Die unterschiedlichen Anforderungen in den dynamischen Events (einmal klaubt man Äpfel auf, das andere mal hat man es mit Zentaurenhorden zu tun) sind durchaus beabsichtigt und sollen eine unterschiedliche Spielerfahrung schaffen. Mit fortschreitendem Spiel verzahnen sich auch die Eventketten noch mehr ineinander, aber dennoch möchte man anspruchsvolle Inhalte hin und wieder z. B. durch Minispiele unterbrochen sehen. Auch bisher bekannte Regionen stehen hinsichtlich der Events noch auf dem Prüfstand. Die individuellen Auswahlmöglichkeiten bleiben jedoch variabel, so dass keine Langeweile aufkommen soll.
Da der Schwierigkeitsgrad gerade in den Anfangsgebieten von vielen Spielern als zu hoch empfunden worden ist, gab es schon zur 2. Beta einige Änderungen, so z. B. in den Levelgebieten 1 bis 5 oder in der Herabstufung der Nutzung von mehreren Fertigkeiten durch die Gegner. Auch hier ist das Feedback durch die Spieler essentiell, genauso wie die Statistiken des internen Teams, das z. B. beobachtet, wie oft Charaktere in einem bestimmten Gebiet sterben.
Gefragt nach dem Grad der Fertigstellung erzählt Johanson, dass die gezeigten Anfangsgebiete natürlich schon viel ausgereifter sind als der Rest des Spiels.
Johanson betont noch einmal, wie wichtig die Betaevents für die Entwickler sind. Nicht nur als Feedback zu Fehlern und als Anregung für Verbesserungen, sondern auch in psychologischer Hinsicht, da diese den Staff, der intensiv an den Wochenenden teilnimmt, regelrecht beflügeln und Ideen geben.
Viele der von ArenaNet entworfenen Spielprinzipien werden von anderen Entwicklern bereits übernommen, z. B. die Bindung von Fertigkeiten an Waffen durch The Elder Scrolls Online. Johanson sieht das gelassen: In der Spieleindustrie schaut einer vom anderen ab und erinnert dabei an World of Warcraft, das unzählige Male kopiert worden ist. Da die Entwicklung von MMOs extrem teuer ist, gehen viele Spieleschmieden auf Nummer sicher und kopieren nur bewährte Spielmechaniken. Innovationsbereitschaft sieht man dagegen nur selten. Dennoch versucht ArenaNet mit Guild Wars 2 neue Wege zu gehen und möchte dies auch in Zukunft so handhaben.
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