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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TÖDLICHES SCHWERTGERANGEL; Artikel von www.spiegel.de



Makku
09.06.2005, 10:27
Gamer-Mörder bekommt lebenslänglich

Ein passionierter Online-Spieler aus Shanghai muss lebenslang hinter Gitter, weil er einen Gamerkollegen erstochen hat. Dieser hatte ein ausgeliehenes virtuelles Schwert ohne Erlaubnis des nun verurteilten Besitzers verkauft.



Spiel Everquest: Streit um virtuelle Waren immer häufiger
Die Mordgeschichte aus der Welt der Onlinespiele ist bizarr. Sie zeigt jedoch, welchen Stellenwert virtuelle Güter mittlerweile haben - zumindest in China. Qiu Chengwei, ein 41-jähriger Mann aus Shanghai, hat seinem Bekannten Zhu Caoyuan mit einem Messer in die Brust gestochen, weil der sein virtuelles Schwert verkauft hatte.

Den "Dragon Sabre" aus dem Online-Fantasyspiel "Legend of Mir III" hatte Qiu gemeinsam mit einem Freund erspielt. Zhu hatte sich das Pixelschwert von Qiu ausgeliehen und es dann online für umgerechnet etwa 680 Euro verkauft.

Qiu meldete den Vorfall als "Diebstahl" bei der Polizei, aber die informierte ihn darüber, dass virtuelle Objekte nicht vom chinesischen Gesetz geschützt werden. Obwohl Zhu anschließend versprach, das Geld zu ersetzen, erstach ihn Qiu in einem Wutanfall, nur um sich kurz darauf der Polizei zu stellen. Er habe nie die Absicht gehabt, den Mann zu töten, sagte er später.

Nun hat ihn ein Gericht in Peking zum Tode verurteilt. Weil gleichzeitig ein Vollstreckungsaufschub verfügt wurde, kommt Qiu wohl mit dem Leben davon, muss aber lebenslang hinter Gitter. Bei guter Führung habe er die Chance, nach 15 Jahren freizukommen, berichtete die Zeitung "China Daily".

Die Mutter des erstochenen Spielers will gegen das Urteil in Revision gehen: "Mein Sohn war 26, als er starb." Er habe geschlafen, als der Mörder in seine Wohnung eingedrungen sei und nicht mal Zeit gehabt sich anzuziehen. "Wir wollen, dass Qiu sterben muss, sofort."

Onlinespiele erleben in China einen gewaltigen Boom, immer häufiger kommt es auch zum Streit über virtuelle Güter. Spielebetreiber in der Hochburg Shanghai planen mittlerweile eine Art Schlichtungsstelle für Eigentumsquerelen. "Wenn ein Cyberwaffen-Diebstahl stattfindet, können sich die Spieler an einen Operator wenden, der das Problem dann den Umständen entsprechend regeln wird", sagte ein Sprecher der neu gegründeten Organisation der Zeitung "China Daily".

Mit virtuellem Spielezubehör wird schon seit längerem schwunghafter Handel getrieben. Schwerter, Goldmünzen, Charaktere - all das verticken Gamer im Netz an Mitspieler, die keine Lust haben, sich die Sachen in stundenlangen Sessions am Monitor selbst zu erspielen. Spezielle Auktionshäuser vermitteln zwischen Käufern und Verkäufern und arrangieren die Treffpunkte für die Warenübergabe im virtuellen Raum. Der Ökonom Edward Castronova von der Indiana University schätzt, dass dabei mittlerweile pro Jahr rund 800 Millionen Dollar umgesetzt werden. Selbst der Branchenriese Sony hat das gewaltige Geschäftpotenzial erkannt und will noch in diesem Monat eine eigene Auktionsplattform für Everquest-Waren starten.

TheCracker
09.06.2005, 11:02
O,o

Was hat das im Newsbrett verloren??

AmunRa
09.06.2005, 11:58
Original geschrieben von TheCracker
Was hat das im Newsbrett verloren??
nichts ;)

Das Newsbrett ist nur für unsere News vorgesehen, bitte daran halten :)

Ultragore
09.06.2005, 16:45
Wegen jeder vergleichsweisen Lapalie wirst dort hingerichtet, aber ein Mörder bekommt "nur" lebenslänglich.

Verstehe einer die Chinesen. :boggled:

Tanea
09.06.2005, 18:53
Öhm, hier gehts doch um einen Mörder. Schließlich hat er seinen Kumpel erstochen.

