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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gibt es so etwas wie ein RPG-Basisregelwerk?



Zarniwoop
29.03.2006, 13:35
Hallo liebe RPG Gemeinde!
wie schon im Topic des thread gefragt, ich bin auf der Suche nach einem
grundsätzlichen, möglichst sehr, sehr einfach verständlichen Regelwerk
für ein RPG. (so etwas gibt es doch hoffentlich oder?)
Das entstehende RPG soll von einem festen Personenkreis von etwa 12 bis 15
Personen über einen Zeitraum von 12 Monaten laufen und wird von 2 Personen
begleitet und moderiert werden.
Es wird lediglich als eine Art Pen & Paper Spiel veranstaltet, partiell soll dazu
aber eine Art Hörspiel und/oder ein Comic entstehen.

Ich wäre hocherfreut, wenn ich von euch Hilfe, Anregungen und Tips bekommen könnte.

Detailierte Informationen über das, was ich da aushecke, kann ich vermutlich
nach Ostern geben....

ich danke schon mal im Voraus für jeden Tip von euch!

/bow Zarniwoop

Graupfeil
29.03.2006, 19:11
hi Zarni ;)

ein globales basisregelwerk ist mir aktuell nich eingefallen, falls es das geben sollte.

mach doch schlicht ein eigenes?

also möglichst einfach, schön und gut...aber allein wenn man den charas erlaubt, sich weiterzuentwickeln und diverse waffen zu nutzen, wirds etwas komplexer.

beispiel:
waffe a (beginner): 10 schaden
waffe b (fortgeschritten): 20 schaden
etc

mit erfahrung
stufe a (anfänger): zb. 3 als faktor, multiplikant
stufe b (fortgeschr.) zb. 5 als faktor, multiplikant
etc

wirft bereits im kampfsys eine kleine komplexität für sich auf.
es sei denn, man sagt global, man richtet ein alternatives kampfsys aus, allerdings wüsst ich akut nich wie das aussehn könnte.

Rüstungen, sollen sie effizient sein, müssten hierbei noch mit einfliessen. komplexität, ich komme.
bedenke: magie ist noch etwas komplexer, im eigentlichen.
ansonsten lässt es sich recht einfach gestalten, je nachdem wie du vorzugehen gedenkst.
dazu kann ich allerdings mit dem jetzigen informationsstand nicht weiter ausholen^^

so long,

Asti

P.S.: ich finds cool, daß du das probiern willst, und drück dir die daumen ;)
halt uns auf dem laufenden, k?

XandrosTheSlaye
29.03.2006, 20:39
Hmmm....

Is ne sehr coole Idee.....spiele selber schon recht lange D&D, DSA, Shadow run.....

Also mal so mein Senf dazu^^

Ich könnte jetzt ne Menge dazu schreiben, aber um mal auf den Punkt zu kommen....

Das regelwerk von D&D (Dungeons und Dragons) leg ich dir mal ans Herz. So lange man nicht auf die erweiterten Regeln eingeht lässt sich da eine gute Basis draus basteln. Es gibt zwar sehr viele verschiedene Pen&Paper RPGs, doch sind die "Grundlagen" eigentlich eh immer fast die selben, die unterschiede liegen da eher im Detail. Das D&D System benötigt zwar viele verschiedene Würfel, doch mit n bisl Fantasie lässt sich da das auch durchaus auf den Sechseitigen Würfel beschränken^^

Hellmaker
30.03.2006, 01:01
Original geschrieben von Zarniwoop
Hallo liebe RPG Gemeinde!
wie schon im Topic des thread gefragt, ich bin auf der Suche nach einem
grundsätzlichen, möglichst sehr, sehr einfach verständlichen Regelwerk
für ein RPG. (so etwas gibt es doch hoffentlich oder?)


Hmm... jo, sowas gibt's... nennt sich G.U.R.P.S. (Generic Universal Role Playing System).

Gespielt habe ich es nie (weiß demnach auch nicht, ob das Regelsystem etwas taugt), aber es dürfte deinen Ansprüchen wohl sehr entgegen kommen.

Allerdings sollten wir erst eine wichtige Frage klären, bevor wir weiter ins Detail gehen:

Wie sieht die Finanzlage aus?
Seid ihr gewillt, Geld auszugeben oder soll das ganze quasi "low budget" oder "for free" über die Bühne gehen?


Denn eines ist klar: Gute Regelsysteme kosten in der Regel auch Geld. Man muss die Bücher beschaffen und legt schon mal gut und gerne 150-200 Euro auf den Tisch, wenn man die ganzen Quellenbücher und sonstiges Zubehör [Zinnfiguren für die Darstellung von Kämpfen, etcpp) - (bei 12-15 Leuten natürlich kein Ding - da geht im Endeffekt mehr Geld für die Fressalien bei den Sessions drauf :D).


