Fleischverzehr und damit protenreiche Ernährung, dunkle Farbe und hat ne angenehme Konsistenz.
Nichts was also auf irgendwelche Probleme in der Ernährung hinweisen würde.
:P



- Sich gesund zu ernähren kosten nunmal Geld!


Ist eher ne Definitionsfrage, was gesund ist und was nicht.
Selbst Nahrung bezogen vom Bauernhof aus deinem Umfeld, kann schädlicher sein als Billigfraß ausm Supermarkt.
Ich bin da einfach zu skeptisch.



- Studenten haben keine Ahnung von Ernährung und fressen meist eh nur Dosenfutter von Lidl und saufen minderwertigen Fusel!


Ach komm, wenn ich solche Pauschalisierungen aufstelle, ist das okay, denn als Kacker darf ich das.
Dir würde ich jedoch davon abraten.

Ich bevorzuge übrigens dunkles Bockbier. :P



Schlussfrage: Was studierst du eigentlich?

Informatik auf Diplom und Biologie als Nebenfach.

Andaragor
07.05.2008, 19:01
Ach komm, wenn ich solche Pauschalisierungen aufstelle, ist das okay, denn als Kacker darf ich das....Informatik auf Diplom und Biologie als Nebenfach.
ein grossteil deiner posts sind für die meisten der hohn zum spott und wenn ich deine halbgaren posts so lese überlege ich mir ernsthaft ob gewalt unter gewissen umständen nicht doch ein gutes argument ist. aber ich schweife ab.

Sag mal liest du eigentlich den Scheiss den du so verzapft oder leidest unter massiven Realitätsentzug? Sry aber wenn ich deine Posts so durchlese frage ich mich allenernstes ob den Knall noch gehört hast. Da krieg ich das kotzen hoch 10. Bisher kannte ich so eine Ignoranz gegenüber anderen Menschen/Themen/Meinungen eigentlich nur von Ingenieuren die sich für was besseres hielten bzw sich zu hörem berufen fühlten. Naja Hochmut komtm ja bekanntermassen vor dem Fall :wideeyed:

Cyphestro
07.05.2008, 19:09
Sag mal liest du eigentlich den Scheiss den du so verzapft

Ich schreib ihn sogar, wahnsinn oder ? ;)



oder leidest unter massiven Realitätsentzug?

Vollkommen. :thumb:



Sry aber wenn ich deine Posts so durchlese frage ich mich allenernstes ob den Knall noch gehört hast.

Sprichst du von DEM Knall ? :spec:



Da krieg ich das kotzen hoch 10.

Na da klopf ich mir auf doch auf die Schulter.
Andere brauchen immerhin nen Finger.



Bisher kannte ich so eine Ignoranz gegenüber anderen Menschen/Themen/Meinungen eigentlich nur von Ingenieuren die sich für was besseres hielten bzw sich zu hörem berufen fühlten.

Wie passend mir dann Realitätsentzug vorzuwerfen... :rolleyes:



Naja Hochmut komtm ja bekanntermassen vor dem Fall :wideeyed:

Phrasendreschen gehört wohl zur guten Sitte. :wink:

Dann ich auch mal : Gut gebrüllt, Löwe!

Aber mal ganz ehrlich.
Was bezweckst du mit deinem Post ?
Wenn du mich anflamen möchtest, kannste das auch stilvoller tun als mir hier einfach nur deine Empörung vor die Füße zu kotzen.
Beeindruckt mich nämlich nicht im geringsten.

Wolfsonson
07.05.2008, 19:43
echt peinlich sowas.

du hast bestimmt nicht viele freunde,

oder können sie sich inzwischen so viel quatsch nicht anhören?

oder macht es dir spaß jede art von vernunft zu ignorieren

und die leute hier auf die palme zu treiben?

zumindest haben sich jetzt viele einen usernamen gemerkt, dessen beiträge sie in zukunft bestimmt ignorieren werden.

ich habe die absätze extra so gemacht, damit dir das quoten - bullshit labern leichter fällt. sowas den ganzen tag zu machen strengt bestimmt dolle an. gern geschehen.

