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  1. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Erivium
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    Gary Von Waldesruh

    Das Leben

    #1
    Ich hatte mir schon längere Zeit vorgenommen eine Geschichte über mein Alter Ego zu schreiben. Also meinen Waldläufer. Nun ist Teil eins fertig abgetippt. Ich hoffe auf Kritik und Anregungen. Die Geschichte wird selbstredent fortgesetzt. Ich hoffe ihr könnt mir ein kurzes FeedBack geben

    Teil 1. Die Chronik

    Kapitel 1

    Es war ein kalter Herbsttag in Ascalon. Die Stadt lag friedlich und beschützt hinter den riesigen Festungsmauern, und unten in einer kleinen Hütten ummantelt von Blättern lag ein kleiner Säugling. Alleine, ohne Eltern. Er lag einfach so da. Atmete ruhig, und schlief. Ein Waise. Neben ihm lag ein kleiner Brief.
    Tage später fand man endlich das Kind und lies einen Brief zum örtlichen Waisenhaus schicken. Der Säugling lag in dieser Hütte noch zwei volle Tage. Ohne Essen. Ohne Trinken. Völlig unterkühlt und abgemagert hatte man den Säugling gefunden. Und den Brief. Ein Wunder sei es, dass der Säugling überhaupt noch lebte. Frau Matilde, die Mutter aller Waisenkinder dieser Gegend, nahm den Säugling zu sich. Der immense Lebenswille war es, wieso sie ihn sofort in ihr Herz geschlossen hatte. Den Brief laß sie. Was genau in ihm stand wusste niemand außer Sie. Sie hat dann dem Säugling auch einen Namen gegeben. Gary nannte sie den Säugling. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Gary zu einen stattlichen jungen Burschen, der eine erstaunliche Verbindung zur Natur hatte. Es schien fast so als gehorchten ihm alle Tiere des Waldes. Alle Bäume, Pflanzen und Sträucher. Und sogar die Vögel des Himmels sollen auf sein Wort gehört haben. Jahrelang ging er jeden Tag in den Wald. Frau Matilde unterstützte ihn dabei so gut es ging. Sie war wie eine Mutter für ihn. Er studierte die Bäume, und Sträucher des Waldes. Eines Tages als Gary gerade volljährig geworden war verspürte er, als er gerade beim Studium war ein seltsames Gefühl. Er hörte die Bäume flüstern. Er hörte sie ihn warnen. Was mag nur vorgefallen sein. Er ging nach Hause, und auf dem Weg befiel ihn das ungute Gefühl und wurde noch stärker als zuvor. Er konnte sich nicht entscheiden, ob das Gefühl Aberglaube war, oder etwas ernstes. Er erkannte es schnell als am Horizont die Mauern Ascalons auftauchten. Sie waren niedergerissen. Er rannte. Er rannte schneller als er jemals sonst gerannt war. Sprang über Zäune und Bäche. Stolperte. Zog sich viele Wunden und Verletzungen zu als er durch das Dornendickicht lief. Es war ihm egal. Er kam schnell vorwärts. Es kam ihm vor als ob der Wind ihn tragen würde. Er kam an den Stadttoren an, die völlig niedergebrannt waren. Als er Ascalon betrat durchströmte ein Leichengeruch seine Lungen. Wo er auch hinsah Leichen und zerstörte Gebäude. Er ging geschockt weiter, und kam schlussendlich zu seiner Heimat. Dem Waisenhaus. Zögerlich überlegte er, ob er hinein gehen solle. Er fasste seinen Mut zusammen, und schleppte sich hinein. Was er drinnen sah schockte ihn. Alle seine Freunde lagen zusammen auf einem Scheiterhaufen. Oben über war ein Pfahl hineingehauen. Alles brannte. An dem Pfahl hang verbrannt, und durchschlitzt. Frau Matilde. Gary schrie auf. Er fiel auf die Erde, und er merkte wie der harte Holzboden nass wurde. Durch sein Blut. Es war ihm egal. Alle Menschen die ihm etwas bedeuteten waren gestorben. Blutrünstig ermordet worden. Ohne Gnade abgeschlachtet. Er rannte hinaus. Er rannte soweit er nur konnte aus Ascalon hinaus. Wut kochte in ihm. Er rannte immer weiter. Tag und Nacht. Alles um ihn herum wurde dunkel. Er versank in Depressionen. Als er nach dem langen davonlaufen vor etwas wovon er nichts wusste ermüdet an einer Höhle zusammengebrochen war, entschied er sich für das Exil. Jahrelang hörte man nichts von ihm. Man sah ihn nicht, und man vergaß ihn. Niemand kannte ihn mehr. Im Exil lebte er 10 Jahre. Er hatte dort so vieles gelernt. Wenn er nicht gesehen werden wollte sah man ihn nicht. Wenn er nicht gehört werden wollte hörte man ihn nicht. Er war eins mit dem Wald. Eine Person. Er lernte zu jagen und zu schnitzen Er schnitzte sich einen Bogen. Er nannte sein Meisterwerk den Heroen Bogen. Er war sein ganzes Hab und Gut. Niemand sonst konnte nach diesen Jahren so präzise schießen wie er. Er wurde abgehärtet, und ein ruhiger Jäger. Ein intelligenter Jäger. Ein gewitzter Jäger. Er war so wie Kopfgeldjäger sein mussten. Hinterhältig und listig. Unsichtbar, nicht vorhanden. Und scheinbar unbesiegbar.



