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Autor Thema
  1. Jade Scarab
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    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Man kann sich eben nicht nur schlank sondern auch zum Tode sparen. Aber als die Sozialisten in Griechenland sagten, sie wollen die Schuldenzahlungen aussetzen wurden sie ja direkt diffamiert - peinlich. In Frankreich haben sich die Sozialisten durchgesetzt da man den Konservativen nicht mehr zutraut die Probleme Europas angemessen behandeln zu können und ich hoffe auch, dass sich die Sozialisten in Griechenland durchsetzen. Das Land hat Geld; man müsste nur endlich mal u.a. die Reeder zur Kasse bitten und sich klar dagegen aussprechen die Schulden aktuell weiter zu bezahlen weil es nicht geht. Ich hoffe wirklich, dass die Radikalen sich in Griechenland durchsetzen und sich gegen die aktuelle Euro-Politik einsetzen. In Frankreich zeichnet sich ja eine ähnliche Entwicklung ab.

    Es würde ja reichen, wenn die Griechen ihre Steuern zahlen würden.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-837654.html

    Soweit ich weiß, wird bei uns die Hinterziehung auf 30 Mrd. geschätzt, obwohl wir ein wesentlich höheres Steueraufkommen haben. Kein Wunder, wieso man so hoch verschuldet ist.

    Wenn sich die Sozialisten in Griechenland mit ihren Forderungen durchsetzen, gehts übrigens noch weiter bergab, denn dann gibts gar keine Kredite mehr. Der Austritt aus dem Euro wäre nach wie vor wohl die beste Option für das Land.

    In Frankreich hat sich Hollande übrigens mit ziemlich üppigen Wahlversprechen durchgesetzt. Jetzt soll er mal zeigen, wie er das alles umsetzen und finanzieren will.

    EDIT:

    Natürlich könnte Griechenland auch sein überdimensioniertes Militär verkleinern, aber das wäre wohl zu einfach.
    Geändert von Bladedancer (11.06.2012 um 23:34 Uhr)
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  2. Banned
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    @ Bladedancer
    deine Simploidlogik greif doch nur ins Paradoxe, merkst du das selber nicht?
    Wir hinterziehen unsere Steuern nur anders, oder was meinst du, wovon Steuerberater leben
    Wozu hätten die Griechen denn wohl die Kredite bekommen, wenn nicht dafür, bei den Exportmeistern ordentlich Waffen zu ordern? Immerhin gelten für die Griechen jetzt die altbewährten IWF-Regeln der Kreditvergabe und der Fremdbestimmung, die uns aktuell als "Die Troika" vorgeführt wird.
    "Haushaltsdisziplin" gilt als synonym für diese Regeln. oder auch "Austeritätspolitik", worunter nix anderes als turbo-h4 zu verstehen ist.

    Weder rechtfertigt sich der Umgang mit den Menschen durch die Menschenrechtserklärung noch durch etwaige Verbesserungen der Lage. Welche Art der Korruption in einem Land herrscht, sollte doch wohl egal sein.
    Glaubt tatsächlich einer hier in der Runde, daß Brüning2.0 andere Ergebnisse zeitigen wird als die damalige Version?
    Glaubt hier noch einer an "Die Märkte"?

    Glaubt hier noch einer an Demokratie&Rechtsstaatlichkeit?
    Geändert von Eschirf (11.06.2012 um 23:53 Uhr)
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  3. Jade Scarab
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    Ich merke nur, dass du mal wieder totalen Bockmist labberst.

    Deiner Aussage soll ich also schlussfolgern, dass es in Griechenland keine Steuerberater gibt, die Geld legal oder halblegal vorbeischaffen. Wobei man da natürlich sagen muss, dass man Steuern nicht hinterzieht sofern das Gesetzt einem ganz offiziell die Möglichkeit bietet, Dinge von der Steuer abzusetzen.

    Natürlich bleibst du auch den Beweis schuldig, dass die Kredite mit dem Diktakt des Waffenkaufes zustande gekommen sind. Die Fremdbestimmung gilt für die Griechen erst, seitdem sie nicht mehr kreditwürdig sind. Wenn Deutschland Geld aufnimmt, muss es ja auch keinen Zweck bei den Gebern nennen (noch nicht).