Cyphestro
07.05.2008, 19:53
Vernunft als Intervallgrenzen für die eigene Meinung ? Na wie schön. :P

Ich finds unklug mit metaphysischen, schwammig definierten Dingen zu argumentieren.

Die meisten meiner Freunde teilen übrigens größtenteils meine Meinung, da sie finanziell auch nicht besser, teilweise sogar weitaus schlechter als ich da stehen.

Meine beiden Mitbewohner haben sich übrigens auch köstlich amüsiert über einige Beiträge hier.

Zumindest hat der Thread gezeigt, dass es zwischen Ost und West noch ganz andere Differenzen gibt. ;)

wattie desire
07.05.2008, 20:00
Komm mir jetz nich mit der Ost-West-Scheiße. Wir haben deine Rechnung wiederholt widerlegt, du siehst das nicht ein und ziehst erwachsene Menschen in die Lächerlichkeit. Dann gehen dir die Argumente aus, weil du seit drei Posts dieselbe Grütze laberst und bringst jetzt das Totschlagargument schlechthin - Im Osten is alles schlecht wuähhhhhhh 11!!!!1elf!!

Nur mal so ich fühl mich im Osten wohl und trotzdem kann ich nicht leben, wie ein Informatik-Student..
Immer diese Ich-bin-besser-als-der-Rest-Heinis. Nimms doch einfach mal hin, dass normal arbeitende Menschen, die ihr Bafög nicht in den Arsch geschoben bekommen, die ganze Sache anders sehen als du. Und probier nicht Sachen zu widerlegen, die als Tatsache im Großteil der Haushalte gegeben sind. Und wir reden hier nicht von ner hippen 3-Mann-Keller-WG.

Donnerwalze
07.05.2008, 20:02
Cyphestro, hör mal bitte auf hier sinnlos rumzuspammen.
Es ist echt lässtig deine dämlich-langen Zeile-für-Zeile-Quote-und-Antwort-Postings wegscrollen zu müssen.
(Nein, Lesen tu ich sowas erst garnicht.)
:coffee:

vergilius maro
07.05.2008, 20:03
Ja, Studenten kriegen nämlich kein Geld für das was sie tun, das ist wohl der drastischste Unterschied.


bist du denn der meinung man sollte euch für eure leistung irgendetwas bezahlen?
ich kenne leute, die haben sich auf dem bau in dem alter in dem die meisten aus ihrem studium kommen und den unterbezahlten volljuristen spielen schon ihren rücken oder knie ruiniert.
und sie leben trotzdem wenn überhaupt nur 2. klasse.



Wer sich nen Auto leisten kann, kann sich auch diese Versicherung leisten.
Daher irrelevant.

du bist halt echt lustig, is das dein ernst?
ich spar mir jetzt mal nen weiteren kommentar dazu sonst wirds unschön..
denk mal nochmal gründlich drüber nach
und komm nicht mit autos wären luxus oder sonstwas.. es gibt ein recht auf mobilität und es soll leute geben die für ihren job ein auto benötigen.

mit deinen 450-500€ monatsbuget, jeder der mehr verbraucht frisst zuviel und so..
mit diesen besagten 500€ wirst du es schwer haben in münchen überhaupt ne wohnung zu finden.

Cyphestro
07.05.2008, 20:16
Komm mir jetz nich mit der Ost-West-Scheiße. Wir haben deine Rechnung wiederholt widerlegt, du siehst das nicht ein und ziehst erwachsene Menschen in die Lächerlichkeit.

Widerlegt wurde gar nix.
Es wurden Gegenrechnungen angestellt, die mir nur zeigen, dass mehr Geld ausgegeben wird als eigentlich nötig.


Dann gehen dir die Argumente aus, weil du seit drei Posts dieselbe Grütze laberst und bringst jetzt das Totschlagargument schlechthin - Im Osten is alles schlecht wuähhhhhhh 11!!!!1elf!!