Makku
09.06.2005, 20:03
Ich finde das ganz schön bedenklich...

ich meine, dass könnte wieder nur gefundenes Fressen für die Sendung Frontal werden...

Aber krass ist das alle Mal...

zum einen, dass generell in Asien offensichtlich eine ganz andere Spielkultur herrscht (mit 41 !!!) und das selbst erwachsene Menschen so dermaßen in der VR versinken...

Ich bin zwar auch schon 31... aber ich kann mich noch gut unter Kontrolle halten... und ich gebe zu:
Ich dürfte bei all den Dingen, die es heute gibt, keine 16 mehr sein... dann wäre ich ein hoffnungsloser Fall, der nur virtuelle Freunde hat...

"zu meinen Zeiten" gab es den guten, alten C64 (den kann man bestimmt schon im Museum bewundern) und der konnte einen schon damals in den Bann ziehen... hätte ich damals GW gehabt oder andere gute Spiele mit der heute aktuellen Hardware...

Huihuihui... ich wüßte nicht, wo das enden würde!
:confused:

MasterZelgadis
09.06.2005, 20:08
Also entweder habe ich ein ganz krasses Deja vu, oder das gab es schonmal. Kommt mir jedenfalls sehr bekannt vor dass irgendeiner da hinten mit dem Schwert einen Spielkollegen umbringt

FubaFarma
09.06.2005, 20:11
Original geschrieben von Makku

zum einen, dass generell in Asien offensichtlich eine ganz andere Spielkultur herrscht (mit 41 !!!) und das selbst erwachsene Menschen so dermaßen in der VR versinken...

Ich bin zwar auch schon 31...

nin in meiner gilde ist einer der 51(!) Jahre alt ist und ziemlich viel spielt ;)

aber das ist wirklich krass... hoffe mal solche dinge schwemmen nicht nach europa über :)


Original geschrieben von MasterZelgadis
Also entweder habe ich ein ganz krasses Deja vu, oder das gab es schonmal. Kommt mir jedenfalls sehr bekannt vor dass irgendeiner da hinten mit dem Schwert einen Spielkollegen umbringt

ja so gehts mir auch, ich glaube Amunra oder so hatte einen Thread vor 2 Tagen über das thema aufgemacht... weiss nicht mehr genau^^

Makku
09.06.2005, 20:37
Aber ganz ehrlich...

ich fände es cool, wenn ich mich 41 oder mit 51 auch noch "spielerisch" aktiv bin...

Bei mir dient das daddeln ganz klar zum "Abreagieren"... und natürlich: Es macht einen Heidenspaß...

Außerdem bleibt man auf dem laufenden.. und kann später seine eigenen Kinder besser verstehen und ganz anders erziehen in dieser Richtung...

Ich behaupte mal einfach, dass ein Großteil der Eltern von den 12-17-Jährigen nicht weiß, was ihre Kinder so mit dem PC alles anstellen können...

Aber soweit, dass man Freunde/Bekannte umbringt, darf es nicht gehen...!!! Das ist einfach krank!

Zahtera
10.06.2005, 22:17
@Makku

Mein Vater is 55 und Spielt GW und kommt sogar besser voran wie ich und ich bin 18 und viele von seinen Kumpels Spielen auch und auch sehr sehr lang! Aber das es soweit kommt das die sich mal gegenseitig umbringen wird nicht sein. Ich find das schon ziehmlich krank und bessesen wenn man schon so in seinem Spiel versunken ist das man sein Kumpel umbringt weil er sein Schwert verkauft hat!! Naja mich hät es nicht gewundert wenn er beim Mord noch versucht hat irgend einen Zauber zu beschwören.....wenn man schon soweit is das man mord begeht kann das doch auch sein oder ?
Krank manche Menschen von heute.....tz..tz..tz :(

Trollchen
10.06.2005, 22:43
Original geschrieben von MasterZelgadis
Also entweder habe ich ein ganz krasses Deja vu, oder das gab es schonmal. Kommt mir jedenfalls sehr bekannt vor dass irgendeiner da hinten mit dem Schwert einen Spielkollegen umbringt

Dürfte der Selbe sein, nur das er halt mittlerweile verurteilt worden ist - die Geschichte ging schon unmittelbar nach der Tat durch die Medien.

