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  1. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    13. Tag, Verrat

    #16
    13. Tag, Verrat

    Mit dem Eintreffen der übrigen Allianzen und angeforderten Belagerungsschildkröten begann der Marsch auf das Fort Espenwald, es bildete sich ein Zug, der sich über hunderte von Metern erstreckte. Männer und Frauen, die ihr Leben dafür einsetzen ein Fort zu erobern, welches über Jahrhunderte hinweg erfolgreich verteidigt wurde. Viele von ihnen werden dabei ihr Ende finden und ein Erfolg ist mehr als ungewiss. Ich zolle ihnen meinen größten Respekt für ihre beispielhafte Disziplin und den Mut dem Tod derart ins Auge zu sehen.

    Der Angriff wird spät nachts im Schutze der Dunkelheit stattfinden, abgedeckte Lichtsignale dienen zur Koordination der einzelnen Gruppen. Von Schwarzbär erfuhr ich noch weitere Einzelheiten wie Gruppengrößen, Angriffspunkte und den Einsatz der Belagerungsschildkröten zum Durchbruch an den Toren. Das Vertrauen, das er mir schenkt, habe ich wohl ganz Aria zu verdanken.

    Noch vor Einbruch der Nacht erreichte der Zug sein Ziel und wir errichteten unsere Lager hinter einer bewaldeten Hügelkuppe nahe dem Fort. Die allgemeine Hektik nutzte ich aus um mich unbemerkt in den Wald zu schleichen. Ich konnte nicht einfach zulassen, dass dieser Angriff erfolgreich sein wird obwohl ich es verhindern könnte. So begab ich mich alleine zum Fort und berichtete den Wächtern vom bevorstehenden Ansturm. Da man mir zunächst nicht glauben wollte und mich für einen der Luxon hielt, musste ich den kommandierenden Offizier in meinen Missionsbefehl einweihen. Entsprechende Verteidigungsmaßnahmen wurden sofort eingeleitet.
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  2. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    14. Tag, Ein gebrochener Held

    #17
    14. Tag, Ein gebrochener Held

    Mit Anbruch der dunkelsten Nachtstunde begann der Angriff auf das Fort Espenwald. Doch etwas stimmte nicht und es brauchte einige Zeit bis mir auffiel was es war. Niemand war dort wo er hätte sein sollen. Die Angriffstruppen, die Belagerungsschildkröten und die Zauberwirker, niemand folgte dem mir von Schwarzbär beschriebenen Plan. Das war nicht richtig... so sollte es nicht sein!

    „Dank dir, mein Freund, haben wir eine realistische Chance das Fort nach Jahrhunderten endlich einzunehmen.“
    Schwarzbär trat neben mich und blickte an mir vorbei zum Geschehen, er hatte es geahnt.
    Hünenhafte, bewaffnete Krieger, die Hand an der Waffe, verstellten mir den Weg. Ich bin geradewegs in eine Falle getappt und habe genau das getan was Schwarzbär von mir erwartete. Durch meine falschen Informationen befanden sich die Verteidiger des Forts in strategisch ungünstigen Gängen und würden dem Angriff der Luxon hoffnungslos unterliegen.

    Während der Angriff auf das Fort stattfand, hielt man mich gefesselt in einem Zelt unter Beobachtung zweier Krieger gefangen. Ich konnte nichts tun um meinen Verbündeten im Fort zur Hilfe zu eilen, meine Tarnung ist aufgeflogen, ich bin ein gebrochener Mann. Eine Explosion ertönte und meine Bewacher waren für einen kurzen Moment abgelenkt. Lange genug um einen der beiden mit einem kräftigen Tritt zu Boden zu schicken und meine Fesseln an seiner Axt zu durchtrennen. Ich hörte nur ein Brüllen und warf mich zur Seite, entkam dabei knapp einem schlecht gezielten Schwerthieb des zweiten Bewachers welcher bereits erneut ausholte. Mit Hilfe der Axt konnte ich die Klinge gerade rechtzeitig abwehren ehe sie mir in die Seite fuhr. Den Schock des Kriegers nutzte ich um ihm den Griff meiner Waffe an die Schläfe zu donnern und so kampfunfähig zu machen. Die Flucht in den Wald war meine einzige Möglichkeit zu entkommen, zum Fort zu laufen wäre genauso selbstmörderisch gewesen wie sich schutzlos einer Horde Minotauren entgegen zu werfen. So machte ich mich im Schutze des Waldes auf den Rückweg ins Dorf, in der Hoffnung, dass Klaue mir helfen könnte einen anderen Weg zur Ergründung der Ereignisse in Cavalon zu finden.
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  3. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    15. Tag, Jadeebenen