Persönlich empfehlen, möchte ich Advanced Dungeons&Dragons (sofern ihr da noch rankommt - seitdem die 3rd Edition draußen ist, gibt's das alte Zeug nicht mehr :(). Das Regelsystem ist recht einfach und es macht einfach eine Menge Spaß. D&D 3rd Edition könnte man auch ins Auge fassen - meiner Meinung nach geht das aber in die falsche Richtung (ist halt Geschmackssache).

Ansonsten gäbe es da noch Midgard... oder Rolemaster für die Hardcore-Regel-Fetischisten (:D)... oder Earthdawn (recht apokalyptische Fantasywelt) oder, oder, oder... :D

In welche Richtung soll es denn gehen? Fantasy? SciFi/Punk (dann wäre Shadowrun eine lohnende Option)? Postapokalytisch? Postnuklear?


Na ja... warten wir mal bis nach Ostern. Wenn du Genaueres weißt, können wir dir auch bessere Tipps geben. :)

Zarniwoop
30.03.2006, 10:01
Moin Moin!
Zunächst mal Danke für eure Antworten...

und etwas mehr zur Erklärung...
Die Initialzündung hat eigentlich der thread von Indigo (RPG-Das Leben)
gegeben, ich zitier mal die für mich "wesentliche Kernpassage"


Grundregeln sind im RPG normalerweise aber, dass man in seinem Geschriebenen andere Charaktere nicht sterben läßt o.ä. und dass man äusserst bedächtig bei der Interaktion mit anderen Charakteren umgeht, die und deren Schreiber man nicht kennt und somit nicht einschätzen kann, wie der Charakter wirklich reagiert. Da bietet es sich an, bis dorthin zu schreiben, wo der andere reagieren muss und wartet darauf, dass er dort weiterschreibt.

An mich (ich bin im wirklichen Leben Freiberufler/freischaffender Künstler/Gestalter)
ist eine befreundete Kunsttherapeutin herangetreten, die mit mir zusammen eine Art
Therapieprogramm für - nennen wir sie mal - schwer erziehbare Jugendliche entwickeln
möchte.

Meine Ideen dazu gingen eben sofort Richtung SPIEL und RPG, weil im RPG der Spieler:
Verantwortung für einen Charakter übernimmt / trägt
das Schicksal dieses Charakter "in den eigenen Händen hält" und
eine Identifikation mit dem Charakter stattfindet, was für die Therapie
eine hevorragende Basis darstellen kann...
man auf das Zusammenspiel mit Anderen angewiesen ist
die Geschichte nur gemeinsam vorangebracht werden kann
man während des Erzählens auch andere, als den eigenen Char führt
.... etc...
Ich denke, dass meine Beweggründe, das Therapieprogramm als ein RPG-Spiel
zu gestalten verständlich sind...

Kämpfe (insbesondere Kämpfe gegeneinander) innerhalb des RPG erachte ich
als problematisch - hinsichtlich des genannten Personenkreises....
Das Spiel soll durchaus in einer Fantasy Welt stattfinden, wo diese angesiedelt ist,
das ist im Grunde egal, ich kann mir sowohl Future, als auch Mittelalter vorstellen...

insofern gebe ich dem werten Graupfeil Recht, ich werd da wohl selbst
eine Art Regelwerk erstellen müssen und genau dafür suche ich nach
einer Art Vorgabe, weil ich im Grunde ein RPG-Noob bin :D

Wichtig ist vor Allem die sehr leichte Verständlichkeit des Regelwerks, ich
muss versuchen, jede Komplexität herauszuhalten, denn das Klientel des
Therapieprogramms sind in der Tat alles andere als liebe Kinder, ich kann nicht
mal davon ausgehen, dass sie die Geschichte "ihres" Charakters aufschreiben
können und denke bereits über Diktiergeräte nach, die ich dann auswerte
und in geschriebenes Wort umwandel...
/bow zarniwoop

Stahlkind
30.03.2006, 10:21
Das was Indigo da geschrieben hat bezieht sich sich, soweit ich weiß, hauptsätzlich auf Foren-RPGs.
Im P&P-RPG sitzen sich die Spieler ja gegenüber und können direkter miteinander interagieren als in einem Forum.
Natürlich ist es trotzdem wichtig nicht zuzulassen, dass sie einfach sagen "ich zieh dir mein Schwert über den Kopf und du bist tot" oder Ähnliches. :D
Wenn du meinst dass der Spielerkreis sich durch ein etwas "auffälliges" Verhalten hervortut, musst du ja nicht unbedingt ein Thema wählen in dem Gewaltakte allgegenwärtig sind.
Du kannst es auch so aufziehen wie zum Beispiel in diversen Wirtschaftssimulationen für den PC.
Jeder bekommt seinen Aufgabenbereich in einem modernen Konzern, einer mittelalterlichen Stadt, oder was auch immer du dir ausdenkst, und somit muss jeder auf den Anderen Rücksicht nehmen, da alle nur die Aufgaben, die du ihnen stellen wirst, mit Hilfe der Fähigkeiten der Anderen lösen können.