:thumb:
Wo du das auch immer rausliest.
Mit Differenzen meine ich die unterschiedliche Anschauung, was Lebensstandard angeht und die imo bei einigen pervers ausgeprägt ist.



Nimms doch einfach mal hin, dass normal arbeitende Menschen, die ihr Bafög nicht in den Arsch geschoben bekommen, die ganze Sache anders sehen als du.

Okay und die nächste Mutmaßung ich würde Bafög beziehen.
Leider verdient mein Vater zu viel Geld, als dass ich auch nur dran denken könnte Bafög zu beziehen.
Allerdings hat er Schulden abzubezahlen und kann mich daher kaum unterstützen, was imo auch okay ist.



Und probier nicht Sachen zu widerlegen, die als Tatsache im Großteil der Haushalte gegeben sind. Und wir reden hier nicht von ner hippen 3-Mann-Keller-WG.

Richtig, wir reden von einem hohen Lebensstandard, der auf Teufel komm raus erreicht werden muss, und wenn man sich eben 60 Stunden die Woche dafür den Arsch aufreißt.
Für mich unverständlich.


bist du denn der meinung man sollte euch für eure leistung irgendetwas bezahlen?


Schwer zu beantworten.
Einiges spricht dafür, anderes spricht dagegen.
Ich hab nicht wirklich ein Problem damit, da ich genügend Zeit nebenbei habe, um aushilfsmäßig Arbeiten zu gehen.
Allerdings verlangt das neue Bachelor/Mastersystem (von dem ich zum Glück verschont bin) vielen Studenten ne Menge Zeit ab, die dann eben nicht so einfach mal nebenbei ihren Unterhalt verdienen können.

Generell also ne schwierige Frage mit viel für und viel wider.



du bist halt echt lustig, is das dein ernst?
ich spar mir jetzt mal nen weiteren kommentar dazu sonst wirds unschön..
denk mal nochmal gründlich drüber nach
und komm nicht mit autos wären luxus oder sonstwas.. es gibt ein recht auf mobilität und es soll leute geben die für ihren job ein auto benötigen.


Genau die besagte Wohlstandskrankheit, die mir so zuwider ist.
Ein Auto bereits als Mindestanspruch zu sehen ist harter Tobak.
Die Realität sieht da sowieso nochma eben ganz anders aus.



mit deinen 450-500€ monatsbuget, jeder der mehr verbraucht frisst zuviel und so..
mit diesen besagten 500€ wirst du es schwer haben in münchen überhaupt ne wohnung zu finden.

Wenn du mir schon ans Bein pissen möchtest, mach dir wengistens die Mühe meine Beiträge zu lesen.
Ich habe bereits dreimal erwähnt, dass München, Stuttgart und welche teuren Städte da unten noch so rumlungern nicht ohne weitere Anstrengung betrachten werden können.

Wenn man nun allerdings ganz Deutschland auf ein paar Ballungszentren von reichen Schnöseln beschränken möchte, bitte, dann bin ich im Unrecht.

@ Donnerwalze

Ich steh voll auf Quoting, aber danke, dass du mir deine Missgunst ausgesprochen hast, bewegt mich sehr.

Salia de Medici
07.05.2008, 20:31
Seltsame Entwicklung der Themen… Erste Seite bis dritte gings um Preiserhöhungen etc., bis dann Fall From Grace von Politik anfing…

Dann gings um die Lebenserhaltungskosten und hierbei besonders um die Mieten, die in vielen Städten immer weiter steigen und sehr viel vom Nettogehalt verschlingen können…

Bis hin zu den Beleidigungen die nun von ein paar Usern hier untereinander ausgetauscht werden oder sich größtenteils auf einen Schreiber beziehen… Ich glaube ihr wisst selbst dass diese Art des „Argumentierens“ nichts bringt ;)…