    Das rechtfertigt nicht den Umgang mit den Menschen, allerdings frage ich mich, was die sozialistischen Parolen der griechischen Radikalen daran ändern sollen. Sollten sie sich weigern, ihre Schulden zu zahlen, wird es wohl Konsequenzen geben. Wie würde die Alternative aussehen? Die Reichen EU-Länder (insbesondere Deutschland) zahlen weiter brav weiter Mrd. bis sie selbst kein Geld mehr geliehen bekommen? Was dann? Wer wird dann Deutschland helfen?

    Ich glaube immerhin mehr an unseren Rechtsstaat und an unsere Demokratie als an dein Schwurbelpostings. Das ist zwar wirklich nicht viel Vertrauen, aber immerhin ein bisschen.
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  4. Jade Scarab Benutzerbild von Amok Der Heiler
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    Zitat:

    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    In Frankreich haben sich die Sozialisten durchgesetzt da man den Konservativen nicht mehr zutraut die Probleme Europas angemessen behandeln zu können

    Man sollte sich nie zu früh freuen, schließlich sind die parlamentswahlen noch nicht durch, auch wenn die Vorzeichen, für die Sozalisten ganz gut aussehen. Desweiteren teile ich nicht deine Meinung, das die Franzosen den konservativen die Lösung nicht mehr zugetraut haben, sie waren eher Sarkozy leid und fanden Holland sei das kleinere Übel.

    Zitat:

    Zitat von Bladedancer Beitrag anzeigen
    In Frankreich hat sich Hollande übrigens mit ziemlich üppigen Wahlversprechen durchgesetzt. Jetzt soll er mal zeigen, wie er das alles umsetzen und finanzieren will.

    So übbig waren seine Versprechen eigentlich gar nicht.
    -Angefangen bei der Rücknahme der Rentenreform von 62 auf 60 Jahre, das betrifft 2013 ca. 100.000 Bürger und wird durch die Anhebung der Sozialabgaben um 0,1 Prozentpunkt finanziert.
    -150000 neue Stellen für Junge Menschen, dabei wird es sich vor allem um Stellen für Jugendliche mit nicht so gutem Schulabschluss handeln, die man sonst über die Sozialkassen finanziert hätte.
    -Die "neuen Stellen" im öffentlichen Dienst waren von Anfang an reine verarsche, da seit einigen Jahren auslaufende Stellen nicht mehr besetzt wurden und in nächster Zeit weitere Stellen auslaufen. Sprich da werden einfach nur mal wieder alte Stellen neu besetzt!
    -Das einfrieren des Ölpreis, wird größtenteils dadurch finanziert, das der Staat auf zukünftigen Steuermehreinnahmen bei Preissteigerungen verzichtet.
    -Die Gehaltskürzungen sind schon vollzogen.
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  5. Sand Giant Benutzerbild von FFreak
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    Zitat:

    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Aber als die Sozialisten in Griechenland sagten, sie wollen die Schuldenzahlungen aussetzen wurden sie ja direkt diffamiert - peinlich.

    Halte ich für keine sinnvolle Idee. Wenn man seine Schulden aussetzt/annulliert wird man erstmal kein neues Geld leihen können.
    Damit hätte Griechenland, vermutlich über einen längeren Zeitraum, nur die eigenen Einnahmen zur Verfügung. Könnte aber kein eigenes Geld drucken und damit "finanzielle Mittel kaufen".
    -->was die Sozialisten wollen halte ich nur nach einem €-Ausstieg für sinnvoll.
    Beides, also den € erhalten und die Schulden aussetzen, nur, wenn z.b. Dland die Schulden übernimmt und in Zukunft auch Geld verleiht. Wären dann eine Art €-Bonds. Griechenland...peanuts. Spanien?

    Zitat:

    Zitat von Bladedancer Beitrag anzeigen
    Natürlich könnte Griechenland auch sein überdimensioniertes Militär verkleinern, aber das wäre wohl zu einfach.

    Die Griechen befinden sich in einem Wettrüsten mit der Türkei. Wir liegen halt relativ geborgen umgeben von Freunden und können unser Militär so weit zurechtschrumpfen, dass die Bündnispartner sich beschweren.
    Im kalten Krieg wäre das wohl nicht gegangen.

