Guild Wars 2 vs. Activision-Blizzard Aktienkurs
Ein ganz normales Börsenmärchen:
Es war einmal ein französischer Abwasserkonzern. Der hatte es nach 100 Jahren satt, Scheiße aus französischen Häusern zu pumpen. Also kaufte er sich Universal Music, Universal Studios, ein Handynetz, Fernsehsender sowie noch ein paar Firmen und machte sich daran. Scheiße in Häuser in der ganzen Welt hinein zu pumpen. Unter den Firmen, die der ehemalige Abwasserkonzern besaß, war auch eine Gans, die goldene Eier legen konnte. Weil das nicht genug war, bekam die Gans einen Gänserich, damit sie jeden Tag auch noch einen Diamanten kackte. Die Gans beschwerte sich nicht und erledigte diese Aufgabe zuverlässig über viele Jahre hinweg. Sie wusste ja, was mit Gänsen passierte, die das nur widerwillig machten, wie Schwestergans Sierra und Schwestergans Valve. Sieben lange Jahre war die Gans zur Stelle, wenn die Konzernmutter ein neues goldenes Ei brauchte oder einen Diamanten, denn das Spielen mit all den anderen Spielsachen wie Fernsehsendern, Filmstudios, Musikverlagen und Handynetzen war schließlich nicht ganz billig.
Doch es kam wie es kommen musste - die goldene Gans sollte verkauft werden, damit der Mutterkonzern weiter Abwasser in Häuser hinein- und hinauspumpen kann. Nur leider waren die goldenen Eier nicht mehr ganz so groß und auch die Diamanten etwas kleiner. Es waren freilich noch immer die dicksten Eier der Welt, nur wollten selbst die Banken, die sonst zu groß zum Scheitern waren, nicht das Risiko eingehehen, zu viel für eine Gans zu bezahlen, die goldene Eier legt; nicht einmal für 8 % Rabatt. Dabei kostete die Gans gerade mal ein Zehntel des Geldes, das nach Griechenland gepumpt wurde und wie jedes Kind weiß, werden dort weder goldene Eier gelegt noch gute Computerspiele programmiert.
Mitten in den Versuch die Gans zu verkaufen, erdreistete sich noch eine weitere Firma ein Spiel namens "Guild Wars 2" zu veröffentlichen. Niemand rechnet damit, dass das die Gans umbringen würde, aber die Eier werden wieder ein wenig leichter werden, die Diamanten etwas weniger Karat haben. Das bringt die Gans freilich nicht um, die wird glücklich leben wie zuvor. Nur ihr Besitzer, der wird für die Gans noch weniger Geld erlösen beim Verkauf und das macht dem Abwasserkonzern weitere Sorgenfalten.
Willkommen in der wunderbaren Welt der Aktien und Computerspiele, oder: der Tag, an dem ArenaNet aufhörte, WoW zu killen und einfach Vivendi von der Klippe stieß. Noch klingt es zu absurd, um wahr zu sein, und Activision-Blizzard kann es herrlich egal sein. Selbst wenn GW2 ihnen weh tut, wird es sie am allerwenigsten umbringen und am Ende können sie nur gewinnen.
Freunde der nüchternen Finanzsprache finden David Radd's englische Version bei Gamesindustry.biz.














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