Hellmaker
30.03.2006, 16:48
Original geschrieben von Zarniwoop

Meine Ideen dazu gingen eben sofort Richtung SPIEL und RPG, weil im RPG der Spieler:
Verantwortung für einen Charakter übernimmt / trägt
das Schicksal dieses Charakter "in den eigenen Händen hält" und
eine Identifikation mit dem Charakter stattfindet, was für die Therapie
eine hevorragende Basis darstellen kann...
man auf das Zusammenspiel mit Anderen angewiesen ist
die Geschichte nur gemeinsam vorangebracht werden kann
man während des Erzählens auch andere, als den eigenen Char führt
.... etc...
Ich denke, dass meine Beweggründe, das Therapieprogramm als ein RPG-Spiel
zu gestalten verständlich sind...

Kämpfe (insbesondere Kämpfe gegeneinander) innerhalb des RPG erachte ich
als problematisch - hinsichtlich des genannten Personenkreises....
Das Spiel soll durchaus in einer Fantasy Welt stattfinden, wo diese angesiedelt ist,
das ist im Grunde egal, ich kann mir sowohl Future, als auch Mittelalter vorstellen...


Hmmm... also willst du im Grunde ein Story-RPG führen (wie damals im JoWooD-Forum)?

Du kannst dir GURPS ja mal ansehen: http://www.sjgames.com/gurps/

Damit lässt sich bestimmt eine Menge machen, allerdings ist es eben ein klassisches P&P RPG (und die funktionieren völlig anders als die RPGs, die du von Foren her kennst).

In diesen RPGs stellt der Kampf per Regelsystem (realisiert durch Würfel, Werte der Charaktere, etc) ein zentrales Element dar (auch der Kampf untereinander kann entscheidend sein). Und aus nunmehr über 13 Jahren P&P-RPG-Erfahrung kann ich dir eines ganz sicher sagen: friedlich geht's da nie zu (im Sinne von: die Charaktere hauen sich auch schon mal die Köppe ein :angel: ). :D

Schon gar nicht, wenn du dann solche "Problemkinder" aufeinandertreffen lässt. :yikes:
Da könnte es dann sogar sein, dass du die Gewalt noch forcierst und alles eskaliert (aus Spiel wird Ernst und die Fäuste fliegen - anstatt die Würfel).
Das überlegte ich mir an deiner Stelle dann doch ganz genau.

Besser wäre dann in der Tat in ein RPG, welches eine Geschichte erzählt, die wiederum von den einzelnen Spielern in Form eines Textes entwickelt wird (auch in Gruppen) und am Ende aneinandergereiht eine hübsche Story ergibt.
Nur mach das den Kiddies mal schmackhaft. :D


PS: Falls du dich für ein RPG-System wie GURPS/AD&D/Shadowrun/etc entscheiden solltest, dann ist es unabdingbar, dass du jemanden hast, der sich mit dem System auskennt und du natürlich das Spielmaterial zur Hand hast. Günstig wird das nicht. Ferner müssen auch deine Spieler Gelegenheit haben, sich mit dem System anzufreunden und die Grundregeln zu lesen, da niemand sofort alles behalten kann. Den Rest lernt man dann beim Spielen (fähiger Spielleiter vorausgesetzt).

Lenneth
01.04.2006, 17:13
Also, nenn mich oberflächlich, aber ich vertrete die Meinung, das Leute, die sich schon selber als RPG-Noobs bezeichnen, nicht jemals dazu in der Lage sein werden, auch nur ein halbwegs vernünftiges RPG auf die Beine zu stellen, und wenn sie noch so viel Fantasie haben.... sowas gelingt höchtens Noobs, die zumindest grundlegende Vorstellungen besitzen darüber, was überhaupt ein RPG bedeutet und was es heißt, eines zu führen....

Und eine der wichtigsten Grundregeln, um ein wirklich gutes RPG zu erschaffen und auch während all der Zeit keine rechtlichen Prpbleme zu kriegen:

Kopiere NIEMALS einfach Texte,Bilder und Systeme von irgendwoanders, denn auf solchen Dingen liegt im Normalfall, wenn ein betreiber eines RPG's klug ist Copyright drauf und diese Dinge zählen als geistiges Eigentum des Entwerfers.


