Lange Zeit behaupteten sich große MMOs wie World of Warcraft als Platzhirsch auf dem Online-Rollenspielemarkt. Man kaufte das Spiel und entrichtete brav seine Abogebühr, um die Erfolge seiner liebgewonnenen Charaktere auch im nächsten Monat noch fortführen zu können. Finanzanalyst Michael Pachter von Wedbush Securities glaubt, dass dieses System seinen Zenit nun überschritten hat. Mit der Einführung von Spielen ohne monatlichen Gebühren - Ftp-Spielen (aber mit teurem Itemshop) revolutionierte sich das starre System der bisherigen MMOs.
Ein Artikel von Buffed beschäftigt sich mit dieser - für Guild Wars Fans - nicht wirklich neuen Erkenntnis und stellt fest, dass in jüngster Zeit erschienene Spiele nach dem alten Gebührenmodell bei den Fans nicht wirklich auf Gegenliebe stießen. An erster Stelle fällt einem da SWTOR (Star Wars - The Old Republic) ein: Ein Spiel, das mit immensem Aufwand und Kosten erstellt wurden, aber weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Buffed räumt dagegen zukünftigen Titeln der Ftp-Spiele und auch großen Projekten wie Guild Wars 2 sehr gute Chancen ein, gerade weil sie ein anderes Gebührenkonzept verfolgen.
Abonnement, mehr oder weniger kosmetischer Itemshop - daran hängt jedoch nicht alles. Auch die Inhalte eines großen Spiels müssen stimmen und der Mut zu Innovationen muss bei einem hochbudgetierten Spiel vorhanden sein. Schließlich gibt es schon genügend Online-Rollenspiele nach gleichem Muster. Was Erfolg hat, wird nach bewährten Rezept fortgeführt. Dies gilt für große Hollywood-Produktionen genauso wie für weite Teile der Spieleindustrie. Was oft auf der Strecke bleibt, ist die Kreativität. Hoffen wir, dass Guild Wars 2 mit seinen neuen inhaltlichen und spielmechanischen Konzepten ein langfristigerer Erfolg beschieden ist.
Quellen:
Buffed