Dazu mal meine persönliche Situation:
Ich zahle momentan für ein 20qm Zimmer in einer 9er WG 300 Euro Warm + 10 Euro DSL- und Telefonflat (DSL benutzen wir alle zusammen was wirklich nervt :(), dafür haben wir ein ganzes Haus mit Garten zur Verfügung… Hier in der kleinen Studentenstadt mit gerade mal 80.000 Einwohner ist es normal soviel zu zahlen weil es eben Wohnungsknappheit gibt…
Vorher habe ich in anderen Städten weniger für eine kleine Wohnung von 40qm gezahlt…

Mein Vater vermietet die beiden anderen Häuser im Dorf die ihm gehören für gerade mal 800 Euro Warm (das 350qm Haus) und beim das andere weil es ein Bauernhof ist für 700 Euro…

@ Trollchen
Nun ja ich muss davon ja alles zahlen was sonst noch so ansteht… Aber im Grunde komme ich ganz gut mit dem Geld klar…
Ich habe noch 5 Geschwister und mein Vater war vom Anfang an Alleinverdiener ich weiß also was es heißt sich zurückzunehmen… Dafür hat mein Vater aber auch Rücklagen für alle seine Kinder gebildet, die das Studium finanzieren… 5 von 6 Kindern haben auch studiert oder studieren gerade… Meine Schwester die vor einen Jahr nach Australien ausgewandert ist, weil sie dort als Ärztin mehr verdient, hat mich sogar gefragt ob sie mich finanziell unterstützen kann oder ob ich auch so über die Runden komme (das hat mich die andere die hier in Deutschland Stationsärztin ist nicht gefragt ;))… Man muss in der Familie zusammenhalten dann erreicht man schon sehr viel (aber wer kann sich diese schon aussuchen)…

@Alpha reLoaded
Ich habe das studieren nach meiner Ausbildung angefangen weil ich mich weiter qualifizieren möchte und irgendwann eine soziale Einrichtung leiten möchte/will oder um die Weiterbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin machen zu können (für die man in der Regel einen akademischen Abschluss in einen sozialen Studiengang braucht)… Ich möchte eben lieber noch mal auf etwas mehr Geld verzichten (das ich mit Vollzeitarbeit verdienen würde) um eine höhere Position zu erreichen für die man die nötigen Abschlüsse vorzeigen muss, ob dieser Plan dann auch klappt ist eine ganz andere Frage…

Ich bin der Meinung das jeder der die nötigen Qualifikationen mitbringt das Recht hat studieren zu können und es nicht wegen finanziellen Engpässen zu können (was er dann studieren darf/kann ist eine ganz andere Geschichte)…
Da finde ich die Regelung in Bayern bezüglich der Studiengebühren gut: Für Familien die drei oder mehr Kindergeldberechtigte Personen haben, entfallen die Studiengebühren für alle Studierenden aus diesem Haushalt…
Wenigstens etwas, wenn man nicht jedes Semester ca. 500 Euro zahlen muss, spart man mindestens 83,33 Euro im Monat…
Bafög gibt es dann auch noch und mit bis zu 585 Euro (Höchstsatz), wenn man dann noch für ca. 200 Euro im Monat jobben geht (was bei einen Gehalt/Lohn von 5 Euro die Stunde 40 Stunden im Monat ausmachen würde und wohl wirklich noch machbar ist) kann man eigentlich ganz gut leben, dazu kommt sogar noch das Kindergeld, aber jetzt leider nur noch bis 25 Jahren (sogar mit 100-200 Euro weniger Bafög kommt man über die Runden)…
Durchschnittlich bekommen Studenten 370 Euro Bafög, mit dem Kindergeld von ca. 158 Euro, wären das gerundet 530 Euro im Monat...

wattie desire
07.05.2008, 20:36
Gut ziehen wir alle nach Bielefeld, liegen den ganzen tag dumm rum dann reichen uns auch 400-500 Euro im Monat, hey is doch eh Scheißegal, Altersvorsorge brauchen wir auch nicht, wir sterben eh mit 55 an nem Herzinfarkt, wegen falschem Essen. Ich will die Steinzeit zurück, da ging es doch auch mit 400-500 Euro im Monat. Nun gut, was lernen wir daraus, diskutier nie mit einem Informatik-Studenten. Feierabend...