    Kapitel 2

    Ein hektischer Trubel herrschte auf dem Basar in Löwenstein. Hektisch bauten die Händler ihre Stände auf, und tischten dir Waren auf. Scheinbar wie an jedem gewöhnlichen Tag. Die Felle fanden in der Kälte des Winters regen Absatz, und auch der Farbverkauf florierte, da die Leute von Welt nicht nur Kleidung haben wollten, die warm hält, sondern auch hübsche Kleider.
    In Windeseile war ein riesiger Basar auf Löwensteins Marktplatz vor den großen Stadttoren entstanden. Tosender Lärm, der Händler die hier und da immer wieder ihre Waren anhimmelten tobte durch die Luft. Durch die Stadttore kamen und gingen die Leute. Niemand stach hervor. Wie sollte man es auch bemerken wenn ein Mann, in einem Waldesgrünen Mantel mit Kapuze und Mundtuch durch die Stadttore schlüpfte. Er ging vorbei an allen Martständen. Den Kopf bewegte er nicht. Er atmete ruhig, und ging leichtfüßig durch die staubigen Straßen. Er bog ab, und ging geradewegs auf den Hafen zu. An der riesigen Statue des Löwen vergeudete er keine Sekunde. Aber eilig hatte er es wiederum auch nicht. Im Hafen herrschte ein stechender Geruch. Der Mann sah die Fischer draußen im Meer ihre Netze auswerfen. Doch er ging zu einem Schiff. Als er angekommen war, und der Kapitän ihn sah nahm der Mann seine Kapuze ab. Das geflochtene schulterlange Haar lugte heraus. Ein kleiner Zopf wurde offensichtlich, der mit einem Stück Liane zusammengebunden war. „Gary!“ schrie der Kapitän. „Unglaublich. Dich sieht man auch noch mal? Wie geht’s alter Junge“. Gary hielt den Finger vor dem Mund. Er sagte kein Wort.
    Verdutzt bat ihn der Kapitän doch an Bord zu kommen.
    Das Schiff war nicht größer als ein gewöhnliches Fischerboot. Kaum aufsehen erregend. Am Bug war mit roter Farbe der Name „Lion’s Ship“ zu lesen. Dieser Name verdutze die Passanten immer wieder. Wie könne man nur ein gewöhnliches Fischerboot auf so einen holden und edlen Namen taufen. Eine Dreistigkeit wäre das.
    Gary ging hastig unter Deck „Verdammt Roland. Soll ich dir ein Zwergophon holen? Damit dich auch die Zwerge in der Feste meinem Namen schreien hören? Sei gefälligst etwas vorsichtiger was du von dir gibst. Du weißt doch. Ich will hier Incognito bleiben.“
    Roland der Kapitän lies sich in einen kleinen Sessel unter Deck fallen.
    „Tut mir Leid, Gary. Es freut mich, dass du wohlauf bist. Wann willst du aufbrechen?“
    Gary überlegte kurz, bevor er antwortete: „Es würde mich freuen, wenn wir sofort aufbrechen könnten.“
    Die „Lion’s Ship“ war klein genug, um von nur einer Person gesegelt zu werden. Roland ging die Reling hinunter, und band die Taue loß. Er bezahlte die Gebühr von 500 Gold an den Hafenwärter, der ihn mit einer Verbeugung verlies, und das Geld in einen kleinen Sack stopfte den er in eine Truhe unterhalb eines kleinen Tisches verstaute. Roland ging wieder an Bord und hisste die Segel. Unter Deck machte Gary es sich bequem. Er kramte in seinen Taschen, und zog nach einer Weile ein kleines Büchlein hervor, und fing an darin zu schreiben. Währendessen machte sich die „Lion’s Ship“ auf und man sah sie den Hafen von Löwenstein verlassen. In der Ferne wurde sie immer kleiner, und Gary und Roland wussten. Es gab nur ein Ziel, das jetzt wichtig war. Elona.
    Geändert von Erivium (17.03.2007 um 13:13 Uhr) Grund: Neues Kapitel
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  2. Wind Rider Benutzerbild von Spoon
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    #2
    Find ich richtige gut
    Gefällt mir sehr
    _______________
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  3. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Erivium
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    Gary Von Waldesruh
    #3
    So Leute das dritte Kapitel habe ich nun fertig gestellt, und hoffe euren Wünschen gerecht zu werden. Danke für die zahlreiche Kritik per pm und hier von Spoon. Würde mich freuen wenn ihr noch mehr Kritik an mich weitergebt. Entweder als pm oder hier direkt im Thread. So jetzt aber viel Spaß mit dem
    neuen Kapitel.



