Blogeintrag zu den Jotun

  1. Genewen
    Genewen
    Hallo allerseits!
    Im neuesten Blogeintrag dreht sich alles um die letzten Vertreter der alten Riesen.
    Wir wären wie üblich höchst dankbar für jeden fleißigen Helfer!

    http://www.arena.net/blog/the-savage-pride-of-the-jotun
  2. Viashvaroth
    Viashvaroth
    Ich übersetz das morgen früh, reicht das?^^ Heute ist leider schlecht...
  3. Genewen
    Genewen
    Klar, ist in Ordnung. Ich wäre heute auch nicht mehr dazu gekommen.
  4. Viashvaroth
    Viashvaroth
    Aber jetzt!

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    <b>Der wilde Stolz der Jotun</b>

    Die Jotun sind die letzten Überbleibsel eines antiken Gigantenvolkes. Einst mächtig, fortgeschritten und überheblich, ernannten sie sich selbst zu den Herren über die Zittergipfel und setzten sich auf den höchsten Berggipfeln riesige Monumente. Ihre Führer, als Riesenkönige bekannt, waren furchterregende, mächtige Wesen, die in den Fertigkeiten der körperlichen Stärke genauso bewandert waren wie in Magie und Weisheit.

    Obwohl die Jotun alle besiegten, die ihre Kontrolle über die Berge bedrohten, kamen sie nicht zur Ruhe. Da sie überzeugt waren, dass sie die auserwählte Rasse seien, wurden sie besessen von der Reinheit ihres Blutes und der Zahl ihrer Helden, Kriegsführer und Riesenkönige in ihren Linien. Das Blut wurde als Grund hergenommen, um einen Jotun über den anderen zu stellen, sich Land anzueignen und mit der Zeit andere "niedrigere" Stämme auszurotten. So kam es, dass, nachdem die Jotun alle ihre äußeren Feinde ausgelöscht hatten, die Riesenkönige sich gegeneinander wandten und jeder die absolute Kontrolle forderte. Familien bürdeten sich gegenseitig Kriege auf, Brüder bekämpften sich, bis die Stämme in inneren Kriegen um die Vorherrschaft aufbrachen.

    <i>"Ich werde Euch die Jotuns vergangener Zeiten zeigen, als wir über die Zittergipfel als mächtige Herren wandelten. Seid Zeuge der Wildheit, der Gier und der Eitelkeit, in der unsere glorreiche Herrschaft endete..."

    - Thruln, letzter der Riesenkönige</i>

    Vor langer Zeit besaßen die Jotun die Fähigkeit zur Magie und waren darin ausreichend bewandert, um in den Zittergipfeln magische Monumente zu erschaffen. Manche Historiker glauben, dass die Zeit der Jotunmagie sogar der Ankunft der Götter der Menschen und der Erschaffung der Blutsteine vorausgeht. Dennoch verloren die Jotun im Laufe der internen Kämpfe, des Bürgerkriegs und im Gemetzel all ihr Wissen um die Magie. Ihre mächtigen Weisen wurden getötet und ihre Sagen und Mythen ausgelöscht, bevor sie die Tradition der Jotunmagie fortsetzen konnten. Alles was von ihrer einst großartigen verborgenen Spiritualität blieb, sind ein paar eingekerbte Runen auf vergessenen schneebedeckten Gipfeln.

    <b>Neurere Geschichte</b>

    <i>"Sehet diesen Stein und seid Euch der Macht gewahr, die eines Tages die Welt erobern wird."
    - geschrieben in einem Jotundokument</i>

    Über die Jahrhunderte sind die Jotun von ihrem erhabenen Status gefallen, haben die Beherrschung der Technologie und Magie, die sie einst benutzt hatten, verloren und gedenken ihrem einstigen Stand als Könige über das Land nur noch in Legenden und Geschichten. Während sich die Jotunführer darum bemühen, den einstigen Ruhm wiederzuerlangen und sich selbst die verlorene Macht anzueignen, glauben die meisten Nachkömmlinge, dass die ruhmreichen Tage der alten Gigantenkönige für immer verloren sind.

    Die Jotun haben viele der Dinge, die sie einst groß gemacht hatten, verloren. Ihre Geschichte ist zerstreut, viel davon verloren, jegliche Religion, höhere Weisheit oder Wissen um Erfindungen, das sie früher beherrschten, ausradiert und nur die Überreste ihres einst großen Volkes bleiben. Genauso wie die wuchtigen Steinmonumente, die ihr Volk einst aufstellte und die immer noch in den Zittergipfeln gefunden werden können, haben die Jotun ihre Bestimmung verloren und damit ihren Sinn.

    Als wilde und rachsüchtige Geschöpfe, die sie nun sind, fallen die Jotun über jeden Reisenden, dessen sie gewahr werden, her. Oftmals besänftigt durch Abgaben und Schmeicheleien, lassen sie die Nicht-Jotun manchmal nur mit einer Drohung oder einem Schlag passieren. Treffen allerdings Jotunclans aufeinander, geben sie sich nicht eher zufrieden, bis einer von ihnen ausgelöscht ist.