    #18
    15. Tag, Jadeebenen

    Ohne mich der Geschwindigkeit der Schildkröten anpassen zu müssen, erreichte ich das Dorf bereits nach einem Tag. Klaue war fassungslos bei meinem Bericht über das Schicksal des Fort Espenwald. Zu meinem Glück wussten die Dorfbewohner nichts von den verhängnisvollen Ereignissen des letzten Tages, so dass ich hier noch immer als neutraler Reisender willkommen war. Mit Schwarzbärs Rückkehr würde sich dies jedoch schlagartig ändern. Ich musste meinen Aufenthalt so kurz wie möglich halten.

    Wir versorgten uns mit dem nötigen Proviant und machten uns auf den Weg nach Cavalon. Wo sonst könnte man mehr in Erfahrung bringen als direkt am Ort des Geschehens? Der Gedanke an diesen seltsamen Traum ließ mich nicht los, ich muss herausfinden ob es nichts weiter als ein gewöhnlicher Traum war, oder ihn diese Kreatur, was auch immer es sein mochte, verursacht hat.

    Unsere erste Station auf dem Weg war der Außenposten am Strand. Diese Gelegenheit nutzte ich um wieder diese Seitengasse aufzusuchen, doch es ließen sich keine Anzeichen darauf finden, dass sich hier je etwas exotischeres als die im Jademeer allgegenwärtigen Riffschleicher befunden hat. So zogen wir weiter und erreichten zum Anbruch der Nacht ein Gasthaus nahe einem Jadesteinbruch. Das Meer, zu Zeiten vor dem Jadewind noch eines der gefährlichsten Gewässer, wird hier Stück für Stück abgetragen. Niemals würde ein Kurzick auf den Gedanken kommen die gigantischen Bäume des Echowaldes zu zerstören um an das sich im inneren befindende Bernstein zu gelangen.
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  4. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    16. Tag, Cavalon

    #19
    16. Tag, Cavalon

    Cavalon, es ist größer geworden seitdem ich zuletzt hier gewesen bin. Die in Jade gemeißelten Unterkünfte und Gassen erstrecken sich weit ins Jademeer hinaus. Trotz der Allgegenwart von Jade gibt es hier kaum Diebstähle, die wertvollste Jade befindet sich durch die größte Dichte an den tiefsten Meeresböden. Die Jade der Meeresoberfläche, die man hier überall finden kann, ist zwar qualitativ minderwertig und unrein, eignet sich jedoch vortrefflich für den Bau.

    Wir kamen erst am späten Abend an, auf unserem Weg mussten wir uns an einem Naga-Brutplatz vorbei schleichen. Bisher hatte ich noch nie die Gelegenheit diese Schlangenwesen aus der Nähe zu beobachten. Nie trennten sich einzelne Naga von der Gruppe, ob auf Beutejagd, oder wenn sich ein Junges seinen eigenen Weg sucht. Schnell sind weitere in der Nähe und sorgen so für einen effektiven Schutz vor Feinden.

    Eine Taverne sollte uns die nötigen Mittel liefern um auf das Schicksal der Männer und Frauen, die bei der Verteidigung des Forts ihr Leben ließen, zu trinken. Noch lange wird es mir schwer auf der Seele liegen.
    _______________
    Geändert von Eraya Kun (01.09.2009 um 00:43 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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  5. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    17. Tag, Verborgene Bedrohung

    #20
    17. Tag, Verborgene Bedrohung

    Wir versuchten unser Glück in den verschiedensten Gasthäusern und Tavernen, sucht man bestimmte Informationen, dann sind diese Einrichtungen die ersten Orte an denen man suchen sollte. Mit einem offenen Ohr für die Gespräche der Nebentische und der einen oder anderen Frage kann man hier vieles in Erfahrung bringen. Nach zwei gescheiterten Versuchen in Tavernen, so billig wie das ausgeschenkte Bier, hatten wir in einem Gasthaus, in dem auch der in dieser Region seltene Vaabi-Wein ausgeschenkt wird, mehr Glück.