    Kapitel 3

    Das Land der Sonne. Unendliche Weiten voll Sand und Geröll. Große Städte aus Prunk und Gold. Höhlen mit Goldadern. Ölvorkommen und Silberminen. Bauern die im Schweiße ihres Angesichts hart auf den Feldern arbeiten, um sich und ihre Familie zu ernähren. Elona.
    Wo sonst gibt es so prunkvolle Paläste, Schlösser und Villen.
    Anders sah der Hafen aus. Armut herrschte hier. Kleine Holzhütten, bewohnt von armen Familien, die sich nur mit Mühe gegen die Hitze wehren können. Die „Lion’s Ship“ legte behutsam an. Roland unterzeichnete schnell den Hafenvertrag und rückte widerwillig zwei Platin heraus, um auf unbegrenzte Zeit hier, im Hafen von Vaabi anlegen zu können. Mürrisch über die horrenden Preise in der Stadt der Sonne betraten die beiden den Basar von Kodash. Gary hatte noch nie so einen Menschenauflauf gesehen. Überall wimmelte es von Ständen und Leuten. Selbst der Markt von Löwenstein war nichts gegen diesen Basar.
    Sie eilten sich, um von diesem verwirrenden Getümmel wegzukommen. Sie betraten eine kleine Kneipe in einer Nebenstraße. Drinnen roch es nach Schweiß und Bier. Dreckige Tische und Stühle auf denen der „Abschaum“ der Stadt hockte waren in dieser Kneipe wohl Alltag.
    Aber deswegen waren Roland und Gary nicht hier. Sie gingen zur Theke. Als der Wirt sie sah breitete sich Angst auf seinem Gesicht aus. Hastig schaute er sich um. Er kam langsam näher und griff unter die Theke. Er holte ein kleines Stück Papier hervor, und reichte es ohne etwas zu sagen, nachdem er sich nochmals umgeschaut hatte, Roland. Dieser sagte ebenfalls nichts, nickte Gary zu, und ehe sie sich versahen standen sie wieder draußen vor der Tür.
    Gary nahm die Karte an sich. Sie war aufgebaut wie ein Plan und konnte auseinandergefaltet werden. An den Ecken waren Blutspritzer und die Sprache war anders als die „hiesige“ Sprache.
    Es war ein Stück Haut auf dem die Karte gedruckt war. Es war … Menschenhaut. Typisch für die Schreibweise der Charr. Es war eine Karte Ascalon’s. Mit allen Türen, Geheimverstecken und Kammern. Auf einer Nebenkarte war der Tempel der Sonne in Kodash eingezeichnet. Gary kannte diesen Tempel aus alten Erzählungen, die ihm Frau Matilde immer vorgelesen hatte gut. Man erzählt sich, dass die Katakomben unter dem Tempel weiter als bis zum Horizont reichen, und dass sie so verwinkelt wären, dass niemand der sich dort nicht zurechtfindet elend stirbt. Aber nicht nur vor Hunger und Durst.