Berücksichtigen sollte man noch, das in China 680 Euro ungleich mehr wert sind als hierzulande.
"Ein Facharbeiter verdient etwa 430 Euro im Jahr" :wideeyed:
Quelle (http://www.spiegel.de/sptv/thema/0,1518,322527,00.html)

Und bei der Menge Geld passieren auch hier in Europa schon hässliche Dinge...

IMehler
10.06.2005, 22:47
alter hut. :staunen

AlfrayDerWeise
11.06.2005, 09:26
[/B][/QUOTE]

Original geschrieben von Trollchen

"Ein Facharbeiter verdient etwa 430 Euro im Jahr" :wideeyed:
.html]Quelle[/URL]


:yikes:


Original geschrieben von Makku
Ich finde das ganz schön bedenklich...

ich meine, dass könnte wieder nur gefundenes Fressen für die Sendung Frontal werden...

Aber krass ist das alle Mal...

zum einen, dass generell in Asien offensichtlich eine ganz andere Spielkultur herrscht (mit 41 !!!) und das selbst erwachsene Menschen so dermaßen in der VR versinken...

Ich bin zwar auch schon 31... aber ich kann mich noch gut unter Kontrolle halten... und ich gebe zu:
Ich dürfte bei all den Dingen, die es heute gibt, keine 16 mehr sein... dann wäre ich ein hoffnungsloser Fall, der nur virtuelle Freunde hat...

"zu meinen Zeiten" gab es den guten, alten C64 (den kann man bestimmt schon im Museum bewundern) und der konnte einen schon damals in den Bann ziehen... hätte ich damals GW gehabt oder andere gute Spiele mit der heute aktuellen Hardware...

Huihuihui... ich wüßte nicht, wo das enden würde!
:confused:
Also ich werde nächsten Monat 16 und habe kein Problem damit, Realität und Virtualität zu trennen. Ich hab zwar auch über Xfire oder halt auch in Guild Wars Freunde gefunden, trotzdem treffe ich mich viel lieber mit meinen richtigen Freunden. Ist halt schon schöner, wenn man sein
Gegenüber auch sehen kann und man auch etwas anderes als zocken kann...

Makku
13.06.2005, 11:15
Ich will ja auch nicht alle "unter 20-Jährigen" über einen Kamm scheren oder verurteilen,.... ich weiß halt nur, wie leicht ich früher schon für Computer-Spiele zu begeistern war (und da war das Angebot deutlich kleiner als heute)...
Und ich sehe für mich da einfach eine große Gefahr... aber glücklicherweise bin ich keine 15 oder 16 mehr... dafür bin ich ein braver Familienvater, der gelegentlich am PC spielt :angel

GraphiXx
13.06.2005, 12:58
Ich selbst bin 17 und schätze mich als "kontrollierten Zocker" ein.
Jedoch habe ich es tatsächlich schon öfters beobachtet, wie Freunde & Bekannte WoW süchtig wurden,....
Was in 70h WoW in der Woche resultiert, wofür schonmal die SChule geschwänzt wird,....in diesem Punkt muss ich dem Statement zustimmen, dass Online Rollenspiele sehr wohl süchtig machen können.,

Makku
21.06.2005, 08:54
Und hier haben wir schon den nächsten Fall... wieder in Asien, dieses Mal Korea...

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Online-Szene Asien20.06.2005,
Säugling erstickt - Eltern spielten WoW
In der koreanischen Stadt Incheon ist ein vier Monate alter Säugling in seinem Bett erstickt - während seine Eltern in einem nahegelegenen Internet-Cafe World of WarCraft spielten. Der 29-jährige Vater und die Mutter legten die Tochter nachmittags um vier Uhr in ihr Bett, um "ein oder zwei Stunden WoW zu spielen", wie die Polizei bestätigte. Als sie gegen 21 Uhr wieder zurück nach Hause kamen, war ihre Tochter bereits tot.
Der Polizeisprecher: Das Unglück hätte verhindert werden können, wenn die beiden ihr Töchterchen der Schwiegermutter zur Aufsicht gegeben hätten, die nur ein Stockwerk über dem Paar wohnt. Die beiden spielten zusammen World of WarCraft so oft es ihnen möglich war.
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Das ist doch echt der Hammer...

