Wie entsteht ein MMO von der Größenordnung von Guild Wars 2? Gibt es einen geheimen Plan oder ist es einfach nur ein Riesenkraftakt, eine Fantasiewelt wie Tyria aus den Köpfen der Entwickler in Pixel umzusetzen? Diesen Fragen spürt Game Designer Ben Miller im neuesten Blogpost von ArenaNet nach und nennt die goldenen Regeln, die sich das Guild Wars 2 Team bei der Erschaffung des Spiels gesetzt hat:
Deutsche Zusammenfassung |
| |
- Die Welt lebendig werden lassen: Wie die reale Welt soll auch die Umgebung von Tyria nach gewissen Gesetzmäßigkeiten funktionieren - mit seiner Geschichte, Nationen, politischen Gegebenheiten, Ökosystemen, die alle interagieren müssen. Ständig muss überprüft werden, ob neue Elemente in dieses Gefüge passen.
- Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg: Auch wenn 1000 Entscheidungen zu treffen sind, wenn neue Dinge in das Spiel implementiert werden, ist ein Parameter besonders wichtig: das Teamwork der Spieler, ohne das man zueinander in einem Konkurrenzverhältnis steht. Daraus entwickelte sich das Combo System, in dem die Angriffe der Teammitglieder Synergieeffekte nutzen. Gleiches gilt für die dynamischen Events, wo alle Spieler an einem Strang ziehen.
- Das Spiel spielen, nicht die UI bedienen: Um möglichst tief in das Geschehen von Tyria eintauchen zu können, haben sich die Entwickler bei der Gestaltung des Interfaces auf das notwendigste beschränkt. Manche Funktionen erscheinen nur, wenn sie unmittelbar gebraucht werden.
- Etwas riskieren: In einem Team von kreativen Köpfen soll es möglichst wenig Denkverbote geben und neue Ideen ausprobiert werden können, was manchmal auch zu Fehlentwicklungen führt, die dann neu vom Reißbrett weg konzipiert werden müssen. Das Design der Sylvari war z. B. so ein Fall, das nochmals iteriert wurde, oder die Nachbearbeitung der verschiedenen Klassen. Miller betont, dass solche Entwicklungen in einem kreativen Prozess völlig normal sind und dazu gehören.
- Mach es gut oder lass es sein: Im Entwicklungsprozess muss immer wieder entschieden werden, in welche Elemente die zur Verfügung stehenden Ressourcen gesteckt werden, was wichtig ist und was weniger. Jede Entscheidung für ein bestimmtes Element gibt ein anderes auf. Zum Schluss muss ein Produkt entstehen, dessen einzelne Bestandteile den hochgestellten Anforderungen genügen.
- Respekt vor dem Spieler: Miller betont, dass ArenaNet dem Spieler ein hochwertiges Freizeitvergnügen ermöglichen möchte, wo man neue Freunde kennenlernt und Abenteuer bestehen kann, nicht sinnlose Inhalte, die als zeitverschendend empfunden werden.
|

Quellen: Arena Net Blogpost
Lesezeichen