    Eine Erzählung die Gary gehört hatte, handelte von einem jungen Paar. Sie waren sehr verliebt. Eines Nachts trafen sie sich und wollten ungestört sein. Das junge Paar ging nichtsahnend in den Tempel. Ebenso schreckten sie auch nicht vor der großen Tür zurück, die geradewegs in die Katakomben führte. Sie vergaßen in den Katakomben alles um sich herum, und bewegten sich küssend umher. Als die Sonne am nächsten Morgen aufging wollten sie zurück. Doch wie…sie hatten alles um sich herum vergessen. Den Weg zum Ausgang noch wo es überhaupt einen Anhaltspunkt zum Ausgang gab. Tagelang irrten sie durch die Gänge, bis eines Abends das junge Mädchen zusammenbrach und starb. Der Bursche hingegen versank daraufhin in tiefen Depressionen und wurde verrückt vor Hunger. Doch es gab nichts zu essen. Aber da fiel ihm seine geliebte ein. Er verspeiste sie mit Haut und Haaren. Als er endlich nach der Trance seinen Verstand zurück erlangte schrie er. Er schrie so laut er konnte, und wurde tottraurig. Er schleppte sich hoffnungslos von einem Gang in den nächsten. Doch er starb nicht vor Hunger. Er brach zusammen. Ebenso wie das Mädchen. Er sank einfach so zusammen, aber starb nicht. Er wurde auch nicht bewusstlos er lebte ganz normal weiter. Nur bewegen konnte er sich nicht. Er konnte sich nicht rühren, geschweige denn aufstehen. Er dachte an seine geliebte, und an die schreckliche Tat die er verbrochen hatte. Er lag dort im Dreck und Staub mehrere Tage. Er verdurstete nicht. Er verhungerte nicht. Und er schlief nicht. Er konnte es nicht. Er dachte das Grenth persönlich ein Auge auf ihn geworfen hatte nach seine Gräueltat. Und so war es auch. Er wurde aufgefressen bei lebendigem Leib. Von Ratten, die sich auf ihn stürzten. So endete die Geschichte. Man erzählt sich heute noch, dass der Geist dieses Burschen noch immer qualvoll durch die Gänge wandert und nach Opfern sucht. Gary erinnerte sich noch genau, dass er in dieser Nacht nicht schlafen konnte.
    Heute glaubt er nicht mehr an diese Geschichten. Er fragt sich immer, dass wenn niemand diese ganzen Unglücke überlebt hat. Wer bringt dann diese Geschichten an die Außenwelt.
    Doch eines wusste er ganz genau. Er wollte Rache für die damals verstorbenen Freunde.
    Dafür führte der Weg ihn in die Katakomben.
    Geändert von Erivium (17.03.2007 um 13:15 Uhr)
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  4. Caromi Tengu Fierce Benutzerbild von ~Massai~
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    #4
    Wow coole Story und ziemlich spannend erzählt bin auf die nächsten Kapitel gespannt...

    [muss auch mal ne story anfangen ]

    vllt könntest du in die story auch noch ein paar charaktere deiner engsten freunde mit reinbringen

    wäre doch ne gute idee...
    Geändert von ~Massai~ (27.02.2007 um 16:08 Uhr)
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  5. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Erivium
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    Gary Von Waldesruh
    #5
    So, nach längerer Zeit ist der nächste Teil online. Kritik ist weiterhin gerne erwünscht.