Cyphestro
07.05.2008, 20:41
Hey, ich bestehe darauf, dass du mich noch als Ossi beschimpfst !

@ Salia

Schöner Beitrag, danke.

wattie desire
07.05.2008, 20:57
Ich bin selber Ossi, also keine Chance. Du siehst einfach nur deine Meiung als gegeben an und das wars für dich, über andere machst du dich lustig mit 1-Zeilen-Quotes. Darauf kann man keine Diskussion aufbauen, aber wenn die Preise weiter so steigen helfen dir deine 400 Euro auch nich mehr und wir reden dann darüber ob man mit 800-900 Euro übern Monat kommt. :D Ausserdem fall ich eh aus deiner Statistik, da ich ja in einer dieser verteufelten, überteuerten Großstädte wohne. Deswegen darf ich behaupten ich komme nicht mit 400-500 Euro übern Monat, so und da kann keiner was gegen sagen, da wir ja Großstädte ausgenommen haben. :P

Cyphestro
07.05.2008, 21:12
Ich bin selber Ossi, also keine Chance.

Mist.


Darauf kann man keine Diskussion aufbauen, aber wenn die Preise weiter so steigen helfen dir deine 400 Euro auch nich mehr und wir reden dann darüber ob man mit 800-900 Euro übern Monat kommt. :D

Ich hoff mal, dass ich bis dahin fertig bin und mich auch zu den ganz coolen Wohlstandskindern zählen kann. :P


Ausserdem fall ich eh aus deiner Statistik, da ich ja in einer dieser verteufelten, überteuerten Großstädte wohne. Deswegen darf ich behaupten ich komme nicht mit 400-500 Euro übern Monat, so und da kann keiner was gegen sagen, da wir ja Großstädte ausgenommen haben. :P

Warum machst du dann hier sone Szene ? :boggled:

:p

wattie desire
07.05.2008, 21:29
Weil du eine herablassende Einstellung vertrittst, deswegen. Jeder hat nen andern Lebensstandard. Wenn du auf Hartz4 Niveau leben kannst bitteschön, aber andere zu beleidigen, als Fresssäcke, Wohlstandskinder etc. zu bezeichen und selber erstmal bis 35 studieren is nicht. Das musst du eigentlich einsehen.

Cyphestro
07.05.2008, 21:36
Weil du eine herablassende Einstellung vertrittst, deswegen. Jeder hat nen andern Lebensstandard. Wenn du auf Hartz4 Niveau leben kannst bitteschön, aber andere zu beleidigen, als Fresssäcke, Wohlstandskinder etc. zu bezeichen und selber erstmal bis 35 studieren is nicht. Das musst du eigentlich einsehen.

Na ich denk ma nicht, dass ich noch nen Jahrzehnt an der Uni bleiben werde. ;)

Von mir aus kann doch jeder den Lebensstandard pflegen, den er für richtig erachtet, nur verstehe ich das Gejammer über die chronische Geldknappheit nicht, wenn man offensichtlich ganz klar über seinen Verhältnissen lebt, weil irgendwer dies mal zum "Deutschen Standard" erhoben hat.

Oder kannst du mir das erklären ?

TheDailyLlama
07.05.2008, 22:56
Also wenn ich das jetzt recht verstanden habe, dann werden die Preiserhöhungen in Zukunft dazu führen, dass die Leute weiterhin unnötigerweise zu viel Geld für Essen und Vorsorge ausgeben. Und überhaupt.

Ich denke, dass damit die Frage des Threaderstellers hinreichend beantwortet sein sollte. Oder hat noch jemand Ideen zum Thema?