    Zitat:

    Zitat von Amok Der Heiler Beitrag anzeigen
    -Angefangen bei der Rücknahme der Rentenreform von 62 auf 60 Jahre, das betrifft 2013 ca. 100.000 Bürger und wird durch die Anhebung der Sozialabgaben um 0,1 Prozentpunkt finanziert.

    Das hat zwei Effekte: wer früher in Rente geht bekommt weniger Abzüge.
    Und längere Renteneinzahlungen+geringere Auszahlungen. Bei Lebenserwartungen von ca. 80 Jahren...
    Geändert von FFreak (12.06.2012 um 14:25 Uhr)
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  6. Thorn Stalker Benutzerbild von Capau
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    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-838386.html

    "die bundeswehr ist eine stütze der freiheit"

    meiner meinung nach hat der mann nicht mehr alle latten am zaun....er meint wahrscheinlich die freiheit der amerikaner ihr öl zu bohren.
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    *********Kein Mensch ist illegal!*********

    FC KÖLN <3
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  7. Sand Giant Benutzerbild von FFreak
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    Wer heult denn alles in letzter Zeit rum, dass da in Syrien die Regierung ihr eigenes Land "regiert"?
    Die Europäer. Kann uns doch egal sein, deren Bier.
    Wenn man sich mit mehr als einem "das finden wir aber nicht nett" einmischen/drohen will, muss man eben auch entsprechende Mittel in der Hinterhand halten.
    Auch in Afghanistan ist fraglich, was nach einem Abzug passiert. Vllt wird alles super, vllt eskaliert der Konflikt wieder und irgendwelche Scherzkekse ziehen wieder anderen Menschen die Haut ab und morden sich durch die Dörfer.
    Wenn man mit sowas ein Problem hat, sollte man bereit sein sich einzumischen (das "wie" ist dann eine andere Frage).
    Wenn nicht, dann ist natürlich alles super.
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  8. Jade Scarab Benutzerbild von Amok Der Heiler
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    Zitat:

    Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    Das hat zwei Effekte: wer früher in Rente geht bekommt weniger Abzüge.
    Und längere Renteneinzahlungen+geringere Auszahlungen. Bei Lebenserwartungen von ca. 80 Jahren...

    Das mag sein, nur ging es mir darum, das es bereits Pläne der Finanzierung gibt. Dazu kommt das diese Reform in Frankreich lediglich, die schlecht ausgebildeten Menschen zur Kasse gebeten hat und deren Lebenserwartung ist soweit ich weiß, statisch gesehen, sowieso schon niedriger. Von daher fand ich die Reform von Anfang ungerecht und eine Rücknahme nur konsequent. Wer will schon länger arbeiten? Vor allem wenn Bessergestellte davon nicht betroffen sind.
    _______________
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  9. Salving Cactus Benutzerbild von Aki Yoshikawa
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    Zitat:

    Zitat von Bladedancer Beitrag anzeigen
    Es würde ja reichen, wenn die Griechen ihre Steuern zahlen würden.

    Ja, das stimmt, aber die Frage ist ja: wer genau? Weite Teile der griechischen Bevölkerung, vor allem natürlich jene die Sozialleistungen beziehen (Arbeitslosengelder, Rente, etc.) können kaum Steuern zahlen bzw. nachzahlen. Griechenland ist kein armes Land, das sagte ich auch: es gibt dort schwerreiche Familien welche durch von der Politik der letzten Jahre enorm profitiert haben und die sollte man endlich zur Kasse bitten.

    Die Überschrift das Spiels halte ich insofern für ausschließlich provozierend, genauso wie Westerwelle den Deutschen ja auch mal vorwarf "sie würden über ihre Verhältnisse leben". Man sollte immer fragen: wer genau? Die meisten Deutschen lebten und leben gewiss nicht über ihre Verhältnisse, genauso wenig würde ich die Griechen pauschalisieren.

    Zitat:

    Zitat von Bladedancer Beitrag anzeigen
    Natürlich könnte Griechenland auch sein überdimensioniertes Militär verkleinern, aber das wäre wohl zu einfach.

    Irgendwas müssen sie ja mit dem Militärgerät anfangen, dass sie uns immer noch abbezahlen!


    Zitat:

    Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    Halte ich für keine sinnvolle Idee. Wenn man seine Schulden aussetzt/annulliert wird man erstmal kein neues Geld leihen können.