    Vor einiger Zeit wurde die Stadt von einem starken Erdbeben heimgesucht. Weite Teile des äußeren Stadtrings wurden dabei zerstört und an einigen Stellen brachen riesige Stücke Jade aus der angrenzenden Landschaft. Während des Bebens öffnete sich ein verschollen geglaubter Zugang in ein unterirdisches Reich am Rande Cavalons. Früher von einer hochentwickelten Kultur erfüllt, heute die Heimat von unzähligen Kreaturen des Untergrunds, die sich gleich einer Flutwelle über die Oberwelt ergießen würden, wären da nicht die tapferen Kämpfer der Luxon, die bislang jeden Vorstoß zurückschlagen konnten. Vor dem Durchgang wurde eine Barrikade errichtet, die jede Kreatur eine Weile beschäftigen würde ehe sich die Bewacher ihrer annehmen. Es wurden Späher in den Untergrund entsendet um sich ein Bild vom Ausmaß der Bedrohung zu machen. Wenige kehrten zurück und was sie berichteten, verhieß nichts gutes.

    Religiöse Gruppierungen, die vom Ende der Welt und von der Rache der Götter predigen, sind überall in der Stadt zu finden. Die Bevölkerung schafft sich ein eigenes Bild vom „was“ und „warum“. Wir sahen uns den Durchbruch aus sicherer Entfernung genau an und mussten leider feststellen, dass die Beschreibung der Barrikade nicht untertrieben war. Ein Durchkommen ist in beide Richtungen nahezu unmöglich.

    Da wir nun wissen womit wir es hier zu tun haben, werden Klaue und ich uns über unser weiteres Vorgehen beraten.
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  6. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    18. Tag, Licht und Schatten

    #21
    18. Tag, Licht und Schatten

    Der Traum kehrte zurück, doch diesmal entzog er sich nicht vollends meiner Kontrolle. Das Licht, die Schattenwesen und die große Kreatur, die in meinen Gedanken mit mir spricht, all das war wieder da. Es gelang mir es zu fragen was es ist und warum es gerade mich erwartet. Eine Antwort bekam ich nicht, stattdessen fiel es in ein tiefes Gelächter und das pulsierende Licht wurde schwächer. Kurz enthüllte sich mir die Kreatur ehe der Traum endete. Aufrecht saß ich auf meiner Schlafstätte und das Bild war wie eingebrannt in meine Gedanken. Eine humanoide Gestalt mit zwei gewaltigen, zum Körper hin gewölbten Hörnern. Der Körper scheint vom Schatten befallen zu sein, leuchtende Gravierungen zeugen von einer geheimnisvollen, magischen Kraft. Die Augen, nichts als eine undurchdringliche Leere, ziehen jeden Betrachter in seinen Bann.

    In Cavalons Bibliothek suchte ich nach Hinweisen auf dieses Wesen und wurde in einem Folianten voller Mythen aus vergangener Zeit schließlich fündig. Kanaxai, ein Dämon, der zu seiner Zeit Menschen korrumpiert haben soll, aus denen Wesen entstanden, die von den Nebeln durchdrungen wurden und nun selbst zu den gefährlichsten Dämonen zählen, die Oni. Warum auch immer mich dieser Dämon erwartet, durch seine Rückkehr in diese Welt ist er eine große Gefahr für weit mehr als nur die Luxon im Jademeer. Er muss aufgehalten werden.