Lemy Mondschatt
21.06.2005, 09:24
Wenn man solche Dinge liest wird einem ja schlecht. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis sowas auch bei und passiert (hoffentlich nie, aber ich bin da eher pessimistisch..)
Hab zuletzt mal ne Sendung gesehen, wo eine Mutter in den USA Sony verklagt hat, weil ihr Sohn angeblich Selbstmord beging, weil er von Everquest nicht los kam. Und berichteten über Spieler, die selbst zugaben, süchtig nach online Spielen zu sein.
Im bin jetzt 39, und GW ist mein erstes Online Spiel, und Gott sei dank, bis jetzt bemerk ich nur die ganz normale Sucht zu spielen, dei ich bei jedem neuen Spiel am Computer hatte. (Was nicht so viele sind!). Aber eine gewisse Suchtgefahr besteht bei diesen Online Spielen schon. Wei man ja auch sozial mit seinen Mitspielern agiert. Dh.: Man verabredet sich zu festen Terminen mit seiner Gilde, fühlt sich verpflichtet dabei zu sein, etc. Das führt zwangweise zu einer gewisse Abhängigkeit zum Spiel, genau wie man ja auch gewisse Abhängigkeiten zu Familie, Freundeskreis usw. hat. Da könne labile Charaktere schon durcheinanderkommen, denk ich.
Hoffen wir das die GW Gemeinde stabil ist, und den Spaß am spielen behält.

Makku
21.06.2005, 09:44
Ich habe selber eine kleine Tochter.. und allein die Tatsache, dass die Ihr Kind alleine zu Hause gelassen haben... so ganz ohne "Aufpasser"... das kann ich schon gar nicht nachvollziehen...

Aber das als Grund dann auch noch ein Computerspiel genannt wird... oh mann...

Das passt natürlich wieder mal blendend ins Bild der PC-Spiel-Kritiker... aber offensichtlich besteht da bei einigen Menschen (Be-)Handlungsbedarf....

Und die kommenden Angebote mit Suchtpotential stehen ja quasi in den Startlöchern...

Lady Gwendolyne
21.06.2005, 10:07
Ich habe selber eine kleine Tochter.. und allein die Tatsache, dass die Ihr Kind alleine zu Hause gelassen haben... so ganz ohne "Aufpasser"... das kann ich schon gar nicht nachvollziehen...

Ganz meiner Meinung.
Ich hab auch 2 Töchter und es kommt schonmal vor, dass ich vor lauter GW am Nachmittag mal vergess die Kleine zu wickeln, aber dann bekomm ich von der Großen eins auf den Deckel.
Meistens schaun sie dann sowieso zu:p .
Aber dass die ihr Baby in der Wohnung allein lassen obwohl ein Sitter gleich daneben ist :eek: .
Und wieso haben die keinen eigenen Comp :confused: sind doch Koreaner???
Aber Spaß beiseite, sowas ist so unverantwortlich, dass es für die Tochter ja eigentlich besser so ist.

Lemy Mondschatt
21.06.2005, 10:23
Sowas ist als normaler Mensch einfach nicht zu verstehen. KEIN Spiel dieser Welt kann wichtiger sein als die eigenen Kinder! Wie krank muß man sein, damit sowas passiert?

Trollchen
21.06.2005, 19:30
So wenig Verständnis ich auch dafür habe, ein kleines Kind allein daheim zu lassen, so wenig hätten die Eltern vermutlich auch daheim machen können.

Glaubt jemand wirklich, das man das im Nebenzimmer irgendwie mit bekommt, wenn die Atmung des Kindes aussetzt und es erstickt ?

Das hört man wohl in keinem Babyphon der Welt und das Phänomen des plötzlichen Kindstodes ist nun wirklich nix neues und passiert nicht nur bei Abwesenheit aufgrund eines Computerspieles. Wie lange glaubt ihr, braucht das Kind um zu ersticken ?

Da langen wenige Minuten und das kann passieren, während ihr dabei seid.


Unter dem plötzlichen Kindstod, auch sudden infant death syndrom oder SIDS genannt, versteht man den unerwarteten Tod eines scheinbar völlig gesunden Säuglings, ohne dass die Vorgeschichte oder eine gründlich Obduktion (Untersuchung der Leiche) die Ursache klären könnten. Die Eltern finden ihr Baby, dass kurz zuvor noch vollkommen munter schien, tot in seinem Bettchen auf.
Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache im ersten Lebensjahr. In westlichen Industrieländern stirbt etwa eines von 1000 Neugeborenen an diesem Syndrom. Der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, selten sind Kinder vor dem zweiten oder nach dem sechsten Lebensmonat betroffen, fast nie nach Ende des ersten Lebensjahres.
Der plötzliche Kindstod kommt in allen Bevölkerungsschichten etwa gleich häufig vor. Ist bereits ein Kind in der Familie gestorben, liegt das Risiko für danach geborene Geschwister um das Drei- bis Fünffache höher. Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht haben ein gegenüber Reifgeborenen auf das Doppelte erhöhtes Risiko für das SIDS.