    <b>Zusammenleben</b>

    Die Jotun organisieren sich selber in großen Verbänden, ob nun durch Blut oder Zusammenschluss verbrüdert und werden vom Stärksten unter ihnen angeführt. Diese Stärke kann körperlich oder magisch bedingt sein, aber wird immer mit brutaler Macht gezeigt. Die Jotun respektieren keinen Führer, der seine Anordnungen und Gesetze nicht physisch durchsetzen kann. Sie töten und ersetzen jeden, der seine Stärke verloren, versagt oder den Stamm nicht zum Ruhm geführt hat. Ein Charrsoldat mag eine überlegte Entscheidung treffen, einen Führer, der versagt hat, zu töten, um den Sieg für die Kriegstruppe herzustellen. Ein Jotun ist eher ein tollwütiges Tier, das einen beim ersten Anzeichen von Schwäche in Stücke reißt, egal welche Langzeitfolgen das für den Clan hat.

    Jotun unterscheiden sich eher durch das Geschlecht: Die männlichen Exemplare sind aggressiver und übernehmen Führerrollen, während sich die Frauen auf die Kindererziehung beschränken. Männer schließen sich zu kleinen, blutsverwandten Gruppen zusammen und sind ständig drauf bedacht, jeden anderen Jotun, den sie auf ihrem Territorium entdecken, zu eliminieren. Im Grunde genommen zielen die inneren Kriege der Jotun nur darauf, die Vorherrschaft eines einzigen blutverwandten Stammes zu sichern. Daher ist es für die Jotun auch unabdingbar, ihre Frauen und Kinder zu schützen. Ein Reisender wird diese nie in offenem Gelände antreffen, da die Familie stets gut vor der Welt versteckt ist, während die Männer jagen und Nahrung für alle bringen.

    Während viele der "barbarischen" Völker von Tyria einen Sinn für Ehre oder einen Ethikkodex besitzen, verfügen die Jotun nur über wenige moralische Beschränkungen innerhalb ihrer Bevölkerung. Sie beschützen und verteidigen ihre Familie, ihren Clan und ihr Land mit allen Mitteln. Ein Jotun mag sein Wort brechen, unter Eid lügen und verwerfliche Dinge tun, wenn er davon überzeugt ist, dass es ihm Macht verleiht oder seinen Clan stärkt (bzw. den anderen zerstört). Einzelne, die in der Vergangenheit versucht haben, mit einem Jotunclan Frieden zu schließen, mussten zu ihrem großen Bedauern lernen, dass sich Jotun nur solange an die Abmachungen halten, solange es ihnen zum Vorteil gereicht. Viel eher geschieht es, dass sich ein Clan nur an die Vereinbarungen hält, um Zeit zu überbrücken oder die eigene Stärke aufzubauen, um sich der Narren, die ihnen vertraut haben, möglichst schnell zu entledigen.

    <b>Religion</b>

    <i>"Wen ich anbete? Hah! Mich selber!"</i>

    Das was in religiöser Sicht den Jotun am nächsten kommt, ist ihr starker, erklärter Glaube, dass ihr Blut magisch ist - mächtig und göttergleich. Jeder Jotunclan verehrt seine Vorfahren und kann diese bis zu irgendeinem mächtigen Riesenkönig der Sage zurückführen. Viele dieser Legenden um die Riesenkönige haben sich in den religiösen Mythen und im Lebensgefühl der Jotun niedergeschlagen, wobei sich jeder Clan auf sein legendäres Blut beruft, dass ihn bemächtigt, ihn durch Prüfungen bringt und schließlich den Sieg garantiert. Während man nicht davon sprechen kann, dass die Jotun ihre Vorfahren anbeten, zielen sie dennoch darauf, diesen durch Eroberungswillen, persönliche Hingabe und eigenen Stolz nachzueifern.

    <b>Hinter den Kulissen</b>

    Obwohl wir die Jotun auch schon im originalen Spiel eingeführt hatten, wollten wir ihnen in Guild Wars 2 noch mehr Leben einflößen, vor allem in den Nornteilen der Welt. Wir wollten, dass sie mehr sind als "biestige Auftraggeber mit großen Knüppeln" und dies wollten wir mittels einer langen, aber tragischen Geschichte, die wir ihnen gaben, bewirken. Wir beabsichtigten, aus den Ogern genauso wie den Jotun eine alte Rasse machen, da beide miteinander verbunden sind. Indem wir den Jotun eine verloren gegangene Vergangenheit gaben, die durch ihre eigenen Mängel verdorben wurde, erhielten sie mehr Tiefe und fügen sich so besser in die Gesamtgeschichte von Guild Wars 2 ein.

    Die neuen Darstellungen der Jotun zeigen diese größer und intelligenter aussehend als im originalen Spiel, was die Geschichte der Rasse besser unterstreicht sowie die Tatsache, dass es sich um fühlende, gewitzte Wesen handelt, nicht um steinwerfende Primitivlinge. Die Einfachheit, die sich in ihrer Kleidung und ihren Waffen niederschlägt, ist ein scharfer Kontrast zu den magischen Monumenten in ihren Lagern, aber so beabsichtigt. Es ist wichtig im Spiel, dass der Abstieg des Volkes von Macht und Zivilisation in die Primitivität aufgrund ihrer eigenen Unfähigkeit zur Befriedung gezeigt wird. Darin wird versinnbildlicht, was passieren kann, falls die Spielercharaktervölker nicht ihre alten Streitigkeiten begraben können und sich nicht gegen die Bedrohung durch die Älteren Drachen vereinigen.
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