Ich persönlich denke, dass ein Troll mühelos von 100 € oder weniger im Monat leben kann, da er sich üblicherweise von denen, die sich nicht an die Trollfütterungsverbote halten, aushalten lässt.

Kosmisch gesehen ist das eh alles völlig unbedeutend.

Mimi
07.05.2008, 23:42
Von mir aus kann doch jeder den Lebensstandard pflegen, den er für richtig erachtet, nur verstehe ich das Gejammer über die chronische Geldknappheit nicht, wenn man offensichtlich ganz klar über seinen Verhältnissen lebt, weil irgendwer dies mal zum "Deutschen Standard" erhoben hat.

Oder kannst du mir das erklären ?

hm... also ich mecker auch über geldknappheit, aber nicht weil ich über meinen verhältnissen lebe, sondern weil es kaum zum leben reicht. ich will ab und zu auch mal was anderes essen können als blöden billigen tiefkühlfraß. ich mecker darüber das ich mir einfachste sachen vom mund absparen muss um sie mir leisten zu können, z.b. mal gutes fleisch (ja, das kostet n bisl was) oder vernünftiges obst.
von den ganzen zusatz sachen wie z.b. mal ins kino gehen oder mir ne dvd leisten ganz zu schweigen. das gehört auch zum leben dazu... ich leb bestimmt net um nur rumzuvegetieren sondern mir auch mal was zu gönnen. aber anscheinend verstehst du sowas nicht weil du anscheinend wirklich nur isst schläfst und arbeitest und mehr willst du nicht... obwohl mir trotz deiner erklärung immernoch schleierhaft ist wo du einkaufst wenn du wirklich nur 80€ im monat für essen/trinken ausgibst...

Trollchen
08.05.2008, 00:21
Zwar alles recht unterhaltsam, aber ich bitte doch um einen etwas angebrachteren Ton im Umgang miteinander

fatjoe
08.05.2008, 14:28
Also das die Getreidepriese so hoch sind hat viel damit zu tuhn das die Bauern fast nurnoch Raps anbauen weil sie das leichter losbekommen. Bei Getreide haben sie da mehr Ärger. Sie müssen sich eine Mühle suchen die das Zeug mahlen tut, dann müssen sie es besonderst gut lagern damit es von Mehlkäfern nicht befallen wird.Bei Raps ist das anderst. Die Industrie kauft jeden kleinen m² Raps auf um es zu Öl ect zu verarbeiten.Wenn ich so ausen Fenster schaue sehe ich nur gelb.So richtig große Getreidefelder habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Wäre ich Bauer würde ich es natürlich auch so machen.Ich bekomm das gleiche Geld(vlt sogar mehr) und habe viel weniger Arbeit.

Metal&Fantasy
08.05.2008, 15:15
Was will man groß dagegen machen? Der Mensch zerstört sich selbst.

Zu Beginn ein kleiner Erfahrungsbericht: Uns gegenüber wohnt ein Bauer, bzw. jetzt in Rente. Seine Kinder kommen immer wieder und besuchen ihn, sie leiten den Bauernhof weiter. Von Zeit zu Zeit kommt mein Vater mit denen auch ins Gespräch, so ist es unter guten Nachbarn nunmal üblich. Neulich hat der Bauer zu uns gesagt, dass er das Getreide auf seinem Feld für sich selbst anbaut, er verheizt es im Winter, weil das Heizöl zu teuer wäre, selbst wenn er das Getreide verkaufen würde.
--> Tolle Idee, schlecht für Deutschland

Jeder schreit sofort auf, wenn es heißt: Die Amerikaner mit ihrem hohen CO² Ausstoß, die großen Wagen die immer mehr Sprit schlucken usw. Es ist zwar wahr, dass es reine CO² schleudern sind, aber was ist mit den Flugzeugen, die Privatjets meine ich. Was ist mit dem ganzen unnützen Zeug, wo keiner was dagegen sagt. Bestes Beispiel: Motorsport.
Hallo? Was ist euch lieber? Wenn die Ameriker CO² rauswerfen, dafür aber auch etwas bringen, Industrie, oder wenn wieder Ferrarie die Meisterschaft hat? Da ist doch ein Fehler in deer Logik, oder?
--> Die Belustigung wird über die Wirtschaft gestellt