Quelle und mehr Infos (http://www.gesundheitpro.de/partner/surfmed/krankheiten/kinderkrankheiten/ploetzlicher_kindstod) - außerdem fördert google noch massig Infos zu Tage.

Man kann's auch übertreiben mit der Hexenjagd und bei so Sätzen wie "Aber Spaß beiseite, sowas ist so unverantwortlich, dass es für die Tochter ja eigentlich besser so ist" stellen sich mir die Nackenhaare auf...

Das kann schon passieren, während man kurz mal auf die Toilette geht, selbst wenn man im selben Zimmer wie das Kind schläft, wird man es nicht mit bekommen und es ist schwerlich möglich 24 Stunden rund um die Uhr auf ein Kind aufzupassen.

Sicherlich isses fahrlässig, keinen Babysitter geholt zu haben - nur der hätte auch allenfalls die Leiche gefunden und ob die Eltern nun einkaufen, im Kino, oder halt Computer spielen waren - macht im Nachhinein keinen Unterschied.

Lemy Mondschatt
21.06.2005, 21:01
Da mit dem Säuglingstod hast du ja vollkommen zurecht. Aber so wie es dieser Artikel beschreibt, hätte das unglück verhindert werden können. Außerdem weist du ja nicht, ob das Kind jetzt am Säuglingstod gestorben ist, oder nicht.
Wie es auch sei, allein das Kind alleine zu lassen, ist schon harter Toback!

zitat:
dass es für die Tochter ja eigentlich besser so ist...

Da geb ich dir recht, ist über das Ziel hinausgeschossen.

Die Frage ist aber immer noch, ob ein (Online-)Spiel so süchtig machen kann, das man dafür ein Mord begeht, bzw. seinen Säugling alleine läßt?
Mit meinen vorherigen Post meinte ich auch, wie krank man im Sinne von süchtig sein kann, damit sowas passiert?
Wie ja auch Alkoholsüchtig oder süchtig nach Drogen als Krankheit gesehen wird.

TheCracker
21.06.2005, 21:13
Schaut euch gollum an der hat für nen Ring seinen FGreund geklillt ^.~

Lady Gwendolyne
22.06.2005, 02:46
So krass hab ich dass nicht gemeint.
Meinte mehr, dass man sich bei manchen Eltern denkt, sie hätten besser keine Kinder in die Welt gesetzt.
Wenn ein Kind stirbt ist das immer scheiße. Egal wie krank die Eltern waren.
Das mit dem Kindstod stimmt schon, aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass manche Eltern die Risikofaktoren nicht aus dem Weg räumen. Z.B ein dickes Kissen /Decke.
Nimm mal an, sie hätten das Kind ins Bett gebracht und zugedeckt. In dem Alter fangen sie an, sich vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt zu drehen.
Bei meiner kleinen Tochter hab ich beobachtet, das wenn sie sich auf den Bauch drehte, immer zu faul war, den Kopf seitlich zu drehen. sie lag also mit dem Gesicht zum Boden.
Wenn das bei deren Tochter nun auch so war, und sie wach wurde und spielerisch anfing sich zu drehen. Dann muss nur das Kissen einen Tick zu dick sein, oder die Decke im Weg liegen. Das Kind schreit natürlich weil es keine Luft bekommt, aber der kopf ist in dem Alter zu schwer, als das es ihn von selbst soweit aus der Decke rausbekommen würde.
Vor allem nicht dauerhaft.
Und da wären eigentlich die Eltern ins Spiel gekommen. Denn wenn mein Kind weint, dann kümmer ich mich darum. Vor allem in dem Alter!!!!!
Sie waren nicht da, ergo musste die Tochter ersticken. Und das ganz ohne diesen idiotischen Panikmacher Kindstod.
Da machen sich Leute einen kopf über eine Sache, die zu 90% verhinderbar ist. Und das allein durch richtige Bettwäsche, Lüften und nicht Rauchen.
Aber gerade bei letzterem wollen manche Eltern ja partout nicht die Finger von lassen, nicht mal für die Gesundheit der eigenen Kinder.
Und über sowas schüttel ich genauso den Kopf.

mageDSA
22.06.2005, 10:35
Zur Sucht selbst !