    Man kann Schulden doch aber nur bezahlen wenn man Geld hat, doch Griechenland hat derzeit kaum noch etwas. Sicherlich könnte der Staat weiter Steuern einfahren, indem er etwa an die Vermögen der Vermögensmillionäre gehen würde - die Sozialisten gaben ja an, u.a. in diese Richtung gehen zu wollen. Geld leihen kann man sich Neues, da dies ja eine ausschließlich einvernehmliche Sache ist und keine Frage der Naturgesetze: wenn man weiter Geld verleihen möchte, kann man dies. Damit Griechenland seine Schulden aber auch dauerhaft im Ansatz abbezahlen kann, muss das Land erst einmal eine funktionierende Wirtschaft vorweisen können aber die wird durch das krasse Sparen derzeit völlig ruiniert.

    Ansonsten wäre es ja schon ein Anfang, Griechenland Kredite zu denselben Zinssätzen zu verleihen wie wir sie von der EZB erhalten. Soweit ich weiß haben wir bislang bzw. tun es noch immer Kredite mit 1% Zinssatz erhalten - welche wir dann für erhöhte Zinssätze von ca. 10% an Griechenland weitergeben. Mit der Griechenlandhilfe machen wir insofern auch ein gutes Geschäft, solange Griechenland weiterhin zahlt. Auf Grund der erhöhten Zinsen zahlen sie bedeutend mehr zurück als sie überhaupt erhalten haben. Inwiefern das dem Land nun hilft und wir die Kredite mit 1% nicht einfach weitergeben verstehe ich nun auch nicht so ganz.

    Zitat:

    Zitat von Bladedancer Beitrag anzeigen
    Sollten sie sich weigern, ihre Schulden zu zahlen, wird es wohl Konsequenzen geben.

    Die Sozialisten sagten ja nicht, dass sie die Schulden nicht zahlen werden sondern, dass sie die Schuldzahlung erstmal aussetzen möchte, was ich verstehen kann: ehe der Staat seine Schulden abstottern kann, muss er ja erst einmal wieder ein lauffähiges Wirtschaftssystem aufweisen können. Insofern bin ich schon froh, dass Hollande einen Gegenpol zu Merkel bildet und sich gegen das ausschließliche Sparen ausspricht. Er brachte ja die Idee eines quasi-Marshall Plans in die Runde ein, was ich nur vernünftig finde. Sollte Griechenland weiter abwärts rutschen sieht man das Geld erst recht nicht wieder.

    Zitat:

    Zitat von Amok Der Heiler Beitrag anzeigen
    Desweiteren teile ich nicht deine Meinung, das die Franzosen den konservativen die Lösung nicht mehr zugetraut haben, sie waren eher Sarkozy leid und fanden Holland sei das kleinere Übel.

    Die Parlamentswahlen sprechen aber eine andere Sprache!


    Zitat:

    Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    Wenn man mit sowas ein Problem hat, sollte man bereit sein sich einzumischen (das "wie" ist dann eine andere Frage).

    Genau das ist es. Niemand spricht davon, dass man sich nicht einmischen sollte - nur das sollte man tun ehe die Kacke am Dampfen ist. Ein Ansatz wäre, würden Politiker vor dem Schlafgehen einfach folgenden Satz aufsagen: "Ein Dikator ist ein Dikator ist ein Dikator." Wenn sie nun also demnächst afghanische, syrische, irakische, etc. Machthaber hofieren - da dies strategische Vorteile bietet - vielleicht schaltet sich ja ungewollt das Hirn ein und rät, dass es sinnvoll wäre diesen Herren auf den Zahn zu fühlen ehe sie anfangen das eigene Volk zu ermorden. Die Bundeswehr dient im Endeffekt dafür, die eigene Fehlentscheidungen zu revidieren - die Bewaffnung der radikalen Mudschahidin im Kampf gegen die Sowjets (Die Geburtsstunde von Al-Qaida) - oder das Weggucken und Ignorieren zu überspielen, wie es ja etwa in Lybien der Fall war: Gaddafi war nun nicht erst seit wenigen Jahrzehnten Diaktor dieses Landes.