    Klaue wird es mir zwar nie verzeihen, dass ich ihn dieser Gefahr aussetze, doch ich konnte ihn dazu überreden mit mir an der Barrikade vorbei in den Untergrund aufzubrechen. Die Frage ist nur wie wir das anstellen sollen. Zu unserem Glück bekamen wir von einer Gruppe stark angetrunkener Luxon-Krieger die Information, dass die Barrikade morgen geöffnet werden soll um eine Armada zur Bekämpfung der Bedrohung in den Untergrund zu entsenden. Dies ist unsere Chance, wir sollten zusehen, dass wir bis dahin in den Besitz von entsprechender Luxon-Ausrüstung gelangen um mitten unter ihnen dem Ende unserer Mission entgegen zu schreiten.
    _______________
    Geändert von Eraya Kun (01.09.2009 um 00:47 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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  7. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    19. Tag, Die Tiefe

    #22
    19. Tag, Die Tiefe

    Wenn alles andere nichts bringt, bleibt noch immer die Überredungskunst der Fäuste. Schnell waren die Luxon-Krieger dazu bereit uns ihre Ausrüstung auszuhändigen. Großartig wehren konnten sie sich nicht, lagen sie doch schließlich bewusstlos in einem Haufen Dreck hinter der Taverne. Der einfachste Teil unseres Planes war damit erledigt, jetzt noch hoffen in der riesigen Ansammlung an Kämpfern nicht aufzufallen. Die Kleidung war zwar ein wenig eng, aber an die Gesichtsbemalung könnte ich mich gewöhnen, man wirkt gleich gefährlicher und wilder.

    Der Trupp marschierte auf seinem Weg zur Barrikade durch die Stadt und wurde dabei von einer ganzen Schar Schaulustiger begleitet. Viele bejubelten die Glorie der Luxon-Armada, die sich dieser Bedrohung entgegenstellte. Es gab aber auch weiterhin einige, die jede Mühe für vergebens erklärten und weiterhin auf die göttliche Rache pochten. Wenn die nur wüssten welcher Dämon sich tatsächlich unter der Stadt befindet, wäre jedes Gerede von einer göttlichen Einwirkung im Nu erloschen.

    Inmitten der Menschenmassen fiel es uns nicht schwer unbemerkt an die Seite der Marschierenden zu treten. Nicht einmal als einer der Befehlshaber die Reihen entlang schritt und dabei vielen direkt in die Augen sah um ein letztes Mal Mut zu säen, wurde unsere Tarnung durchschaut. Dann, einen kurzen Moment lang, rechnete ich bereits mit dem Schlimmsten als sich eine Hand auf meine Schulter legte. Es war ein junger Krieger, der mir Mut zusprechen wollte. Er musste meine Anspannung als Angst vor dem uns bevorstehenden gedeutet haben.

    Dann war es soweit, die Torflügel des eisernen Portals öffneten sich und der Trupp durchschritt die Barrikade. Schritt für Schritt schwand meine Zuversicht, doch der Weg zurück war uns nun versperrt. In Klaues Gesicht sah ich die selben Zweifel. Wir traten durch die Öffnung in der Wand aus Jade und fanden uns zunächst in einem langen und dunklen Tunnel wieder, der immer tiefer unter die Stadt führte. Erhellt wurde unser weg nur durch einige Fackeln und ein seltsames, schwach leuchtendes Moos, das anscheinend direkt auf der Jade wuchs.
    Ich weiß nicht wie viel Zeit verging ehe wir aus dem Tunnel hinaustraten, aber die ewig gleiche Aussicht und das schwache Licht ließen es wie Stunden wirken. Wir kamen in eine Kammer, so hoch und lang, dass die Fackeln nicht alles ausleuchten konnten. Einzelne Männer wurden vorgeschickt um das Ende der Kammer auszumachen. Wenig später hörte man einen Ruf, sie hatten etwas entdeckt. Bevor wir jedoch erfahren konnten was es war, erloschen ihre Fackeln und sie verstummten. Kein Laut war mehr zu hören, nichts war in der vor uns liegenden Dunkelheit zu erkennen. Dann ging es ganz schnell.
    Schreie, identisch mit dem aus der Seitengasse erklangen und wie aus den Nebeln tauchten sie überall um uns herum auf. Oni, blasse Dämonen, kaum größer als ein Mensch, mit gewaltigen Klauen und den Fertigkeiten des schnellen und lautlosen Tötens. Viele starben noch bevor sie ihre Waffen ziehen konnten. Die erfahrensten wehrten sich erfolgreich und bald säumten auch einige der Kreaturen den Boden der Kammer, doch es waren zu viele.