Ja Computer Spiele machen süchtig !

Mit dem Commodore VC20 fing es an bei mir.
Ich machte alles mit ZX81 MSX XL700 CPC464 C64 Amiga Atari ST etc.

xx PCS seit sie VGA können etc.

Also man kann sagen ja ich hab schon viel mitgemacht !

Und es war immer ein Hauptteil meines Lebens, klingt komisch ist aber so.

Wie siehts mit Freunden aus bie mir tjo 2-3 vielleicht den Rest hab ich verloren oder eher gesagt aufgegeben weil die Fussball fans sind und mir Fussball nichts gibt genauso wenig Saufen am Weekend.
Nein da laufen bei mir die 2 Pcs Rund um die Uhr !

Süchtig biin ich schon lange keine Frage und kann auch damit nicht aufhören, ich richte halt mein Leben danach.

Eine Familie hab ich auch keine war mir auch nie wichtig hin und wieder eine Beziehung aber auch nichts auf Dauer interessiert mich im Prinzip auch nicht.

Ich wollte nie in ein Schema A gehören:
Ausbildung/Studieren Heiraten Kinder bekommen Haus bauen verschuldet bis ins Pensionalter zu sein und in Rente gehen

Von Berüf bin ich Systemadministrator, ergo auch mit Computern zu tun.

Tja diese Blechtrotteln sind meine Begleiter und die Spile der Zucker im Kaffee.

Ob ich Gewaltgedanken habe? Nein ich bin eher Aggresiv beim Autofahren aber nicht wegen dem Arbeitstag sondern wegen den Verkehrsteilnehmern !

Das Thema Computer Sucht wird noch nicht so ernst genommen von der Gesellschaft aber die Folgen werden sich unschön auf uns alle Auswirken.

TheCracker
22.06.2005, 10:51
Du solltest mal in eine Selbsthilfegruppe gehen
Ich sitze zwar täglich vorm PC mehrere Stunden aber deswegen bin ich nicht süchtig...
Und Entzugserscheinungen habe ich auch keine wenn ich mal für 4 wochen in Urlaub fahre
und NIE würde ich PC spielen wenn ich stattdessen etwas mit meinen Freunden unternehmen könnte...
Echt du solltest mal in ne Selbsthilfegruppe:eek: :eek:

Makku
22.06.2005, 11:22
Original geschrieben von mageDSA
Zur Sucht selbst !


Und es war immer ein Hauptteil meines Lebens, klingt komisch ist aber so.

Wie siehts mit Freunden aus bie mir tjo 2-3 vielleicht den Rest hab ich verloren oder eher gesagt aufgegeben weil die Fussball fans sind und mir Fussball nichts gibt genauso wenig Saufen am Weekend.
Nein da laufen bei mir die 2 Pcs Rund um die Uhr !

Süchtig biin ich schon lange keine Frage und kann auch damit nicht aufhören, ich richte halt mein Leben danach.



Oh mann.. Du erkennst Deine Sucht und das ist gut. Aber genau das meinte ich mit Eröffnung des Threads. Es ist super schwer, einen vernünftigen Mittelweg zu finden. Früher, als Schüler, habe ich viel Zeit am Computer (C64 und Amiga) verbracht... der erste PC kam dann in der Zivizeit... und in der Ausbildung war er auch immer da... und im Studium sowieso...
Aber irgendwie habe ich einen Mittelweg gefunden... ich habe viel Zeit damit verbracht,..keine Frage... meine Eltern haben, als ich noch zu Hause wohnte, keine Ahnung davon gehabt... gelegentlich kam mein Vater mal und schaute, was ich da so mache... aber interessiert hat es ihn nicht wirklich...
Aber ich habe trotzdem noch andere Sachen gemacht... und das ist auch wichtig... so kann ich mich heute immer noch an den guten Spielen erfreuen...und abends findet sich immer ein Stündchen zum daddeln...

Naja... das man sein Leben so nach dem PC ausrichtet... ich weiß nicht... das kann nicht der ideale Weg sein... Die Gefahr, reale Probleme zu verdrängen, weil sie in der VR nicht vorhanden sind... und sich daher ständig in die VR flüchtet... das schreit nach Maßnahmen!