    Die Bundeswehr hat doch die undankbare Aufgabe die Fehltritte der Politik ausmerzen zu dürfen, was sie verständlicherweise nicht kann, da die meisten Probleme eine Historie haben die stets ignoriert wird. Wer Radikale mit Waffen versorgt soll sich nicht wundern, wenn diese irgendwann in Hochhäuser reinfliegen und als Deutscher Politiker darf man nicht heulen wenn mit einer Heckler&Koch Zivilisten in Syrien niedergeschossen werden. Um derartige Fehlentscheide zu korrieren bedarf es keiner Bundeswehr sondern einer Politik die auch ihre eigene Spielregeln und Vorsätze befolgt - etwa den Frieden zu fördern. Waffenlieferungen nach Arabien oder Syrien kommen da nicht so gut.
    _______________
    古い日本語の慣用語句:ニャニャ泣く猫が角でくそをしない。

    "Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrieen sich zu ihre Erfahrungen wie man schneller sägen konnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter."
    Bertolt Brecht
    Geändert von Aki Yoshikawa (12.06.2012 um 23:07 Uhr)
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  10. Sand Giant Benutzerbild von FFreak
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    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Man kann Schulden doch aber nur bezahlen wenn man Geld hat, doch Griechenland hat derzeit kaum noch etwas.

    Ab einem zu hohem Schuldenstand bleibt eben nur noch kaputtsparen oder €-Austritt. Keins von beidem ist toll.

    Zitat:

    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Genau das ist es. Niemand spricht davon, dass man sich nicht einmischen sollte - nur das sollte man tun ehe die Kacke am Dampfen ist.

    Es ist immer schwierig den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Vllt müsste man jetzt schon Sanktionen gegen Russland verhängen, bevor der Putin sich zu selbstständig macht. Vllt hält er aber das Land zusammen, vermeidet damit Bürgerkriege und gibt die Macht dann irgendwann ganz demokratisch ab.
    Denkbar ist es auch, dass sich die Herren in Lybien und Co. auch schon "rechtzeitig" gegen ihre Absetzung gewehrt hätten.
    Du kannst nicht alle Konflikte rechtzeitig erkennen. Man kann nichtmal alle rechtzeitig erkannten Konflikte zufriedenstellend lösen.
    Zumal man eh nie weiß, was wirklich richtig ist. Vllt ginge es Lybien mit Gaddafi besser - auch in Zukunft?
    Um die Taliban hat sich auch keine Sau gekümmert, obwohl sie schon Afghanistan überrannt hatten. Bis "unsere Kreise" (archimedes) gestört wurden.
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  11. Jade Scarab Benutzerbild von Amok Der Heiler
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    Zitat:

    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Die Parlamentswahlen sprechen aber eine andere Sprache!

    Die Verlierer bleiben den Parlamentswahlen wahrscheinlich fern , ich meine 80% zu 50% Wahlbeteiligung ist schon ein Unterschied
    _______________
    Ing Gw2: Amok

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder, Schwarzlöwen Schlüssel als direkt Loot bekommen nach 936 Stunden Spielzeit.
    Geändert von Amok Der Heiler (13.06.2012 um 00:05 Uhr)
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  12. Salving Cactus Benutzerbild von Aki Yoshikawa
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    Zitat:

    Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    Ab einem zu hohem Schuldenstand bleibt eben nur noch kaputtsparen oder €-Austritt. Keins von beidem ist toll.

    Das sehe ich nicht so. Die USA, Japan und noch diverse andere Staaten haben weit aus höhere Schulden als Griechenland - in den Schulden sehe ich ehrlich gesagt nicht das Problem, sondern darin, dass die Wirtschaft nicht mehr läuft. Warum sollte man Griechenland nicht durch ein ein Aufbauprogramm helfen können - im zerbombten Nachkriegsdeutschland hat es funktioniert?! Ein Schuldenschnitt wäre ansonsten auch eine denkbare Option. Kaputtsparen oder €-Austritt sind jedenfalls nicht die einzigen Optionen.

    Kredite zu niedrigen Zinsen wären ja schon ein Anfang.

    Zitat:

    Zitat von FFreak Beitrag anzeigen
    Es ist immer schwierig den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.