    Viel Spaß.



    Kapitel 4

    Das Tor zu den Katakomben war eine kleine Tür, in einer noch kleineren Nebenstraße. Kaum aufsehenerregend. Komisch für eine solch ehrwürdige Behausung. Vaabi’s Herzöge schlossen die Katakomben vor rund 200 Jahren, da sie sie für zu gefährlich hielten. Nur wenige kannten diesen kleinen letzten Eingang. Gary verabschiedete Roland am Hafen, mit den Worten: „Hier ist es zu gefährlich für dich.“ Gary kannte Roland seit er ein Kind war. Auch Roland war ein Waise. Genau wie er. Brüder im Geiste. Gary wusste Rolands Seefahrerisches Können zu schätzen, doch er wusste ebenso gut, dass Roland ein Angsthase ist, und schon immer war.
    So machte er sich alleine zu den Katakomben auf. Den Köcher geschultert, den Bogen gesäubert, schob er die dicke Holztür am Eingang der Katakomben beiseite. Mit viel Mühe. Alles deutete daraufhin, dass dieser Eingang nicht benutzt werden sollte, und ebendies schon lange nicht mehr wurde. Gary betrat vorsichtig und lautlos den Raum. Es war eine Wendeltreppe die nach unten führte.
    Im Kindesalter verlernte er es Angst zu haben. Heute ärgert ihn dies. Angst ist ein wertvolles Gut, da es jemanden oft schützt. Das war eine seiner Weisheiten, die er seinen Freunden und Vertrauten immer schildert. Er selbst kann aber mit Angst nicht viel Anfangen.
    Er schlich vorsichtig die Treppe nach unten, und zündete eine Fackel an. Das Licht enthüllte spärlich ein paar Ecken und Kanten der Treppe. Unten angekommen offenbarte sich ihm ein großes Gewölbe. Viele Eingänge waren in die vier Himmelsrichtungen gezogen. Gary holte die Karte hervor. Es war eine Blutrote Line durch den östlichen Gang gezogen. War dies wohl der Weg? Oder nur der Weg hinein in den Tot, Es half nichts, er musste hindurch. Er steckte sich die Fackel vorsichtig in den Köcher, und holte seinen Bogen heraus. Er spannte ihn. Ein schönes Gefühl, die Sehne spannen zu hören. Er schlich weiter in den Gang hinein. Er sah die Ratten neben ihm her laufen. Sie flüsterten Todessprüche. Das Licht der Fackel blendete sie. Wieder spaltete der Gang sich in vier nicht auf der Karte eingezeichnete Gänge. Alles aus massivem Stein geschlagen. Gary pirschte sich weiter vor.
    Ein Rascheln. Was war das. Er drehte sich vorsichtig um. Nicht ruckartig. So bemerkt der Feind jemanden später.
    Er merkte Sekunden später, dass er sich genau in die falsche Richtung gedreht hatte. Hinter ihm stand ein Charr. Einer dieser Höhlen Monster. Er hatte wahrscheinlich seit Jahren kein Licht mehr gesehen. Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete Gary den Charr, der sich langsam nährte, unwissend das der flinke Waldläufer ihn längst bemerkt hatte. Der Charr kam näher. Gary überlegte wie er nun handeln sollte. Er beschloss sich einfach umzudrehen. Noch hatte er genug abstand von dem Ungetüm. Doch dort machte er einen Fehler. Der Charr stürzte auf ihn herein. Gary sprang im letzten Moment weg. Ein tiefer Schlitz war auf seiner Hose zu sehen, der sich schnell mit Blut füllte. Torkelnd ging Gary zurück. Den Bogen im Anschlag konzentrierte er sich, während der Charr auf ihn zugerannt kam, mit einer Holzaxt mit leichten Stahlversiegelungen. Abgestumpft, aber durch die Wucht des Schlages trotzdem Tödlich.
    Gary fühlte den Pfeil hinweghuschen. Mit einem ihm vertrauten, ja fast väterlichen Geräusch löste sich der Pfeil vom Bogen. Zielgenau traf Gary den Charr mitten ins Herz. Ein Volltreffer. Der Charr stolperte, aber rann danach ungehindert weiter auf Gary zu. Nur noch wenige Meter trennten die beiden Kontrahenten. Hastig zog Gary den nächsten Pfeil aus dem Köcher und spannte den Bogen. Wieder ertönte das vertraute Geräusch und traf den Charr auf dieselbe Stelle wie zuvor.
    Der Charr rannte weiter. Nur langsamer. Gary war sich sicher, er hatte dem Charr den Todesstoß versetzt, und so war es. Das Ungetüm wurde langsamer, bis es schließlich röchelnd vor den Füßen Garys zusammenbrach.
    Die Charr hatten Garys Familie getötet. Fast alle seiner Freunde. Sein Haus, und sein kindliches Leben. Nun kannte er auch keine Gnade mit ihnen. Er holte sein Messer heraus. Er wusste noch wie er es damals als er ein kleiner Junge war bekam. Von Frau Matilde. Ein Jagdmesser. Um Fische auszunehmen, und Wurzeln und Äste durchzuschneiden.
    „Der ist für Matilde“ flüsterte Gary und schnitt dem röchelnden Charr die Kehle durch. Blut rannte auf den Boden, und füllte rasch die Fugen.
    Das Blut wusch er sich in einer kleinen Pfütze von den Händen, und putzte auch das Messer.
    „Ein Ungetüm weniger.“
    Nun spurtete Gary sich. Wer weiß wie viele Charr hier noch auf ihn lauern.
    Doch da wusste Gary noch nicht, dass er schon längst beobachtet wurde.
    Geändert von Erivium (24.03.2007 um 19:19 Uhr)
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  6. Bone Dragon Benutzerbild von Epidemic
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    #6
    Gute Geschichte,muss ich wohl auch mal eine machen.Aber über meinen Derwisch.Das kann aber noch dauern