Da es nun mal jedoch auch den Haken gibt, das sich grade bei Fantasy-RPG's, die im Mittelalter spielen sollen, sich viel wiederholt und manches einfach unausweichlich geworden ist, teilweise zu kopieren, bedeutet diese auf alle Fälle, das Texte und Bilder VERFREMDET werden MÜSSEN, so das niemand mehr behaupten kann, es wäre 1:1 kopiert.

Da muss man verdammt vorsichtig sein, weil es genug Leute gibt, die es sich zum Hobby gemacht haben, sowas nachzuverfolgen und dann mitzuteilen, wenn unerlaubt irgendwo eifnach kopiert wurde, um dann strafrechtliche Ermittlungen vorzunehmen, die sehr teuer sein können, je nach Gewicht des Vergehens.

Was Spielsysteme und Regeln angeht, ist es also immer besser, sich selber eigene auszudenken, ist zwar mehr abrbeit, zahlt sich im Endeffekt aber aus, und mal ehrlich, wer ist letztendlich nicht stolz über sich, wenn man behauoten kann, man hätte ales selber sich ausgedacht, denn umso peinlicher wirds, wenn mal rauskommen sollte, das man geklaut hat ....


nun, was ich hier mitbekommen habe, ist, das es wohl entweder um ein P&P-RPG, oder ein Foren-RPG gehen soll, eins vorweg, die kostengünstigere Alternive ist immer das Foren-RPG, denn Foren sind immer kostenlos zu erwerben, gibt Foren-Hoster, wie Sand am Meer, die kostenlose foren anbieten, halt werbefinanziert, bei P&P muss ja ein komplettes Spiel entwickelt werden, so in etwa, wie bei "Das schwarze Auge", eines der, wenn nicht sogar das berühmteste P&P-RPG ....

Aber auch hier gilt: Nicht kopieren, denn grade solch professionell vertriebene Spiele sind IMMER mit Copyright und allem Drum und dran bis ins letzte Detail verseht, da wird dann schon geschiss drum gemacht, wenn irgendwo anders ein ort in nem Foren-RPG ebenso "Aventurien" heißt ...dann heißt es sofort:

Entweder umbenennen, oder in dem Forum muss ein Copyrightzeichen neben den namen, welcher zur DSA-Seite verlinkt und unten im forum wird dann noch vermerkt, das der name "Aventurien" bla bla bla .....

Sollte man sich also alles am besten gleich ersparen ;)
==============

aber zu den Grundregeln:

Viele davon, sind in Foren-RPG's wie P&P gleich, da sehr oft ganze Spielsysteme ähnlich aufgebaut sind, oder versucht wird, ein bekanntes Gameplay zu nehmen, was eben einfach verständlich ist....


das sind halt so regeln, die Powergaming untersagen, die vorschreiben, wie man spricht im Spiel und worauf Spieler sind in gewissen Situationen zu achten haben, die vorschreiben, wie man sich vorallem gegenüber anderen Mitspielöern zu verhalten hat usw. .... diese regeln sind eigentlich so das einzige, was man problemlos kopieren "darf", weil es jedem egal ist, wenn diese Regeln kopiert werden, solange es nicht um spieleigene bereiche geht, die Regeln beschreiben, die auf etwas bezogen sind, worauf eben Copyright liegt, aber sonst alles, was man als universelle grundregeln ansehen kann, wie das Mitspieler Charaktere anderer Mitspieler nicht töten dürfen, sowas kann immer problemlos übernommen werden.


=========

in bezug auf das Zitat unter mir XD:

Falsch, als Spieler übernimmt man nicht die Verantwortung für seinen erfundenen Charakter, sondern man spielt diesen Charakter, versucht diesem Charakter Leben einzuhauchen und ihn authentisch wiederzugeben. man spielt eben eine Rolle, als wär man ein Schauspieler, nur mit dem unterschied, das man nicht nach regisseurs's Nase tanzt, sondern das man sein eigener Regisseur ist ^^.
RPG bedeutet in keinster Weise irgendwie Verantwortung, diese ist schlichtweg eine falsche Interpretation von RPG.
Aber naja, da hast dich im Nachhinein ja noch was selber korrigiert XD


Falsch allerdings ist wieder, das man "andere Charaktere" neben den eigenen führt ....diese ist eine der Grundsatzregeln eines jeden RPG's

"Führe niemals Charaktere anderer Mitspieler", denn solch können es garnicht mögen, wenn man ihre Charaktere wie Marionetten rumbewegt, als wären es ihren eigenen Charaktere, sowas ist in jedem RPG untersagt, und nur erlaubt, wenn der Besitzer eines Charas es dem Mitspieler erlaubt, den fremden Chara zu führen....