Ich sag ja... ich wüßte nicht, was aus mir geworden wäre, wenn ich diesen Konsummöglichkeiten ausgesetzt wäre, wie sie heute vorhanden sind...

Aber ehrlich:
Nachdem was ich so höre, ist es für manche schwieriger, den PC aus zu lassen, als mit dem Rauchen aufzuhören oder so

Ich finde das bedenklich!

:confused: :confused: :confused: :eek:

Balor
22.06.2005, 12:05
Üble Sache das. Einen Kollegen wegen Einsen und Nullen umzunieten ist schon wirklich krank.
Daran sieht man sehr gut das gewaltige Suchtpotenzial von Computerspielen, allerdings darf man die Sache auch nicht überdramatisieren.
Schließlich gibt es nunmal überall Verrückte und wie bereits gesagt wurde sind 600 €nen bei denen eine ganzer Haufen Asche.
Wenn man das umrechnet, nach Facharbeitergehalt(gut ist von Bereich zu Bereich unterschiedlich ;)), sind das wohl knapp 60k € in Deutschland, da wurden schon Viele für weniger ermordet. :(

Das mit dem Kind ist wiedermal so ein Medienzirkus, da die Eltern auch beim Tennis hätten sein können ohne den Ablauf der Ereignisse zu beeinflussen.

Alles in allem: Spiele = Suchtpotenzial ->aufpassen. ;)

Lemy Mondschatt
22.06.2005, 12:30
Also mir geht es fast, aber nur fast, genau so. Ich hab auch mit dem alten Z80 angefangen, und hab eigentlich auch immer ein Computer gehabt, und auch immer am Computer gespielt. Ist dann auch mein Beruf letztendlich geworden. Aber trotzdem kom ich ohne Computer aus. Ist doch auch nur ein Werkzeug. Und niemand würde zum Schreiner sagen, das er nach Hammer und Säge (nein, nicht Sichel!;) ) süchtig ist, weil er die ständig benutzt.
Und nix ist wichtiger als mit Freunden abends schön bei nem Bier zu sitzen und mal keinen Computer dabei zu haben.:D Im Ernst, wenn man meint nach der Kiste süchtig zu werden oder zu sein, sollte man gezielt sich mal wieder dem RL und seinem Umfeld zuwenden. Dann merkt man ganz schnell was wirklich wichtig ist!

Makku
22.06.2005, 12:40
Original geschrieben von Lemy Mondschatt
...
Und nix ist wichtiger als mit Freunden abends schön bei nem Bier zu sitzen und mal keinen Computer dabei zu haben.:D ...zuwenden. Dann merkt man ganz schnell was wirklich wichtig ist!


Jau... ::rost da stimm ich Dir zu... von einer Sucht gleich zur nächsten :iro

Bierchen ist was feines... gerade an diesen heißen Tagen...lecker grillen und Bierchen... da sind die wahren Freuden... und nächstes Jahr wird das noch perfektioniert... da läuft dann parallel dazu noch die WM...

Das ist das RL... das kann ein Computer nicht bringen...

Aber mal was anderes...

Du hast gesagt, PC-Spiele und Beruf hängen zusammen, oder?:confused:

Was machst Du und wie kann man diese Interessen am besten vereinen... oder ist das einen eigenen Thread wert???

Lemy Mondschatt
22.06.2005, 12:57
Sry, da hab ich mich falsch ausgedrückt: Ich meinte das der Computer dann doch mein Beruf wurde. Bin heute Admin für ne CAD Abteilung. Kein eigner Threat notwendig.

Und du hast recht: Sehr viel schönes im Leben kann der Computer einfach nicht ersetzen!!

apo-k-lyps
22.06.2005, 13:34
werde nu auchmal was dazu sagen,

bin 21 und habe auch meine PC und Konsolenstunden hinter mir.

Wie üblich fing alles früch an von Amiga500 über PC´s aber auch konsolen (Fast alle bis auf Mircosoft) und ja auch teilweise im Sommer wenn es draussen schön warm war.

Ich muss dazu sagen das meine Eltern zwar damals nie genau wussten was ich da mache aber Sie haben mir beigebracht es nicht zu übertrieben. Ich spiele auch heute noch gerne PC (GW) wie auch Konsole (z.B. PES4) Es gibt tage da verabreden sich 2-4 Freunde (Makku z.B.) und spielen Abends auch mal 5-7 Std. Fussball an der Konsole, und ja ich hatte auch schon bei den final Fantasy´s das gefühl in der Schule "boar ich muss unbedingt nach Hause, Level aufsteigen weiterspielen" Aber NIE gab es bei mir nur den geringsten Ansatz dafür Schule blauzumachen, nicht zur Arbeit zu gehen oder sonstiges!