    MfG Ivo
    _______________
    Emo - Style <3
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  7. Ice Golem
    (Bucknar Runeguard)
    Benutzerbild von Zailer
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    Löwenstein :)
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    Zailer Die Natur
    #7
    wann kommt der nächste teil???
    _______________
    Mein Liebling: Zailer Die Natur W/Xx 20
    Leader der Gilde: Bruderschaft der Schwarzen Rose [SR]
    Meine Farmguides: Feuerkobolde [Holzkohle]
    Meine Auktionen:

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  8. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Erivium
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    Gary Von Waldesruh
    #8
    Danke für euer Interesse. Ca. 50% des geplanten Umfang des nächsten Teils sind fertig, und ich kann sagen, dass es ein dunkler Teil wird. Vielleicht vertreiben euch die paar nächsten zeilen die Langeweile:

    Verloren in der Dunkelheit
    Streunend nach Licht
    Gefasst auf den Wahn
    Verloren in der Dunkelheit

    Laut schreiend
    Laufen, immer schneller laufen
    auf dem Weg zum Tor
    Durch die Dunkelheit
    Laut schreiend

    Verlaufen und verirrt
    immer auf der Suche
    Sie kommen
    Sie kommen
    Verlaufen und verirrt
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  9. Banned
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    Hannover
    #9
    echt dicken respeckt.....so poethisch erleb ich euch waldläufer sonst nur ingame
    NETTE STORY.....super geschrieben....btw hab mir ma nen paar Ideen für die Deutsch Klausuren geliehen wenn du einverstanden bist?^^
    wenn nicht bitte ne pm...sehe aber kein copyright
    PS:. MACH weiter so!!!
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  10. Maguuma Warrior
    (Rapa Ironhaunch)
    Benutzerbild von Adramir Pemar
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    11.2006
    #10
    sry für ot...wie kanns du das für deutsch klausuren gebrauchen!? cO
    _______________
    Adramir Pemar K/X , Amiera Pemar Mö/E (Überlebender wird gearbeitet :))
    Legendärer Speermarschall, Beschützer von Elona/ Cantha/ Tyria, Legendärer Fertigkeiten-Jäger, Wächter von Cantha, Wächter von Tyria, Begünstigt, Nicht Begünstigt, Tödlicher Held, Schleckermaul, Freund der Kurzick, Fortgeschrittener Schatzjäger, Weisheitsverehrer, Erobernder Kommandeur usw...
    Inaktiv - Das Reichtum genießen ;)