Allgemein gesehen würde ich sagen, auch wenn diese RPG nur für ca. 10 leute gedacht ist, ist das sehr wenig, RPG's egal welcher Art leben davon, das die beteiligung sehr groß ist, damit jeder Teilnehmer nie länger, als maximal 2 Tage warten muss, bis es in der Story mal weiter geht

Hörspiel und Comic solls also dazu auch noch geben ... na dann kanns finanziell ja wohl net schlecht aussehen, denn sowas kostet auf jedenfall so einiges an geld in der produktion, ok, der Comic is was anderes, den könnt man theoretisch auch kostenlos herstellen XD, was aber extrem zeitauwändig wäre ^^


Vielem meiner Vorredner kann ich nur zustimmen, ich hab nun fast 16 Jahre RPG-Erfahrung, hab nahezu schon alles gemacht, außer LARP XD und spiele RPG's schon, seit ich 5 war ^^ und kan nur sagen hinzu , das Mittelalter-RPG's für ne Therapie auf alle Fälle ein zweischneidiges Schwert sein können, da grade diese Art von RPG's grade nicht die gewaltfreiesten sind. Hauptsächlich in Mittelalter-RPG's, sofern es z.b. bei Foren sich um NC-17 Foren handelt, so findet man dort mitunter viel schriftliche Gewalt vor, die teilweise auch keine Grenzen kennt ...


Also aus meiner Erfahrung raus würde ich ganz klar sagen, das solch RPG's für Therapiefälle *ich weis, kein schönes wort, mir kam jetz kein besseres in Sinn) auf jeden fall nicht unbedingt gut sind ... im Gegenteil, Aggressionen ect. nur verschärft werden könnten.


Wenn es um aggressive Leute geht, ist da die allerbeste Therapie seit jeher immer noch SPORT, auch wenns kurios klingt, grade Kampfsportarten sind für sowas absolut ideal ..

denn

1. Die Aggros verausgaben sich schnell, durch training usw. sind die abends nur noch zu kaputt, um aggressiv zu sein

2 Sie lernen über diese Sportarten gut, ihre aufgestauten Energien zu kontrollieren und sinnvoll einzusetzen, bzw. sie lernen, nicht zu schnell überzureagieren, sondern ruhig zu bleiben und die innere Ruhe zu bewahren....


Ich kann das sagen, weil ich in meiner Jugendzeit mehrere jahre lang Judo betrieben habe, und ihr werdet nicht glauben, wieviele Zappelphillipe und hyperaktive, sowie aggressive Kinder dadurch plötzlich ganz anders wurden, das es einen schon wirklich erschreckt und man meinen könnte, diese Kinder wurden über nacht irgendwie ausgetauscht LOL


Ansosnten kann man zu dem projekt, was da in Angriff genommen werden soll wirklich erst mehr zu sagen, wenn mehr informationen gegeben sind um die Umstände

mfg

ach ja, abseits vom ganzen RPG, ob nun Forum oder P&P ...

würde ich persönlich vielleicht eher zu nem Kartenspiel raten, sowas in der Art von Magic - The Gathering oder YuGiOh und Pokemon, solch kartenspiele sind schnell durchdacht, und können dadurch sehr einfach gespielt werden, nun un wenn ihr das auch noch richtig gut macht, könnt ihr euch dann mal an nem vertreiber wenden, der dieses kartenspiel richtig groß rausbringt und dann könnt ihr daran vielleicht noch so einiges an geld verdienen und wer weiß, vielleicht wirds dann ja begehrter, als eines der gennanten kartenspiele, dann rennen eines tages xtausende von Kindern mal mit euren karten rum und versuchen sie zu sammeln ^^

Zarniwoop
04.04.2006, 16:26
Hi!
Erst einmal Danke Lenneth für deine ausführliche Antwort incl. aller Bedenken und
Einwände, ich schätze eine solche Offenheit...

ich versuch mal ein paar Antworten bzw. Entgegnungen...

Was die Originalität anbelangt, kann ich dich beruhigen, eine Kopie von etwas
Bestehendem schwebt mir nicht vor, die Frage nach einem Regelwerk zielte eben
genau auf Basisdinge und allgemeines... mehr nicht.
Von daher meine ich, dass es keine Probleme mit Copyrights geben wird.