Es gibt leider bestimmt Menschen die keine Freunde haben weil sie in der Inet Zeit gefangen sind, ja super 30 Leute in meiner ICQ Liste ist nicht das optimum... wer kommt denn dann mal ins Krankenhaus wenn dir was passiert ist? Keiner weil mehr als das da bei den anderen apo-k-lyps auf standig "off" steht ist da nicht hinter...

Ich meine das das Internet und desen Anonymität viele Gefahren birgt. Viel Schutz auch für Leute die Irgendwie Angst haben.

Siehe die SIMS, man kann ein "Leben" nachspielen. Ich behaupte das viele die das Spielen leider nichtmal ihr eigenes Leben auf die Reihe bekommen.

Ich spiele auch mit Freunden real Fussball, sitzte mit Ihnen zusammen schaue Fussball unterhalte mich. Auch auf Lan Partys gehe ich aber nicht weil ich da zocken kann, sondern weil ich für meinen Teil mit Freunden zusammen bin.

Das Leute getötet werden wie in China, okay es hat mich auch schockiert aber es wird leider immer Schwache Geister geben die einfach "ausschalten"... Wer kommt auf die Idee ein kleines Kind zu vergewalltigen und zu töten.? Kranke Menschen und ich habe mal einen tollen Spruch gehört "Den Zustand einer Gesellschaft erkennst du an den Gefängnissen" oder so...

Im großen und ganzen sollte man den PC allgemein die neuen Multimedialen Sachen nicht unterschätzen. Alleine im Büro, 8 std sitze ich vor dem Monitor, arbeite und surfe wie grade im Inet... das ist schon alles "einfach" und verlocken" aber ganz erlich, ich für meinen Teil kann auch mal abschalten... Und in 14 Tagen Türkei oder auch länger fehlt mir vielleicht solange der PC die PS2 bis ich das Meer, gute Freunde, Meine Freundin oder den Pool + Blauen Himmel mit Sonne sehe...

Und so verbleibe ich mit den Worten, "Reale gute Freunde sind das beste was dir im Leben passieren kann"

Peace, ich bin raus!

Makku
24.06.2005, 13:04
Es gibt mal wieder News aus Südkorea... dieses mal wird zwar nur vermutet, dass die Ursachen für einen Amoklauf eines Koreanischen Soldaten in seiner Begeisterung für Online-Kriegsspiele zu finden ist... aber das wirklich interessante ist der letzte Absatz, den ich hier eingefügt habe...

....(vollständiger Artikel unter http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,361906,00.html)

Das koreanische Verteidigungsministerium machte aber nicht den Geisteszustand des Täters, die Lebensbedingungen in der Grenzregion oder die Hänseleien seiner Kameraden für die Bluttat verantwortlich - sondern Onlinespiele. "Er war süchtig nach Online-Kriegsspielen", heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums. "Er war in den meisten davon sehr gut". Weiter schreiben die Beamten: "Er verbrachte so viel Zeit mit Tagträumen, dass er die reale Welt nicht von der imaginären unterscheiden konnte."

Der Soldat hat die Tat bereits gestanden. Der südkoreanische Verteidigungsminister bot wegen des Zwischenfalls seinen Rücktritt an, Präsident Roh Moo Hyun hat aber noch nicht über das Gesuch entschieden.

Onlinespiele sind in Südkorea äußerst populär, auch deshalb, weil es weiltweit nirgends so viele Breitband-Internetanschlüsse gibt wie dort. In letzter Zeit häufen sich in dem Land kritische Berichte über die Folgen der massenhaften Begeisterung fürs Spielen im Netz. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Elternpaar einen Säugling zu Hause gelassen, um in einem Internetcafe spielen zu gehen. Das Kind erstickte in ihrer Abwesenheit.

Balor
24.06.2005, 13:45
Ist schon klar, dass das Ministerium nicht sagen wird, dass die Zustände die in ihrer Verantwortung liegen für die Tat ausschlaggebend waren.

Aber ist mal wieder ein toller Spiegelbericht, kann mich noch an den Bericht des Spiegels errinnern, indem starcraft als Ballerspiel denunziert wurde. :D