    Ja, das stimmt. Aber ich sehe nicht inwiefern Bundeswehreinsätze an diesen Zuständen etwas geändert haben. Bürgerkriege und Terrorismus haben sozio-politische Gründe, solange diese nicht gelöst werden wird niemals ein Zustand entstehen ab dem man ruhigen Gewissens abziehen könnte. Alle Probleme kann man nicht erkennen, das stimmt natürlich, aber viele aktuelle schon: als etwa in Somalie die Piraterie in die Schlagzielen geriet hätte man mal eine Ursachenforschung anstellen können - warum werden Fischer zu Piraten? Nun, deswegen weil ihnen die Lebensgrundlage durch Europäer weggefischt wird. Das könnte man mal zum öffentlichen Thema machen.

    Gadaffi wurde so lange gestützt weil er dafür garantierte, dass die europäische Grenzen sicher sind, Mubarak war ein verlässlicher Partner: beides nur eben Diktatoren. Man kann sowas wenigstens mal zum öffentlichen Thema machen, man kann darüber sprechen - und auch Sanktionen als politisches Mittel in Erwägung ziehen. Ich gebe ja zu, dass es schwer ist abzuschätzen wie sich etwas entwickeln wird; aber ich sehe jetzt nicht was die Bundeswehr nachhaltig verbessert. Die Jagd auf Terroristen hat den Afghanen jedenfalls nicht geholfen und nur weiteres Konfliktpotential geschaffen.

    Die Bundeswehr als ultima ratio schließe ich ja nicht aus; mir fällt nur gerade kein Beispiel ein wo ihr Einsatz sinnvoll gewesen wäre denn mehr als Symptombehandlung ist es ja nicht.

    Zitat:

    Zitat von Amok Der Heiler Beitrag anzeigen
    Die Verlierer bleiben den Parlamentswahlen wahrscheinlich fern , ich meine 80% zu 50% Wahlbeteiligung ist schon ein Unterschied

    Ja, das stimmt schon, aber selbst dann kann man Hollande wohl nicht damit erklären, dass er das geringere Übel ist. Es gibt auch andere Politiker in Frankreich die zur Wahl standen. Ginge es nur darum Sarkozy los zu werden, hätte man wohl auch weniger deutlich jemand anderes wählen können. Ich verstehe es schon als klare Absage an die konservative Politik der letzten Jahre. Sarkozy hielt ja auch Deutschland als Paradebeispiel in Frankreich hoch um so einen Deutschenkurs einzuschlagen, etwa in Bezug auf eine Reformation des Arbeitsmarktes und Sozialstaates - angelehnt an H4. Nun sickerte in der französischen Bevölkerung wohl aber langsam durch, dass das die Reformen unter Schröder herbe Kritik nach sich zogen. Ich sehe da in Frankreich schon ein Umdenken in der Bevölkerung.
    _______________
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    "Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrieen sich zu ihre Erfahrungen wie man schneller sägen konnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter."
    Bertolt Brecht
    Geändert von Aki Yoshikawa (13.06.2012 um 00:11 Uhr)
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  13. Jade Scarab Benutzerbild von Amok Der Heiler
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    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt schon, aber selbst dann kann man Hollande wohl nicht damit erklären, dass er das geringere Übel ist. Es gibt auch andere Politiker in Frankreich die zur Wahl standen. Ginge es nur darum Sarkozy los zu werden, hätte man wohl auch weniger deutlich jemand anderes wählen können. Ich verstehe es schon als klare Absage an die konservative Politik der letzten Jahre. Sarkozy hielt ja auch Deutschland als Paradebeispiel in Frankreich hoch um so einen Deutschenkurs einzuschlagen, etwa in Bezug auf eine Reformation des Arbeitsmarktes und Sozialstaates - angelehnt an H4. Nun sickerte in der französischen Bevölkerung wohl aber langsam durch, dass das die Reformen unter Schröder herbe Kritik nach sich zogen. Ich sehe da in Frankreich schon ein Umdenken in der Bevölkerung.

    Deine Erklärung ist der Grund warum Holland 1-2% mehr hatte das könnte sein. Die Franzosen fanden den Kurs von Sarkozy in Richtung Deutschland alles andere als lustig. Trotzdem war das Ergebnis in der 2. Runde sehr knapp.