Dass nun RPG keinerlei Verantwortung bedeutet, ist... hmm eine Sicht der Dinge,
will man mit einer (gemeinsamen) Story vorankommen, ein Ziel erreichen, dann
besteht zumindest die Verantwortung, dafür etwas zu tun, sonst dümpelt die Sache
vor sich hin und schläft ein... oder?
Ein Schauspieler hat die Verantwortung die ihm zugedachte Rolle auszufüllen und
für das Publikum erkennbar / transparent darzustellen und im Zusammenspiel mit
dem Ensemble zu überzeugen... 1 Personen Stücke sind die große Ausnahme...
Der Regisseur, der den Schauspieler nur nach seiner Nase tanzen läßt, ist übrigens
ein denkbar schlechter... so meine ganz persönliche Erfahrung...

naja und der Unterschied zwischen einem Stück und einem Spiel ist, das letzteres
einen offenen Ausgang hat... das Theaterstück nicht, dort ist klar, wer "gewinnt"...
.....
mir fiel dies letztlich auch in Guild Wars auf, als in Löwenstein ein Char am Brunnen
stand und gebettelt hat... so sehr ich dies mit meinen Charas nie tun wollte /würde
musste ich zugestehen, dass der Spieler eine Rolle einnimmt... und es war definitv
kein RPGler... aber er spielte die Rolle des Bedürftigen...
....
Die Sache mit dem Führen eines fremden Charakter habe ich wohl etwas mißverständlich
ausgedrückt. Vielmehr meinte ich wohl, dass manchmal die Story (geschrieben)
vorangebracht werden muss, im gegenseitigen Einvernehmen und nicht in der Art,
dass der geführte Char etwas tut oder sagt, was außerhalb seiner Rolle liegt...
So wie du es weiter unten schreibst... wenn der Besitzer es erlaubt...

Naja und Sport ist jetzt wirklich keine Lösung, wenn ich wie zu Anfang geschrieben, eine
Art Therapieprogramm mit einer Kunsttherapeutin entwickle, wenn ich nicht
gerade Kunstturnen oder Eiskunstlauf als Kunst und nicht als Sport verstehe... oder?
(bleibt ja noch: Kunstreiten? Kunstspringen?...)

Die angedachten Ergebnisse künstlerischen Ausdrucks wären demzufolge:
Die Story nach einem Jahr Laufzeit, ein Comic, ein Hörspiel...

http://img359.imageshack.us/img359/5898/newapes0hu.jpg (http://imageshack.us)
(passt ganz gut hierher... finde ich....und ist von mir... :D )

es folgt mein Liebling unter den Smilies: ^^

Ocard
10.04.2006, 20:34
Ich als absoluter P&P Noob hab vor einer Weile mal "PRoSt" ausprobiert. Fand ich einfach zu spielen, weiß jetzt aber nicht, wo man das findet.

Auf der letzten Buchmesse hab ich mal eine Runde Degenesis (www.degenesis.de) gespielt, wenn man da das Setting weg lässt und nur die Regeln nimmt, könnte das auch was für dich sein. Und der Vorteil, das teil gibt es vollständig und komplett legal auf der benannten Homepage. (Zwecks low Budget. :-) )

Lameth
16.04.2006, 16:00
Original geschrieben von Zarniwoop



An mich (ich bin im wirklichen Leben Freiberufler/freischaffender Künstler/Gestalter)
ist eine befreundete Kunsttherapeutin herangetreten, die mit mir zusammen eine Art
Therapieprogramm für - nennen wir sie mal - schwer erziehbare Jugendliche entwickeln
möchte.

Meine Ideen dazu gingen eben sofort Richtung SPIEL und RPG, weil im RPG der Spieler:
Verantwortung für einen Charakter übernimmt / trägt
das Schicksal dieses Charakter "in den eigenen Händen hält" und
eine Identifikation mit dem Charakter stattfindet, was für die Therapie
eine hevorragende Basis darstellen kann...
man auf das Zusammenspiel mit Anderen angewiesen ist
die Geschichte nur gemeinsam vorangebracht werden kann
man während des Erzählens auch andere, als den eigenen Char führt
.... etc...
Ich denke, dass meine Beweggründe, das Therapieprogramm als ein RPG-Spiel
zu gestalten verständlich sind...

Kämpfe (insbesondere Kämpfe gegeneinander) innerhalb des RPG erachte ich
als problematisch - hinsichtlich des genannten Personenkreises....
Das Spiel soll durchaus in einer Fantasy Welt stattfinden, wo diese angesiedelt ist,
das ist im Grunde egal, ich kann mir sowohl Future, als auch Mittelalter vorstellen...