Und noch was: Werfen wir einen Blick auf Afrika. Wie geht es den Menschen dort? Diese Menschen haben noch weniger als wir, aber wer hilft denen? Einige "Deppen", die ihr eigenes Geld dafür geben, obwohl sie selbst nicht viel haben. Zwar sind es keine Deppen, aber sie zahlen für andere Leute, obwohl es sehr viele Menschen mit viel Geld gibt, und was machen die? "Oh, da ist ein Halsband, aus Gold, krieg ich es? Es kostet nur 2,000€" Da denke ich, ist das Geld doch besser aufgehoben, oder? Ich habe ja nichts gegen solche Hifsorganisationen, ich bewundere sie, aber was bringt das? Die Menschen, die was geben, haben den Dank der Bedürftigen, an sich sehr schön, aber die Leute, die in Geld schwimmen, was machen die? Ich sehe da nicht ganz ein, was das bringt?
--> Gerechtigkeit, wo bist du?

Noch ein schönes Thema: Krieg. Sogar ein perfektes Thema: Irakkrieg. Inzwischen glauben ja immer mehr Menschen, dass der Krieg wegen dem Öl ist, ich auch. Aber warum haben eigentlich Terroristen so einen Anschlag verübt? Aus blinder Wut? Kein Mensch ist so dumm und macht das, weil er sauer ist, da nimmt man sich eine Waffe und ballert rum. Keiner macht sowas aus Spaß, die Zeit die man dafür aufwenden muss, und Leute die das machen zu finden, kostet zu viel Zeit, da verfliegt der Spaß. Das einzige was mir dazu einfällt, ist, dass sie ein Zeichen setzen wollen. Aber welches? Amis sind Idioten (11. September)? Nein, das ginge anders, und leichter. Rache? Schon wahrscheinlicher. Aber warum? Ein Blick auf das Leben eines Durschnittsamerikaners: "Was gibt's zu essen?"- "Fastfood!" - "Lecker"... Und was sagen Menschen aus anderen Ländern: "Was gibt's zu essen?" - "Nichts" - "Schade"... Von daher: Ich denke die Menschen wollten ein Zeichen setzen, dass es ungerecht ist, was hier geschiet. Sicher, es gibt deutlich bessere Methoden, aber diese Menschen sind verzweifelt, und wer würde so einen Menschen anhören, der kaum etwas hat? Ich verteidige jetzt nicht Terroristen, aber trotzdem: Alles hat einen Ursprung, und Rache ist ein beliebtes Motiv für solch eine Tat.
Aber um wieder zum Krieg zurückzukommen: Was bringt der? Tausende von Toten? Böse betrachtet: Weniger Mäuler die man stopfen muss. Aber: Wer arbeitet dann, die Toten? Einen Krieg kann man nie gewinnen, weil irgendwann kommt die Rache, dann die Rache von der Rache usw., am Ende sind alle tot und fertig. Krieg hat noch nie was gebracht, weder früher noch heute. In vielen Filmen sieht man ja große Kriegsscenen, wo tausende von Reitern auf die feindliche Front treffen. Alles schön und gut, so wie die kämpfen, und wie sie dann belohnt werden, aber das alles ist nur eine Illusion. Ich weiß nicht ob es der erste, oder der zweite Weltkrieg war, aber: Die Deutschen sind nach Frankreich aufgebrochen mit den Worten, am Sonntag sehen wir uns wieder... ja toll, welcher Sonntag? Die Menschen haben geglaubt, sie würden mit Ruhm und Reichtum wiederkehren, und wo sind sie jetzt? Tot...
--> Der Mensch siegt sich zu Tode