    Die Truppe teilte sich auf. Wer die Möglichkeit noch hatte, flüchtete zurück in den Tunnel. Der Rest, zu dem Klaue und ich gehörten, zog sich in eine Ecke der Kammer zurück und leistete den Dämonen erbitterten Widerstand. Klaue zog mich zu sich und wies auf eine Öffnung in der Wand. Klaues Begabung für eine schnelle Flucht rettete uns das Leben. Die Kämpfer der Luxon würden nicht lange durchhalten, doch dieser Kampf war aussichtslos. Wir mussten uns an unser eigenes Ziel halten. Die Öffnung führte in eine weitere, kleinere Kammer in deren Mitte sich ein Podest mit einem riesigen Block aus Jade befand. Ein Grab, leer. Die Sprache der Inschrift verstanden wir nicht, dich ein Wort kam mir bekannt vor: „Exodus“

    Noch während wir um die Bedeutung der Inschrift rätselten, erklang eine mir nur allzu vertraute Stimme.
    „Endlich bist du zurückgekehrt. Lange habe ich auf dich gewartet.“
    Kanaxai stand hinter uns und versperrte den Ausgang. Ich verstand die Bedeutung seiner Worte nicht, was meinte er?
    „Du hast ein wenig von deinem Glanz verloren. Und du umgibst dich mit Verbündeten. Dabei hast du es immer bevorzugt allein zu agieren.“
    Es wurde immer seltsamer, der Dämon schien jemanden in mir zu sehen, der ich nicht bin.
    „Ich verstehe, du erinnerst dich nicht mehr. Ich werde dem etwas nachhelfen.“
    Mit einer Handbewegung Kanaxais brach Klaue zusammen. Nach allem was er durchlebt hat, nach all den brenzligen Situationen, die er gemeistert hat, ereilte ihn der unausweichliche Tod binnen eines einzigen Herzschlags. Wut stieg in mir auf, ich schrie sie dem Dämon entgegen und wollte wissen was er von mir will.
    „Du bist allein, du warst schon immer allein. Erinnere dich daran wer du bist.“
    Wer ich bin? Ich war noch nie jemand anderes, die Worte ergaben keinen Sinn für mich.
    „Kämpfe gegen mich wie in alten Zeiten und deine Erinnerungen kehren zurück.“
    Ich verstand nicht welche alten Zeiten gemeint sind, aber der Teil mit dem Kampf sagte mir zu. Für Klaues Tod sollte ihn das gleiche Schicksal ereilen. Ich griff nach meiner Axt, als Kanaxai an mir vorbei zum Podest deutete.
    „Dies gehört dir.“
    Eine Axt erschien neben dem Grab, ein verzierter Griff und ein schmales, spitz zulaufendes Blatt. Was auch immer Kanaxai damit bewirken wollte, besser als meine rostige Axt war diese allemal. Als ich danach griff, leuchteten zuvor unerkennbare Runen auf und ich fühlte mich mit einmal voller Kraft. Meine Wahrnehmung verrückte, Schatten umspielten meinen Körper und sie kamen mir seltsam vertraut vor. Ohne recht zu wissen was ich tat, lief ich auf Kanaxai zu und hieb nach ihm. Er versuchte nicht auszuweichen, sondern fiel wieder in sein tiefes Lachen. Mit der Berührung der Axt, löste sich Kanaxais Gestalt auf und verlief in einem Nebel.

    Auf meinem Weg an die Oberfläche wurde ich nicht aufgehalten. Die Oni waren wieder verschwunden und ließen ein grauenvolles Blutbad zurück. Klaues Körper nahm ich mit mir, ich werde ihn im Boden des Echowaldes begraben und für ihn ein würdiges Denkmal errichten lassen.
    Die Schatten umspielen weiterhin meinen Körper, doch es scheint, als wäre ich der einzige, der es sehen kann. Ich habe mich verändert.