/bow zarniwoop


Hi,

Das ist ja witzig, diese Idee schwebte auch schon einmal in meinem Kopf rum, ich habe zwar die Erfahrung mit dem Rolllenspiel aber mir fehlt denke ich die Pädagogische Ausbildung um es umzusetzten, grundlegend finde ich die Idee allerdings nicht schlecht.
Da ich auch viel auf Fantasyconventions bin kenne ich auch die Szene recht gut, weswegen mir die Idee kam. Rollenspieler finden sich in allen Bevölkerungsschichten und kommen aus allen möglichen sozialen Umfeldern zusammen, doch das Spiel vereint sie und es sind sehr meist sehr offene und hilfsbereite Menschen, die freundlich und respektvoll miteinander interagieren.
Dabei ist vor allem auffällig das viele Dinge die beispielsweise auf einem durchschnittlichen deutschen Schulhof heutzutage den ich nenne es mal "gesellschaftlichen Tod" bedeuten, seien es bspw. nicht die angesagtesten Klamotten, nerdiges Ausehen, Behinderungen oder Andersartigkeit in irgendeiner Form, nicht zum tragen kommen. Die Leute Aktzeptieren jeden so wie er ist.
Ich habe auch schon mit vielen Rollenspielern darüber gesprochen wie sie das Rollenspiel sehen: Einige empfinden es als Hobby, andere aber auch als Flcuhtmöglichkeit vor der Gesellschaft, andere auch als Ruhezentrum vor dem Alltag.
Viele schöpfen aber auch aus dem Rollenspiel Ideen, adaptieren Verhaltensweisen (zugegebener maßen auch negative), aber auch viele positive, bekommen den Mut Dinge zu versuchen, weil sie sehen es könnte funktionieren, lernen anders mit Menschen zu reden, suchen oftmals die Deeskalation in Extremsituationen wo sie früher vielleicht aggressiver reagiert hätten.

Fazit:
Ich denke also das diese Idee durchaus Früchte tragen, vor allem wenn es mit jemandem zusammen ausarbeitet der eine gewisse Pädagogische Ausbildung hat, der weiss was sinnvoll wäre.
Ich denke auch man muss es nciht unbedingt in ein komplettes Fantasysetting setzen.
Ich denke das es in den zumeist sehr feudalen Systemen einfach schwierig wäre für die jugendlichen, den Umdenkprozess auf unser modernes Leben zu schaffen, aber es liese sich durchaus realisieren einen Fantasytouch in unsere Welt zu bringen.

Wenn ihr dabei Hilfe braucht könnt ihr mich gerne kontaktieren, an einem solchen Projekt wäre ich sehr gerne beteiligt

Zarniwoop
20.04.2006, 09:12
Original geschrieben von Lameth

Wenn ihr dabei Hilfe braucht könnt ihr mich gerne kontaktieren, an einem solchen Projekt wäre ich sehr gerne beteiligt

Danke für das Angebot, kann sehr gut sein, dass ich darauf zurückkomme! ;)

Im Moment sind wir an der Planung und Konzeption, sehr viel organisatorisches,
sehr viel Verwaltungskram, Förderanträge bla...

Nebenher betreibe ich noch Recherchen für "unsere Welt" - da es sich um ein
europäisches Förderprojekt handelt, spielt auch die regionale Integrität eine Rolle,
heißt, ich versuche Sagen und Legenden aus der Region einfließen zu lassen.
(auf denen ist dann auch kein Copyright... :p )

Zarniwoop

Cin
20.04.2006, 15:30
Um mich auch mal "einzumischen" ;)

Wenn es um reines Storytelling geht, finde ich persönlich die Systeme von White Wolf am Besten. (Vampire: the Masquerade, Exalted [das wäre auch ein Fantasy Spiel] usw. usf.)
Ich hab das früher eine Weile gespielt und muß sagen, zum Kämpfen eignet es sich nicht besonders (imho), aber es ist ideal um eine Geschichte zu erzählen und die Charaktere hierzu zu erstellen.
Außerdem sind in den vorhandenen Systemen ebenfalls stark Mythen und Legenden verschiedener Regionen (teilweise echt, teilweise erfunden, teilweise stark abgeändert) eingeflossen, was vielleicht nochmals eine Idee geben könnte.

Ist am Ende natürlich Geschmackssache. :) Ich bin auch leider mit den WW Produkten überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden, sprich ich könnte dir gar nicht sagen wo sie derzeit sind. Aber das System könnte dir interessante Anregungen geben, die du von Spielen wie D&D, DSA und Ähnlichem (die ja doch sehr kampflastig sind meist) nicht bekommst.