Aber mal weg von diesen schlechten Gedanken, zu was schönem: Zoos. Wie geht es den Tieren da? Schönes Leben, haben was sie wollen und fertig. Rechfertigung für die Haltung im Zoo: Da geht es den Tieren besser. Ja, es geht ihnen besser, aber warum geht es denen da draußen so schlecht? Bevor der Mensch sich so ausgedehnt hat, hatten die Tiere keine Probleme: Fressen und gefressen werden. Also: Tiere haben sich selbstversorgt. Jetzt wo der Mensch da ist, sterben die Tiere immer mehr aus. Sicher, es gibt welche, die dem Menschen von nutzen sind, aber was ist mit den Tieren, die aus Spaß gejagt werden? Zoos wären unnötig, wenn der Mensch den Tieren nicht den Platz wegnimmt.
--> Fazit bleibt mal aus


Und was heißt das? Der Mensch kennt fast alle Tiere, Flecken auf der Erde, Kommunikationsmöglichkeiten, Kraknheiten und Gegenmittel, Bereiche der Naturwissenschaft, die nette Atombombe, aber nichts um sich selbst zu retten. Jeder ist sich selbst der nächste heißt es leider. Setzen wir noch einen drauf: Es lebe die Wissenschaft! Dank ihr wissen wir so viel, aber was bringt sie uns? Können Menschen das essen, trinken oder sonst was lebenswichtiges dadurch ersetzen?
Ich bin weder ein Hitlerverherrlicher oder sonstwas, aber was die Welt braucht, ist Einigkeit, wenn man deshalb einen Diktator braucht ok, aber einer, der auch was sinnvolles macht und nicht Menschen umbringt weil sie ihm nicht passen. Damals, im Mittelalter kannten die Menschen nicht all diese Probleme, es gab andere. Es gab einen König, den Adel, den Klerus und die Bauern. Wieso nicht wieder? Ein Herrscher, über das Land, seine Berater, die geistlichen Leute und das "normale" Volk. Die Reichen haben immer mehr und die Armen immer weniger, ohne Einigkeit geht das nicht, aber:
Was können wir dagegen machen? Kaum berührt einer die Macht dreht er durch, oder missbraucht sie. Die Idee des Kommunismus war gut, nach Marxx und Engels, aber was kam dabei raus? Nichts. Der Kommunismus, der gute, scheitert am Menschen.

--> Alles ist für die Katz, ändern können wir so eh nichts... leider

So kommt der Mensch nicht weiter. Wir werden noch leben, die nächste Generation auch, vielleicht noch viele weitere, aber irgendwann kommt der Tag, an dem Nachbarn sich an den Hals springen, weil sie um was essbares streiten. Wir spüren die erste Welle, ich möchte nicht wissen wie die letzte sein wird...

Alfredo
08.05.2008, 16:04
--> Alles ist für die Katz, ändern können wir so eh nichts... leider

So kommt der Mensch nicht weiter. Wir werden noch leben, die nächste Generation auch, vielleicht noch viele weitere, aber irgendwann kommt der Tag, an dem Nachbarn sich an den Hals springen, weil sie um was essbares streiten. Wir spüren die erste Welle, ich möchte nicht wissen wie die letzte sein wird...

Tschuldige, aber gäähnnn :sleep:
Weltuntergangsprognosen gibt es bis heute wie Sand am Meer...
Interessant ist nur, noch nicht EINE ist bis heute eingetreten...merkwürdig!

Metal&Fantasy
08.05.2008, 16:23
Tschuldige, aber gäähnnn :sleep:
Weltuntergangsprognosen gibt es bis heute wie Sand am Meer...
Interessant ist nur, noch nicht EINE ist bis heute eingetreten...merkwürdig!

Das war keine Prognose, sondern nichts anderes als eine Feststellung mit dem momentanen Kurs. Dass es viele Prognosen gibt weiß ich, gibt sogar nen Thread dazu, aber trotzdem: Wir werden nicht so darunter leiden, wie die Nachwelt.