    ENDE
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    _______________
    Geändert von Eraya Kun (01.09.2009 um 00:56 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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  8. Charr Blade Warrior Benutzerbild von [WSD] Anthyriel
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    #23
    Bin echt stolz auf deine Leistung Eraya ... nicht nur das du den Titel so schnell bekommen hast, sondern das auch eine ganz tolle Geschichte dabei entstanden ist, die unsere Sammlung in der Bibliothek um ein weiteres Buch bereichert.

    _______________
    == Leader der Warriors of Silent Darkness ==
    (Gilde der Rising Flames)
    "Mein Leben für Zachin, meine Axt für den Orden"

    InGame: Anthyriel Amraphen
    Charakterprofil & Titelstatistik
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  9. Jade Scarab Benutzerbild von Mandara
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    #24
    Super geschrieben, die Geschichte war es wert zu lesen.
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  10. Desert Griffon Benutzerbild von Heltzer
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    Phenix Of Rage
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    Kodasch [DE]
    #25
    Ein dickes Lob auch von mir =) Finde das Ganze ziemlich gelungen.
    _______________
    "True strenght is the lack of fear of gettting hurt to save others."

    "Wer Ideen hat, ist stark. Doch wer Ideale hat, ist unbezwingbar."

    GW2 - Galladoria rekrutiert!
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  11. Restless Corpse Benutzerbild von Ele Of Light
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    Registriert seit
    03.2007
    #26
    Sehr schön geschrieben aber da unten ist ein Fehler ;P

    Zitat:

    Zitat von [WSD] Eraya Kun Beitrag anzeigen
    12. Tag, Fort Espenwald

    Der Tag vor dem Angriff, ein Tag der Planung und des Wartens. Aus der Gyala-Brutstätte wurden Belagerungsschildkröten zur Unterstützung angefordert. Weitere Allianzen sind auf dem Weg hierher. Schwarzbär hat sich mit seinen Offizieren zum Entwerfen einer Angriffsstrategie zurückgezogen. Die Esse des Dorfschmieds ist dauerhaft in Betrieb und es wird an drei Ambossen zugleich gearbeitet. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange.

    Diese Festung ist vor mehr als fünfhundert Jahren von dem berühmten Kurzick-Architekten Lord Stein zu Heltzer gebaut worden. Fort Espenwald ist einer der wenigen übrig gebliebenen echten Steinbauten. Es stammt also aus der Zeit vor dem Jadewind und stand lange Zeit an einer strategischen Schlüsselstelle entlang der Grenze zwischen Kurzick und Luxon. Die Kurzick haben es geschafft, das Fort jahrhundertelang gegen Übergriffe der Luxon zu halten... das muss allerdings nicht ewig so bleiben.

    Das einer müsste durch eine ersetzt werden , ansonsten top!
    _______________
    ING : Ele Of Light
    Anstehende Auktionen
    ********
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  12. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
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    Eraya Kun
    #27
    Da sind noch mehr solcher Fehler in den verschiedenen Einträgen. Ich bin nur zu müßig die auszubessern
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  13. Maguuma Warrior Benutzerbild von Beast Emtec
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    Irgendwo in Deutschland
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    Cristall Fire Lady
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    Turion Fireburst
    Heimatserver
    Elonafels [DE]
    #28
    hat spaß gemacht das zu lesen^^großes lob von mir
    _______________
    Master of the Elements
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  14. Charr Blade Warrior
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    Registriert seit
    06.2008
    #29
    jupp
    fand es auch richtig gut ^^
    _______________
    ign: Kira Ghostkiller
    Gilde: The Freaky Horror Picture [Show]
    http://show.siteboard.org/portal.php
    Mein Motto :
    Metal 4-Life
    http://www.youtube.com/watch?v=iijKLHCQw5o&feature=fvw
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  15. Aloe Seed
    Userid
    82953
    Registriert seit
    11.2008
    Ort
    Berlin
    #30
    gut geschrieben hat spass gemacht zu lesen
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