    Erste verschenke 100p Aktion
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  11. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Erivium
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    IGN (GW1)
    Gary Von Waldesruh
    #11
    So, nach einiger Zeit ist das neue Kapitel nun fertig. Ich hoffe es gefällt euch. Kritik ist weiterhin gerne erwünscht, per pm, oder hier im Thread.
    Also dann viel Vergnügen.



    Kapitel 5

    Der Gang war lang. Erst nach einigen Stunden des Herumirrens merkte Gary wie weit sich das gesamte Gewölbe hinauszog. Es führte wirklich durch die gesamte Stadt. Er fragte sich im Vergleich, wie viele der Stadtbewohner diesen gefährlichen Ort wohl kannten. Nach einiger Zeit kam er zu einem leicht offen stehenden Tor. Leicht lugte er durch die Tür. Dunkelheit war alles, was er sah. Leicht verdreht wirkte es hineinzusehen. Die Dunkelheit umhüllte alles. Hinter der Tür hätte auch ein Abgrund sein können, anstatt dem weiterführenden Gang. Gary hätte es nicht bemerkt.
    Er zündete eine weitere Fackel an, und wickelte ein paar extra Leinenfetzen um sie herum, denn er hielt es für ziemlich problematisch, wenn die Fackel in dieser Dunklen Einöde tatsächlich ausging.
    Langsam und vorsichtig wagte er sich in die Dunkelheit. Leicht tapsig tastete er sich hervor. Leichengeruch stieg ihm in die Nase, und Kälte erfüllte seinen Geist.
    Er fühlte sich beobachtet.
    Aber er hatte keine Zeit daran zu denken, er hatte wichtigeres im Sinn.
    Nach Stunden des Irrens merkte Gary langsam wie die Kraft ihm aus den Gliedern wich.
    Er wusste nicht ob er es riskieren sollte eine kleine Verschnaufpause einzulegen.
    Der Gang war gerade. Nirgendwo gab es Nischen, in denen man ruhig und geschützt eine kleine Pause einlegen könnte. Er entschied sich erstmal weiterzulaufen, obwohl er wusste, dass er nicht mehr lange laufen könnte. Dem Plan nach zu urteilen, hatte er weit über die Hälfte dieses dunklen Weges geschafft, aber ein ganzes Stück lag noch vor ihm.
    Nach einem weiteren Stück merkte er, wie der Schmerz und die Anstrengungen hochkrochen. Vor ihm erstreckte sich nun ein gigantischer Saal, der nach Garys Meinung auch schon bessere Zeiten gesehen hatte. Ein langer Weg führte durch ihn hindurch, und an den Seiten waren riesige Säulen errichtet. Zwischen ihnen lugten Holzpalisaden hervor, die vermutlich von den Charr errichtet wurde. Welchen Grund dies hatte blieb Gary schleierhaft.
    Er wagte sich in den Raum, der vom Licht seiner Fackel erleuchtet war. Das einzige was ihm Sorge bereitete, war die Tatsache, dass die Charr in der Dunkelheit ebenso gut sehen konnten wie bei Tage.
    Er schlich nun durch das Gemäuer, und wirkte angespannt. Völlige Ruhe umgab ihn, und er kam langsam wieder zu Atem.
    Plötzlich sah er in der Dunkelheit eine Gestalt zwischen den Säulen huschen.
    Da! Wieder. Nochmals zwei auf der anderen Seite. Er war umzingelt. Nach seinen Schätzungen mindestens vier Charr, die Stellung eingenommen hatten. Nun war er sich sicher.
    Er war ein ungebetener Gast. Er spürte Kälte. Er merkte es. Es waren die Kreaturen, die alles zerstört hatten, was ihm lieb und heilig war. Er wurde wütend, wusste aber, er musste sich im Zaum halten. Wut und Angst spüren sie. Und ab diesem Punkt wird der Mensch unvorsichtig. „Diese Grenze darf ich nicht überschreiten“