Und wer jetzt ankommt, daß man in dem System auch kämpfen kann, ja, kann man. ;) Wie in fast jedem anderen Rollenspiel auch. Meiner Meinung nach ist es allerdings auch problematisch, den Aspekt körperliche Gewalt komplett auszublenden, weil das nichts mehr mit Realitätsbezug zu tun hat. Natürlich nur meine Meinung, und ich bin nicht im Umgang mit "schwer erziehbaren" Jugendlichen geschult. Nur wenn man ihnen Konflikt Management beibringen möchte, sollte auch die Möglichkeit zum Konflikt bestehen, oder nicht?
Außer es geht wirklich nur um Beschäftigungs Therapie, dann ist das natürlich was anderes. ;)

LG,

Cin

Zarniwoop
20.04.2006, 16:01
Original geschrieben von Cin
Meiner Meinung nach ist es allerdings auch problematisch, den Aspekt körperliche Gewalt komplett auszublenden, weil das nichts mehr mit Realitätsbezug zu tun hat.


Da stimme ich dir schon zu...
Z.B. rührt die "Härte" in Grimms Märchen, was ja letztlich eine Sammlung von
im Volke kursierenden Geschichten ist, daher, dass diese Märchen sehr deutliche
und berechtigte Warnungen enthalten....
Ich hab vor einigen Monaten eine Inszenierung der Oper Hänsel und Gretel gesehen,
wo die böse Hexe ein Typ ala Marc Dutrouxs war und diese Art von Hexen sterben
einfach nicht aus...


Original geschrieben von Cin
Nur wenn man ihnen Konflikt Management beibringen möchte, sollte auch die Möglichkeit zum Konflikt bestehen, oder nicht?


Absolut korrekt!

nochmal danke für alle Ratschläge und Meinungen! Ich finde das sehr hilfreich.

:cheers: (türlich alkoholfrei) zarniwoop

Lameth
21.04.2006, 23:31
Na ja sehr viele anregeungen bietet, da schon das system von White Wolf die WoD also die World of darkness....

Sie beschreibt im Prinzip unsere welt im Laufe der Zeit,stark angelehnt an historische Ereignisse in der jedoch unsere Myten und legenden existieren, allerdings folgen sie natürlich ihrer eigenen Geschichte innerhalb der Geschichte.


Um mal ein Beispiel an den Vampiren festzumachen:

Vampire existieren in unserer welt haben aber ihre eigene gesellschaft innerhalb der gesellschaft. Sie waren teilweise historische Figuren und sind in Religionsmytologie oder historie eingebunden:

Beispiel: Mithras----Persische Gottheit, Sonne, Krieg, Fruchtbarkeit

Ingame: 4te generation ahn des Vampirclans Ventrue lebt seit mehren 1000 Jahren

Extrembeispiel: Kain-biblischer hintergrund aber auch gleichzeitig erster Vampir.

Beispiel wie es in die historie eingebunden wurde:

Ihr wisst sicherlich das es einmal in Spanien die Zeit der "Requoncista gab". In dieser zeit eroberten die Christen das Land von den Almohads zurück. Auf Basis der Mytologie war es die "Shadowreconquista" weil es philosophische unstimmigkeiten zwischen den Vampiren des Clans Lasombra gab und der Clansherr sich entscheiden musste ob der Clan die Christen oder die Muslime unterstützen sollte


Die Regelbücher sind im Prinzip durch die Bank weg sehr gut recherchierte werke die unsere Welt in den hintergrund der mytologie ob nun werwolf, vampire, Magier, mumien oder diverses anderes ncoh einordnen.



Allerdings muss man dazu sagen: das regelwerk also die spieltechnik, d.h charaktererschaffung ist extrem einfach und kann sehr leicht (und wurde auch schon oft gemacht, auch von mir :angel: ) für alternativsysteme konvertiert werden um sie dann auf das neue system anzuwenden, ich kann dir gerne mal zusammenschreiben, wie das system funktioniert und einige konvertirungsvorschläge per pn schicken die ich konzipiert habe. :thumb:

Zarniwoop
22.04.2006, 17:01
Original geschrieben von Lameth
ich kann dir gerne mal zusammenschreiben, wie das system funktioniert und einige konvertirungsvorschläge per pn schicken die ich konzipiert habe. :thumb:

Das wäre ein verdammt feiner Zug von dir! :blush: ;)

aber wie du ja bereits selbst geschrieben hast:

Original geschrieben von Lameth
Rollenspieler finden sich in allen Bevölkerungsschichten und kommen aus allen möglichen sozialen Umfeldern zusammen, doch das Spiel vereint sie und es sind meist sehr offene und hilfsbereite Menschen, die freundlich und respektvoll miteinander interagieren.

Insofern darf ich mich über die Hilfsbereitschaft freuen, aber
sie sollte mich nicht wundern! ;)

Danke! :ohm:

zarniwoop