    In Frankreich kannst du nicht mal eben jemand anderen wählen als Holland oder Sarko! Man hat in Frankreich einfach ganz andere Verhältnisse als in Deutschland, zum Ersten hat man noch sehr feste Lager was Rechts und Links angeht. Dazu kommt die Angst vor Le Pen auf beiden Seiten.
    Bei der ersten Runde hat man 10-15 Kandidaten, von denen entweder jemand die absolute Mehrheit bekommt (mehr als unwahrscheinlich) oder 2 in ein stechen gehen und dafür standen praktisch nur Holland/Sarko oder Le Pen zur Wahl. Sprich jede Stimme auf jemand anderes, war eine mehr für Le Pen und das wäre für den Großteil das schlimmste was passieren könnte das Le Pen ins stechen gekommen wäre.

    Nicht ohne Grund hat man eine sehr hohe Wahlbeteiligung von 80-90% in Frankreich bei der Präsidentenwahl. Die Rechte des französischen Präsidenten übersteigt alles was wir oder die Amis so kennen, krass ausgedrückt hat er die Rechte eines Diktators, wenn er den Notstand ausruft ist er es und bis vor kurzem hätte man ihn nach dem Gesetz nicht mal absetzen dürfen.

    Aufgrund dessen verstehe ich die französischen Befürchtungen, wenn es um den Namen Le Pen geht, wenn der Vater solche Äußerungen wie: „Ich glaube an die Ungleichheit der Rassen” von sich gibt, kann die Tochter nicht viel besser sein und trotzdem hat sie 18% im ersten Wahlgang geschafft!
    _______________
    Ing Gw2: Amok

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    Geändert von Amok Der Heiler (13.06.2012 um 03:19 Uhr)
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  14. Banned
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    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Das sehe ich nicht so. Die USA, Japan und noch diverse andere Staaten haben weit aus höhere Schulden als Griechenland - in den Schulden sehe ich ehrlich gesagt nicht das Problem, sondern darin, dass die Wirtschaft nicht mehr läuft.

    Die haben eine eigene Währung und können zur Not Geld drucken wie blöde. Beide Länder haben so etwas wie eine eigene Wirtschaft.
    Natürlich könnten auch andere Länder an ihren Schulden ersticken. Die könnten dann aber ihre Schulden aussetzen/annullieren. Dann würden sie erstmal kein Geld mehr leihen können, die Wirtschaft würd wohl den Bach runtergehen. Teilweise triffts z.b. Rentenversicherungen, die ihr Geld an den Staat verliehen haben. Banken knicken ein. etc.
    Alles recht unerfreulich. Der Staat kann aber ein bisschen Geld drucken, um zumindest ein bisschen was aufrecht zu erhalten. Die Griechen können nicht einfach so mal ein paar Mrd drucken, da würden sich die deutschen schon beschweren. Eine Drachme würde vermutlich durch eine griechische Insolvenz stark abgewertet (was dann importe aus dem Land günstiger macht und damit den griechischen Exporten helfen würde).
    In den USA/Japan ist die Situation eine andere: sie haben keine Gemeinschaftswährung.
    Was nun besser ist, kaputtsparen oder pleitegehen, weiß ich nicht. Vllt wärs besser gewesen, die Griechen direkt aus dem € rauszuwerfen. Aber das wird irgendwann die Geschichte zeigen.

    Zitat:

    Zitat von Aki Yoshikawa Beitrag anzeigen
    Das könnte man mal zum öffentlichen Thema machen.

    Interessiert doch keine Sau, was aus den Somaliern (Somalies?) wird.
    Erst wenn sie anfangen uns ans Hemd zu wollen interessiert es uns - und dann auch nur solange, bis wir wieder unsere Ruhe haben.
    Siehe auch Afghanistan. Hat auch erst angefangen zu interessieren, als sie uns ins Handwerk pfuschten.
    Es muss ja nichtmal schlecht sein, wenn ein Land einen Diktator hat. Ich weiß z.b. nicht, ob es dem Irak unter Saddam nicht besser ging - und ob sich nicht so oder so ein langsamer Wechsel ergeben hätte. Die Gefahr dass ein Land im Chaos und Blut versinkt, ist ja durchaus gegeben.
    Ich halte den aktuellen Afghanistan Einsatz (versuchen halbwegs Ordnung zu halten, bis das Land sich selber drum kümmern kann) oder eben den aktuellen Kosovo Einsatz für sinnvoll. Das sind was bei ~ 6000-7000 Soldaten. Und 10000 Soldaten sind imho das, was die BW maximal ins Ausland schicken kann.
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