    Er hatte gelernt zu lauschen, und hörte das blutdürstene Grunzen der Kreaturen. Er wusste sie würden warten. Er bewegte sich nicht, und überlegte genau seine vorgehensweise. Es waren mindestens vier, und er wusste nicht recht, ob er sich auf einen Kampf einlassen sollte, oder ob er fliehen konnte. Gary war schneller als die Charr. Viel schneller. Aber wenn es doch mehr als vier sind. Was würde er dann tun. Im Laufen kann er schlecht hinter sich schießen dachte er sich. Er musste eine Entscheidung treffen. Die Charr rückten immer weiter vor, und bald würde er sie aus der Dunkelheit hinausschießen sehen.
    Er würde rennen. „Jetzt oder nie.“ Er spurtete los. Verdutzt blickten die Charr kurz herein, bevor sie schalteten. Er merkte das Stampfen hinter ihm. Der leichte Wind blies ihm ins Gesicht. Der Saal war riesig, und es war noch ein ganzes Stück zum Ausgang.
    Was war das?
    Pfeile huschten an ihm vorbei. „Verdammt!“ Es waren mehr als vier. Viel mehr. Das hatte er den Charr gar nicht zugetraut. Eine solche Schläue bei der Kriegstaktik. Sie hatten ihn tatsächlich in eine Falle gelockt. Jetzt gab es kein zurück mehr. Er musste weiterrennen. Er spürte die Dunkelheit. Während des Laufens spendete die Fackel noch weniger Licht. Er stolperte vollkommen erwartungslos über einen Stein und riss sich das Knie auf. Blut rann heraus. Es floss sein Bein hinunter. Keine Zeit zum warten, keine Zeit zum stillen, und keine Zeit die Schmerzen zu spüren. Er musste laufen.
    Zum ersten Mal seit Jahren spürte Gary Angst und wunderte sich über dieses Gefühl. Er ärgerte sich. „Angst ist nicht gut.“ Der Satz schwebte ihm im Kopf.
    Er spürte das Blut hinunterlaufen, und die Muskeln pulsieren. Mit Schmerzverzerrten Gesicht lief er weiter. Soweit die Füße ihn trugen. Ohne hinter sich zu schauen durch die Dunkelheit. Die Fackel war ihm längst aus dem Köcher gefallen. Laufen spurtete er sich durch die gähnende Dunkelheit. Er hörte nur im Stillen, das zischen der Pfeile, und stellte fest, dass die Charr erbärmliche Bogenschützen waren. Trotzdem brachte ihn das nicht von seiner brisanten Lage ab. Er wusste nicht wohin er lief, und wie lange er noch brauchte. Die Charr kamen näher, und er hörte die Axt huschen…und auf dem Boden aufschlagen, nachdem Gary einen leichten Ausweichsprung gemacht hatte. Sie hatten ihn verfehlt, und er sah noch nicht mal etwas davon. Er musste schneller laufen, doch es ging einfach nicht. Die Muskeln schmerzten, und mittlerweile schoss das Blut förmlich aus seiner Platzwunde.
    Auf einmal wurde alles schwarz. Dunkelheit umhüllte ihn. In der Ferne winkte ein Tor. Es sagte:„Herein. Herein. Ich mache meine Pforte für dich auf. Hinter dem Tor war gleißendes Licht zu sehen. Es stieß durch die Öffnung hervor. Um das Tor herum war es weiß. War er tot. War er bewusstlos. Es war ihm egal. Er spürte ein wohliges Gefühl der Wärme, und genoss es. Er hatte keine Schmerzen. Er war zufrieden. Doch was war das?
    Knochenzerberstener Schmerz. Es wurde dunkel um das Tor. Langsam verschwand das gleißende Licht.
    „NEIN!“ schrie er. „NEIN!“ Quälend wand er sich im dunklen Raum. Es wurde schwarz.
    Er war umhüllt von Schwärze. Alles war dunkel.
    Geändert von Erivium (17.04.2007 um 17:51 Uhr)
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